Welches Rohr als Saugrohr für Brunnen verwenden?

Gast #7063072
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Gegeben ist ein mit Betonringen ausgeschachteter Brunnen etwa 7,5m vom 
Haus entfernt.
In ein paar Wochen wird der Bereich zwischen Brunnen und Haus neu 
gepflastert und ich möchte die Gelegenheit nutzen, endlich ein Saugrohr 
vom Brunnen ins Haus zu verlegen.
Im Bekanntenkreis gehen die Meinungen über die Rohrart auseinander:
1. Verzinktes Rohr
2. PE-HD Rohr

Das verzinkte Rohr soll saugdicht sein, aber eben rosten und beim PE-HD 
Rohr sollen die Verbinder nicht saugdicht sein.

Mir wäre das PE Rohr prinzipiell "sympathischer". Ist das mit den 
Verbindern wirklich so ein Problem? Ich bräuchte wohl zwei Stück, einen 
im Brunnen und einen im Haus. Es wären also beide für Wartung 
zugänglich.

Oder ist das verzinkte Rohr im Erdreich ausreichend geschützt, wenn ich 
es mit einer Korrosionsschutzbinde umwickle?

Gibt hier doch sicher jemand mit Brunnen und Langzeiterfahrung :)
#7063480
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Je nach Wasser korrodiert ein verzinktes Rohr recht flott und man hat 
ueberall die Rostpartikel
Das Rohr rostet bald innen und aussen, je nach Umgebungschemie
Wenn die Pumpe aus normalen Stahl ist, dann ist das aber eher egal...

Ich habe lieber rostfreie Unterwasserpumpen, mit PE Rohr, die halten 
hier schon 30+ Jahre
Dazu ein Niro Membrangefaess und das Wasser bleibt sauber
Ordentliche Messingverschraubungen mit gefetteten O-ringen muessen auch 
saugdicht sein
Gast #7063487
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Ich schrieb:
> Verzinktes Rohr
> PE-HD Rohr

3. Leerrohr, ausreichend für Pumpenschlauch UND Stromkabel, denn du 
willst nicht saugen, sondern pumpen.

Keiner mag mehr verzinkte 2m Rohre mit Hanf, Fermit und Gussfitting 
zusammenschrauben.

Zumal die je nach Wasser auch schnell zusetzen oder wegkorrodieren, ist 
ja keine Trinkwasserqualität.

Und im Winter, wenn nicht leer, zerplatzt das Rohr, ein Schlauch hält 
mehr aus.
#7063529
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Ersteinmal brauchen wir die Höhen. Längen sind weniger wichtig. Die 
Dimension kannst du auf wenige kPa/m Druckverlust je nach gewünschtem 
Volumenstrom und Brunnenleistung auslegen.

Da es ein offenes System ist, ist die Schwerkraft dein Feind.
Eine Pumpe braucht IMMER einen NetPositiveSuctionHead = NPSH.
Bei der Aulegung der Pumpe unbedingt deren NPSH Wert beachten. Der steht 
im Datenblatt. Der Rest sind deine gegeben Höhen.
Es ist immer einfacher die Pumpe im Brunnen zu versenken und das Wasser 
hoch zu drücken.


Werkstoff?
Wasser ist ein ganz besonderer Saft.
Was für eine Rohwasserqualität ist zu erwarten?
Erfahrungen von andernorts helfen nicht. Wenn dein Rohwasser 
schwefelsauer oder chloridbelastet ist, dann ist Stahl ratzfaz weg, 
während derselbe Werkstoff 10 km weiter 100 Jahre dem edlem, reinem Nass 
standhält.

Das Druck- oder Saugrohr führt man normal mit Rohren nach EN 12201 aus = 
PE. Unterdruck kann man damit in den Grenzen von EN 12201 machen.
PE umschifft eine eventuelle Schwefel- oder Chloridkorrosion. Uponor hat 
da was.
PVC wenn das Rohwasser härter belastet ist (Streusalz, maritime Lage, 
Moor etc pp).
Galvanisierte geschweisste Stahlrohre mit Gewinde (EN 12502) gibt noch 
für Reparationen in bestehenden Anlagen und wenn man eine
Basenkapazität KB8,2 0,5 mol/m3 und gleichzeitig eine Säurekapazität 
KS4,3 1,0 mol/m3 garantieren kann. Bei Brunnenwasser kann das nur der 
Herr der Unterwelten.

KG Rohr EN 13476-2  ist nicht druckdicht (steht schon im Titel der Norm) 
und für Abwassersysteme die Gravitation betrieben werden gedacht. Ein 
kleines Leck an einem Fitting und du unterspühlst dir die Pflasterung.

Also PE.
Daneben dann 2 Leerrohre: eins für die Steuerleitung und eins für die 
Niederspannungsleitung. auch da hat Uponor was.

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