Filmprojektor Bauer T8 Kurzschluss

#7001597
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Hallo zsamma,

ich habe einen Filmprojektor Bauer T8. Als ich ihn zum ersten Mal 
benutzen wollte, geschah beim Einschalten nichts, ich merkte, dass das 
Gerät auf einen Netzanschluss von 130 V eingestellt war, also stellte 
ich auf 220 V um- das Gerät reagierte kurz, musste es  aber wieder 
abschalten, denn es kam an der Unterseite starker Rauch heraus, die 
Zimmer- Sicherung flog raus (die 1A Sicherung am Gerät ist noch 
intakt!). Wo liegt der Fehler ? Ist der Trafo defekt ? Wie gehe ich vor 
? Danke für Hilfe !

Manfred
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(Firma: matzetronics) #7001623
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Manfred S. schrieb:
> aber es hat den
> Anschein als wäre er am Transformator entstanden...

Tja, dumm gelaufen. Dann wirds wohl wirklich der Trafo sein, der deinen 
ersten Versuch mit 110V nicht überstanden hat. Oder er war schon vorher 
defekt, weil jemand anderes den Spannungswähler nicht verstanden hat.
Aber den Projektor gibts billig:
https://www.ebay.de/itm/275200493572
#7001625
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Manfred S. schrieb:
> Auf 240 V habe ich es dann auch versucht,

Hi,
bist Du Dir sicher, dass die Kontakte jetzt am Spannungswähler 
tatsächlich so stehen, wie es sein sollte, nicht evtl. untereinander 
noch versehentlich durch leichte Veschiebung der Stellung Kontakt 
zueinander haben?
Das könnte den zu hohen Strom erklären.

BTW: Mein EUMIG P8 hat eine Zuleitung mit Original-Schukostecker mit zu 
kurzen Stiften, die bei Kindersicherungssteckdosen keine Kontaktgabe 
mehr ermöglichte.
Das war meine erste Schlussfolgerung zu Deiner Angabe oben.

Manfred S. schrieb:
> Als ich ihn zum ersten Mal
> benutzen wollte, geschah beim Einschalten nichts...

Mittlerweile sind wir (leider) schon weiter.
Ab jetzt nichts mehr mit direkter Netzspannung ohne Vorsichtsmaßnahme 
und
Trenn/regel/trafo .
Ohmmeter und Durchklingeln ist erst mal angesagt.

ciao
gustav
#7001678
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ein Kurzschluss, der zwar die Sicherung vom Netz auslöst, nicht aber die 
interne 1A-Sicherung hat höchstwahrscheinlich nichts mit dem Trafo zu 
tun.

Schließlich ist diese Sicherung normalerweise zwischen Netzanschluss und 
Trafo angebracht denn sie soll den Trafo bei Kurzschluss auf Sekundär- 
oder auf Primärseite schützen.

Nimm die Sicherung heraus und messe mit dem Multiumeter auf Kurzschluss 
zwischen den Netz-Kontakten.


Entweder hat ein Entstörkondensator direkt am Netzstecker den Geist 
aufgegeben oder im Spannungsumschalter sind Kontakte verbogen, nicht die 
richtige Schalterstellung erreicht oder dgl.

Die komischen Pfeile am Spannungsumschalter sind oft so angebracht, dass 
man eine Einstellung erwischt, die man garnicht mag.

110V sind in DE eigentlich sehr selten. Dass ein Gerät auf 110 gesteckt 
worden ist, kommt normalerweise nicht vor.

 Möglicherweise hast Du jetzt von 220 auf 110 umgesteckt. aber da würde 
eher die 1A-Sicherung auslösen.
(Firma: Funkenflug Industries) #7001782
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Auf dem Motor steht doch drauf wieviel Spannung der braucht, ist leider 
auf den miesen Fotos unlesbar. 12V werden es nicht sein, 110-120V sind 
wahrscheinlicher. Dann wird der ebenfalls über den Trafo versorgt, bzw. 
über eine Sparschaltung mit diesem zusammen. Hauptsächlich wird der 
Trafo eine 12/24V Halogenlampe versorgen.
(Firma: Funkenflug Industries) #7001848
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Sieht wenig aus, aber auch nicht richtig schlecht, das ist der ohmische 
Widerstand. Wenn da Teile des Motors und des wegen der Lampe recht 
kräftigen Trafos dran liegen könnte das trotzdem passen. Kann natürlich 
auch sein, daß der Motor oder der Trafo einen Windungsschluss hat, ohne 
Sollwerte schwierig stromlos zu messen.

Hast Du denn einen Schaltplan von dem Ding?
Wenn nicht, müsstest Du mal einen zeichnen.
Gast #7001956
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Manfred S. schrieb:
> (die 1A Sicherung am Gerät ist noch intakt!)
H. H. schrieb:
> Oder die Sicherung wurde kreativ ersetzt...

Also raus und gucken, ob die wirklich 1A hat.

batman schrieb:
> Oder mal mit 60W Birne in Reihe zum Netz probieren.

Es gibt Tipps, die nicht ganz gar sind: Der Projektor hat eine 
Halogenlampe mit 100 Watt, da wird Deine 60W-Birne schon bei intaktem 
Gerät deutlich hell. Wenn schon Prüfbirne, dann deutlich stärker.

Besser wäre, wenn er einen Stelltrafo hätte.

Manfred S. schrieb:
> Habe hier deutlichere Fotos vom Transformator, wie bzw. wo messe ich
> jetzt genau ?

Mit dem Multimeter den Widerstand zwischen den beiden Netzadern messen, 
20..40 Ohm würde ich als normal erwarten.

Ist es weniger, die nachfolgenden Leitungen Stück für Stück auftrennen 
und gucken, wann der Kurzschluß verschwindet.

Wenn die Sicherung wirklich 1A hat und noch intakt ist, glaube auch ich 
nicht an einen kaputten Trafo.
Gast #7002003
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Ben B. schrieb:
> 12V werden es nicht sein

Da das Gerät eine Niedervolt- Halogenbirne hat, wird auch der Motor mit 
12V oder 24V betrieben.

Wenn Du die 1A-Sicherung herausgenommen hast, ist der Trafo weg vom Netz 
und zwischen den Netzanschlüssen muss ein hoher Widerstand zu messen 
sein.

Entweder sind da Entstörkondensatoren defekt oder der 
Spannungsumschalter.

Manfred S. schrieb:
> Widerstand zwischen den Kontakten beträgt 1,5 Ohm- ich nehme an,
> das ist
> zu wenig ?

Ja, eindeutig. besonders wenn die 1A-Sicherung draußen ist. Die 1,5 Ohm 
sind eher der Widerstand der Zuleitungen des Messgeräts.
(Firma: Funkenflug Industries) #7002026
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> Da das Gerät eine Niedervolt- Halogenbirne hat,
> wird auch der Motor mit 12V oder 24V betrieben.
Na so eine bescheuerte Schlussfolgerung habe ich ja selten erlebt. Am 
besten schaust Du Dir nochmal das zweite Bild aus dem ersten Posting an. 
Der Motor oben rechts sieht nicht nach einem 12V-Motor aus und der 
komische runde Blechzylinder links oben sieht verdammt wie ein 
Motorkondensator aus. Das ist ein ganz normaler Kondensatormotor, habe 
sowas noch nie mit 12/24V gesehen.
#7002287
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Manfred S. schrieb:
> Widerstand zwischen den Kontakten beträgt 1,5 Ohm- ich nehme an, das ist
> zu wenig ?

Hi,
unter der Annahme, dass sich die Projektortypen nicht vom Prinzip her 
stark voneinander unterscheiden, dann ist der von Dir gemessene 
Netzeingangswiderstand deutlich zu niedrig.
Habe den alten EUMIG einmal daraufhin untersucht. In Stellung 220V ist 
der Gleichstromeingangswiderstand an den Steckerstiften, genau wie Du im 
Bild gezeigt hast, 43,3 Ohm.
Der Motor hat bei meinem EUMIG Kohlen. Schau mal, ob Deiner auch solche 
hat.
Vielleicht ist da schon eine nicht ordnungsgemäße, zufällige Verbindung 
zum Chassis oder zu sonst einem Kontakt, was nicht sein sollte.

ciao
gustav
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(Firma: Funkenflug Industries) #7002394
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Ohne den Trafo macht das Ding genau gar nichts. Das wird ein Problem 
werden, man muß sich Ersatz beschaffen um den Motor mit 100V und die 
Lampe mit 12V zu versorgen. Letzteres ist dank Halogentrafos weniger das 
Problem, aber die 100V für den Motor... man könnt einen 200W 
Halogen-Ringkerntrafo nehmen und da in mühsamer Kleinarbeit eine 
100V-Wicklung draufzaubern, aber das ist 'ne echte Fleißarbeit.
Gast #7003897
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Peter R. schrieb:
> Möglicherweise hast Du jetzt von 220 auf 110 umgesteckt. aber da würde
> eher die 1A-Sicherung auslösen.

Nicht zwingend, wir hatten mal einen Standort in den USA, nach der 
Auflösung des Standortes wurde hochpreisiges Inventar nach Deutschland 
überführt. Darunter ein 150W Keysight Labornetzgerät. Das wurde hier 
mehrfach angesteckt, bevor es aufgefallen ist, dass das Netzgerät auf 
110V Betrieb eingestellt war. Die Gerätesicherung hat kein einziges Mal 
ausgelöst, der Leitungsschutzschalter war jedes Mal schneller.

Übrigens, das Gerät hat diese Tortur problemlos überstanden.
Gast #7004113
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michael_ schrieb:
> Leute die mit solchen Meßgeräten umgehen?
> Spätestens dem Dummtrödel sollte es aufgefallen sein, als er den
> AMI-Stecker abgeschnitten hat und einen Deutschen anschraubte.

Dir kommt es nicht in den Sinn, das solche Geräte eine Kaltgerätebuchse 
haben? Und nicht jeder hinten das Typenschild studiert, wenn er wie 
gewohnt einen Messaufbau mit typgleichen Geräten macht?
Beitrag #7278069 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7278084
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Habe nun verm. den Kurzschluss- Fehler, ein an der 1A Sicherung
angelötetes Massekabel, das über den Drehschalter der versch.
Eingangsstromstärken mit dem anderen Stecker- Pol verbunden war...Sieht
eigentlich so aus, als sei das schon von Fabrik aus angelötet gewesen,
viel. ist also der eigentliche Fehler woanders, jedenfalls gibt es so
keinen Kurzschluss und der Motor läuft.
Nun habe ich allerdings das Problem, dass meine Halogenlampe keinen
Strom erhält.
Am Trafo scheinen die drei Kabel, welche auf der einen Seite
herauskommen für die 12V verantwortlich zu sein, kann aber leider keinen
Strom messen, vermute die Versorgung mit 220V von den Kabeln auf der
anderen Seite des Trafos, welche wiederum zum Drehschalter führen,
fehlt. Kann aber keinen Durchgang zu einem der Kabel messen !? Welches
ist das richtige ? Also möglicherweise doch eine Auswirkung vom Weglöten
des schwarzen Kabels ?
Also es muss doch möglich sein, dass ich die 12V an die Birne kriegen !?
Wer kann helfen, wie soll ich vorgehen ?
Danke für Hilfe !

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