Das Bias-Tee kann man problemlos mit weiteren Spulen
nach unten hin ergänzen, vorausgesetzt, der Kondensator
ist groß genug. Die weitere(n) Spulen sind bei hohen
Frequenzen dann schon weitgehend entkoppelt; es kommt
da gar nicht mehr soo darauf an.
Mein 0402 Murata-Kit ist bei 68 nH am Ende; die 0603-
Spulen machen bei 68 nH eher den besseren Eindruck;
die müssen nicht gerade so eng bewickelt werden. (Kapazität)
Ich habe hier die LQW18A-Serie.
100 nH waere lqw18anr10g00, 2%-Serie, wird hier nicht so
genau gebraucht, liefert aber Punktlandungen bei Filtern.
Warum willst Du Dir den TI-Chip antun mit 2*2 mm und 9
Anschlüssen, davon 1 Groundpad darunter?
Bei 6 GHz gibt es noch genug SOT-89 MMICs, da scheitert man
nicht schon beim Löten. AnalogDevices ADL***, Sky65017,
SKY65014, Mini Circuits GVA123+ und andere.
Das Bild ist so das pure Minimum beim gva123, 0603-Kondensatoren,
vermutlich 100nF, Murata 0603-Spule wie oben, direkt dahinter
ein Abklatsch-C und dann ca 15 Ohm Strombegrenzung, 5V.
Von den Platinchen habe ich noch ein paar übrig, das ist
der normale JLCPCB-Zweiseitig-Prozess. Auf 100*100mm*1.6mm
passen viele Verstärker und andere Teststukturen.
Der Abfall über der Frequenz ist etwas größer als die +-0.7dB
aus dem GVA-Datenblatt, aber bis kurz vor 8 GHz bleibt es
dann schön flach, mit der simplen Murata 0603-Drossel.
Da würde man eher Ärger erwarten. Möglicherweise kann man
eine kleinere Drossel nehmen als 100nH, dann leidet der gain
am unteren Ende.
Gruß, Gerhard