Wie ist die Angabe "Max. sink current" für einen GPIO-Pin einer MCU zu interpretieren? * Die Schaltung muss sicherstellen, dass niemals mehr Strom in den Pin fließt als "max. sink current", sonst geht der Chip kaputt? oder * In diesen Pin fließt max. soviel Strom wie unter "max. sink current" angegeben (vorausgesetzt die Spannung ist im zulässigen Bereich)? Anders gefragt: wenn ich z.B. 10mA max. sink current habe und eine 20mA LED zwischen VDD und GPIO anschließen will, muss ich dann mittels Vorwiderstand den Strom auf 10mA begrenzen, oder fließen da auch ohne Vorwiderstand sowieso nur max. 10mA?
Gast
#7044705
Dennis B. schrieb: > * Die Schaltung muss sicherstellen, dass niemals mehr Strom in den Pin > fließt als "max. sink current", sonst geht der Chip kaputt?
Gast
#7044746
Dennis B. schrieb: > mittels Vorwiderstand den Strom auf 10mA begrenzen Ja, unbedingt. Und pass auf! Es gibt auch noch einen Maximalstrom für den GND Anschluss des µC. Über den fließen ja alle o.g. Ströme.
Gast
#7044781
H. H. schrieb: > Und pass auf! Es gibt auch noch einen Maximalstrom für den GND Anschluss > des µC. Über den fließen ja alle o.g. Ströme. Das Problem lässt sich u.U. verringern, indem einige LEDs nach VDD und andere nach GND geschaltet werden. Dann verteilt sich der Strom besser auf GND- und VDD-Pin des µC.
Gast
#7044789
In der Regel ist es so, dass Ausgänge wesentlich mehr Strom fließen lassen, als maximal zugelassen ist. Das IC heizt sich auf, was letztendlich je nach Kühlung und Anzahl der überlasteten Pins zu dessen Zerstörung führt. Meiner Erfahrung nach überleben AVR Mikrocontroller und Mikrochips der CD40xxBE Reihe einen einzelnen kurzgeschlossenen Pin dauerhaft bei 5V und Zimmertemperatur. Aber wenn du alle Ausgänge kurzschließt (direkt oder über eine LED) geht der Chip mit Sicherheit kaputt. Die Hersteller machen keine Angabe dazu, wie viel Strom maximal fließt und wie viele Pins du auf diese Weise vergewaltigen darfst. Deswegen kann ich dir das nicht einmal für einen einzigen Pin empfehlen.
Gast
#7044809
> Anders gefragt: wenn ich z.B. 10mA max. sink current habe und eine 20mA LED zwischen VDD und GPIO anschließen will, muss ich dann mittels Vorwiderstand den Strom auf 10mA begrenzen, oder fließen da auch ohne Vorwiderstand sowieso nur max. 10mA? Allenfalls koennte der poster auch lernen, dass eine LED auch mit 1mA oder weniger noch ordentlich leuchtet. Jetzt aber schnell weg mit dem Troll.
Gast
#7044815
Filtertroll schrieb: > LED zwischen VDD und GPIO anschließen will, muss ich dann mittels > Vorwiderstand den Strom auf 10mA begrenzen, oder fließen da auch ohne > Vorwiderstand sowieso nur max. 10mA? Auch da brauchst du einen Vorwiderstand, aus exakt dem gleichen Grund
Gast
#7044874
Dennis B. schrieb: > Wie ist die Angabe "Max. sink current" für einen GPIO-Pin einer MCU zu > interpretieren? Dat ist wie mit den 50 km/h innerorts. Klar kann man da schneller brettern, aber es empfiehlt sich halt nicht. Bei so einem Pin verschickt die Rennleitung zwar keine Tickets, dafür gibt die MCU u.U. eindeutige Rauchzeichen.
Filtertroll schrieb: > Allenfalls koennte der poster auch lernen, dass eine LED auch mit 1mA > oder weniger noch ordentlich leuchtet. Das weiß der Poster durchaus, allerdings werden hier 8 LEDs gemultiplext und eine LED, die nur 1/8 der Zeit an ist, leuchtet bei 1mA eben nicht sonderlich hell. Einen Transistor würde ich mir an dem Pin gern sparen. Vielen Dank aber für die aussagekräftigen Beiträge. Die Frage ist damit beantwortet!
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