Hallo,
gibt es ein gutrs Buch oder Internetseite wo die verschiedenen Bauformen
erklärt werdeb insbesondere der Einsatz? Ich stehe im Moment vor dem
Problem einen Kondensator auszusuchen und weiss nicht ob es nun Elko
ider MLCC oder was anderes sein soll
Jonathan schrieb:> Ich stehe im Moment vor dem Problem einen Kondensator auszusuchen und> weiss nicht ob es nun Elko ider MLCC oder was anderes sein soll
Das hängt immer vom Einsatzzweck ab.
(Kapazität, Spannungsfestigkeit, Frequenzgang, Strombelastbarkeit,
Spannungsverhalten, Temperaturbereich, ...)
MaWin schrieb:> Jonathan schrieb:>> gibt es ein gutrs Buch oder Internetseite wo die verschiedenen Bauformen>> erklärt werdeb insbesondere der Einsatz>> https://vogel-fachbuch.de/elektronik/grundlagen/59-elektronik-2-bauelemente
Eine sehr empfehlenswerte Buchreihe. Nur schade, dass die nicht mehr
aktualisiert und ergänzt wird. Besonders die Digitaltechnik dieser
Buchreihe hätte ein Upgrade nötig.
Ramsel schrieb:> Jonathan schrieb:>> Ich stehe im Moment vor dem Problem>> Dann machs wie Adam und werde der Erleuchtete ;)
Sind Du und Dein Rvogel vielleicht kürzlich über ein brennendes
Cannabisfeld (oder Mutterkorn-infiziertes Getreidefeld) geflogen?
Es ist löblich, sich die Informationen zum Einsatz in Form von
breiter angelegtem Lehrmaterial zuführen zu wollen.
Aber wenn Du nur einen Kondensator für nur einen Einsatzzweck
aussuchen möchtest oder sollst, könntest Du diesen Einsatzzweck
auch einfach mal nennen / näher spezifizieren, um eine konkrete
Antwort erhalten (= die momentane Lösung finden) zu können.
Dr. Alban schrieb:> Es ist löblich, sich die Informationen zum Einsatz in Form von> breiter angelegtem Lehrmaterial zuführen zu wollen.>> Aber wenn Du nur einen Kondensator für nur einen Einsatzzweck> aussuchen möchtest oder sollst, könntest Du diesen Einsatzzweck> auch einfach mal nennen / näher spezifizieren, um eine konkrete> Antwort erhalten (= die momentane Lösung finden) zu können.
Ne, ich will erstmal die verschiedenen Typen kennelernen und
Eigenschaften und Anwendungszwecke. Habe jetzt hier ne gute Seite
https://resources.altium.com/p/which-type-capacitor-should-you-use Die
gehen gut ein auf die Eigenschaften:
- Kapazität
- Toleranz
- Temperaturgang
- Stabilität
- Ausfallrate
- ESR
- ESL
- Preis
- Spannung, Strom
- Größe
- Selbstheilung
- Bauteilversagen
- Polarisation
Gar nicht so einfach solch ein Kondensator^^
Bernd schrieb:> Jonathan schrieb:>> Gar nicht so einfach solch ein Kondensator> Und jetzt alles noch für Widerstände, Induktivitäten und> Steckverbinder...
jo bin grad dabei. R sind ja nicht so schwer. So wie ich sehe ist
Kohleschicht durch Metallschicht verdrängt worden. Was nimmt da
eigentlich als Shunt? Metallfolie? Gibt ja auch Manganin, aber die sind
sehr teuer.
Hallo
Das eine universelle Buch gibt es leider nicht.
Hilfreich sind Informationen, Datasheets Applications usw. der
Hersteller (Der Werbeanteil ist recht einfach erkennbar, die Physik und
Technik ist zum Glück universell), die Wikipedia bringt da auch gute
Informationen z.B. wird zu Keramikkondensatoren sogar in der dt.
Wikipedia sehr viel und tief gehendes auch mit Praxisbezug geschrieben -
und das sogar zu 95% gut verständlich.
Aber wie (leider) immer in E-Technik Umfeld - englisch ist die Sprache
mit hilfe der man die meisten tief gehenden Informationen findet.
Des weiteren:
Gute Bauanleitungen und Funktionsbeschreibungen, gute Youtubevideos -
meist ist die Info aber in Reparaturvideos und Funktionsvideos (auch
Fehlerursachennachforschung) "versteckt" und die guten Videos muss man
erst mal finden (geringe Klickzahlen, kleiner Abonenntestamm und
Laufzeiten von >10 Minuten sind schon mal ein Hinweis das das Qualität
hinter stehen könnte)
Auch wenn es nicht so erscheint:
Auch in diesen Forum gibt es einige Threads die tiefer ins Detail gehen
und wo Leute schreiben die Ahnung haben- vor allem in den richtig alten
Threads findet man so einiges gutes bzw. zwischen den ganzen Müll und
Störversuchen (siehe auch hier - zum erbrechen diese Forenzerstörer...)
auch in aktuellern Beiträgen - man muss halt ein hohes
Frustrationsvermögen haben und nicht von den festen Stamm an gestörten
hier auf alle Nutzer und die Leute im echten Leben schließen...
Zu den Preisen muss man immer aktuell in die Onlinekataloge der großen
Distributoren schauen, die ändern sich gefühlt alle 1/2 Jahre deutlich.
Und vor allem:
Erfahrung und unbewusstes "automatisches" lernen über die Jahre hinweg:
Das es dutzende verschiedene Kondenstortechnologiegen, viele verschieden
Widerstandsformen gibt hat alles seinen Grund.
Die 1001 Bauformen wird man sowieso nie auswendig kennen und im
Einzelfall immer nachschauen müssen was die beste ist (Das zu
entscheiden ist halt nicht immer einfach - je Spezieller um so
schwieriger - da fragen selbst Profis mal bei anderen Profis nach).
Und nimm es hin:
Mann kommt nie soweit das man direkt sagen und festlegen kann:
Ich nehme genau diese eine Technologie und Bauform (außer bei absoluten
Standardanwendungen in den man firm ist) - das ist immer ein Suchen und
auswählen - ganz abgesehen das man die Bauteile auch überhaupt gekauft
bekommt...
Arno schrieb:> MaWin schrieb:>> Jonathan schrieb:>>> gibt es ein gutrs Buch oder Internetseite wo die verschiedenen Bauformen>>> erklärt werdeb insbesondere der Einsatz>>>> https://vogel-fachbuch.de/elektronik/grundlagen/59-elektronik-2-bauelemente>> Eine sehr empfehlenswerte Buchreihe. Nur schade, dass die nicht mehr> aktualisiert und ergänzt wird. Besonders die Digitaltechnik dieser> Buchreihe hätte ein Upgrade nötig.
Ich bin von Beuth, Bauelemente der Elektronik, Elektronik 2 aus dem
Vogel-Verlag sehr enttäuscht. Gerade mal 15 Seiten über Kondensatoren,
dabei viele Grundlagen wie Reihen- und Parallelschaltung und Energie im
Kondensator. Verschiedene Bauformen werden zwar erwähnt, aber keine
Ersatzschaltbilder mit verschiedenen Parametern. Unterstes
Berufsschulniveau. Aber immerhin war das gebrauchte Buch mit unter 5€ im
sehr guten Zustand nicht teuer.
Maik schrieb:> Unterstes Berufsschulniveau. Aber immerhin war das gebrauchte Buch> mit unter 5€ im sehr guten Zustand nicht teuer.
Vielleicht deshalb ...
Hallo
Wer braucht eigentlich in diesen Umfeld heute noch teure Bücher?
Die sind doch veraltet wenn sie erscheinen, bzw. all das was nicht
veraltet also Grundlagen findet man im Netz mindestens dutzendfach eher
aber sogar hundertfach sehr gut erklärt, teilweise sogar als Video
(zumindest als Ergänzung ein sehr schönes Medium das viel zu viele im
Kopf alte verteufeln oder zumindest abwerten).
Was die Details und Unterschiede angeht:
Hersteller App Notes - da liefern einige Hersteller hervorragende
Qualität - das Aufinden ist allerdings öfter das Problem - und ja immer
auf Englisch was bei komplett neuen Stoff und den nun mal typischer
weise beherrschten Schulenglisch - die letzte Unterrichtsstunde
teilweise Jahrzehnte zurückliegend- nicht unbedingt optimal ist aber
besser Englisch als "Chinesisch" -Mandarin? ;-)
Ein gutes Buch (schwierig zu finden) fasst es "nur" gut zusammen und ist
didaktisch gut aufgebaut.
Leider gibt es bei solcher Fachliteratur viel extrem schwer
verständliches, wo der Autor gefühlt nur gegenüber anderen Spezialisten
zeigen will wie schlau er ist aber nichts wirklich verständlich
erklären.
Bloss nichts erklären wie die "Werkzeuge" funktionieren (Formelnutzung,
Mathematik und deren Anwendung dahinter - das kann doch jeder... -oder
eben oft auch nicht mehr-).
Da sind genau die (teilweise alte) App Notes der Hersteller viel offener
und fürchten sich nicht auch mal den Profi nochmal irgendwelche Sachen
zu erklären die er irgendwann in der 8 Klasse gelernt hat.
"Komisch" (eben nicht!) das die Autoren jener AppNotes oft bekannte (in
den Fachkreisen) und sehr begabte E-Techniker, Ingenieure teilweise
sogar Akademiker sind und fast immer aus den USA oder auch mal GB
stammen.
Jemand
Jemand schrieb:> Hersteller App Notes - da liefern einige Hersteller hervorragende> Qualität - das Aufinden ist allerdings öfter das Problem - und ja immer> auf Englisch
Viele englische Spezialbegriffe und Abkürzungen, die ich sonst höchstens
aus diesem Forum kenne, aber vorher in meinem Studium, das zugegebener
Weise schon 20 Jahre zurück liegt, nie gehört habe. Damals war es noch
nicht so selbstverständlich überall kostenlos Datenblätter zu erhalten
und Datenblätter von Siemens waren in Deutsch. Obwohl sich die Theorie
der Kondensatoren nicht geändert hat, muss heute der Widerstand des
Dielektrikums (Parallelwiderstand im Ersatzschaltbild) und der
Serienwiderstand im Ersatzschaltbild einen komplizierten Namen haben.
Gute Elektronik-Bücher zu finden ist echt sehr schwer.
Beuth, Bauelemente der Elektronik ist echt nicht der Bringer. Mehr als
eine Vorstellung der wichtigsten Bauteile mit ausführlicherem
Grundlagenteil (wie in jedem Elektronikbuch, also nichts Neues) auf
insgesamt etwa 350 Seiten, alles höchstens auf Schulniveau oder
Berufsschulniveau, kann man da nicht erwarten, leider.
Beuth, Grundschaltungen, Elektronik 3 ist da etwas besser. Es werden
halt die Transistor-Grundschaltungen (hauptsächlich bipolare
Transistoren) und Spannungsstabilisierung mit Transistoren behandelt.
Niveau so berufliches Gymnasium oder staatlich geprüfter Techniker. Für
Studenten, die sich einen ersten Überblick verschaffen wollen sicher
auch, aber nur bedingt und eigentlich nicht notwendig. Das Kapitel über
Spannungsstabilisierung mit Transistoren fand ich interessant, weil das
sonst weniger ausführlich behandelt wird. Es ist eben heute nicht mehr
so wichtig, weil handelsübliche ICs besser und billiger sind als ein
diskreter Aufbau.
Alles was darüber hinaus geht, findet man, zumindest in
deutschsprachiger Literatur leider nicht. Aber trotzdem ist die
Situation für Interessierte und Studenten heutzutage im Vergleich zu
früher viel besser. Es gibt kostenlose Datenblätter und teils gute
Skripte von Unis zum Download.
Im Beruflichen Gymnasium hatten wir unter anderem
Böhmer, Elemente der angewandten Elektronik
verwendet. Ist etwas besseres Niveau als Beuth, Bauelemente der
Elektronik.
Eine Ausarbeitung der elektrischen Unterschiede, Vor- und Nachteile der
unterschiedlichen Kondensatortypen habe ich allerdings noch nicht
gefunden. Gleiches gilt für Induktivitäten, unterschiedliches
Kernmaterial usw. Zu Spulen findet man eher etwas in Literatur für
Funkamateure, aber halt auch nur sehr oberflächlich. Oft wird da
höchstens gezeigt wie man einen Balun wickelt, ohne nähere Erklärung und
ohne Nennung von Kernmaterialien.
Ich weiß nicht ob die aktuelle Auflage vom Tietze/Schenk etwas
brauchbares über Kondensatortypen und Spulen drin hat. In meiner älteren
Auflage ist da nichts.
Jemand schrieb:> Wer braucht eigentlich in diesen Umfeld heute noch teure Bücher?>> Die sind doch veraltet wenn sie erscheinen, bzw. all das was nicht> veraltet also Grundlagen findet man im Netz mindestens dutzendfach eher> aber sogar hundertfach sehr gut erklärt, teilweise sogar als Video
Was soll da in Büchern zu Kondensatoren oder Spulen veralten? Was hat
sich da in den letzten 15 Jahren verändert? Infos auf Internetseiten
sind auch nicht aktueller oder ausführlicher. Ein redaktionell und
didaktisch aufbereitetes Buch ist nicht so einfach ersetzbar. Bin gern
bereit für ein Fachbuch zu zahlen wenn es gut ist.
Maik schrieb:> Unterstes> Berufsschulniveau.
Ich glaube, dir ist nicht klar, wie tief das Niveau an den Berufsschulen
gesunken ist. Immer mehr Schüler aus absolut bildungsfernen Familien die
absolut keine häusliche Erziehung genossen haben, machen sinnvollen
Unterricht unmöglich. Und da "Fachkräfte" gebraucht werden, wird dafür
gesorgt, dass Abschlüsse fast verschenkt werden. Solche Bücher wie die
von Beuth sind daher keinesfalls für Berufsschüler geeignet, sondern für
staatlich geprüfte Techniker und FH-Ingenieure.
Wie schon mehrfach geschrieben - die Technik zu passiven Bauelementen
der Elektronik hat sich zwar im Detail weiterentwickelt, aber die
Grundlage ist seit vielen Jahren die gleiche.
Wir hatten in der DDR den VEB Verlag Technik und da gab's z.B. von
Karl-Heinz Runpf: "Bauelemente der Elektronik" von 1968(!). In über 300
Seiten wird dem Leser beigebracht, was es heißt elektronische
Bauelemente einzusetzen. Das geht von Widerständen über Kondensatoren,
Dioden und Transistoren bis hin zu Hallgeneratoren und Relais.
Das Buch wird sicherlich bei den einschlägigen Gebrauchtbuchhändlern
noch zu finden sein, z.B.
https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Angebote/autor=Rumpf&titel=Bauelemente+der+Elektronik.
Im Westen gab's zu damaligen Zeit sicherlich außer den
Telefunken-Laborbüchern auch noch vieles andere, z.B. das mehrbändige
"Handbuch für Hochfrequenz- und Elektrotechniker" vom Verlag für
Radio-Foto-Kinotechnik Berlin. Kann man wahrscheinlich heutzutage immer
noch antiquarisch kaufen ...
Grüsse aus Berlin
PSblnkd
hallo
PSblnkd schrieb:> Wie schon mehrfach geschrieben - die Technik zu passiven Bauelementen> der Elektronik hat sich zwar im Detail weiterentwickelt, aber die> Grundlage ist seit vielen Jahren die gleiche.
Aber eben jene Details und die Veränderungen und Ansprüche in der
angewendeten Praxis sind ja das was "Probleme" und Herausforderung
bietet und wo sich die Fragen ergeben:
Z.B. die 1001 verschiedene Kernmaterialien bei Induktivitäten, die
überheblicher Weise immer höher werdenden Nutzfrequenzen (z.B. bei DCDC
Wandlern) die immer kleiner werdenden (gewünschten) Baugrößen bei
gleichbleibender oder sogar höherer Leistung.
Der Tatsache das auch Induktivitäten, Ferrit Transformatoren ,
Übertrager usw. so gut wie nicht mehr selbst gewickelt werden sondern
von "Stange" bezogen wird (man aber wissen muss was wichtig ist um das
richtige auszuwählen) trägt bei Induktivitäten bei das halt alte VEB
aber auch Telefunken und Siemens Bücher nicht wirklich die Lösung sind.
Und auch im C- Umfeld hat sich so einiges geändert - klassisches
Styroflex - am besten noch bedrahtet- z.B. interessiert heute kaum noch
einen in der Praxis außerhalb der Retro Bastelstube , der ehemals fast
nur in der Theorie wichtige ESR Wert von Elektrolytkondensatoren ist nun
schon seid 2- 3 Jahrzehnten auch in der Praxis sehr wichtig geworden.
Bei den Keramikkondensatoren hat sich in der Praxis "alles" geändert
usw.
Nein Bücher von vor 30 Jahren und mehr haben in der heutigen Praxis nur
noch wenig Belang - und die Grundlagen die sich nun mal nicht verändert
haben kann man immer noch an 1001 stellen nachlesen - und wenn streng
genommen auch nicht wirklich wichtig:
Eine Abbildung, ein Datenblattauszug, ein Bild aus einer Anwendung die
nicht von vor 40 Jahren stammt hat schon was gutes an sich, gerade für
Lehnrwillige bzw. zum Lernen gewrungene die sich erstmal die Grundlagen
aneignen (müssen)...
Jemand schrieb:> der ehemals fast> nur in der Theorie wichtige ESR Wert von Elektrolytkondensatoren ist nun> schon seid 2- 3 Jahrzehnten auch in der Praxis sehr wichtig geworden.
Warum war das früher nicht wichtig?
Und ja, den Begriff ESR kenne ich aus meinem Studium auch nicht. Den
kenne ich nur aus diesem Forum. Bei mir im Studium hieß es einfach
Serienwiderstand im Ersatzschaltbild des Kondensators und jeder wusste
was gemeint war.
MaWin schrieb:> Ich glaube, dir ist nicht klar, wie tief das Niveau an den Berufsschulen> gesunken ist.
Also ich habe nie eine Berufsausbildung absolviert, aber wenn ich mir
die dort benutzten Tabellenbücher ansehe, ist das doch viel Stoff und
nicht alles trivial. Das können doch nicht alles Dummköpfe sein.
Siggi schrieb:> MaWin schrieb:>> Ich glaube, dir ist nicht klar, wie tief das Niveau an den Berufsschulen>> gesunken ist.>> Also ich habe nie eine Berufsausbildung absolviert, aber wenn ich mir> die dort benutzten Tabellenbücher ansehe, ist das doch viel Stoff und> nicht alles trivial. Das können doch nicht alles Dummköpfe sein.
Die Durchfallquoten sind gering. Die Abschlüsse werden fast verschenkt.
Wer trotzdem durchfällt schafft es dann im zweiten Anlauf.
Es scheitert ja schon an der Umstellung einfachster Formeln wie dem
Ohmschen Gesetz. Deshalb stehen in der zur Prüfung zugelassenen
Formelsammlung auch alle Varianten drin. Alternativ werden Eselsbrücken
gelehrt um die 3 Varianten des Ohmschen Gesetzes auswendig zu lernen.
Und wenn dann mal eine Aufgabenstellung dran kommt, wo die genau
passende Formel nicht schon richtig umgestellt in der Formelsammlung
oder im Tabellenbuch steht, funktioniert es eben nicht. Man sollte eben
für Elektroberufe keine Hauptschüler zulassen, um ein gewisses
Mindestniveau zu errreichen. Es bei diesen Ausbildungen geht es leider
nur darum, die Antwort zur Aufgabenstellung schnell im Tabellenbuch zu
finden und dann dort abzuschreiben. Irgend ein Verständnis wird nicht
gefordert.
Harald schrieb:> Man sollte eben> für Elektroberufe keine Hauptschüler zulassen,
Ganz so einfach ist es imho nicht. Die Lage wird immer schwieriger,
und Dir ist klar, daß dann einfach zu wenige Absolventen da wären.
Es gäbe da wirklich unendlich viel Arbeit, unser Bildungssystem zu
verbessern. Dazu wird es aber, so lange es irgendwie anders "geht",
sowieso nicht kommen - egal, was wir hier sagen. Und nicht einmal,
wenn einer von hier Bildungsminister würde, ...
sbt schrieb:> Harald schrieb:>> Man sollte eben>> für Elektroberufe keine Hauptschüler zulassen,>> Ganz so einfach ist es imho nicht. Die Lage wird immer schwieriger,> und Dir ist klar, daß dann einfach zu wenige Absolventen da wären.>> Es gäbe da wirklich unendlich viel Arbeit, unser Bildungssystem zu> verbessern. Dazu wird es aber, so lange es irgendwie anders "geht",> sowieso nicht kommen - egal, was wir hier sagen. Und nicht einmal,> wenn einer von hier Bildungsminister würde, ...
Das ist alles nicht einfach. Aber einfach die Anforderungen auf einem
extrem niedrigen Niveau zu halten, damit man hinterher mehr Elektriker
bekommt, ist keine Lösung.
Paul schrieb:> Das ist alles nicht einfach. Aber einfach die Anforderungen auf einem> extrem niedrigen Niveau zu halten, damit man hinterher mehr Elektriker> bekommt, ist keine Lösung.
Beim Abitur klappts doch auch.
Arno
Paul schrieb:> Das ist alles nicht einfach. Aber einfach die Anforderungen auf einem> extrem niedrigen Niveau zu halten, damit man hinterher mehr Elektriker> bekommt, ist keine Lösung.
Die Tatsache, dass eine bestimmte Person "nur" einen HSA hat, besagt
allenfalls etwas über ihre Bildungsbiographie, aber eher wenig über ihr
Potential. Auch soll es handwerklich geschickte Akademiker geben.
Percy N. schrieb:> Paul schrieb:>> Das ist alles nicht einfach. Aber einfach die Anforderungen auf einem>> extrem niedrigen Niveau zu halten, damit man hinterher mehr Elektriker>> bekommt, ist keine Lösung.>> Die Tatsache, dass eine bestimmte Person "nur" einen HSA hat, besagt> allenfalls etwas über ihre Bildungsbiographie, aber eher wenig über ihr> Potential. Auch soll es handwerklich geschickte Akademiker geben.
Es ging erstens um die Kritik des zu niedrigen Niveaus der Berufsschulen
und der Gesellenprüfung. Und selbstverständlich sagt der Schulabschluss
sehr viel über vorhandene Grundbildung und die Wahrscheinlichkeit des
zukünftigen Potenzials einer Person aus. Bildung ist nicht nur ein wenig
auswendig gelerntes Wissen, sondern es ist ein Prozess über Jahre.
Deshalb kann man Defizite nicht einfach mal schnell ausgleichen. Das
schließt natürlich nicht aus, dass es auch sehr gute Hauptschüler gibt,
das bleiben aber Ausnahmen. Und wenn eben die meisten Schüler keine
brauchbare Grundbildung haben, kann es in den Berufsschulen nicht voran
gehen weil die Lehrer auf den Kenntnisstand ihrer Schüler eingehen
müssen.
Paul schrieb:> Und selbstverständlich sagt der Schulabschluss sehr viel über vorhandene> Grundbildung und die Wahrscheinlichkeit des zukünftigen Potenzials einer> Person aus.
Je nachdem. Der junge Mensch, der es nicht mit 12 Jahren auf die Reihe
bekommen gat, sich um Hilfe an das Jugendamt zu wenden, weil der Herr
Vater es nicht erleiden mochte, dass der Filius einen höheren
Schulabschluss erreicht als er selbst, hat möglicherweise auch nicht
das Potential, sich gegen den Arbeitgeber zu wehren. Auch das soll
mancherorts goutiert werden.
Paul schrieb:> Bildung ist nicht nur ein wenig auswendig gelerntes Wissen, sondern es> ist ein Prozess über Jahre. Deshalb kann man Defizite nicht einfach mal> schnell ausgleichen.
Wer hätte es gedacht! Aber was hat das mit dem formalen
Bildungsabschluss zu tun?
> Das schließt natürlich nicht aus, dass es auch sehr> gute Hauptschüler gibt, das bleiben aber Ausnahmen.
Dazu hast Du doch sicherlich haufenweise valide und aussagekräftige
Daten, nicht wahr? Dann mal her damit!
Dass es auch strunzdumme Hauptschüler geben kann, ist unbestritten. Wenn
ich an meine Professoren zurückdenke, dann scheint mir das aber kein
Spezifikum der Hauptschule zu sein.