Gegeben ist ein mit Betonringen ausgeschachteter Brunnen etwa 7,5m vom
Haus entfernt.
In ein paar Wochen wird der Bereich zwischen Brunnen und Haus neu
gepflastert und ich möchte die Gelegenheit nutzen, endlich ein Saugrohr
vom Brunnen ins Haus zu verlegen.
Im Bekanntenkreis gehen die Meinungen über die Rohrart auseinander:
1. Verzinktes Rohr
2. PE-HD Rohr
Das verzinkte Rohr soll saugdicht sein, aber eben rosten und beim PE-HD
Rohr sollen die Verbinder nicht saugdicht sein.
Mir wäre das PE Rohr prinzipiell "sympathischer". Ist das mit den
Verbindern wirklich so ein Problem? Ich bräuchte wohl zwei Stück, einen
im Brunnen und einen im Haus. Es wären also beide für Wartung
zugänglich.
Oder ist das verzinkte Rohr im Erdreich ausreichend geschützt, wenn ich
es mit einer Korrosionsschutzbinde umwickle?
Gibt hier doch sicher jemand mit Brunnen und Langzeiterfahrung :)
Ich habe ein 150er Kunststoffrohr zur Verbindung gelegt und da kommt
dann ein entsprechendes Rohr rein. Saugrohr, wenn sich die Pumpe
außerhalb befinden; Druckrohr bei innenhängender Pumpe.
Ich bin auch fuer ein min. 100er KG-Rohr.
Da kann dann auch das Kabel durch, falls es doch mal eine Pumpe im
Brunnen werden soll.
Auch den Schlauch zur Pegelmessung kann man da noch durchstecken, oder
ein Kabel zu einer Gartensteckdose am Brunnen.....
Bin kein Fachmann, kannn nur sagen dass beim Brunnen auf
Schwiegermutters Kleingarten so eine Art sehr starrer Schlauch verwendet
wurde, Durchmesser ganz grob geschätzt 3-4cm. Da sitzt dann direkt ein
Fitting drauf mit dem er an der (Saug-)Pumpe im Haus angeschraubt ist.
Wird 1 1/2" PVC Schlauch sein.
Ich schrieb:> Gibt hier doch sicher jemand mit Brunnen und Langzeiterfahrung :)
Liegt hier mit 25m seit mehr als 50 Jahren direkt in der Erde..
Pumpe ist im Keller.
Bei unserem Brunnen ist nicht die 25 mm PE Leitung oder die
Verschraubung das Problem, sondern der flexible grüne offiziell
beworbene Saugschlauch bzw. dessen Anschluss über Tüllen und
Schlauchklemme
Kommt ganz auf die Förderhöhe und Leitungslänge an. Prinzipiell ist
saugen immer schlechter als drücken. Wenn der Brunnen schon 7,5m vom
Haus entfernt steht, entsprechend lange Zuleitung angesagt ist und der
Wasserspiegel eventuell mehr als 7m unterhalb der Pumpe steht, dann geht
garnichts durchs Rohr.
Hier liegt verzinktes 1 1/2 Zoll Rohr seit >40 Jahren direkt im
Erdreich. Länge ca.15m. Brunnenkopf ist aus dem gleichen Material.
Bislang alles dicht.
Leerrohr 100er Kanalrohr verlegen und bei Bedarf ne Brunnenpumpe im
Brunnen versenken, ist effektiver als saugen, zumal das Ganze auch
entlüftet werden muss zum Saugen.
Je nach Wasser korrodiert ein verzinktes Rohr recht flott und man hat
ueberall die Rostpartikel
Das Rohr rostet bald innen und aussen, je nach Umgebungschemie
Wenn die Pumpe aus normalen Stahl ist, dann ist das aber eher egal...
Ich habe lieber rostfreie Unterwasserpumpen, mit PE Rohr, die halten
hier schon 30+ Jahre
Dazu ein Niro Membrangefaess und das Wasser bleibt sauber
Ordentliche Messingverschraubungen mit gefetteten O-ringen muessen auch
saugdicht sein
Ich schrieb:> Verzinktes Rohr> PE-HD Rohr
3. Leerrohr, ausreichend für Pumpenschlauch UND Stromkabel, denn du
willst nicht saugen, sondern pumpen.
Keiner mag mehr verzinkte 2m Rohre mit Hanf, Fermit und Gussfitting
zusammenschrauben.
Zumal die je nach Wasser auch schnell zusetzen oder wegkorrodieren, ist
ja keine Trinkwasserqualität.
Und im Winter, wenn nicht leer, zerplatzt das Rohr, ein Schlauch hält
mehr aus.
KG rohr verlegen ist sicher nicht verkehrt. Da rein, oder auch direkt in
die erde, PE-HD Rohr. Bei großen radien kann man das einfach biegen. die
Verschraubungen haben aber auch einen komprimierten O-Ring, die halten
auch beim saugen dicht, druck komprimiert den dichring dort auch nicht
mehr als die verschraubung von sich aus.
Ersteinmal brauchen wir die Höhen. Längen sind weniger wichtig. Die
Dimension kannst du auf wenige kPa/m Druckverlust je nach gewünschtem
Volumenstrom und Brunnenleistung auslegen.
Da es ein offenes System ist, ist die Schwerkraft dein Feind.
Eine Pumpe braucht IMMER einen NetPositiveSuctionHead = NPSH.
Bei der Aulegung der Pumpe unbedingt deren NPSH Wert beachten. Der steht
im Datenblatt. Der Rest sind deine gegeben Höhen.
Es ist immer einfacher die Pumpe im Brunnen zu versenken und das Wasser
hoch zu drücken.
Werkstoff?
Wasser ist ein ganz besonderer Saft.
Was für eine Rohwasserqualität ist zu erwarten?
Erfahrungen von andernorts helfen nicht. Wenn dein Rohwasser
schwefelsauer oder chloridbelastet ist, dann ist Stahl ratzfaz weg,
während derselbe Werkstoff 10 km weiter 100 Jahre dem edlem, reinem Nass
standhält.
Das Druck- oder Saugrohr führt man normal mit Rohren nach EN 12201 aus =
PE. Unterdruck kann man damit in den Grenzen von EN 12201 machen.
PE umschifft eine eventuelle Schwefel- oder Chloridkorrosion. Uponor hat
da was.
PVC wenn das Rohwasser härter belastet ist (Streusalz, maritime Lage,
Moor etc pp).
Galvanisierte geschweisste Stahlrohre mit Gewinde (EN 12502) gibt noch
für Reparationen in bestehenden Anlagen und wenn man eine
Basenkapazität KB8,2 0,5 mol/m3 und gleichzeitig eine Säurekapazität
KS4,3 1,0 mol/m3 garantieren kann. Bei Brunnenwasser kann das nur der
Herr der Unterwelten.
KG Rohr EN 13476-2 ist nicht druckdicht (steht schon im Titel der Norm)
und für Abwassersysteme die Gravitation betrieben werden gedacht. Ein
kleines Leck an einem Fitting und du unterspühlst dir die Pflasterung.
Also PE.
Daneben dann 2 Leerrohre: eins für die Steuerleitung und eins für die
Niederspannungsleitung. auch da hat Uponor was.