Hallo Leute, in den technischen Daten eines Akkus steht für den Zyklenzahl folgende Liste:
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Wie ist es möglich, daß ein Akku 80% Restkapazität hat, wenn 100% entladen ?? MfG, M
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Datenblatt Bleiakku undeutlichHallo Leute, in den technischen Daten eines Akkus steht für den Zyklenzahl folgende Liste:
Wie ist es möglich, daß ein Akku 80% Restkapazität hat, wenn 100% entladen ?? MfG, M
Gast
#7019597
Zyklen! Nicht nur Entladung.
Gast
#7019605
Einen Pb-Akku 100% zu entladen ist für ihn höchst ungesund. Deswegen hält er dann nur wenige Zyklen durch. Dann ist er ein Fall für den Wertstoffhof.
Gast
#7019608
Michaela M. schrieb: > Wie ist es möglich, daß ein Akku 80% Restkapazität > hat, wenn 100% entladen ?? 80% ist die Definition des Lebensdauerendes. Also, wenn der Akku 500 mal mit 75% Entladetiefe belastet wurde, hat er danach noch 80% seiner ursprünglichen Kapazität. Dieser Typ ist Zyklenfest. Aber 100% entladen, und trotzdem einen Restkap. von 80% Komisch... Michaela M. schrieb: > Aber 100% entladen, und trotzdem einen Restkap. von 80% > Komisch... Nein, nicht komisch. Ist ganz einfach: Die Angabe "Restkapazität" bezieht sich nicht auf den aktuellen Ladezustand sondern auf die noch vorhandene nutzbare Kapazität bezogen auf die 100% Kapazität bei Lieferung.
Gast
#7019649
Michaela M. schrieb: > Wie ist es möglich, daß ein Akku 80% Restkapazität > hat, wenn 100% entladen ?? Der Akku wird immer wieder ganz (100%) entladen und wieder aufgeladen, bis seine Kapazität nur noch 80% der aufgedruckten entspricht. Das hält der Akku 300 Zyklen aus. Entlädt man ihn jedesmal nur halb (50%) überlebt er 600 Zyklen bis seine Kapazität auf 80% abgesunken ist. Keine Überraschung, kein längeres Leben, halb entladen schädigt halt nur halb so schlimm. Entlädt man ihn nur um 25%, bekommt man aber 1400 statt erwartbarer 1200 Zyklen und entlädt man ihn um 75% erwartet man nur 450 Zyklen, er hält aber 500 Zyklen. Etwas schräg die Kurve, zudem fehlt der Entladestrom, 1C oder C/20 ? Ein LiFePo4 Akku ist zwar teuer, hält aber laut Werbung https://www.evebattery-germany.de/lifepo4-50ah/ 8000 Zyklen, und das bei 2C, ist also billiger im Nutzen. MaWin schrieb: > Ein LiFePo4 Akku ist zwar teuer, hält aber laut Werbung > https://www.evebattery-germany.de/lifepo4-50ah/ > 8000 Zyklen, und das bei 2C, ist also billiger im Nutzen. Weitere Vorteile sind die flachere Entladekurve, hohe Zyklenfestigkeit im Vergleich zu PB auch bei 80% DOD, geringeres Gewicht. Ja, danke ! So´ne krumme Gedanke muß man erstmal haben. :-) Aber jetzt verstanden. Nochmal vielen Dank ! M
Gast
#7019711
Michaela M. schrieb: > in den technischen Daten eines Akkus steht für den Zyklenzahl > folgende Liste: > 100% Entladetiefe (DOD) bis 80% Restkapazität 300 > 75% Entladetiefe (DOD) bis 80% Restkapazität 500 > 50% Entladetiefe (DOD) bis 80% Restkapazität 600 > 25% Entladetiefe (DOD) bis 80% Restkapazität 1400 > > Wie ist es möglich, daß ein Akku 80% Restkapazität > hat, wenn 100% entladen ?? Siehe Manfred: 80% ist die Definition des Lebensdauerendes. Angenommen ein neuer Blei-Akku besitzt eine Kapazität von 10Ah, ist diese am Lebensende auf 8Ah gesunken. (Anm: im 75% müssten es 400 Zyklen sein) In erster Näherung ist die über die Lebensdauer entnommene Gesamt-Kapazität eines Blei-Akkus begrenzt, im angenommenen Fall auf ca. 3000Ah
Bei sehr geringer Entladetiefe, am Beispiel von 25%, wird der Akku geschont und erreicht eine um ~17% verbesserte Lebensdauer. Es bleibt die Frage, nach wie vielen Zyklen welcher Tiefe der Akku die nächsten 20% seiner Kapazität verliert, also auf 64 % einbricht. Gibt es dazu auch irgendwo Daten? Und: verändert sich der Ladefaktor? Es gibt AGM Akkus mit dem Zusatz "Deep Cycle", die gehen von 12V bis 8V runter und halten das auch dauerhaft aus. Diese Akkus werden vorzugsweise in Rollstühlen oder ähnlichen Fahrzeugen verbaut.
Gast
#7019988
Percy N. schrieb: > Es bleibt die Frage, nach wie vielen Zyklen welcher Tiefe der Akku die > nächsten 20% seiner Kapazität verliert, also auf 64 % einbricht. In erster Näherung hängt (bei Blei-Akkus) die akkumulierte Gesamt-Kapazität mit dem Wasserverbrauch zusammen. Gut, wenn man da keine "wartungsfreie Batterie" verbaut hat, sondern so ein olles Ding mit Schraubverschlüssen auf jeder Zelle, bei dem man das verlorene Wasser nachfüllen kann. Wenn das Wasser mal verbraucht ist (Dryfit, "wartungsfreie Starter-Batterie" usw.) geht die Degeneration ziemlich schnell. Ich denke, deine Annahme, man könne die Lebensdauer verdoppeln, wenn man sich mit 64% Restkapazität abfindet, wird so nicht ganz stimmen. Varta hatte früher (tm) seine Solarbatterien mit einem erhöhten Wasservorrat ausgestattet - ganz einfach, um die Wartungsintervalle in die Länge ziehen zu können, ohne gleich in die Degenerationsphase zu fallen (*). Ich sehe in einer "wartungsfreien Starter-Batterie" eine Mogelpackung: Man packt da etwas mehr Wasservorrat rein, sodass das Ding auch im Kurzstreckenbetrieb voraussichtlich die 2 Jahre bis zum Ablauf der Garantie überdauert. Wobei die Denke teilweise berechtigt ist. Denn, Hand aufs Herz, wer kontrolliert(e) bei seinem Auto schon regelmäßig den Wasserstand der Batterie? -J (*) vereinzelt findet man im www Anleitungen, wie man bei diesen Batterien Wasser nachfüllen kann Jester schrieb: > Ich denke, deine Annahme, man könne die Lebensdauer verdoppeln, wenn man > sich mit 64% Restkapazität abfindet, wird so nicht ganz stimmen. Diese "Annahme" habe ich nirgendwo geäußert; sieh bitte davon ab, mir irgendwelchen Unsinn (oder auch Weisheit 😁) zu unterstellen. Mich hätte lediglich interessiert, welche Schlussfolgerungen hinsichtlich der weiteren Entwicklung aus dem Erreichen der 80-%-Marke gezogen werden können: Sinkt die Kapazität weiter? Sicherlich, aber wie schnell? Wie sehr steigt der Ladefaktor, bzw sinkt der Wirkungsgrad? Verändert sich die Selbstentladung? Welchen Einfluss hat die Höge des Stroms, sowohl beim Laden wieyauch beim Entladen? Wie stark konkurriert ider korreliert die nutzungsabhängige Degeneration mit der kalendarischen Alterung? Dies ist eine deutlich komplexere Fragestellung, zumal sich die Eignung eines bestimmten Akkus für einen bestimmten Einsatzzweck unter bestimmten Betriebsbedingungen nach diesem Eigenschaftsbündel bemessen lässt.
Gast
#7020262
Michaela M. schrieb: > Wie ist es möglich, daß ein Akku 80% Restkapazität > hat, wenn 100% entladen ?? Mit den 80% ist gemeint, dass der Akkus nach so viel Leistungsverlust als verschlissen gilt. Irgend einen Maßstab muss man ja anwenden, sonst kommt ein Schlauberger und verspricht 100 Jahre Haltbarkeit weil der Akku noch 5 Minuten lang eine LED antreiben kann. Nach dem Motto: Noch ist es eindeutig ein funktionierender Akku. Dieses Thema wird bei Elektroautos spannend, denn da gibt es noch keine einheitliche Norm zur Messung. Auch ist nicht klar, wie weit der Hersteller den Akku ggf. aufbereiten muss, damit er wieder in Ordnung ist.
Gast
#7020299
Michaela M. schrieb: > Wie ist es möglich, daß ein Akku 80% Restkapazität > hat, wenn 100% entladen ?? Wenn du einen 8l-Eimer komplett auskippst, hat er immernoch 8l Kapazität. Unterscheide Ladung vs. Lapazität.
Gast
#7020324
Christian M. schrieb: > Es gibt AGM Akkus mit dem Zusatz "Deep Cycle", die gehen von 12V > bis 8V runter und halten das auch dauerhaft aus. Das ist natürlich übertrieben. Deep Cycle im Gegensatz zur Starterbatterie erlaubt es, einen Akku überhaupt als Versorgungsbatterie, Traktionsbatterie bzw. Solarakku nicht nur immer fast voll zu halten, sondern mindestens 500 Zyklen seine Kapazität zu entnehmen. Die Entladeschlussspannung ist vom Entladestrom abhängig, aber bei deep cycle eher 10V, hier 9.6 bis 10.8 https://npp-power.eu/wp-content/uploads/2021/02/NPD12V-75Ah.pdf und andere Hersteller schreiben ähnliches.
Gast
#7020326
Christian M. schrieb: > Es gibt AGM Akkus mit dem Zusatz "Deep Cycle", die gehen von 12V bis 8V > runter und halten das auch dauerhaft aus. Diese Akkus werden > vorzugsweise in Rollstühlen oder ähnlichen Fahrzeugen verbaut. Was so gesehen aber nicht für eine AGM mit Nennspannung von 12 Volt gilt. Eine 12-Volt-AGM hat vollgeladen eine Leerlaufspannung von ca. 12,9 Volt und ist bei 12,0 Volt komplett entladen. Das ist ein vollständiger Zyklus von 100%. Natürlich bricht unter Belastung die Spannung ein und ein z.B. halbvoller Akku kann bei entsprechend hoher Stromentnahme auch weit unter 12 Volt fallen. Sobald jedoch die Leerlaufspannung unter 12,0 Volt fällt, spricht man von Tiefentladung und die ist auch für eine Deep-Cycle-AGM nicht gesund. Deep Cycle meint hier, man kann mehr als die sonst empfohlenen 60-70% der Kapazität entnehmen. batman schrieb: > Wenn du einen 8l-Eimer komplett auskippst, hat er immernoch 8l > Kapazität. > Unterscheide Ladung vs. Kapazität. Richtig schöner Vergleich !
Gast
#7020425
Percy N. schrieb: > Mich hätte lediglich interessiert, welche Schlussfolgerungen > hinsichtlich der weiteren Entwicklung aus dem Erreichen der 80-%-Marke > gezogen werden können: Sinkt die Kapazität weiter? Da diese Fragestellung doch deutlich von der ursprünglichen abweicht, würde ich vorschlagen, hierzu einen eigenen Faden zu starten. Unter dem untreffenden Bezug "Datenblatt Bleiakku undeutlich" mag ich mich hierzu nicht äußern. -J
Gast
#7020452
Die Anzahl der Zyklen ist auch etwas von der Behandlung des Akkus abhängig. Eine Schnellladung im Stand ist ungesünder als eine gemütliche 1/10C-Ladung, weil der Akku nicht so heiß wird und demzufolge weniger Wasser verdampfen wird. Übrigens ändert sich der Säurestand auch mit der Ladung. Deshalb sollte man bei einer ganz leeren Batterie nie übermäßig Desti-Wasser nachfüllen, sondern nur so viel dass keine Platten im Trocknen sind und später nochmals kontrollieren. Ausgelaufene Batteriesäure ätzt den Lack weg! Jester schrieb: > mag ich mich hierzu nicht äußern. Gut so, denn Du warst auch nicht gefragt, zumal achon Deine erste Antwort anmaßend, aufdringlich und unbrauchbar war.
Gast
#7020520
Percy N. schrieb: > Mich hätte lediglich interessiert, welche Schlussfolgerungen > hinsichtlich der weiteren Entwicklung aus dem Erreichen der 80-%-Marke > gezogen werden können: Sinkt die Kapazität weiter? Was mir ein Akku-Experte mal gesagt hat, aber speziell in Bezug auf Li-Ion Akkus (die mit 1C entladen werden): Nach erreichen den 80% Marke geht es rapide bergab, d.h. bis der Akku dann auf 50% runter ist vergeht wesentlich weniger Zeit als von 100 auf 80%. Deswegen wäre die 80% Angabe eine gute Marke für die Akku-Lebensdauer.
Gast
#7020584
Michaela M. schrieb: > batman schrieb: > >> Wenn du einen 8l-Eimer komplett auskippst, hat er immernoch 8l >> Kapazität. >> Unterscheide Ladung vs. Kapazität. > > Richtig schöner Vergleich ! Nicht wirklich, denn es fragt sich, wie der 10 Liter Einer durch wiederholtes Befüllen und Ausleeren mit der Zeit auf nur noch 8 Liter Fassungsvermögen zusammenschrumpft. Das muss ein Mörteleimer sein.
Gast
#7020660
Hehe ja, Mörteleimer ist wirklich ein super Verhaltensmodell für den Bleiakku. Je länger der Mörtel darin stehen bleibt, umso mehr bleibt drin kleben. Da ist das Verhältnis zwar genau umgekehrt zur Bleiakku-Ladung aber der Zusammenhang ist analog. Antwort schreibenBitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben. |
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