Kennt sich hier jemand mit Kristallmikrofonen aus?

Gast #7123460
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Hallo,
kennt sich hier jemand mit Kristallmikrofonen aus?

Ich habe hier ein paar Exemplare in der Bastelkiste und möchte damit 
experimentieren und habe dazu zwei Fragen:

-Sollte man das Signal vom Kristallmikrofon nach Möglichkeit direkt am 
Ausgang des Mikros mit einem Impedanzwandler abnehmen, weil 
Ausgangssignal sehr hochohmig?

-Ist es empfehlenswert, den Frequenzgang mit einem Entzerrvorverstärker 
aufzuarbeiten (quasi so ähnlich wie bei einem Tonabnehmersystem für 
Plattenspieler)?
#7123483
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Mit einem Impedanzwandler bei wenigstens 1MegOhm Eingangswiderstand 
sollte das funktionieren. Kristallmikrofone hatten zu ihrer Zeit (in den 
60er) Jahren schon einen schlechten Ruf und wurden wohl vorzugsweise als 
Sprachmikrofon bei Amateuersendern eingesetzt. Erwarte als bitte keine 
umwerfenden Klangwunder.
(Firma: matzetronics) #7123508
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Einer schrieb:
> Frequenzgangkorrektur ist zumindest bei Plattenspielern mit
> Kristalltonabnehmer nicht notwendig.

Was gleichzeitig auch bedeutet, das der Frequenzgang eines 
Kristallmikros nicht besonders gerade ist. Gerade deswegen haben sie 
eine gute Sprachverständlichkeit, mit deutlicher Anhebung so um die 
1-4kHz. Bässe kannste knicken, ist aber auch nicht ihr Job.
Gast #7124487
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Noch eine Frage zu dem Schaltplan hier auf S.2
http://radiomanual.info/schemi/ACC_microphone/Astatic_AST878DM_user.pdf

Wenn ich es richtig verstehe, wird am Stecker ELE1 das Kristallmikrofon 
angeschlossen.
Dort ist allerdings kein Widerstand direkt parallel zum Kristallmikrofon 
eingezeichnet. Der müsste aus meiner Sicht aber notwendig sein, damit 
sich das Piezoelement im Kristallmikrofon nicht komplett selber auflädt, 
denn es ist ja sozusagen ein vorgepolter Kondensator, der im Betrieb 
über einen hochohmigen R wieder entladen werden muss.
Oder steckt da irgendwo ein Denkfehler?
Angehängte Dateien:
(Firma: matzetronics) #7124733
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Elektrofan schrieb:
> Beim Feuerzeug (oder Gasanzünder) ist die "Entladung" der gewünschte
> Effekt.

Nö. Der Mechanismus im Feuerzeug ist eine Art Hammer, der auf das Piezo 
schlägt. Dadurch erzeugt das Piezo die Hochspannung. Da wird nichts 
aufgeladen.
Nimm mal so ein Element auseinander, dann weisst du mehr.
Eine Belastung durch einen Widerstand ist beim Kristallmikrofon nicht 
nötig.
Kann man ja auch einfach ausprobieren, indem man die kleine Schaltung 
nachbaut. Sie wird ohne wenn und aber funktionieren.
Auch die alten Kristalltonabnehmer wurden mit Kondensator ins Radio 
eingekoppelt.
In Geräten ohne Netztrennung wurde das sogar für die Masse auch gemacht.

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