Als Feuchtigkeitssensor nutze ich Sensorband, zusammen mit Alarmgeber
(Links siehe unten). Ich möchte das selbst verkabeln. Es geht um die
Feuchtigkeitserkennung in der Schüttung unter einer bodengleichen
Dusche.
Das Sensorband kommt auf die Rohdecke unter der zukünftigen
bodengleichen Dusche. Das Sensorband muss ich mittels angelöteten Kabeln
mit dem Feuchtigkeitsalarm verbinden, der später unterputz (samt
Netzteil) in der Wand landet. Das Kabel zur Verbindung von Alarm und
Sensorband wird vermutlich ca. 2-2,5 Meter lang sein. Welches Kabel muss
ich dafür verwenden? Gibt's da Vorschriften? Da ich später nicht mehr
dran komme (unter Estrich), nehme ich es gern etwas genauer.
Aus den Datenblättern (siehe Links) lese ich leider nichts
entsprechendes heraus, außer, dass der Schleifenstrom 5mA beträgt. Die
Nennspannung beträgt 15V AC
Danke!
Sensorband:
voltus.de/schalterprogramme/busch-jaeger/sicherheitstechnik/infoline/bus
ch-jaeger-1538-02-sensorband-busch-infoline-0-15mm-x-15mm-x-2m.html
Alarm:
voltus.de/schalterprogramme/busch-jaeger/sicherheitstechnik/infoline/bus
ch-jaeger-1531-u-busch-feuchtigkeits-alarm-einsatz-mit-abstelltaster.htm
l
Links bitte Copy&Pasten, da ich noch keine Berechtigungen zum Einfügen
von Hyperlinks habe
natürlich gibt es da Vorschriften. Insbesondere zum Respektabstand von
den 15VAC Kleinspannung und Niederspannung. Deshalb der Hinweis in der
Montageanleitung auf die Elektrofachkraft.
Welches Kabel nimmst du für andere MSR Installation?
Man darf überdimensionieren um nicht eine Rolle von 100m zu kaufen, wenn
man nur 2,5m braucht.
BTW: Wie sieht dein Alarmplan aus?
normalerweise macht man bei bodengleichen Duschen eine verschärfte
Qualitätssicherung der Abdichtung und deren Anschlüsse, halt die
komplette DIN 18534 Reihe.
Und dann ist das dicht. Was der Maurer nicht kann, kan der Elektrikker
eh nicht retten.
Wenn dein Sensorband Wasser in der Schüttung bemerkt ist es zu spät. Da
hast du Minuten später den optischen Alarm (“Wasserfleck an der
Unterseite der Decke”) und einen akustischen Alarm (“tropf tropf”). Da
braucht man normal kein zusätzlich blinkendes Lämpchen.
Soetwas legt man gerne unter Kühlzellen um Kondens zu detektieren, oder
unter Maschinen.
BTW: Links zum Hersteller statt zu Händlern sind zu bevorzugen.
Hallo! Danke für deine Antwort.
Was meinst du mit "Respektabstand"? Vorab: Ich bin wohl eher ein Leie
als Fachmann. Da ich niemanden finden konnte, der mir mit meinem
Anliegen weiterhelfen konnte, hab ich das selbst in Angriff genommen
(scheint wohl nicht die beste Lösung gewesen zu sein). Daher habe ich
nur Erfahrungen mit MSR-Installationen aus meiner Ausbildung (hab nach
der Mechatronikausbildung aber einen anderen Weg eingeschlagen). Auch
was ein Alarmplan sein soll, weiß ich nicht. Das Ziel war, dass man
undichte Stellen frühestmöglich erkennt - und nicht erst durch
Wassereinfall im unteren Stockwerk. Da man ja nicht ununterbrochen
duscht, dachte ich, man kann da noch etwas retten (etwa, dass das Wasser
in die Schüttung bei anderen Räume gelangt). Bei gefliesten Duschen
erwarte ich Probleme am ehesten durch schlecht gewartete Fugen.
Soweit ich weiß ist die Abdichtung des Badezimmers auf Niveau der
Rohdecke praktisch nicht umsetzbar (nach Norm) - das hat mir zumindest
der Installateur so gesagt. Zum Beispiel ist die Höhe der abgedichteten
"Wanne" höher, als der Türdurchgang (Renovierung, kein Neubau). Außerdem
dürfte er keinerlei Leitungen befestigen - die Abdichtung wird also nur
vom Fliesenleger erledigt.
manuel459 schrieb:> ... ein Leie ...
Oder vielleicht doch ein Leihe? ;-)
Die größte Belastung für die Kabel dürfte die Handhabung durch die
Maurer sein. Das Sensorband besteht aus zwei einfachen Metallstreifen
auf einer Trägerfolie. Die beim Sensorband angegebene Montageart
"Aufputz" gibt dir nicht zu denken?
@alle:
Wie man erkennen mag, ist meine Unternehmung eine Notlösung und
Selbstabsicherung, die den "baulichen Möglichkeiten" geschuldet ist. Ob
sich das Sensorband noch vor dem "tropf tropf" meldet und damit seinen
Zweck erfüllt, muss ich noch testen. Wenn aber Kondensate erkannt werden
dürfte ein feuchter Sand genauso drin sein.
@Wolfgang:
Ich danke zunächst für die rechtschreibtechnische Präzisierung. Schade,
dass du Sebastian mit den Tippfehlern davonkommen lässt ;)
Und nein, das bezieht sich auch auf das Sensorband... ich muss das noch
testen, gehe aber davon aus, dass das Sensorband eingebettet in Sand
durchhält. Der Estrich kommt auf diesen Sand direkt drauf - da dürfte
also nicht mehr allzu viel passieren (bewegungstechnisch). In den
Fliesenkleber möchte ich es jedenfalls nicht einbringen. Mir ist klar,
dass das Sensorband etwas zweckentfremdet wird, aber leider habe ich
keine bessere Lösung gefunden. Bis zum Sensorband selbst habe ich vor,
das Kabel in einem Leerrohr zu führen - wie von dir empfohlen.
Ich sag's mal ganz salopp: Bevor ich tausende Euro dafür zahle, den
Boden im unteren Stock herauszureißen (weil dort womöglich jemand mal
nicht da ist und das "tropf tropf" nicht bemerkt, komme ich lieber für
diese Sensortechnik auf.
manuel459 schrieb:> Hallo! Danke für deine Antwort.>> Was meinst du mit "Respektabstand"?
dass man Kleinspannung nicht auf Tuchfühlung mit Niederspannung führt.
> Alarmplan
Ein Alarmplan ist die Bescheibung der Handlungen einer Organisation im
Falle eine Alarm.
Gegeben sei: Vor der Abfahrt in den Urlaub noch mal kurz duschen. Leider
hast du die Armatur nur 90% geschlossen und jetzt tröpfelt es auf den
undichten Fliesenbelag, die rote Lampe blinkt an deinem drittem
Urlaubstag. Du sitzt derweil auf Malle im Liegestuhl. Wer bemerkt die
rote Blinklampe? Wer ergreift welche Handlung um die
Schadensentwickliung zu stoppen und den Schaden zu reparieren?
Ein Alarm ohne Alarmplan ist sinnlos.
> Das Ziel war, dass man> undichte Stellen frühestmöglich erkennt - und nicht erst durch> Wassereinfall im unteren Stockwerk.
und was willst du machen wenn deine rote Lampe blinkt?
> Bei gefliesten Duschen> erwarte ich Probleme am ehesten durch schlecht gewartete Fugen.
Nein. Die Oberfläche darf nicht die entscheidende wasserdichte Ebene
sein. DIN 18534!
> praktisch nicht umsetzbar (nach Norm) - das hat mir zumindest> der Installateur so gesagt.
Dann hat da jemand Bockmist geplant.
Eine Gummiwanne in der Konstruktion unter der Fliese kann das retten.
Damals hat man Bleiwannen vor Ort gebaut und dicht gelötet.
> Zum Beispiel ist die Höhe der abgedichteten> "Wanne" höher, als der Türdurchgang (Renovierung, kein Neubau).
WTF? Soll dir das Wasser in den Flur laufen?
> die Abdichtung wird also nur> vom Fliesenleger erledigt.
Dann ist das garantiert undicht in 10-20 Jahren. Warum gibt es die DIN
18534 Reihe? Warum willst du davon abweichen?
Auch ein Mechatroniker kann nicht retten, was der Maurer verbockt hat.
Auch ich halte es für zweifelhaft einen Pfusch weniger pfuschig machen
zu wollen, indem man versucht zu erkennen, wann der Pfusch schief läuft.
Eine Abdichtung auf Fliesenebene wird ziemlich schnell undicht werden.
Da hat Sebastian zu schon was gesagt. Da hilft auch so ein Wächter
nichts, weil es mit einer solchen Konstruktion so oder so passieren
wird.
Also wenn da ernsthaft Platz für eine Sandschüttung mit Estrich drauf
ist, dann ist da auch ziemlich sicher Platz für eine anständige
Konstruktion. Sebastian spricht ja schon Gummiwanne und Bleiwanne an,
ich habe auch schon Edelstahlwannen gesehen. Abgesehen von absolut
Bodengleich, kann man auch sehr flache Duschwannen erwerben, die sehr
bis extrem Bodennah sind. Selbst die vorgefertigen Duschwannen von Wedi
zum bodengleichem Einbau find ich hier als eine bessere Lösung.
manuel459 schrieb:> Ob sich das Sensorband noch vor dem "tropf tropf" meldet und damit> seinen Zweck erfüllt, muss ich noch testen. Wenn aber Kondensate> erkannt werden dürfte ein feuchter Sand genauso drin sein.
Und was machst Du, wenn das Sensorband sich meldet?
Reisst Du dann die Dusche raus?