Unerklärliche Spannungsspitze am Wechselkontakt Relais

#7094277
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Ich habe mir von Finder das FIN 40.52.8 230V Relais und einen 
Hutschienen-Relaisockel gekauft da ich das Relais mit seinen 2 
Wechselkontakten zum automatischen Umschalten zwischen Netzstrom und 
einem Victron-Inselwechselrichter verwenden will. Nun hab ich zum testen 
die Spule mit einem Taster an 230Vac und an den Wechselkontakt hab ich 
mein Labornetzeil mit 5V Ausgangsspannung und einem Elko zum glätten 
(mein Labornetzteil liefert keine ganz saubere Spannung).
Bei Rückfallen des Relais (aus dem angezogenen Zustand abfallen) enstand 
auf dem Oszilloskop das angehängte Bild. Im rechten Teil ist das normale 
Prellen des Kontakts zu sehen (Blau wäre quasi der WR und Gelb das 
Netz). Was ich mir nicht erklären kann ist nun aber links die ausufernde 
Spannungsspitze. Da ich ja sogar den Netzteilausgang mit einem extra 
Kondensator Glätte versteh ich nicht wo die Spannungsspitze und die 
negativen Peaks herkommen.
Ich habe den Versuch mehrfach wiederholt, das Bild sah jedes mal ähnlich 
aus.
Kann es sich dabei um eine Induktivspannung der abfallenden Relaisspule 
handeln oder öffnet/schließt da tatsöchlich der Kontakt? Wenn ja würde 
ich ja (laut Oszilloskop für etwa 0.7ms) die Netzspannung mit dem 
Wechselrichter verbinden was wie wir bei ElectroBoom gelernt haben nicht 
gut ist.
Hoffe jemand kennt das oder kann mir sagen ob es da zu Problemen kommt 
oder nicht
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Gast #7094388
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Bei zwangsgeführten Kontakten ist mechanisch sichergestellt, daß alle 
Öffner offen sein müssen, bevor der erste Schließer schließt (und 
andersherum auch). Von außen ist das teilweise nicht mal sichtbar, das 
steht im datenblatt der Relais bzw. Schütze. Das kann sogar die gleiche 
Gehäusebauform haben wie normale Relais. Beispiel 
https://www.findernet.com/de/deutschland/series/50-serie-relais-mit-zwangsgefuhrten-kontakten-8-a/
#7094529
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Minecrafter 2. schrieb:
> Hab das Relais aus der USV einmal zerlegt, das ist definitiv kein
> zwangsgeführtes

Der Aufbau des Relais ist doch ein sekundäres Problem. Erst einmal geht 
es doch um die Messung vom Screenshot.

Wie schon geschrieben misst Du mit einem hochohmigen Eingang des Oszis 
an einem prellenden Relaiskontakt.

Wie und was Du genau misst sehen wir nicht. Zeige mal den Aufbau.
#7094678
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Minecrafter 2. schrieb:
> Bitte schön, ich messe grad nur an einem der 2 Wechsler

Ja, und zwar an der linken offenen Seite (im angezogenen Zustand, wenn 
das Problem dann beim Abfallen sein soll). Da ist für das Oszi alles 
hochohmig, und Du fängst Dir dabei jede Störung ein, die in der Luft so 
rumschwebt. Also auch die Änderung an der Spulenseite. Ist dasselbe 
Problem wie mit offenen Signaleingängen ... ...
Gast #7094779
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Minecrafter 2. schrieb:
> Da das Wechselkontakte sind müssen die ja zwangsläufig trennen bevor sie
> am anderen Kontakt schließen

Nein, schau dir mal den inneren Aufbau eines normalen Relais an. Wenn 
der mittlere (Wechsler) Kontakt nur ein kleines bissen an den linken 
oder rechten Kontakt anklebt und du schaltest auf die gegenüberliegende 
Seite um, hast du einen Kurzschluss (alle drei sind verbunden).

Minecrafter 2. schrieb:
> Hab das Relais aus der USV einmal zerlegt, das ist definitiv kein
> zwangsgeführtes

Das glaube ich dir, es wird viel Müll verkauft.

Dein Problem kommt hier von der Ansteuerung der Spule. Wenn du den 
Stromfluss unterbrichst, will die in der Spule gespeicherte Energie 
irgendwohin abfließen. In deinem Fall würde man einen Snubber parallel 
zur Spule schalten, dann kann die Energie im Widerstand des Snubbers 
verheizt werden.
1
        Spule
2

3
---+----XXXXXX------+---
4
   |                |
5
   +---[===]---||---+
6

7
       1000Ω   100nF

https://www.reichelt.de/rc-loeschglied-kondensator-250v-0-1-f-mit-widerstand-100-ohm-gl-4260-p249240.html
https://shop.shelly.cloud/rc-snubber-wifi-smart-home-automation
https://www.pooldigital.de/shop/zubehoer/19/entstoerglied-/-rc-glied-/-snubber

Wahrscheinlich würden 47nF und etwas mehr Ohm auch gut gehen. Man muss 
halt nehmen, was man kaufen kann.

Wenn du das aus zwei einzelnen Bauteilen zusammen setzt, bedenke dass 
sowohl der Widerstand als auch der Kondensator die Netzspannung und 
auftretende Spitzenspannungen aushalten müssen.
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