Millimeterwellen-Detektor-IC?

Gast #6984708
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Gibt es einen billigen IC, der zum Finden von Millimeterwellen-Sendern 
eingesetzt werden kann? Ich denke da an sowas wie 
https://www.digikey.de/de/products/detail/analog-devices-inc/ADL5500ACBZ-P7/993301 
- nur eben für den Millimenterwellen-Bereich, möglichst breitbandig (als 
von ca. 25 GHz bis über 60 GHz)? Ich habe nämlich ein Problem mit 
Elektrosmog. Danke.
#6985331
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Einen geeigneten IC magst du für unter 100€ finden, aber um etwas damit 
anfangen zu können braucht es ein geeignetes PCB und Anschlüsse dazu... 
bei 60 GHz heisst das 1.85mm Koax. Der Stecker kostet dabei schnell ein 
Vielfaches des IC selbst.
Ohne selbst viel Aufwand und Erfahrung reinstecken oder grössere 
Einschränkungen im Dynamikbereich in Kauf nehmen zu müssen, wird es kaum 
billiger als so was gehen:

https://www.digikey.de/de/products/detail/analog-devices-inc/ADL6012-EVALZ/12697934
#6985563
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>von ca. 25 GHz bis über 60 GHz
Ich habe einen Hohlleiter-Harmonischenmischer als Zusatz für einen 
Spektrumanalyzer der 70er Jahre von HP, der soll bis 47 GHz noch 
brauchbar sein. Normalerweise wobbelt der LO von 2-4 GHz, das wäre dann 
also die 12-fache Frequenz. Die Diode im Mischer ist gleichzeitig der 
Frequenzvervielfacher und die Mischdiode. Mit unterschiedlichen 
Hohlleiteradaptern bestimmt man die untere Grenzfrequenz.

https://w140.com/tekwiki/images/0/0b/Harmonic_mixers.pdf
lädt etwas langsam, eine Beschreibung mit vielen Fotos von K6JEY über 
Mischer u.a. von HP und Tek.
#6985678
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Für den Frequenzbereich dürfte es keine (bezahlbaren) logarithmischen 
Detektoren mehr geben, der oben genannte von AD hat einen linearen 
Messbereich.
https://www.analog.com/media/en/technical-documentation/data-sheets/ADL6012.pdf
schon der Chip allein kostet 76 €.
https://www.box73.de/product_info.php?products_id=4388
https://www.box73.de/product_info.php?products_id=4385
bis 10 GHz gibt es noch logarithmische.
#6985829
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Runtermischen ist sowieso sinnvoll. Die Rauschleistung in 60 GHz 
Bandbreite ist derart groß.

Der ADL6012 hat gerade noch 40 dB Dynamikumfang "Input range of −25 dBm 
to +15 dBm up to 43.5 GHz"

174dBm/Hz bei Raumtemperatur natürlichem Rauschen,
log (60×10⁹)=10,8
also -174dbm +108 dB = -66 dBm Rauschleistung
da sind die -25dBm noch mal deutlich drüber. Die meisten Kurven im 
Datenblatt beginnen erst bei -30dBm, bis -40dBm noch für die dann 
erhebliche Temperaturdrift.

Narda ist ein durchaus ernsthafter Hersteller, ich finde in dem 
Datenblatt aber nur relative Angaben bezogen auf unterschiedliche 
Personenschutznormen.

mal eine nachgeschaut:
https://www.icnirp.org/en/frequencies/radiofrequency/index.html
"RF EMF exposure is usually measured in watts per square meter (W/m2) or 
watts per kg (W/kg)".
wieviele Quadratmeter habe ich ? Aber wenn die W/kg auf mein 
Körpergewicht bezogen wären, könnte ich mir eher etwas vorstellen.
https://www.icnirp.org/cms/upload/publications/ICNIRPrfgdl2020.pdf
0,4W/kg, das wären fast 40 Watt oder +46 dBm
ja dann
#6987417
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Eine 40W-Glühbirne würde ich auch nicht anfassen. Die Thermische Wirkung 
ihrer Strahlung ist mit zu groß.

Vermutlich sind die Narda-Geräte einfach thermische Leistungsmessgeräte.
Mein HP435 Powermeter mit thermischem HP8481 Messkopf ist bis 18 GHz 
spezifiziert. Vermutlich würde er auch auf 60 GHz noch etwas anzeigen. 
Aber schon der Frequenzgang des N-Steckers bei 60 GHz dürfte eine 
Messung unmöglich machen.
Die Skala fängt etwa bei -40 dBm an, aber vernünftige Messungen sind 
eher um 0 dBm möglich, max. ca. +20 dBm. Ein Antennendiagramm könnte man 
damit in ein paar Metern Abstand noch aufnehmen.
#6987449
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Christoph db1uq K. schrieb:
> mal eine nachgeschaut:
> https://www.icnirp.org/en/frequencies/radiofrequency/index.html
> "RF EMF exposure is usually measured in watts per square meter (W/m2) or
> watts per kg (W/kg)".
> wieviele Quadratmeter habe ich ? Aber wenn die W/kg auf mein
> Körpergewicht bezogen wären, könnte ich mir eher etwas vorstellen.
> https://www.icnirp.org/cms/upload/publications/ICNIRPrfgdl2020.pdf
> 0,4W/kg, das wären fast 40 Watt oder +46 dBm
> ja dann

Bei Exposition im Fernfeld durch näherungsweise ebene Wellen wird die 
Leistungsdichte gemessen (W/m2 oder umgerechnet in V/m). Vorteil dieser 
Einheit ist, dass sie relativ einfach und direkt zu messen ist. Was 
davon und wie stark im Gewebe ankommt ist aber nur ungefähr im Rahmen 
einer Worst-case Betrachtung abschätzbar.

Die W/kg ist die SAR und gebräuchliche Einheit für Nahfeld-Expositionen, 
wenn es zu einer Erwärmung des Gewebe kommen kann (klassisches Beispiel: 
Handy am Ohr). Diese Einheit macht in der Praxis nur Sinn, wenn auch ein 
Mittelungsvolumen angegeben wird. Das kann zwar der ganze Körper sein, 
meist geht es aber um lokale Maxima bei denen der Peak innerhalb eines 
beliebigen 1g oder 10g "Gewebeblocks" betrachtet wird, der nicht 
überschritten werden darf.
Nachteil dieser Einheit ist, dass sie nicht direkt gemessen werden kann, 
sondern entweder über Simulationen (d.h rechnerisch) oder aber mithilfe 
von Gewebe simulierenden Flüssigkeiten im Labor ermittelt wird.

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