Hallo zusammen,
ich möchte eine Client Server Modell System Testen,
ich soll ein Server starten sowie Mehrere Client.
dafür brauche ich einen Port und Mehrere IP Adressen.
wie kann ich in Meinem Rechner Mehrere IP benutzen ohne eine neue
Virtuell Maschine zu installieren
Grüße
LadyGaga schrieb:> wie kann ich in Meinem Rechner Mehrere IP benutzen
Du hast vergessen wenigstens dein Betriebssystem zu nennen. In den
meisten Linux Desktops geht das in der "Systemsteuerung" wo man auch die
ganzen Netzwerk-parameter einstellt.
Linux Server werden meist in der Date /etc/network/interfaces
konfiguriert. Zum Beispiel:
Hallo
>Warum kann man den Client nicht mehrmals auf derselben Maschine starten?
Nach Server start (in c# programiert) der Listner wartet auf eine
Verbindung mit dem Client. die Clients melden über IP Adresse und Port
beim Server.
der Server bearbeitet die Daten und sollte jede Client daten senden. er
selber erkennt der Clients anhand ihe IP Adresse
Dirk B. schrieb:> Warum kann man den Client nicht mehrmals auf derselben Maschine starten?
Kann man, wenn du bei jedem Client einstellen kannst, an welche IP
Adresse er gebunden werden soll. Wenn der Client das nicht kann, würde
ich ihn in einen Docker Container packen.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Dirk B. schrieb:>> Warum kann man den Client nicht mehrmals auf derselben Maschine starten?>> Kann man, wenn du bei jedem Client einstellen kannst, an welche IP> Adresse er gebunden werden soll.>> Und wenn der Cient das nicht kann, würde ich ihn in einen Docker> Container packen. Aber das ist auch schon Linux Spezifisch. Windows ist> halt nicht für Entwickler gemacht.
Mach ich bei Putty, Firefox und selbstgeschriebenen Clients auch nicht.
Trotzdem sendet der Server die Daten nur an den anfragenden Client.
Dirk B. schrieb:> Mach ich bei Putty, Firefox und selbstgeschriebenen Clients auch nicht.> Trotzdem sendet der Server die Daten nur an den anfragenden Client.
Mag sein, aber er will halt jedem Client eine eigene IP Adresse geben.
Eigene Ports wären zweifellos einfacher gewesen, die hätten sich von
selbst ergeben.
LadyGaga schrieb:> ich möchte eine Client Server Modell System Testen,> ich soll ein Server starten sowie Mehrere Client.> dafür brauche ich einen Port und Mehrere IP Adressen.
Nein, die brauchst du dafür nicht.
LadyGaga schrieb:> ja, dazu darf ich keine physikalische Konfiguration durchführen.
Machst du nicht. Brauchst du auch nicht.
> ich denke, ich brauche so zu sagen eine Virtuell Netzwerk.
Das wäre der Fall, wenn du mehrere virtuelle Maschinen hättest. Kannst
du natürlich machen, aber (du ahnst es bestimmt) brauchst du nicht.
LadyGaga schrieb:>> Nach Server start (in c# programiert) der Listner wartet auf eine> Verbindung mit dem Client.
So funktioniert ein TCP-Server, ja.
> die Clients melden über IP Adresse und Port beim Server.
Nein. Der Server erkennt einen (neuen) Client daran, daß ein Socket
(neu) geöffnet wird, über den jemand mit ihm redet.
> der Server bearbeitet die Daten und sollte jede Client daten senden.
Ja. Dazu verwendet der Server aber den Socket. Das ist praktisch das
gleiche, wie ein Filehandle. Nur das man darauf schreiben und davon
lesen kann.
> er selber erkennt der Clients anhand ihe IP Adresse
Nein. Die IP-Adresse des Clients interessiert den Server zumindest für
die Kommunikation überhaupt nicht. Er kann sie natürlich abfragen, z.B.
für ein Logfile.
PS: das ist übrigens das falsche Forum.
Axel S. schrieb:>> er selber erkennt der Clients anhand ihe IP Adresse> Nein. Die IP-Adresse des Clients interessiert den Server zumindest für> die Kommunikation überhaupt nicht.
Du sprichst vom Betriebssystem. Aber du weißt nicht, was seine Server
Anwendung mit der IP Adresse macht. Es kommt vor, dass Menschen andere
Menschen oder Maschinen anhand ihrer vermeintlich eindeutigen IP Adresse
erkennen wollen.
Ob das beim TO so Sinn macht, wissen wir nicht. Dafür hat er zu wenige
Infos herausgerückt.
Ich erkenne meinen Drucker jedenfalls anhand seiner wirklich festen IP
Adresse. Darum kann mir egal sein, dass er seinen Namen manchmal spontan
ändert (weiß der Geier warum er das tut, die Firmware hat einige
Macken).
Wir haben einige MDE-Clients in der Firma, die tatsächlich über deren IP
identifiziert werden. Sie verbinden sich mit dem Server alle per HTTPS
und übermitteln darüber Daten. Das ist ungefähr das, was der TO
nachbilden will.
Ich hätte das zwar anders gemacht (und zwar dass sich die Clients über
einen Namen beim Server anmelden), ist aber leider so gekauft worden.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Axel S. schrieb:>>> er selber erkennt der Clients anhand ihe IP Adresse>> Nein. Die IP-Adresse des Clients interessiert den Server zumindest für>> die Kommunikation überhaupt nicht.>> Du sprichst vom Betriebssystem.
Ich spreche vom Programm "Server". Ein TCP-Server signalisert seine
Bereitschaft zur Kommunikation üblicherweise mit listen(2) und nimmt
eine neue Verbindung mit accept(2) an. Das alles hantiert mit einer
Datenstruktur namens Socket. Die kann eine IP-Adresse zugeordnet
haben, muß aber nicht.
> Aber du weißt nicht, was seine Server> Anwendung mit der IP Adresse macht. Es kommt vor, dass Menschen andere> Menschen oder Maschinen anhand ihrer vermeintlich eindeutigen IP Adresse> erkennen wollen.
Kann schon sein. Aber auch dann redet er mit dem Teilnehmer über den
Socket. Sogar wenn er die Verbindung nur kommentarlos schließt,
verwendet er den Socket mit close(2).
> Ob das beim TO so Sinn macht, wissen wir nicht. Dafür hat er zu wenige> Infos herausgerückt.
Natürlich nicht. Seine Frage bezog sich ja auch auf das Netzwerk, das er
glaubt zum Testen seines Servers zu brauchen. Er braucht aber eigentlich
nur ein netzwerkfähiges Betriebssystem. Das muß noch nicht mal eine
Netzwerkkarte (physisch oder virtuell) haben. Das loopback Network
(127.0.0.1) reicht schon.
Ich empfehle den Buchklassiker von Richard Stevens, "Programmieren von
Unix-Netzen". Er nutzt zwar WinDOS und C#. Aber die Grundlagen sind die
gleichen.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Mag sein, aber er will halt jedem Client eine eigene IP Adresse geben.
Mein, will er nicht!
Er Bindet sich an die kombination aus IP und Port
Und Nein! - damit ist nicht die Port-Nummer gemeint, auf der der Server
lauscht, sondern die, de für die Gegenrichtung ausgehandelt wird.
Harry L. schrieb:> Stefan ⛄ F. schrieb:>> Mag sein, aber er will halt jedem Client eine eigene IP Adresse geben.>> Mein, will er nicht!
Ich hatte ihn so verstanden. Aber nicht, ob er das aus freien Stücken
will, oder ob er glaubt, das zu brauchen.
> Er Bindet sich an die kombination aus IP und Port> Und Nein! - damit ist nicht die Port-Nummer gemeint, auf der der Server> lauscht, sondern die, de für die Gegenrichtung ausgehandelt wird.
Ja. Aber auf die hat er ja keinen Einfluß. Und er hat die Kombination
ja schon, wenn sich ein Client verbindet. Der Server muß sich nicht mehr
separat mit dem Client verbinden. In dem Moment, wenn accept(2)
zurückkehrt, steht die Verbindung schon.
Axel S. schrieb:> Ja. Aber auf die hat er ja keinen Einfluß. Und er hat die Kombination> ja schon, wenn sich ein Client verbindet. Der Server muß sich nicht mehr> separat mit dem Client verbinden. In dem Moment, wenn accept(2)> zurückkehrt, steht die Verbindung schon.
Ich habe nichts Gegenteiliges geschrieben...
Das ganze könnte man mit network namespeces, veth pairs, und einer
bridge realisieren. Zumindest unter linux. Beispiel: (Muss als root
ausgeführt werden)
1
#!/bin/bash
2
3
# Bridge "br-fake-switch" erstellen. Ist wie ein switch
4
ip link add br-fake-switch type bridge
5
ip link set br-fake-switch up
6
7
# Ein veth pair (ist wie ein kabel), interfaces vm-server und vs-server werden erstellt, was am einen ende rein geht, kommt am andern raus
8
# Dann wird vm-server zur Bridge br-fake-switch hinzugefügt, dann der netzwerk namespace vnet-server erstellt, vs-server da rein verschoben,
9
# und dann noch die IP usw. von den Interfacen im Namespace konfiguriert
10
ip link add vm-server type veth peer vs-server
11
ip link set vm-server master br-fake-switch
12
ip netns add vnet-server
13
ip link set vs-server netns vnet-server
14
ip netns exec vnet-server ip addr add 10.83.5.2/24 dev vs-server
15
ip netns exec vnet-server ip link set lo up
16
ip netns exec vnet-server ip link set vs-server up
17
18
# Nochmal das selbe, für einen weiteren neuen NS
19
ip link add vm-client1 type veth peer vs-client1
20
ip link set vm-client1 master br-fake-switch
21
ip netns add vnet-client1
22
ip link set vs-client1 netns vnet-client1
23
ip netns exec vnet-client1 ip addr add 10.83.5.3/24 dev vs-client1
24
ip netns exec vnet-client1 ip link set lo up
25
ip netns exec vnet-client1 ip link set vs-client1 up
26
27
# Nochmal das selbe, für einen weiteren neuen NS
28
ip link add vm-client2 type veth peer vs-client2
29
ip link set vm-client2 master br-fake-switch
30
ip netns add vnet-client2
31
ip link set vs-client2 netns vnet-client2
32
ip netns exec vnet-client2 ip addr add 10.83.5.4/24 dev vs-client2
33
ip netns exec vnet-client2 ip link set lo up
34
ip netns exec vnet-client2 ip link set vs-client2 up
Mit "ip netns exec [ns] [commando]" kann man Kommandos in einem netns
ausführen. z.B. "ip netns exec vnet-server bash", dann hat man ne bash
session in der netns, und alle Kommandos die man da eingibt sind in dem
netns. "ip netns exec" braucht zwar auch root (zumindest in diesem
speziellen fall, es gibt ausnahmen), aber man kann danach mit "su -
username" wieder zu einem user wechseln.
Zum illustrieren, wie das Netzwerk aus Sicht der diversen NS aussieht:
1
root@phenix:~# brctl show
2
bridge name bridge id STP enabled interfaces
3
br-fake-switch 8000.0edc7e8e6272 no vm-client1
4
vm-client2
5
vm-server
6
root@phenix:~# ip addr show up
7
...
8
6: br-fake-switch: <NO-CARRIER,BROADCAST,MULTICAST,UP> mtu 1500 qdisc noqueue state DOWN group default qlen 1000
So hast man quasi schonmal 3 netns, mit eigener IP, interface, und
verbunden mit nem switch (der bridge).
All die namen der Interfaces und Namespaces kann man natürlich frei
wählen. Sie dürfen aber nicht zu lange sein, das limit für
interfacenamen ist recht klein...
Wenn du vom Host aus auf die Netns zugreifen willst, musst du der Bridge
auch noch eine IP mit cidr geben.
Wenn die Sachem im Netns ins Internet können sollen, musst du die auch
irgendwie daran anschliessen. z.B. das ethernet interface in die Bridge,
oder auf dem Host ip forwarding zeugs und/oder NAT einrichten. In den
Netzwerk Namespacen musst du natürlich dann noch die default route usw.
setzen.
Am ende sollte man natürlich wieder aufräumen:
1
#!/bin/bash
2
ip link del br-fake-switch
3
ip link del vm-client1
4
ip link del vm-client2
5
ip link del vm-server
6
ip netns del vnet-server
7
ip netns del vnet-client1
8
ip netns del vnet-client2
Den Teil mit dem erstellen vom netns, und ein Programm darin ausführen,
könnte man natürlich in ein script oder so zur wiederverwendung packen:
(ungetestet)
1
#!/bin/bash
2
set-e
3
4
if[$# -lt 3 ]
5
then
6
echo"Usage: $0 name addr cmd..."
7
exit 1
8
fi
9
10
name="$1";shift
11
addr="$1";shift
12
13
ip netns add "vnet-$name"
14
15
cleanup(){
16
ip link del "vm-$name"
17
ip netns del "vnet-$name"
18
}
19
trap cleanup EXIT INT TERM
20
21
ip link add "vm-$name"type veth peer "vs-name"
22
ip link set"vm-$name" master br-fake-switch
23
ip link set"vs-$name" netns "vnet-$name"
24
ip netns exec"vnet-$name" ip addr add "$addr" dev "vs-$name"
25
ip netns exec"vnet-$name" ip link set lo up
26
ip netns exec"vnet-$name" ip link set"vs-$name" up
Daniel A. schrieb:> Das ganze könnte man mit network namespeces, veth pairs, und einer> bridge realisieren. Zumindest unter linux
Dein Enthusiasmus in allen Ehren. Aber ein simpler Network-Alias wie von
Stefan im
Beitrag "Re: TCP Port x-IP Server Client Modell"
gezeigt, reicht dafür vollkommen aus. Mutmaßlich braucht man nichts
dergleichen. Einen einfachen TCP-Server setzt man als Fingerübung mal
eben auf. Dito den dazu passenden Client. Z.B. einen Server, der echo
oder rot13 implementiert. Und dann läßt man sie auf dem selben Node (vm,
whatever) aufeinander los.
Und ich gehe jede Wette ein, daß in C# ein entsprechendes Beispiel schon
fertig ist. Der TE ist doch bloß ein Student, der faul ist, sich das
anzulesen. Und die Vorlesung hat er geschwänzt.
Axel S. schrieb:> Dein Enthusiasmus in allen Ehren. Aber ein simpler Network-Alias> reicht dafür vollkommen aus.
Ich finde trotzdem super, dass Daniel auch diese Variante beschrieben
hat. Vor allem so ausführlich.
Axel S. schrieb:> Der TE ist doch bloß ein Student, der faul ist
Vielleicht muss er auch unter Windows entwickeln, da ist das nicht so
einfach. Mein herzliches Beileid dazu.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Axel S. schrieb:>> Dein Enthusiasmus in allen Ehren. Aber ein simpler Network-Alias>> reicht dafür vollkommen aus.>> Ich finde trotzdem super, dass Daniel auch diese Variante beschrieben> hat. Vor allem so ausführlich.>> Axel S. schrieb:>> Der TE ist doch bloß ein Student, der faul ist>> Vielleicht muss er auch unter Windows entwickeln, da ist das nicht so> einfach.
Wie bitte?
Um unter Windows mehrere IPs an eine NIC zu hängen, brauche ich nicht in
die Untiefen der Editierung irgendwelcher Textdateien abzusteigen,
gefolgt von einem (oder u.U. mehreren) kryptischen Kommandos. Wobei
sowohl der Ort als auch der Inhalt der Dateien als auch der Name und die
Parameter der Kommandos obendrein auch noch je nach konkreter
Linux-Spielart deutlich differieren können.
Unter Windows sind das ein paar Klicks im GUI und fertig isses. Und das
ziemlich einheitlich seit Jahrzehnten auf immer dieselbe Art. Nur der
Weg zum richtigen Dialog variiert, seitdem die Kachel-Manie bei
Microsoft ausgebrochen ist, also seit Windows8. Letztlich kommt man aber
auch bei Windows11 immer noch zum guten altbekannten Explorer-Objekt für
die NICs. Welches im Übrigen viel mehr Funktionalität bereitstellt als
z.B. /etc/network/interfaces bei den debilen (ähem... debianischen oder
wie sagt man das richtig?) Linuxen.
Um all das unter Linux machen zu können, was damit möglich ist, muss man
schon sehr tief in Linux einsteigen, mit unzähligen, quer über das
System verstreuten Konfigurationsdateien und vielen, absolut kryptischen
Kommandos hantieren.
OK, alles machbar. Aber Sackstand pur im Vergleich zu der federleichten
Art, das Zeug in Windows zu konfigurieren.
Nur dann, wenn man was konfigurieren will, was Microsoft im GUI nicht
vorgesehen hat (was allerdings eher selten vorkommt), dann wird es auch
unter Windows richtig nervig.
Daniel A. schrieb:> Das ganze könnte man mit network namespeces, veth pairs, und einer> bridge realisieren. Zumindest unter linux. Beispiel: (Muss als root> ausgeführt werden)>> [code]> #!/bin/bash
Das ist ja nun mehrfach ins Knie geschossen. Um nicht zu sagen, einmal
mit der Maschinenpistole auf Knie gehalten.
Erstens brauch man alles nicht, weil der:die Fragesteller:in sich mit
großer Wahrscheinlichkeit verrannt hat und nicht verstanden hat dass bei
TCP/IP die Beteiligten eindeutig über ein 5-Tupel assoziiert sind
[Protokoll (z.B. TCP oder UDP), lokale IP-Adresse, lokaler Port,
entfernte IP-Adresse, entfernter Port]
Wenn nur ein einziges dieser 5 Daten unterschiedlich ist haben wir eine
andere Assoziation. Bei TCP würde man sagen eine andere Verbindung.
Wenn man dann noch wie üblich Clients so programmiert, dass sie
ephemeral Ports verwenden, dann braucht man nicht mehr. Dann haben wir
Clients die auf dem selben Rechner, mit der selben IP-Adresse (und sei
es localhost 127.0.0.1), mit jeweils unterschiedliche Ports laufen, und
damit unterschiedliche und eindeutige Client-Server Assoziationen.
Zweitens, wenn man schon kompliziertere Netzwerk-Konfigurationen macht,
dann doch nicht händisch mit ip, ifupdown, nmcli oder was zur
Hölle es da noch auf der Kommandozeile gibt. Schön deklarativ mit
Netplan und der Tag ist dein Freund.
https://netplan.io/https://netplan.io/examples/
Ach ja, und an den den Windows-Clown der sich beschwert dass es kein GUI
gibt. Doch, gibt es natürlich. Natürlich auch mehrere. Aber dazu ein GUI
nehmen ist wie sich zusätzlich noch in das andere Knie schießen. Man
könnte auch sage nur für Leute, die beim Dummklicken in GUIs einen
freudigen Erregungszustand erreichen.
c-hater, beschreibe doch mal die Vorgehensweise für Ahnungslose wie den
TO, damit er das auch unter Windows nachvollziehen kann.
Vielleicht wird dann nebenbei auch klar, warum Linux Benutzer lieber ein
paar Befehle oder Config Files zitieren, anstatt den Weg per GUI zu
zeigen (den es durchaus gibt).
Hannes J. schrieb:> Ach ja, und an den den Windows-Clown der sich beschwert dass es kein GUI> gibt. Doch, gibt es natürlich. Natürlich auch mehrere.
Ja, genau das ist das Problem (zumindest eins der Probleme). Jeder Idiot
will's unbedingt anders machen als alle anderen. Aber keiner macht's
auch nur annähernd so gut wie Microsoft.
Du Löffelschnitzer solltest kapieren, das ich mich in beiden Welten sehr
gut auskenne und sehr wohl in der Lage bin, die jeweiligen Vor- und
Nachteile abzuschätzen. Und in diesem Punkt liegt Microsoft ganz klar
weit vorne.
> Aber dazu ein GUI> nehmen ist wie sich zusätzlich noch in das andere Knie schießen.
Warum? Warum sollte man für die simple Aufgabe, weitere IPs an ein
Interface zu hängen, was anderes als ein genauso simples GUI verwenden
müssen? Das ist doch Unsinn.
Mal abgesehen davon, dass es für Hardcore-CLI-Fetischisten auch unter
Windows natürlich den für sie passenden Weg gibt. Man kann es sich auf
Wunsch auch beliebig kompliziert machen...
Da hat der c-hater (Gast) absolut recht.
Auch ih kenne mich in beiden Welten aus und ich finde diese Unart,
das jede Linux Distribution ihr eigenes Süppchen kocht und dazu auch
noch ab und an die Rezepte ändert einfach zum Kotzen.
Duraus ein Grund dafür warum Linux nicht so "gelenkig" daherkommt wie
der eine odere andere ,äh Löffelschnitzer meint.
Traurig, das sich LINUX hier völlig unnötigerweise selbst im Weg steht.
Vereinheitlichung und Standards sind der Weg zum Erfolg und nicht so
etwas!!!
Hannes J. schrieb:> Erstens brauch man alles nicht, weil der:die Fragesteller:in sich mit> großer Wahrscheinlichkeit verrannt hat und nicht verstanden hat dass bei> TCP/IP die Beteiligten eindeutig über ein 5-Tupel assoziiert sind> [Protokoll (z.B. TCP oder UDP), lokale IP-Adresse, lokaler Port,> entfernte IP-Adresse, entfernter Port]
Davon würde ich nicht ausgehen. Es geht um unbekannt Client & Server
Programm, wer weiss, was diese intern machen. Villeicht nutzen die
Clients UDP Mulicast oder so, mit fixer Adresse. Oder vielleicht wird
die IP von der Serveranwendung dummer weise statt einem Session Token
oder so verwendet, statt richtiges Session Handling zu implementieren.
Wer weiss, mit wass der TO sich da herum quälen muss.
c-hater schrieb:> Um unter Windows mehrere IPs an eine NIC zu hängen, brauche ich nicht in> die Untiefen der Editierung irgendwelcher Textdateien abzusteigen,> gefolgt von einem (oder u.U. mehreren) kryptischen Kommandos
Heutzutage installieren die meisten Distros - zumindest wenn man eine
Desktop Umgebung installiert - so weit ich weiss NetworkManager. Dort
kann man auch mehrere IPs usw. für ein Interface bequem per GUI
einstellen.
c-hater schrieb:> Letztlich kommt man aber> auch bei Windows11 immer noch zum guten altbekannten Explorer-Objekt für> die NICs. Welches im Übrigen viel mehr Funktionalität bereitstellt als> z.B. /etc/network/interfaces bei den debilen (ähem... debianischen oder> wie sagt man das richtig?) Linuxen.
Einige sehen die Datei mittlerweile als veraltet an. Ich bin mir nicht
sicher, ob es in debian überhaupt noch standardmässig verwendet wird.
Aber in der Datei da kann man beliebige Kommandos ausführen lassen, z.B.
wenn das Interface hoch kommt usw. "up commando". Gibt unter anderem
{pre-,,post-}{up,down}. Zusätzlich ist es erweiterbar, man kann da also
beliebige Optionen usw. erfinden, wenn man will. Anders als bei einem
GUI-Dialog, gibt es also nichts, was man da nicht einstellen könnte.
c-hater schrieb:> Nur dann, wenn man was konfigurieren will, was Microsoft im GUI nicht> vorgesehen hat (was allerdings eher selten vorkommt), dann wird es auch> unter Windows richtig nervig.
Sowas, wie ich in meinem letzten Beitrag gepostet habe, kann man meines
Wissens in Windows nicht machen (mal abgesehen von der WSL2, aber das
ist ja eine Linux VM).
Das ist nämlich bei weitem nicht nur dem Host mehrere IPs geben.
Stattdessen sehen Programme in unterschiedlichen Netzwerk Namespaces
eine komplett eigene und unabhängige Netzwerkkonfiguration, mit
separaten Interfaces, Routing, etc. Und bei dem Beispiel komplett ohne
einen vollständigen Container oder eine VM aufsetzen zu müssen, da
schalte ich nur gerade den Netzwerkteil für ein Programm um.
Der Grund, warum ich das gezeigt habe, statt einfach das Setzen mehrerer
IPs beim Host ist, dass man beim Programm nicht einstellen können muss,
welche es nimmt.
Bei Serveranwendungen ist es üblich, angeben zu können, auf welchem Port
auf Verbindungen gewartet wird. Bei Clients wäre es vermutlich auch
möglich, zu implementieren, dass eine bestimmte IP zum initiieren einer
Verbindung verwendet wird.
Aber, in beiden fällen muss das Programm es auch zulassen, dass man das
konfigurieren kann. Das sieht nämlich alle IPs. Und bei Client
Programmen ist das eher unüblich, denen ist das in der regel egal, von
wo aus das zum Ziel kommt. Dann hätte man zwar mehrere IPs, aber kann
den Client nicht dazu bringen, eine Bestimmte zu nutzen, bzw. eine
andere, als andere Instanzen.
Indem man das Programm aber einfach in einem Netzwerk Namespace startet,
kann man das Problem umgehen. Das Programm sieht dann einfach die
Netzwerk config von dem Netzwerk Namespace, nutzt die IPs, die da
eingestellt sind, usw.
Ich finde es eine Unart von Windows, den Desktop mit jeder Version
halbherzig umzugestalten und mich dazu zwingen, diesen einen neuen
Desktop zu verwenden.
Bei Linux genieße ich hingegen die freie Wahl. Wem dazu viel ist, der
kann ja einfach bei dem bleiben, was er kennt. Niemand ist zum Wechsel
gezwungen. Also wo ist das Problem?
Übrigens fehlt immer noch die Anleitung für Windows 10.
Daniel A. schrieb:> Heutzutage installieren die meisten Distros - zumindest wenn man eine> Desktop Umgebung installiert - so weit ich weiss NetworkManager. Dort> kann man auch mehrere IPs usw. für ein Interface bequem per GUI> einstellen.
Das stimmt. Diese Einstellung ist vorgesehen. Nur: Es funktioniert halt
oft schlicht nicht.
>> z.B. /etc/network/interfaces bei den debilen (ähem... debianischen oder>> wie sagt man das richtig?) Linuxen.>> Einige sehen die Datei mittlerweile als veraltet an. Ich bin mir nicht> sicher, ob es in debian überhaupt noch standardmässig verwendet wird.
Wird sie. Zum Glück. Das ist das einzige, auf was man bein Debian und
seinen Abkömmlingen zählen kann, weil der NM alle Interfaces in Ruhe
läßt, die schon darüber konfiguriert sind...
> Sowas, wie ich in meinem letzten Beitrag gepostet habe, kann man meines> Wissens in Windows nicht machen
Dann braucht es wohl auch (näherungsweise) niemand. Das genau ist der
Punkt...
Was genau macht diese Scheiße eigentlich deiner Meinung nach?
sio schrieb:>> Übrigens fehlt immer noch die Anleitung für Windows 10.> Dazu braucht es keine Anleitung, das schafft jeder Karusellbremser.
Worum geht es dann in diesem Thread?
Stefan ⛄ F. schrieb:> sio schrieb:>>> Übrigens fehlt immer noch die Anleitung für Windows 10.>> Dazu braucht es keine Anleitung, das schafft jeder Karusellbremser.>> Worum geht es dann in diesem Thread?
Um Dich, immer nur um Dich…
Nachdem sich Leute über das vorgeblich komplizierte Linux aufgeregt
haben, zeige ich hier den grafischen Weg, den ich ganz oben in der
ersten Antwort meinte.
Wie konfiguriert man denn jetzt in Windows?