Hier hats recht viele Kaffeautomaten, die sowohl RFID-Stecker als auch
Münzen und Geldscheine akzeptieren, und auch Wechselgeld ausgeben
können. Die suchmaschine spuckt mir für die Summe der vermutlich
benötigten Module exorbitante Summen aus, geschätzt so 2.000€ insgesamt,
und dazu kommt noch Anzeige und Bedienfeld oder sowas. Das wäre ja ein
ziemlich großer Aufwand nur fürs bezahlen, was steckt wirklich drin? Und
kann man das z.B. an eine SPS anschließen?
In den Firmen/Institutionen die dem Mitarbeiter fuer Kaffee
Geld abpressen wollen, haben eigentlich alle Mitarbeiter einen
Wasserkocher und zumeist auch gut gefuellte Kaffeetueten.
Vielleicht einfach mal fragen.
die 2.000 scheinen noch Luft nach oben zu haben, siehe
https://www.gastrouniversum.de/media/pdf/53/57/a0/2019-Preisliste-Melitta5c375c99239a8.pdf
Seite 25, da gehts sogar >3.000€.
Ich hatte gesehen Geldscheinwechsler 800€, Münzwechsler 600€, passende
Anbauteile (Frontplatte) dazu, RFID 200€, und da ist noch kein
controller und Display dabei.
Die Automaten nehmen meist ab 5 Cent bis zu 20€ an und geben auch
Wechselgeld heraus. Da muß als mehr drin sein als nur ein Prüfer auf
eine einzige Art Münzen, die gibts für 30-100€.
Helge schrieb:> Die Automaten nehmen meist ab 5 Cent bis zu 20€ an und geben auch> Wechselgeld heraus. Da muß als mehr drin sein als nur ein Prüfer auf> eine einzige Art Münzen, die gibts für 30-100€.
Quatsch.
Ich habe einige alte Geldspielautomaten besessen. Ein Bally-Würfel hab
ich noch.
Das ist reinste Mechanik bei den Münzen inkl. Fadenschneider + ein
bissen Elektronik für Fallgeschwindigkeit und Zählwerk. Dann fallen die
in die passenden Röhren. Am Ende der Röhre ist eine Elektromagnetspule.
Die zieht ein Schieber der wenn gezogen eine Münze pro Impuls abgibt.
Münzprüfer kosten einige 100 Euro in den Gewerbe. Weiß ich weil ich mal
drüber nachgedacht habe, mein Bally auf Euro umzustellen.
Geldscheinprüfer weiß ich nicht. RFID-Teile dürften auch nicht die Welt
kosten. ABER da stellt sich die Frage der Zugangsberechtigung und des
Speichers. Immerhin muss das ja ausgewertet werden im Zweifelsfall. Also
ist da zwischen 20 Euro + nach oben offen so alles möglich.
Schlaumaier schrieb:> Das ist reinste Mechanik bei den Münzen inkl. Fadenschneider + ein> bissen Elektronik für Fallgeschwindigkeit und Zählwerk. Dann fallen die> in die passenden Röhren.
Kannst Du vergessen, seit Jahrzehnten werkeln da NRI (mittlerweile
Crane), WH, Coin Mashine, CashCoin - Prüfer. Scheineprüfer sind meist
Japan Cash - EBA34, ect.
Alles wird elektronisch abgetastet. Im Münzsektor wir das mit Spule,
Induktionsänderung gemacht. Bei Scheinen wird dies mit hinterlegten
Vergleichsmuster gemacht. Dann werden die Scheine immer wieder mal
geändert, dann braucht es Updates für den Akzeptor.
Kleine NRI G13.7000, kosten ca. 150,- - 200,- Eur
Große G48. ... 300 - 500,- Eur
PC-Freak schrieb:> Kannst Du vergessen, seit Jahrzehnten werkeln da NRI (mittlerweile> Crane), WH, Coin Mashine, CashCoin - Prüfer. Scheineprüfer sind meist> Japan Cash - EBA34, ect.
Naja mein Bally (
https://www.goldserie.de/index.php/galerien/2685-ballys-wuerfel ) ist
schon was älter und ich hab vor gut 10 Jahren da nachgeschaut. ;)
Und da war das so. Wieso die bewährte Technik versauen muss ich nicht
verstehen.
Das Teil steht seit 9 Jahren im Keller und funktioniert immer noch.
Schlaumaier schrieb:> Mit Fadenschneider + 3 Lichtschranken .
Ja, das ist am Einlauf. Aber darunter ist der Münzprüfer. Dann kommt die
Münzweiche, und darunter die 4 Röhren. Den MP, wenn G40, könnte mann auf
Euro umstellen. Das Röhrensystem, da gab's Umbaukits.
Stell halt mal ein Bild vom Mp hier rein.
Leuchtkraft schrieb:> haben eigentlich alle Mitarbeiter einen Wasserkocher
Die Benutzung solcher Geräte kann der AG als Diebstahl bezeichnen
und das kann zur fristlosen Kündigung führen.
Die Frage wäre interessant, wenn aus solchen Maschinen irgendwas
Genießbares herauskäme. Aber man könnte das ja verkaufen wollen...
Ein kreditwürdiges Geschäftsmodell muss jedenfalls berücksichtigen:
Damit der Preis bei allem bezahltechnischen Aufwand nicht total
abschreckend wird, hilft nur, mit billigster Ausschussware bei Kaffee
und "Milch"-pulver zu arbeiten. Rate mal warum die Plempe kaum noch ohne
Vanillin-, Haselnuss-, u.s.w-Aroma angeboten wird.
PC-Freak schrieb:> Kleine NRI G13.7000, kosten ca. 150,- - 200,- Eur> Große G48. ... 300 - 500,- Eur
Ach, die gibt es immer noch? Hatte vor knapp 40 Jahren dort meine
Ausbildung genossen und damals schon an G13 und G48 geschraubt/gelötet.
Kurt schrieb:> Damit der Preis bei allem bezahltechnischen Aufwand nicht total> abschreckend wird, hilft nur, mit billigster Ausschussware bei Kaffee> und "Milch"-pulver zu arbeiten.
Wie immer haben sie alle die Weisheit gepachtet und doch null Plan.
Es gibt längst Frischmilch Automaten und gutes Milchpulver gibt es
durchaus auch.
Es gibt Kaffeeautomatenanbieter die dem Automatenhersteller die Rezepte
"aufzwingen". Selbige werden dann auch als Staatsgeheimnis behandelt
innerhalb der Produktion.
Bei all der technischen Finesse die so ein Kaffeautomat heutzutage
bietet, ist das meiste darin dann doch Mechanik.
Und der Kaffee der aus den Geräten kam die ich mal zusammengeschraubt
hab früher, war durchaus qualitativ hochwertig.
Schlaumaier schrieb:> Das ist reinste Mechanik bei den Münzen inkl. Fadenschneider + ein> bissen Elektronik für Fallgeschwindigkeit und Zählwerk.
Du hast wie immer, keine Ahnung. Zumindest ist das bissel Ahnung auf
einem Stand von vor dem Krieg stehen geblieben offenbar.
Das ist zwar nachwievor alles kein Hexenwerk, aber ein bissel mehr wie
nur reinste Mechanik ist da schon lange nicht mehr verbaut.
Harald W. schrieb:> Die Benutzung solcher Geräte kann der AG als Diebstahl bezeichnen> und das kann zur fristlosen Kündigung führen
Kann er, wird er aber nicht, wenn es:
Leuchtkraft schrieb:> eigentlich alle Mitarbeiter
betrifft.
Ausserdem ist der Wasserkocher zum Teekochen da. ;-)
Kaffeeverweigerer schrieb:> Ausserdem ist der Wasserkocher zum Teekochen da. ;-)
Und außerdem gilt ein Wasserkocher als "Gefährliches Küchengerät". Das
bedeutet im Klartext : "Wer das Gerät im Betrieb nicht überwacht trägt
bei einen Schaden eine Teilschuld". Toaster zählen übrigens auch in die
Kategorie.
Weshalb ich von vielen Freuden gesagt bekomme, das Kaffeemaschinen
erlaubt aber Wasserkocher verboten sind auf der Firma.
Ich kenne aber auch 2 Firmen wo so Automaten angeschafft wurden, und
deshalb private Geräte verboten wurden.
Nachtrag :
Kaffeeverweigerer schrieb:
> Ausserdem ist der Wasserkocher zum Teekochen da. ;-)
Tee koche ich immer mit meine Senseo. Ich hasse Kaffee.
Kleinen Halter nehmen. Teebeutel nehmen, Faden abtrennen, dann an der
Stelle knicken so das der Beutel in den Halter passt. Zumachen 2
Tassen-Knopf drücken, Fertig in 1 Minute ;)
Und SUPER LECKER.
Das nur als Tipp OFF-TOPIC.
Kaffeeautomaten haben zum Teil auch einen LAN Anschluss.
Darüber kann man so einiges aus den Automaten auslesen und darüber
läuft, wenn im Automaten ein RFID Reader eingebaut ist auch das Guthaben
Management mit RFID Guthabenkarten.
Das Guthaben ist mit der Kartennummer in einer Datenbank auf dem Server
gespeichert.
So kann in einer Firma, wo mehrere Automaten aufgestellt sind, mit
derselben Karte überall Kaffee gezogen werden.
Weiter kann der Automat über LAN auch mitteilen, dass der Kaffee oder
Tee alle ist.
Also hier habe ich noch keine LAN-Kaffeeautomaten gesehen, obwohl das
sicher auch möglich ist. Aber immerhin kann man in vielen Betrieben auf
den Chip aufladen und bis wenigstens 10€-Schein ohne Chip Wechselgeld
rausbekommen, das gibts häufiger. Sogar an der Autobahn oder Tankstelle,
daher denke ich, das ist eine der Standardausstattungen. Aber vermutlich
wird das alles auch billiger, wenn der Automatenhersteller gleich mal
100 gleiche Geräte aufn Schlag bestellt.
Helge schrieb:> Aber immerhin kann man in vielen Betrieben auf> den Chip aufladen und bis wenigstens 10€-Schein ohne Chip Wechselgeld> rausbekommen, das gibts häufiger.
hihi.
Dann brauche ich nur die Daten auswerten und wer während der Arbeitszeit
am zu viel am Kaffeeautomat ist, naja, es gibt immer eine gute Ausrede
fürs Arbeitsgericht. ;)
Netzwanze schrieb:> Ach, die gibt es immer noch? Hatte vor knapp 40 Jahren dort meine> Ausbildung genossen und damals schon an G13 und G48 geschraubt/gelötet.
NRI ist in der Muttergesellschaft aufgegangen, und das Werk in Buxtehude
ist geschlossen. G-13 gibt's aber offenbar tatsächlich immer noch:
https://www.cranepi.com/en/products/payment-technology/coin/validators/g-13