Hallo Leute,
Ich bin nun ungefähr seit 4 Jahren in einem mittleren KMU tätig (ca. 500
MA) als Ingenieur im Bereich "Informationstechnik".
Nach schon 2 Jahren verlässt der aktuelle TL a.k.a "Vor"gesetzter die
Firma (er war ein paar Jahre vorher in anderen Abteilungen) und war
einer der Schützlinge des Abteilungsleiters, der viele "Kumpels"
angestellt hat. Man muss auch sagen wir sind ein größeres, nicht so
einfaches Team bestehend aus rund 15 int. u. externe MAs und auch
längerdienende mit +20J. Erfahrung die ihr Wissen nicht dokumentieren
oder weitergeben (die wissen schon warum!).
Wechselgrund des TL ist privat, bzw. aus gesundheitlichen, familiären
Gründen.
Sein Kommentar störte mich, indem er oft behauptete mein Know how wäre
ähnlich einer "Tomatensauce" ich würde fast überall einsetzbar sein bzw.
dazupassen!!
Wahrscheinlich ging die Bemerkung dahin dass ich von Externen ersetzt
werden könnte?
Naja, jetzt ist er weg und dagegen spricht, dass sie momentan um jeden
Mann/Frau froh sind, da wir im Chaos / Multitasking untergehen!
Was soll ich davon halten? Dagegen spricht nun ein einwandfreies
Zwischenzeugnis und sogar mal ein Dankbarkeitsbrief der Geschäftsleitung
da ich mal in einem sehr wichtigen Produktionsausfall über das
Wochenende mitarbeitete, die Umstände zu bereinigen! Wahrscheinlich ist
dieser ehem. TL / Kollege einfach neidisch?
Man muss dazu sagen, die Umgebung ist schwierig, da das Management
nicht Priorisierung kann, alle Projekte sind super wichtig und wir
müssen neben dem Tagesgeschäft noch in mehreren Projekten gleichzeitig
arbeiten, inkl. genauer Stundenerfassung z. B. 1 Std. auf Projekt X,
2,5h Projekt Y. Wir ersticken im unproduktiven Multitasking und jetzt
will man noch "agil" versuchen.
Jetzt kommt ein Interims Chef für die nächsten 6 Monate. Intern will
sich das keiner antun, extern bewerben sich wohl wenige.
Grüße, Georgi
Hallo, und was ist nun Deine Frage ?
Wenn die Strukturen da verfilzt sind, wird das auch länger so bleiben.
Einem 6-Monate Chef ist doch egal, was passiert, wenn er geht. Manche
richten erst ein richtiges Chaos an.
Wenn Dich das alles sört, suche Dir einen anderen Arbeitgeber.
Das ist meine Erfahrung aus 42J Berufsleben.
Kann auch sein, das Du mit dem nächsten JOB so richtig in die Schei...
greifst, dann halt weitersuchen, dann passt der nächste vielleicht.
Nichts ist schlimmer, als unglücklich im JOB. Irgendwann kot... es einen
nur noch an. Dann ist es fast schon zu spät zu gehen. Meist nimmt man
auch noch einen Teil der Unzufriedenheit mit ins Privatleben und dann
geht das auch noch flöten. Viel Glück !
Immer die gleichen oder ähnliche Geschichten.
Immer im gleichen Schreibstil und mit sehr ähnlicher Wortwahl
geschrieben.
Da drängt sich mir die Vermutung auf, das wurde immer von der selben
Person geschrieben.
Das könnte ein pathologisches Bedürfnis nach Aufmerksamkeit sein.
Traurig.
Immer wieder die selbe Leier. Ich bin ein toller Hecht, arbeite viel,
rette die Firma, aber mein Chef ist blöd und unfähig.
Wird langsam langweilig.
Wenn du wirklich so toll bist, such dir einen anderen Job - sollte ja
kein Problem sein bei deinen Skills.
@Ursprungsposter:
Wäre es denn eine Option (für dich), selbst in der Rolle des Teamleiters
zu kommen?
Ansonsten sind "neue Köpfe" (auch wenn es interim sind) vielleicht gut
geeignet, die gewünschten oder erforderlichen Strukturen einzuziehen.
Könntest du den Interim-Chef da unterstützen und deine Kenntnisse und
Fähigkeiten (der huddeligen und verbesserungswürdigen Abläufe) da
einbringen?
Georgi M. schrieb:> Wahrscheinlich ist> dieser ehem. TL / Kollege einfach neidisch?
Ja und vor lauter Neid lobt er dich. Unfassbar.
Georgi M. schrieb:> wir> müssen neben dem Tagesgeschäft noch in mehreren Projekten gleichzeitig> arbeiten, inkl. genauer Stundenerfassung z. B. 1 Std. auf Projekt X,> 2,5h Projekt Y.
Ja so ist das im Arbeitsleben (jedenfalls für Erwachsene). Möchtest du
lieber auf einem Ponyhof arbeiten?
Oder ist das so zu verstehen, dass du lieber nur einen Teil der
anfallenden Arbeit machen willst - für einen Teil deines Gehaltes??
Zuerst mal: ja, ist das falsche Forum, bitte moven! Danke.
A. S. schrieb:> Dein TL lobt Dich und Dich stört das? Und es macht ihn neidisch,> dass er Dir ein super Zwischenzeugnis ausgestellt hat? Wo bist Du falsch> abgebogen??
Interessant! Also findest du die Aussage "Tomatensauce " und überall
einsetzbar positiv? Hätte sie eher abwertend interpretiert, aber viell.
täusche ich mich ja.
So quasi als Hans dampf in allen Gassen, aber für nichts spezielles
tauglich..
Viell. War es wirklich ein Lob..
Wegstaben V. schrieb:> @Ursprungsposter:> Wäre es denn eine Option (für dich), selbst in der Rolle des Teamleiters> zu kommen?
Naja, ev. Aber das ist mir zu politisch und der Abteilungsleiter ist so
ein Labersack, zum Entscheiden selber hast du fast nichts, es möchte
sich keiner in der Firma antun.
> Könntest du den Interim-Chef da unterstützen und deine Kenntnisse und> Fähigkeiten (der huddeligen und verbesserungswürdigen Abläufe) da> einbringen?
Ja das ist ein guter Vorschlag, da bin ich dran, das mache ich bereits.
jaja schrieb:> Ja und vor lauter Neid lobt er dich. Unfassbar.
Du interpretiert es also auch als Lob? Ok interessant.
jaja schrieb:> Möchtest du lieber auf einem Ponyhof arbeiten?
Nein ;-)
> Oder ist das so zu verstehen, dass du lieber nur einen Teil der> anfallenden Arbeit machen willst - für einen Teil deines Gehaltes??
Eher bei einer Stelle, wo ich meine Arbeitskraft/Know how noch besser
einbringen kann, diese somit höher bewertet wird und ich noch mehr
verdiene.
Ev. FAANG(?)
Georgi M. schrieb:> Interessant! Also findest du die Aussage "Tomatensauce " und überall> einsetzbar positiv? Hätte sie eher abwertend interpretiert, aber viell.> täusche ich mich ja.
Muss man im Kontext sehen. Wie das gemeint war, sollte sich aus dem
restlichen Gesprächsverlauf unter Berücksichtigung des Charakters des
Chefs erkennen lassen.
Nicht jeder ist so empathisch, dass er seine Wortwahl passend auf seinen
Gegenüber abstimmen kann. Da vergreift man sich schonmal im Ton.
Vielleicht gilt die Formulierung im Freundeskreis des Chefs als cooler
Spruch, und auf Dich wirkt sie beleidigend.
Frauen gegenüber ist das Eis noch dünner. Was eine als Kompliment
ansieht empfindet die andere als übergriffig und sexistisch. Da sollte
man als Vorgesetzter doch eher den Ball flachhalten und auf der
Sachebene bleiben. Aber das lernt keiner im Maschinenbau- oder
Elektrotechnik-Studium. Auf der Meisterschule schon eher.