Solarpanel in Leistungsanpassung betreiben?

OP #7027640
Lesenswert?

Hallo,

weiß jemand, wie man ein kleines Solarpanel (30-50W) am besten betreibt, 
um möglichst viel Leistung heraus zu bekommen. Das Panel ist ja 
wahrscheinlich eine Spannungsquelle mit Innenwiderstand, so dass wohl 
die gute alte Leistungsanpassung den meisten Ertrag bringt. Richtig? 
Dimensionierung und Bau eines geeigneten Wandlers zur Anpassung an die 
Verbraucher (unter anderem eine 48VDC-Filterpumpe im Gartenteich) ist 
kein Problem.

Über Infos würde ich mich freuen!

Gruß
Gerd
#7027648
Lesenswert?

Gerd W. schrieb:
> weiß jemand, wie man ein kleines Solarpanel (30-50W) am besten betreibt,
> um möglichst viel Leistung heraus zu bekommen.

So wie der Rest der Welt, mit einem MPPT, Maximum Power Point Tracker.

> Das Panel ist ja
> wahrscheinlich eine Spannungsquelle mit Innenwiderstand,

Stromquelle.

> so dass wohl
> die gute alte Leistungsanpassung den meisten Ertrag bringt. Richtig?

Ja.

> Dimensionierung und Bau eines geeigneten Wandlers zur Anpassung an die
> Verbraucher (unter anderem eine 48VDC-Filterpumpe im Gartenteich) ist
> kein Problem.

Noch einfacher. KAUFEN!
#7027652
Lesenswert?

Gerd W. schrieb:
> Hallo,
>
> weiß jemand, wie man ein kleines Solarpanel (30-50W) am besten betreibt,
> um möglichst viel Leistung heraus zu bekommen.

Mit einem MPPT-Regler.

> Das Panel ist ja
> wahrscheinlich eine Spannungsquelle mit Innenwiderstand,

Nein, eher eine Stromquelle.

> Bau eines geeigneten Wandlers zur Anpassung an die
> Verbraucher ist kein Problem.

Normale Step-Up/Down-Regler direkt an Solarpanels funktionieren nicht.
Gast #7027655
Lesenswert?

Gerd W. schrieb:

>  Das Panel ist ja
> wahrscheinlich eine Spannungsquelle mit Innenwiderstand, so dass wohl
> die gute alte Leistungsanpassung den meisten Ertrag bringt. Richtig?

Nein, leider nicht.

> Dimensionierung und Bau eines geeigneten Wandlers zur Anpassung an die
> Verbraucher (unter anderem eine 48VDC-Filterpumpe im Gartenteich) ist
> kein Problem.

Leider doch... Jedenfalls wenn die Ausgangsspannung des Wandlers 
stabilisiert sein soll.
#7027661
Lesenswert?

Man kann es aber auch einfacher machen und mit einer Fotodiode die 
Bestrahlungsstärke messen und damit "vorwärts" den Wandler steuern, zum 
Beispiel das maximale Tastverhältnis begrenzen. Klar dass die Last damit 
keine konstante Spannung erwarten kann.
Das ist sozusagen die Pi-mal-Daumen Methode.
Gast #7027727
Lesenswert?

A. H. schrieb:
> Ein MPP Tacker brigt nur was bei Reihenschaltung mehrere Module und
> Teilverschattung.

Teils unpräzise, und teils völlig falsch, von Dir dargestellt.

Ein Max. Power Point Tracking Eingang bringt, wie der Name schon
sagt, immer die aktuell grad mögliche Maximalleistung aus einem
Modul.

Und hat man mehrere Module (die durch umstehendes teilverschattet
sein können, obwohl sie praktisch direkt nebeneinander liegend
wie auch exakt gleich ausgerichtet montiert wurden - oder aber
eben nicht gleich ausgerichtet sind...) braucht man mindestens
so viele MPP tracking Eingänge wie Ausrichtungen bzw. Abweichungen
bei der (Teil-)Verschattung, für weiterhin maximale Leistung.

Bei stark untersch. Bedingungen praktisch ein Eingang pro Modul.
(Oft werden sowieso Modul(e) plus passende(r) mehrere oder auch
Mehr-Eingangs- MPPT-Wandler ganz gezielt kombiniert, weil das
maximale Aufstellungs-Flexibilität bietet, für "Balkonanlagen".)

Modul-Reihenschaltung ("Strang") an 1 MPPT Eingang ist nur dann
drin, wenn alle identisch ausgerichtet sind und Teilverschattung
gar kein, oder zumindest kein wesentliches Thema ist.


Es sei denn, man ist auch mit weniger als dem möglichen Maximum
glücklich (was die wenigsten sind).
OP #7028776
Lesenswert?

Danke für die zahlreichen Antworten.
Da ich mich noch nicht mit Solargeneratoren beschäftigt habe, waren mir 
der Begriff MPP-Tracker nicht bekannt und das ein Panel eher eine 
Stromquelle darstellen, hätte ich mir selber denken können, denn 
Fotodioden werden ja in der Regel auch als Stromquelle geschaltet.

Ich denke, das ich die Tracker-Funktion in den Wandler integrieren kann. 
Was die Stabilisierung angeht: Bei Dunkelheit kommen die 48V aus einem 
Netztrafo mit Gleichrichter, bei zu viel Energie aus dem Solarpanel und 
Anstieg der Spannung über die Netzteilspannung würde ich das 
Tastverhältnis über eine Regelung entsprechend herunterfahren.

Gruß
Gerd
#7028837
Lesenswert?

Kennzeichen der Leistungsanpassung bei einer linearen Quelle ist, dass 
man das Maximum aus der Quelle herausholen kann aber der Wirkungsgrad 
ist dann nur 50%.

Sie ist zwar gut für Antennen und Fernübertragung optimal, aber nicht 
für Solarzellen, da die eine nichtlineare Energiequelle darstellen. Der 
MPP liegt da etwas woanders.

Da kommt der MPP ins Gespräch, der eben nicht bei U/2 und I/2 liegt 
sondern irgendwo anders auf der Kennlinie.

Eine (Näherungs-)Konstruktion besteht m.W. darin dass man Imax 
(Kurzschluss)und Umax (Leerlauf)aus der Kennlinie entnimmt und mit einem 
Lastwiderstand U0/Ik arbeitet. Ähnlich wie man es beim 
"Ausgangswiderstand" von Röhren mit Widerstandsgerade im Kennlinienfeld 
macht. (R = Umax/ Imax der Röhre)

in der Solartechnik macht das eben der  MPPT-Tracker.

So über den Daumen könnte man einen Kontroller so verwenden: Das 
Tastverhältnis des Wandlers stufenweise verändern und damit das Maximum 
der gelieferten Leistung auffinden.
OP #7029186
Lesenswert?

Bei mit geht das sogar noch etwas einfacher und ohne 
Leistungsberechnung: Da ich hinter dem Wandler die konstante Spannung 
des Netzteils habe, würde ich das Tastverhältnis dauernd leicht nach 
oben und unten verändern und prüfen, ob ich den maximalen Ausgangsstrom 
des Wandlers gefunden habe. Ich muß nur überwachen, ob bei starker 
Sonneneinstrahlung die Spannung nicht über die Netzteilspannung 
ansteigt, aber das ist das kleinste Problem!
Gast #7029199
Lesenswert?

Gerd W. schrieb:
> Ich muß nur überwachen

Am einfachsten geht das wenn der MPPT Wandler einen Akku
lädt (annähernd CV als variable Stromsenke).

DANN geht, was Du grade meintest (Stromwertmaximierung)
um so auf simple Weise den MPP zu finden.

Und da "Netzteilausgang und Akku parallel" eh auch nicht
so einfach geht, könnte man das durchaus darauf-hin-biegen
(Umschaltung).


Bisher aber eher Spekulation:

Nenne alle vorh. Geräte/Teile (offizielle Bezeichnungen,
am besten gleich mitsamt Datasheets/offiz. Beschreibungen)
damit man wirklich alle elektr. Spezifikationen kennt,

beschreibe alle nötigen Umstände (so noch nicht passiert),

und auch alle präzisen Ziele.

Dann wird eindeutig, was alles möglich oder nötig wäre.
(Firma: Trollomatic consulting gmbh) #7029203
Lesenswert?

wing schrieb:
> Ein Max. Power Point Tracking Eingang bringt, wie der Name schon
> sagt, immer die aktuell grad mögliche Maximalleistung aus einem
> Modul.

Das tönt zwar gut ist aber käse aus dem werbeprospekt. Die real-world 
mppt hängen schon mal auf lokalen maxima rum, gönnen sich messzyklen 
oder eiern dauernd herum.
Ein temperaturkompensierter nicht trackender gut eingestellter mpp 
regler pro panel funktioniert besser.
Die technik geht vom hochvolt-string weg zum ein-mppt per panel 
mikrorichter der viel weniger in lokalen maxima hängenbleibt und 
grössenordnungen besser auf abschattungen reagieren kann.
Gast #7029238
Lesenswert?

von Gerd W. schrieb:
>Das Panel ist ja
>wahrscheinlich eine Spannungsquelle mit Innenwiderstand, so dass wohl
>die gute alte Leistungsanpassung den meisten Ertrag bringt. Richtig?

Ist so weit richtig. Das Problem ist nur das der Innenwiderstand
von der Sonneneinstrahlung abhängig ist, also nicht konstant ist.
Also muß die Leistungsanpassung sich daran anpassen. Und dies
nennt sich MPPT "Maximum Power Point Tracker".
Man könnte das auch ohne MPPT machen und die Leistungsanpassung
bei voller Sonneneinstrahlung fest einstellen, muß dann aber
in Kauf nehmen daß man dann bei schwacher Sonneneinstrahlung
keine Leistungsanpassung mehr hat und dann weniger Leistung
bekommt als möglich wäre.
(Firma: Trollomatic consulting gmbh) #7029250
Lesenswert?

Walter K. schrieb:
> Brauchwasserwärmepumpe hätte, die intern für Notfälle
> so eine 230V / 2kW Heizung hätte

Dann wäre es gut einige solarpanels an einem netzwechselrichter zu 
betreiben und diese WP bei genügend solarleistung einzuschalten. Bei mir 
ist das ab 500W solarproduktion. Kosten für 2 mal grid-tie WR sind 2 mal 
40 eur.

Ich heize nachts (spezialtarif strom) das wasser auf 45 grad und 
tagsüber bei sonne weiter bis 55 grad. Im sommer ist dann nur 
solarbetrieb.
#7029298
Lesenswert?

Troll M. schrieb:
> Walter K. schrieb:
>> Brauchwasserwärmepumpe hätte, die intern für Notfälle
>> so eine 230V / 2kW Heizung hätte
>
> Dann wäre es gut einige solarpanels an einem netzwechselrichter zu
> betreiben und diese WP bei genügend solarleistung einzuschalten. Bei mir
> ist das ab 500W solarproduktion. Kosten für 2 mal grid-tie WR sind 2 mal
> 40 eur.
>
> Ich heize nachts (spezialtarif strom) das wasser auf 45 grad und
> tagsüber bei sonne weiter bis 55 grad. Im sommer ist dann nur
> solarbetrieb.

Aber hat das nicht den Nachteil, dass Ertrag erst ab 0,5kW PV Leistung 
möglich ist - während die direkte Beaufschlagung der Zusatzheizung mit 
dem Gleichstrom der PV auch schon unter 0,5kW die Temperatur des Wassers 
leicht anheben würde?
Gast #7029312
Lesenswert?

Schon gesehen: 6 ausgediente Dünnschichtmodule je 90V/90W 
parallelgeschaltet und an einen 1600W-Heizstab angeschlossen. Da der MPP 
der Panels bei Schlechtwetter bei 40-50V liegt, läuft das ganze nicht 
allzu weit vom MPP weg.
#7029333
Lesenswert?

Troll M. schrieb:
> Die technik geht vom hochvolt-string weg zum ein-mppt per panel
> mikrorichter der viel weniger in lokalen maxima hängenbleibt und
> grössenordnungen besser auf abschattungen reagieren kann.

Für welche Anlagengröße und für welche Anwendung?
Bei große Schrägdachanlagen mit >50 Modulen muss sich das auch lohnen.
Ich hab das damals mal durchgerechnet mit "nur" Leistungsoptimierern + 
WR von Solaredge und die wären schon deutlich teurer gewesen als nur ein 
normaler Wechselrichter mit 2 Trackern ohne Leistungsoptimierer.
Den größten Nachteil sehe ich allerdings bei dieser Anlagenform darin, 
dass in meinem Verständnis Elektronik auf dem Dach, der Witterung 
ausgesetzt schneller verreckt als so im Keller bei Wohlfühltemperatur. 
Wenn die Mikro-WR Hersteller mir 20 Jahre Garantie geben und das auch 
auf die Montage, dann wäre das eine Überlegung wert, ja.
Aber wenn nicht ist ein Wechsel eines Modul-WR irgendwo auf dem Dach ein 
heftiger Aufwand (vor allem wenn das ganze Dach bedeckt ist).
Wenn da 1-2 ausfallen sollte, dann kann sich das zwar immer noch lohnen, 
aber dann sollte das preislich auch passen.
Gast #7029356
Lesenswert?

Troll M. schrieb:
> Ein temperaturkompensierter nicht trackender gut eingestellter mpp
> regler pro panel funktioniert besser.

Quasi (von der Paneltemperatur abhängige) Spannungsführung
des Eingangs, weil die Spannung sich kaum ändert.

Da ist eiern ja unmöglich, aber man braucht t_Modul/Panel.

Hast Du vielleicht sogar eine Nachbauvorlage parat? Bzw.
kennst Du zumindest Dokumete um da einzusteigen? Frage
nicht um zu provozieren oder was (und auch der TO will ja
gerne selbst bauen), nur aus aktuellem pers. Interesse.

Falls nein, suche ich einfach selbst.
#7029549
Lesenswert?

Helge schrieb:
> Schon gesehen: 6 ausgediente Dünnschichtmodule je 90V/90W
> parallelgeschaltet und an einen 1600W-Heizstab angeschlossen. Da der MPP
> der Panels bei Schlechtwetter bei 40-50V liegt, läuft das ganze nicht
> allzu weit vom MPP weg.

Dünn ist vor allem das Wissen über Physik. Wer mit Solarenergie Wasser 
warm machen will, sollte das DIREKT tun, mit einem schwarzen Gefäß. 
Wirkungsgrad nahe 100%, im Vergleich zu bestenfalls 15% der Solarzellen 
. . .
Gast #7029562
Lesenswert?

Falk B. schrieb:
> Dünn ist vor allem das Wissen über Physik. Wer mit Solarenergie Wasser
> warm machen will, sollte das DIREKT tun, mit einem schwarzen Gefäß.
> Wirkungsgrad nahe 100%,

Naja, ganz so gut klappt das dann doch nicht. Die nötige Wärmedämmung 
lässt ja nicht alles durch.


> im Vergleich zu bestenfalls 15% der Solarzellen
> . . .

Meine haben ja schon 25%, und es ging schon vor über 30 Jahren noch 
besser.
#7029586
Lesenswert?

H. H. schrieb:
> Falk B. schrieb:
>> Dünn ist vor allem das Wissen über Physik. Wer mit Solarenergie Wasser
>> warm machen will, sollte das DIREKT tun, mit einem schwarzen Gefäß.
>> Wirkungsgrad nahe 100%,
>
> Naja, ganz so gut klappt das dann doch nicht. Die nötige Wärmedämmung
> lässt ja nicht alles durch.

[ ] Du hast Ahnung von Solarthermie.

>> im Vergleich zu bestenfalls 15% der Solarzellen
>> . . .
>
> Meine haben ja schon 25%, und es ging schon vor über 30 Jahren noch
> besser.

Jaja, im Webeprospekt . . .
#7029608
Lesenswert?

Falk B. schrieb:
>
> Dünn ist vor allem das Wissen über Physik. Wer mit Solarenergie Wasser
> warm machen will, sollte das DIREKT tun, mit einem schwarzen Gefäß.
> Wirkungsgrad nahe 100%, im Vergleich zu bestenfalls 15% der Solarzellen
> . . .

Physik-Basics in allen Ehren! ;-)
obwohl das jetzt eher Niveau - Klasse7 an der POS war;-)

Wenn ich aber eine Brauchwasser-WP habe, die als sekundär-Energie-Zufuhr 
nur n 230V Heizstab hat … nutzt mir der schwarz-angestrichene alte 
Heizkörper auf m Dach auch recht wenig
#7029665
Lesenswert?

Falk B. schrieb:
> Helge schrieb:
>> Schon gesehen: 6 ausgediente Dünnschichtmodule je 90V/90W
>> parallelgeschaltet und an einen 1600W-Heizstab angeschlossen. Da der MPP
>> der Panels bei Schlechtwetter bei 40-50V liegt, läuft das ganze nicht
>> allzu weit vom MPP weg.
>
> Dünn ist vor allem das Wissen über Physik. Wer mit Solarenergie Wasser
> warm machen will, sollte das DIREKT tun, mit einem schwarzen Gefäß.
> Wirkungsgrad nahe 100%, im Vergleich zu bestenfalls 15% der Solarzellen
> . . .

Ok, das Thema hat sich hier etwas vom eigentlichen Thema entfernt, aber 
Du hast verstanden, dass es den letzten Kommentatoren um preiswerte DIY 
Lösungen geht, ggf. mit weitgehend vorhandenen oder geschenkten 
Materialien?
Wo soll da plötzlich ein passendes "schwarzen Gefäß" herkommen und wo 
der Platz, das Teil aufzustellen?
Du kennst den Aufwand, das frostfest zu machen und überhaupt in eine 
Hausanlage einzubinden, sowie die anfallenden Betriebskosten?
Da ist die Einbindung der PV-Module mittels minimaler Beschaltung, 2-3 x 
1,5mm² und Heizstab doch der absolute Witz dagegen!
Noch haben wir keine mediteranen oder tropische Winter, auch die 
Flachdächer mit aufstehenden Wasserspeichern sind bei uns noch nicht 
angesagt.
Gast #7029672
Lesenswert?

Für Resteverwertung scheints gut zu funktionieren. Und 2x1,5 läßt sich 
leichter verlegen als Rohre + Pumpe. Unbegrenzter Reichtum und der 
Wille, das Haus irgendwo aufzureißen, ist mir noch nicht untergekommen 
:-)
#7030047
Lesenswert?

Harald W. schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>
>> Wo soll da plötzlich ein passendes "schwarzen Gefäß" herkommen und wo
>> der Platz, das Teil aufzustellen?
>
> Sowas sieht man massenhaft in Südeuropa auf den Dächern stehen,
> und das schon seit Jahrzehnten.

Das ging schon aus meinem Kommentar hervor, solange der Leser nicht 
total....
Sollen wir jetzt auch alle nach "Südeuropa" umziehen?
#7030070
Lesenswert?

Abdul K. schrieb:
> Solarthermie hat so ca. 80% Energiewirkungsgrad. Fällt natürlich wenn
> der Speicher heiß wird, im Gegensatz zu einem WR. Die Verlegung der
> Rohre ist halt das Problem. Der Speicher ist auch nicht gerade klein.

Da wir uns nicht in einem „geschlossenen System“ befinden, ist es völlig 
egal, ob es 1% oder 99% sind.
Die eigentliche Frage die jetzt entstand war die:
Unterstütze ich ( mit ein paar billigen gebrauchten Panels ) eine 
Brauchwasser WP, indem ich ohne viel Aufwand den Gleichstrom der PV 
Module auf die 230V Zusatzheizung der WP lege und somit auch bei 
geringer PV Leistung das Brauchwasser parallel zum regulären WP-Betrieb 
minimal erwärme - oder ist es sinnvoller ab 500W PV Leistung über einen 
WR die WP unabhängig vom EVU Strom zu betreiben ( die aufgenomme 
elektrische Leisteung der WP ist mit 0,4kW angegeben )
Persönliche Seite #7030807
Lesenswert?

Mit 5qm PV erreicht man die gleiche Leistung wie mit 1qm Solarthermie. 
Was soll da das Gefasel von geschlossenem System?

Wenn du dagegen die 1qm PV als Antriebsenergie in eine WP steckst, kommt 
du ungefähr auf die gleiche Leistung wie mit den 1qm Solarthermie.

So ganz grob, da es von diversen externen Bedingungen abhängt, wieviel 
Brauchleistung man am Ende wirklich entnehmen kann. Der eine will warmes 
Wasser, der andere Strom für Cryptoschürfen.

Also sind die treibenden Randbedingungen: Dachfläche, 
Umgebungstemperatur, Technologieverfügbarkeit (Preis) und eigene 
Handbarkeit in Aufbau und Benutzung, Einbauaufwand ins Haus.
Und für die BWLer natürlich die Fördermittel.
Gast #7030993
Lesenswert?

Walter K. schrieb:
> Die eigentliche Frage die jetzt entstand war die:

... wenn du netzgetrennte Panels <100V= direkt an den Bolier anschleßt, 
gehts. Moderne WR sind eher nicht netzgetrennt, Spannungen ab 150V= 
sollen bei AC-Heizstäben zu Defekten führen.

Ich heize Überschuß auch im Boiler weg mim extra Heizwendel, aber ich 
hab auch nur paar Watt über. Immerhin, funktioniert.
(Firma: Trollomatic consulting gmbh) #7031005
Lesenswert?

wing schrieb:
> Hast Du vielleicht sogar eine Nachbauvorlage parat?

Schau die mal die datenblätter der Consonance chips an. Die machen das. 
Gewünschter eingang = MPP spannung mal temp * temperaturkoeffizient oder 
so.

Timo N. schrieb:
> Für welche Anlagengröße und für welche Anwendung?

Für klein-anlagen mit schattenproblemen. Bei gross-anlagen sieht das 
ganz anders aus.

Walter K. schrieb:
> Ertrag erst ab 0,5kW PV Leistung
> möglich ist

Ist so, Dafür bekommst du ab 0.5kw gleich 1.5kw heizleistung.
Im winter kannst du auch mischrechnen, d.h. 300W aus solar und 200W vom 
netz mischen. Das machen grid-tie inverter automatisch, dann geht auch 
nicht bei jeder wolke der kompressor aus.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren