Fensterdurchführung 20V, 10A?

Gast #7051372
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Situation: Gute Freundin hat Mansardenwohnung, älteres Plastikfenster in 
einer Gaube, Südseite, heiß (am Blechdach verbrennt man sich locker die 
Finger). Solarpanel Uₒ 18V, Is 9A paßt grade so vor das Dachfenster. 
Bohren wegen mäkeligem Vermieter (und bröseligem Plastik) vermeiden.

Gesucht Fensterdurchführung, sollte sicher genug sein, daß ich nich 
andauernd zum reparieren hinfahren muß. Flachkabel fällt also aus, die 
Isolation ist nicht sicher genug bei Hitze. Ideen?
Gast #7051392
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Helge schrieb:
> Flachkabel fällt also aus

9A passt durch 1mm2, und Plastikfenster heisst Gummidichtung, da kann 
man problemlos 2 1mm2 Drähte durchlegen und dann mit Klebeband fixieren.
20V sind nicht berührgefährlich, es braucht nicht mal Isolation.

ICH würde 2 flache Blechstreifen legen.

Nein, stimmt nicht, ich wurde ein Loch bohren, der Vorteil von 
Holzfenstern, und gefällt es nicht mehr kloppt  man einen Holzdübel 
rein.
#7051404
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MaWin schrieb:
> ich wurde ein Loch bohren, der Vorteil von
> Holzfenstern, und gefällt es nicht mehr kloppt  man einen Holzdübel
> rein.

Den Teil des Ursprungs-Postings hast du möglicherweise überlesen?

Helge schrieb:
> älteres Plastikfenster in einer Gaube

MaWin schrieb:
> Drähte durchlegen und dann mit Klebeband fixieren.
> 20V sind nicht berührgefährlich, es braucht nicht mal Isolation.
> ICH würde 2 flache Blechstreifen legen.

Die Idee mit den Blechstreifen ist nicht verkehrt. Die kann man 
sicherlich geschickt in den Fensterrahmen hinein biegen, wenn man dessen 
Form folgt.

Eine Isolation ist dennoch notwendig, zumindest aussen. Gelegentlich 
wird es an der Südseite auch regnen. Da möchte man sicherlich keinen 
Kurzschluss draussen an den nackten Blechstreifen haben. Vielleicht 
reicht ja ordentlich einpampen mit Hochtemperatur Sanitär-Silikon. Ob 
das Zeugs wegen der Sonneneinstrahlung nach 1 Jahr schlapp macht, müsste 
man prüfen.

Naja, eine Abwandlung der der Durchführung mit (nahe beieinander 
liegenden) Blechstreifen wäre: verlege die Blechtsreifen weit genug 
auseinander. Einer kommt oben, einer kommt unten. Oder einer links und 
einer rechts. Vielleicht verhindert das Kriechströme bei Regen.
Gast #7051450
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Blechstreifen + Kaptonfolie ist eine gute Idee. Ausgedientes 
PC-Netzteil-Trafo schlachten, fertig. Hab ich noch im Teilespeicher :-)
Hauptsache, das Fenster verzieht sich nicht so arg bei Hitze, daß die 
Isolation aufscheuert. Muß ich testen. Vielleicht direkt neben der 
Aufhängung, da dürfte die geringste Bewegung sein.

Dann kann sie sich ja das Panel holen.
Gast #7051523
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Wegstaben V. schrieb:
> Da möchte man sicherlich keinen Kurzschluss draussen an den nackten
> Blechstreifen haben.

Bei 20 V ?

Isolierst du deine 9V Batteriekontakte ?

Wegstaben V. schrieb:
> Den Teil des Ursprungs-Postings hast du möglicherweise überlesen?

Nein, ich schrieb im zweiten Anlauf, was ICH machen würde, weil ich eben 
Holzfenster habe, und nicht den Plastikramsch mit rostender 
Stahleinlage.
#7051599
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MaWin schrieb:
> Bei 20 V ?
>
> Isolierst du deine 9V Batteriekontakte ?

naja, wenn da der Regen an den Rahmen plätschert, und dort 2 unisolierte 
Kupferstreifen in "nicht allzugroßer Entfernung" nebeneinander liegen, 
könnte das durchaus einen Kurzschluss bewirken.

Ok, bei Regen mag der Solar-Ertrag gering sein, und keine 9 Ampere 
liefern, aber dennoch würde ich das als "nicht vorteilhaft" annehmen.

Eine Durchführung der Blechstreifen an der Oberkante des Fensters (also 
NICHT unten bzw. NICHT seitlich) könnte das Regen-Problem vermutlich 
etwas lindern.



MaWin schrieb:
> weil ich eben
> Holzfenster habe, und nicht den Plastikramsch mit rostender
> Stahleinlage.

Ich weiß nicht, wo es "Plastikramsch mit rostender Stahleinlage" gibt, 
oder wo du da rostende Teile vermutest. Die Kunstoff-Fenster-Rahmen 
welche ich kenne, sind ohne irgendwelche Stahleinlagen.

Die Scheren, welche den Kippmechanismus bewirken, sind verzinkt und 
sollten nicht rosten.

Wenn da im Rahmen oder im Flügel irgendwas rosten würde dann wäre das 
ein Konstruktionsfehler, oder irgendwelche Gummidichtungen kaputt. Die 
würden dann aber vermutlich auch bei einer Holz-Konstruktion gleichartig 
rosten.
Gast #7051628
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Das dürfte rosten im Rahmen, da sind häufiger billige Eisenbänder 
eingelegt. An denen halten die Befestigungsschrauben. Bei den noch 
billigeren fehlen die, das läßt sich schwer überhaupt montieren. Aber 
das ist Vermieter, und der will da kein Loch drin.

Unisoliert 20V= im Regen macht Sauerei, das ist recht schnell 
wegoxidiert. Also Blech + Kapton und Silikon auf die Lötstellen. Wird 
schon reichen.

Nächstes ist der Inverter. Scheints schon ab 45€ incl Versand zu geben, 
taugt vermutlich nix 
https://de.aliexpress.com/item/1005003280909037.html?spm=a2g0o.detail.1000023.7.19da5eccLdAjw7&gatewayAdapt=glo2deu
Gast #7051636
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Wegstaben V. schrieb:
> Die Kunstoff-Fenster-Rahmen welche ich kenne, sind ohne irgendwelche
> Stahleinlagen.

Du kennst nur Kellerfenster ?
Ab eine bestimmten Grösse brauchen Kunststofffenster eine Stahleinlage, 
Plastik ist zu wabbelig, so lange die Rahmen dicht sind rostet es nicht 
aber wenn man ein Loch durchbohrt geht es los. Natürlich ist Stahl auch 
perfekt wärmeleitend.

Wegstaben V. schrieb:
> könnte das durchaus einen Kurzschluss bewirken.

Es regnet bei dir Salzwasser ?
Gast #7051648
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Wegstaben V. schrieb:
> naja, wenn da der Regen an den Rahmen plätschert, und dort 2 unisolierte
> Kupferstreifen in "nicht allzugroßer Entfernung" nebeneinander liegen,
> könnte das durchaus einen Kurzschluss bewirken.

Dazu musst du nur jemand finden, der regelmäßig Salz nachstreut.
Mit der Leitfähigkeit von Regenwasser hält sich das in engen Grenzen.
Ein Kurzschluss sollte wenigstens so niederohmig sein, dass darüber ein 
nennenswerter Anteil des verfügbaren Stromes fließt.
#7051939
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Helge schrieb:
> Nächstes ist der Inverter. Scheints schon ab 45€ incl Versand zu geben,
> taugt vermutlich nix

Grid Tie Micro Inverter sind wohl das Schlechteste auf dem Markt wenn 
man den Bewertungen z.B. bei Amazonien glaubt.

"Balkonkraftwerk" mit 12/18V ist eher ungewöhnlich.

Üblich sind 24/36V. Die Preise für gute Wandler gehen momentan durch die 
Decke, unter 200€ für 300W ( die aktuell kleinste Klasse ) ist fast 
nichts zu bekommen, Liefertermin voraussichtlich Juni 2022.

Gestattet der Vermieter eine sturmfeste Panelbefestugung?
Gast #7051954
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Es gibt zwar ca. 1,6m Platz in der Breite, aber nur knapp 0,6m in der 
Höhe. Da paßt kein 24-35V-Panel hin, ein paar passende 12-20V-Panels 
gibts aber. Beispiel 
https://www.offgridtec.com/offgridtecr-100w-mono-solarpanel-12v.html . 
Darunter ist ein stabiles Schneegitter, direkt am Fenster sind schon so 
Blumenkasten-Haken. Es muß also nichts großartig gebaut werden bis auf 
paar Flacheisen. Daß da Wind unterfaßt ist unwahrscheinlich, glattes 
Blechdach und Panel kann flach aufliegen.

Den kleinen grid tie hatte ich auf der Seite eines Schweizers gefunden, 
der die dinger mit aufgeklebten Kühlkörpern betreibt. Bei ihm scheints 
zu funktionieren. - Lustig: Der Hersteller schickt bei Defekt einen 
Ersatzteilsatz zum selber reinlöten incl Video :-)
#7051956
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Sorry, Leute!

Es ist absoluter Schwachsinn, mit einem Flachbandkabel ein
Fenster zu überwinden über 2 oder 3 Fälze und Metallprofile - ein
einfaches Loch im Rahmen für das
Kabel macht keine Probleme!

Aber ich weiß schon, dass Vermieter oft dann Geld fordern für
Reparaturen, obwohl so eine Bohrung wieder mit Silikon oder
ähnliches verschlossen werden kann...
#7051962
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Ich habe das selbe Problem wie der TO, habe mich aber mit meinem
Vermieter beredet, darum wird ein Loch durch den Holzrahmen der
Balkontür gebohrt - dann ein kleines Balkonkraftwerk, innen der
Akku und Wechselrichter...

Von einer Flachkabellösung, mit mehreren Knicken und ständigem
Abscheren durch die Tür selbst, bin ich nicht überzeugt bezüglich
Sicherheit!
Gast #7051965
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Mani W. schrieb:
> Aber ich weiß schon, dass Vermieter oft dann Geld fordern für
> Reparaturen, obwohl so eine Bohrung wieder mit Silikon oder
> ähnliches verschlossen werden kann...

Das kannst du gern bei deinen eigenen Fenstern so machen. In der 
Mietwohnung gehören diese aber immer noch dem Vermieter, da kann nicht 
jeder nach Lust und Laune wild herumbohren.
Da wird dann auch gerne mal etwas anderes mit angebohrt aufgrund 
mangelndem Sachverstand. Später will es dann wieder niemand gewesen 
sein.

Einerseits fordert der Mieter immer mehr Eingriff auf fremdes Eigentum, 
gleichzeitig meckert er dann aber über die vermeintlich überzogenen 
Mietforderungen.

Der beste Kandidat hatte mehr als 250 Löcher in "seine" Wohnung gesetzt.
Gast #7052539
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Mani W. schrieb:
> Aber ich weiß schon, dass Vermieter oft dann Geld fordern für
> Reparaturen, obwohl so eine Bohrung wieder mit Silikon oder
> ähnliches verschlossen werden kann...

Was wohl besser ist, ein kleines Loch, am besten an der Nahtstelle 
zwischen Fenster und Mauerwerk stopfen, oder die durch die 
Flachkabel/bleche zerdellten Gummidichtungen der Tür tauschen? Ich würde 
das Loch wählen
#7052734
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oszi40 schrieb:
> Das könnte auch getarntes Alu-Kabel sein, was bei Bewegung leichter
> bricht? „Copper Clad Aluminum“ ist kupferkaschiertes Aluminium. Das
> bedeutet, dass Aluminiumdrähte nur mit Kupfer beschichtet werden.

Ach was?!
Dann schaut man halt vor dem Kauf, ob es sich um CCA oder reines Kupfer 
handelt.
Außerdem wird das Ding nur 1x angepasst und in Form gebogen, oder?
#7052949
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KArl Fred M. schrieb:
> Das soll aber kein Balkonkraftwerk werden,oder?!
> Bei der LEistung "spart" sie jedes Jahr, hmmm, hoch geschätzt 5€?
> Bei der zu erwartenden INvestition...hat sich das ganze nach 20 Jahren
> gerechnet?

Ist mir wurscht!

Es macht Spaß...

Und, wann rechnet sich ein PKW so um die 50.000 Euronen?
Da könntest Du lange mit einem Taxi fahren, ohne Reparaturkosten
usw...
#7052978
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Bei optimaler Ausrichtung nach Süden + 35° Neigung kann man im Süden von 
Deutschland ca. 1100kWh/kWpeak (installierter Leistung) farmen.
Das vom TO angegeben PV-Modul scheint eine Leerlaufspannug von 18V und 
einen Kurzschlusstrom von 9A zu haben.
U_mpp ist meist so bei 2/3 der Leerlaufspannung. Der I_mpp fast 
identisch zum Kurzschlusstorm.

Dh.  12V * 9A = 108Wp

1100kWh/kwp * 0,108kWp = 118,8 kWh Ertrag.

Eigenverbrauch wird bei der geringen Menge relativ gesehen hoch sein, 
aber über 70% wird man auch nicht kommen. Der Rest wird dem Versorger 
(und der Umwelt) geschenkt.

118,8kWh * 0,7 = 83kWh

Aktueller Strompreis bei ca. 40 Cent/kwh

83 kWH * 0,4€ = ca. 33€ Gewinn / Jahr

Mehr als 300€ würde ich dafür nicht ausgeben, weil ich nicht glaube, 
dass die günstigen Balkon-WR auf hohe Haltbarkeit gebaut werden.

Wenn man ein Modul geschenkte bekommt und dann noch irgendwo einen 
günstigen Balkon-PV-WR schießt, ist es ok.
Gast #7053059
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erstmal wird der Ertrag noch deutlich! geringer sein und zeitens sind 
diese billigen Wechselrichter höchstens für uns Bastler geeignet.
Da die nicht mal über die einfachsten Sicherabschaltungen verfügen.
Wenn also die Sicherung in der Wohnung abgeschaltet wird, steht dennoch 
alles unter Spannung( beim Lampe anschrauben z.B.)
Jemand unerfahrenen würde ich niemals so einen Inverter installieren..
ODer enn die Stadtwerke mal was am Strom kreis machen, gibt es ÄRger, wn 
der sieht, das die Leitung immer noch unter Spannung steht

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