[V] Röhren, Kellerfund

#7071455
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Hallo zusammen,

beim Haus-Ausräumen über eine Kiste Röhren gestolpert und einen akuten 
Behalteritis-Anfall erlitten.
Über den Zustand kann ich nichts sagen, es scheint, als wären es viele 
ersetzte Röhren, die man im letzten Jahrhundert nicht wegwerfen wollte. 
Drei sind in OVP, allerdings kann ich denen keinen neuen Zustand 
bescheinigen.
Prüfgerät habe ich nicht, alles was über Heizwendel durchpiepsen hinaus 
geht, wäre zu viel Aufwand.
Vielleicht kann jemand noch etwas mit der ein oder anderen anfangen.
Standort wäre 912**, Versand möglich, je nach Menge muss das 
bruchsichere Verpacken aber teuer mit Bier bezahlt werden.
Preisvorstellung... keine. Muss 10min Diskussion zum Thema "Was willst 
du mit dem Schrott?" wiedergutmachen

Gruß, Domingo
Angehängte Dateien:
#7071469
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Da der Zustand der Röhren absolut unbekannt ist, würde ich den 
kompletten Satz gegen Portoersatz an jemanden verschenken, der alte 
Röhrenradios restauriert.

Es sind ja doch einige Röhren dabei, welche offenbar kurz nach dem 
zweiten Weltkrieg eingesetzt wurden.

Vielleicht gibt es ja Interessenten, die das Zeug nehmen würden.

Ralph Berres
#7071483
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Ralph B. schrieb:
> Da der Zustand der Röhren absolut unbekannt ist, würde ich den
> kompletten Satz gegen Portoersatz an jemanden verschenken, der alte
> Röhrenradios restauriert.

So habe ich Domingo aber auch verstanden.

Domingo M. schrieb:
> Versand möglich, je nach Menge muss das
> bruchsichere Verpacken aber teuer mit Bier bezahlt werden.

Das "teuer" ist hier sicher ironisch gemeint...
(Firma: مهندس) #7071751
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Michael M. schrieb:
> Wie hat man die denn dicht bekommen, oder nahm man das damals in Kauf,
> dass die an der Trennfuge zur Pertinaxgrundplatte Luft gezogen haben?

Nein, Luft ziehen durften die auf keinen Fall. Das Problem, Stahlröhren 
dicht zu bekommen ist nicht trivial. Alleine die verschiedenen 
Ausdehnungskoeffizienten auszugleichen. Man hat anfangs unten kleine 
Glasperlen verschmolzen, oder die Röhre war im Innern ganz aus Glas.

Hier ein interessanter Bericht über den Wettlauf in den 1920er-Jahren:

http://radio-roehren-etc.de/index.php/roehren-geschichte/62-stahlroehren-umweg-und-zwischenstufe-der-roehrenentwicklung

Ich habe hier ein paar neue Stahlröhren, die möchte ich jetzt aber nicht 
zerschneiden.

Insgesamt scheint die Röhre aus Stahl doch nicht die beste Idee gewesen 
zu sein, die späteren Röhren waren fast alle mit Glaskolben.

Wobei Nuvistoren, die 1959 auf den Markt kamen, also die letzte 
Entwicklungsstufe, wieder aus Metall waren. Die wurden allerdings 
komplett im Vakuum gefertigt (sind auch nur so groß wie ein Transistor).

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