LCD nur halbe Zeile

Gast #7040587
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Hallo zusammen,
habe ein 16x2 LCD (siehe unten) an einem Arduino in Betrieb. Test war 
erfolgreich, nach dem Verbau des Displays wird in der zweiten Zeile nur 
noch die untere Hälfte angezeigt.
Zeile1 funktioniert tadellos, Zeile2 obere Hälfte tot ("weiß"), untere 
Hälfte funktioniert aber mit leichten Artefakten.

Schätzungsweise hab ich das gute Stück beim Einbau wohl etwas 
verärgert!? Oder hat von euch wer eine Idee mal abgesehen von 
"mechanisch/elektrisch beschädigt"?

Vielen Dank im Voraus!

Display:
https://www.pollin.de/p/anag-vision-lcd-modul-av1623yfty-sjw-16x2-121714
Gast #7040600
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OlliOlliOlli schrieb:

> nach dem Verbau des Displays wird in der zweiten Zeile nur
> noch die untere Hälfte angezeigt.
> Zeile1 funktioniert tadellos, Zeile2 obere Hälfte tot ("weiß"), untere
> Hälfte funktioniert aber mit leichten Artefakten.

Kaputt gemacht. Sehr wahrscheinlich mechanisch. Möglicherweise aber 
reversibel. Ist das Display irgendwie angeschraubt oder -geklemmt? Dann 
mal  die Befestigung lösen und erneut testen.
#7040635
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OlliOlliOlli schrieb:
> Schätzungsweise hab ich das gute Stück beim Einbau wohl etwas
> verärgert!? Oder hat von euch wer eine Idee mal abgesehen von
> "mechanisch/elektrisch beschädigt"?

Zwischen dem eigentlichen Display und der Leiterplatte sind sogenannte 
Zebragummis. Deren Name ist sebsterklärend, wenn man die Dinger einmal 
gesehen hat. Der Gummi ist schichtweise aufgebaut. schwarz - bunt - 
schwarz...
Die schwarzen Abschnitte sind leitfähig, aber nur hochohmig. das Ganze 
wird vom Metallrahmen unter leichter mechanischer Spannung 
zusammengehalten.
Wenn du das Display machanisch verwindest, kann entweder das Glas 
brechen oder eben ein paar Segmete des Leitgummis nicht mehr Kontakt 
geben.
Flussmittel oder Feuchtigkeit mag der Zebragummi auch nicht. Da er recht 
hochohmig ist, können Kriechströme den Zebragummi kurzschließen.
Hitze mag das Display, speziell die Flüssigkristelle, auch nicht. Mit 
einem Lötkolben ist das Verlöten der Pinreihe eigentlich kein Problem.
Mir ist mal bei der Demontage eines gebrauchten Displays aus einem 
Schrottgerät (war nicht steckbar, sondern fest verlötet) mittels 
Heißluft, ein Display gestorben.
Wenn man mit  Flussmittel exzessiv rumjaucht und dann versucht, das 
Konstrukt in Iso zu baden, kann man deine beschriebenen Fehlersymthome 
ebenfalls herbeiführen.
Wenn man nichts mehr zu verlieren hat, kann man vorsichtig die 
verschränkten Haltenasen des Metallrahmens geradebiegen, den Rahmen 
abnehmen und den Zebragummi und die Goldplattierten Kontaktflächen mit 
Isopropanol reinigen. Dabei möglichst Einmalhandschuhe tragen, denn 
Fingerabdrücke auf den Kontaktflächen stören! Fusseln übrigens ebenso 
;-)
Die Chancen stehen 50/50. es kann genausogut sein, das danach noch 
weniger geht.

Ach, was mir noch einfällt... der Pfostenverbinder verleitet dazu, dort 
ein "meterlanges" Hosenträgerkabel anzuschließen. Das kann nicht 
funktionieren. Halte die Verbindung kurz. Mehr als 20 cm würde ich dort 
nicht ranmachen. Wenn es mehr sein muß, dann nimm eine Huckepackplatine 
und betreibe das Display mit einem I2C Converter.

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