Schrumpfschlauch für Erdkontakt zulässig?

OP #7029488
Lesenswert?

Hallo,

ich muss für meinen Mähroboter ein paar Stellen des Begrenzungsdrahtes 
flicken. Kann man dafür Schrumpfschlauch mit Innenkleber verwenden?
Ich denke die Dichtigkeit wird nicht das Problem sein, habe aber 
bedenken wenn das in der Erde verlegt wird. Habe mal irgendwo was wegen 
Problem mit Alkali gelsen, finde das aber leider nicht wieder.

VG
Peter
Gast #7029494
Lesenswert?

Peter R. schrieb:
> ich muss für meinen Mähroboter ein paar Stellen des Begrenzungsdrahtes
> flicken. Kann man dafür Schrumpfschlauch mit Innenkleber verwenden?

Der Mikrocontroler ist doch nicht in der Erde eingegraben ...

Was hat dein defekter Begrenzungsdraht mit Fragen rund um 
Mikrocontroller und sonstige digitale Elektronik zu tun?

Ohne deinen Begrenzungsdrahtes zu kennen, ist schwer zu sagen, ob du den 
mit Heißkleber dicht kriegst.
#7029501
Lesenswert?

Peter R. schrieb:
> Ich denke die Dichtigkeit wird nicht das Problem sein, habe aber
> bedenken wenn das in der Erde verlegt wird.

Wenn es ausreichend dicht wird sehe ich kein Problem. Gardena z.B. 
liefert Scotchlok-Verbinder von 3M mit. Könnte Serie 314 sein. Da steht 
zwar nur für trockene Umgebung, funktioniert dann aber wohl auch 
ausreichend gut, da ein dichtendes Gel enthalten ist.
Allerdings kann der Begrenzungsdraht auch aus Alu bestehen, dann kann 
man es nicht so einfach löten wie bei Kupferdraht.

Alternativ RTV-Silikon (Kleber 704 bei Aliexpress und Co.) oder 
"flüssiges Isolierband" wie Plasti-Dip.
Gast #7029523
Lesenswert?

Peter R. schrieb:
> habe aber
> bedenken wenn das in der Erde verlegt wird. Habe mal irgendwo was wegen
> Problem mit Alkali gelsen,

Wenn dein Boden so einen hohen pH-Wert hat, dass üblicher 
Schrumpfschlauch angegriffen wird, dann hast du ganz andere Sorgen als 
um den armen Schlauch.
Gast #7029533
Lesenswert?

Harald A. schrieb:
> Bei Klebeschrumpfschlauch hätte ich den Verdacht, dass irgendwo doch
> noch ein Kanal bleibt, wo Feuchtigkeit kapillar eindringen kann.

Vernünftig und gleichmäßig warm machen, muss man den schon. Und das 
Schrumpfverhältnis voll auszuschöpfen, muss man auch vermeiden.

Wie soll irgendwo ein Kanal verbleiben, wenn der Schrumpfschlauch sich 
überall gleichmäßig zusammen zieht. Beim Schrumpfen muss der Kleber an 
den Enden raus kommen.
Gast #7029600
Lesenswert?

Schrumpfmuffen bis 20kV bestehen auch nur aus Schrumpfschlauch (ach) mit 
Innenkleber.
Leitung anzusehen, entfetten, dann von der Mitte aus nach außen 
schrumpfen bis Kleber an den Enden austritt: Dicht für Jahrzehnte.

Btdt

Jörg
#7029820
Lesenswert?

Peter R. schrieb:
> Hallo,
>
> ich muss für meinen Mähroboter ein paar Stellen des Begrenzungsdrahtes
> flicken. Kann man dafür Schrumpfschlauch mit Innenkleber verwenden?

Ich habe Quetsch-Stoßverbinder mit Schrumpfschlauch welcher innen mit 
Schmelzkleber beschichtet ist genommen, z.B. sowas: STV-B-I (Reichelt)
Hält schon über 5 Jahre.

Uwe
#7029855
Lesenswert?

Harald A. schrieb:

> Bei Klebeschrumpfschlauch hätte ich den Verdacht, dass irgendwo doch
> noch ein Kanal bleibt, wo Feuchtigkeit kapillar eindringen kann.

Schmelzkleber ist m.W. hygroskopisch. D.h. die Feuchtigkeit
wandert durch den Kleber. Selbstverschweissendes Isolier-
band kann wasserdicht abdichten. Wir haben das zwar nur bei
kabeln verwendet, die auf der Erde lagen, aber die blieben
auch bei extremer Witterung z.B. Schnee, wasserdicht.
Gast #7029871
Lesenswert?

Ich mache sowas immer mit Bitumen. Entweder Bitumen aus einer Kartusche 
ein Tropfen oder aus der Sprühflasche (Unterbodenschutz) auf die 
Verbindungsstelle aufbringen. Dann ein Schrumpfschlauch drüber. In der 
Hitze verbindet sich das Bitumen unzertrennlich und 100% dicht. Ich 
kenne nichts was besser haftet als frisches Bitumen.
Gast #7029891
Lesenswert?

Wir hacken unsere 900m Draht (normale 2,5mm² Kupferlitze) mit mittlerer 
Regelmäßigkeit durch. Löten, dann doppelt Schrumpfschlauch (verschiedene 
Längen überlappend), mit oder ohne Kleber reicht IMO, Erfahrungswerte 
von bisher 8 Jahren.

I.d.R. wird da nur die Lade/Betriebsspannung des Roboters durch gepulst, 
also <<50V - Isolation Nebensache.

Problematisch ist Wasser eigentlich nur, wenn man billigen Draht hat der 
ernsthaft oxydieren kann (CCA/Aluminium, CCS/Stahl oder irgendwelche 
Kupferlegierungen mit Eisen o.ä.) bzw so viel anfällt, dass durch 
Elektrolyse der Draht zersetzt wird. Letzteres sollte IMHO sowieso nicht 
passieren, da die Netzteile i.d.R. galvanisch getrennt sind - keine 
Erdung, keine 2. Elektrode.

Davon abgesehen geht es bei dem Begrenzungsdraht ja nicht um Tiefbau, 
der ist im Notfall schnell ersetzt.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren