Welle Abdichten

Gast #7051733
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Hallo,

Ich versuche grade mir einen Unterwasser scooter, also im Prinzip ein 
Uboot, das mich beim tauchen durchs Wasser zieht, zu basteln. Mein 
Problem ist nun noch wie ich die Welle da dicht kriege. Sie sollte bis 
30 oder 40m dicht sein, müsste also 4 bis 5 bar Wasserdruck aushalten. 
Hat da jemand eine Idee wie das am günstigsten umsetztbar ist?

Ich hätte jetzt überlegt das irgendwie selber zu basteln, also im 
Prinzip ein Stevenrohr mit mehreren Simmerringen und/ oder wasserdichten 
Lagern. Könnte sowas funktionieren?
Gast #7051841
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Wahrscheinlich damit Innendruck (Öldruck) gleich dem Wasserdruck ist.
Ohne Druckdifferenz ist Dichtheit einfacher herstellbar.
Schmierung bzw. Kühlung des Dichtringes ist so auch gewährleistet.
#7051845
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Ich hab jetzt auch überlegt ob ich da versuchen kann mit Überdruck aus 
dem Motorraum gegen zu halten. Evtl krieg ich da ne Kleine Druckflasche 
Dran und kann dann je nach Tiefe den Druck ausgleichen. Den Motor an 
sich hab ich eigentlich schon. Mir gehts da eher ums Bastelprojekt. So 
teuer sind die Dinger eigentlich auch nicht und ich hab viel Rohrzeugs 
daheim da hab ich dann noch ne schöne Wochenendbeschäftigung. Also den 
Motor speziell dafür Kaufen denke ich würde sich nicht lohnen.
Gast #7051849
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Hans B. schrieb:
> Wahrscheinlich damit Innendruck (Öldruck) gleich dem Wasserdruck
> ist.
> Ohne Druckdifferenz ist Dichtheit einfacher herstellbar.
> Schmierung bzw. Kühlung des Dichtringes ist so auch gewährleistet.

Das ist im Grunde defakto die einzig vernünftig relisierbare Variante.
Aber da muss der Motor auch nicht latant in Öl laufen. Da kann nun ein
guter normaler Dichtring schon reichen. Wichtig ist allein der 
Druckausgleich.
#7051876
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A. S. schrieb:
> Crop 6. schrieb:
>
>> Inwiefern ist da die Komprimierbarkeit ein Problem?
>
> Das Druckausgleichsvolumen ist einfach größer. Bei 1l Öl ist es
> vernachlässigbar, bei 1l Luft brauchst Du bei 100m Wassersäule etwa 10l

Ich werd mal schauen wie viel Druck ich in den Motorraum bekomme. 
Theoretisch wenn ich ne kleine Druckluftflasche mitnehme kann ich dann 
unter wasser der Tiefe entsprechend den Druck ausgleichen. Eine 0.2l 200 
bar Flasche sollte bei der Bauteilgröße ausreichend liefern da ich ja 
nur einmal auf Maximaltiefe gehe und der Druck so nur einmal angepasst 
werden muss.
#7051892
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Das Gast schrieb:
> Und beim Aufsteigen bläst dir dann deine Druckluft durch die
> Dichtung….
> Und wie willst du latent beim Abstieg den Druck passend ansteigen
> lassen?

Dafür pack ich mir ein einstellbares einwege Überdruckventtil dran. Dann 
einfach beim Abstieg immer wieder luft einlassen bis aus dem Ventil 
blubbert. Dann müsste der Druck innen eigentlich dem Aussendruck 
angepasst werden und der Überdruck beim Aufstieg geht dann durch das 
Ventil ab. Ist jetzt eventuell ein Etwas komplizierter Ansatz ^^.
Theoretisch könnte ich auch den Motorraum mit reinem Wasser fluten. 
Solang das nicht leitet sollte ein Motor doch auch unter Wasser 
funktionieren oder?
Gast #7051953
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Crop 6. schrieb:

> Dafür pack ich mir ein einstellbares einwege Überdruckventtil dran. Dann
> einfach beim Abstieg immer wieder luft einlassen bis aus dem Ventil
> blubbert. Dann müsste der Druck innen eigentlich dem Aussendruck
> angepasst werden und der Überdruck beim Aufstieg geht dann durch das
> Ventil ab. Ist jetzt eventuell ein Etwas komplizierter Ansatz ^^.

Ich geb's auf...
Viel Spaß noch beim basteln!

PS: Ihr habt's erfasst: Das "Öl" im Motorraum ist nicht komprimierbar. 
Damit herrscht über sämtlichen Motorraum-Dichtungen (auch 
Wellendichtung) keine Druckdifferenz. Ein "weiches Gehäuse" (z.B. durch 
eine (Gummi)-Membran / einen beweglichen Kolben) nimmt die 
Rest-Druckdifferenz (z.B. die Wärmeausdehnung des Öls, minimale 
Luftblasen) auf; ohne drückts u.U. das Öl aus allen Fugen.
Gast #7052842
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Magnetische Übertragung auf den Läufer macht jede Wellendichtung 
überflüssig. Das Prinzip gibt es direkt, so daß sich nur das Feld bewegt 
und indirekt mit einer Magnetkupplung an einem Motor. Beides recht 
brauchbar.

MfG
Michael

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