Verständnisproblem Wägezelle + Vollbrückenschaltung

OP #7125776
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Hallo,

ich habe ein Verständnisproblem und Fragen bezüglich einer 
Vollbrückenschaltung aus 4 Wägezellen, ausgesucht habe ich mir diese 
hier:

https://www.conrad.de/de/p/kern-ck-10-y4-waegezelle-2340052.html

Wenn ich diese Wägezellen gemäß Datenblatt nun zu einer Vollbrücke 
verschalte habe ich ja zwei Spannungsteiler, deren Spannungen ich 
miteinander vergleiche. Wenn ich jetzt irgendein Gewicht auf die 
Wägezellen packe und alle (gehen wir mal davon aus) identisch belastet 
sind, ändert sich ja auch der Widerstandswert identisch, so dass man 
zwischen den Spannungsteilern keine Potenzialdifferenz messen dürfte? Wo 
ist mein Denkfehler?

Danke und Gruß
thelightener
Gast #7127375
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Torch M. schrieb:
> Wo ist mein Denkfehler?

Die Frage ist, was du mit deiner Frage bezwecken willst. Ich gehe davon 
aus, daß du Probleme beim Wiegen hast.
Jedenfalls kannst du irgendwelche Sensoren (Wiegezellen) NICHT an 
irgendeine Elektronik anschließen. Wenige funktionieren, viele falsch, 
die meisten gar nicht. Das Ganze ist vom Widerstandswert und der 
Verschaltung mit der Elektronik abhängig.
In Summe: die Sensoren sind (immer) an die Elektronik angepaßt .

Ich habe mich unlängst mit mehreren Personenwaagen herumgeärgert. Da ist 
NICHTS miteinander kompatibel. Du muß auch besonders bei den Kabelfarben 
und Anschlüssen aufpassen (bei vorhandenen "Waagen").
Eine (von fünf) hätte 'daran' funktioniert, die hat aber (recht exakt) 
nur 1/3 des Gewichtes angezeigt, eine andere etwa 2/3 ...
Möglicherweise spielt dabei auch die Spannung eine Rolle.
Gast #7127384
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Es brauchen auch nicht alle Sensoren denselben? Druck, es reicht meist , 
2 Sensoren zu belasten um das richtige Gewicht anzuzeigen. Ich habe aber 
nur fünf Waagen getestet (wg Umbau als austauschbare Plattformwaagen: 
funktioniert aber nicht!).

Da du (Ersatz-)Wägezellen von 'Kern' gekauft hast,
wirst, wenn du Pech hast, ohne Kern'-Waage nicht weit kommen .


Viel Spaß (und hoffentlich Erfolg) beim Herum-Experimentieren .
Gast #7127415
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Das wird zwar als "4 Wägezellen" verkauft, ist aber was anderes: Das 
sind nur 4 Dehnungsmeßstreifen, vielleicht aufeinander auf Ähnlichkeit 
sortiert. Eine echte Wägezelle hat wenigstens 2, üblicherweise aber alle 
4 DMS bereits in einem Gehäuse mit definierten Kraft-Angriffspunkten und 
zur Versorgung jeweils 2 Leitungen, eine davon wird zur Messung der 
Versorgungsspannung direkt an den DMS verwendet.

2 dieser DMS müssen so montiert werden, daß deren Widerstand bei 
Belastung etwas ansteigt. Die beiden anderen müssen genau anders herum 
montiert werden. Dann ergibt die Vollbrücke aus den 4 DMS eine 
Differenzspannung proportional zur ausgeübten Kraft. In der Art sind 
einfache, nicht eichfähige Personenwaagen konstruiert.
Gast #7129408
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Helge schrieb:
> Eine echte Wägezelle hat wenigstens 2, oder alle 4 DMS
Das ist richtig. Aber löst (trotzdem) nicht das Problem der 
Auswerte-Elektronik. Ich glaube, daß hinter den Dehnungsmeßstreifen noch 
ein Geheimnis steckt.
Über Druck-Widerstandsmessung läßt sich das Problem jedenfalls so nicht 
in den Griff kriegen . Du hast 500 oder 750 oder 1000 Ohm. Trotzdem 
funktionierts nicht. Da kannst draufdrücken wie du willst, da ändert 
sich nix dabei. Zumindest bei meinen Experimenten .
Wie also die Spannung in Gewicht umgerechnet wird, entzieht sich meiner 
Kenntnis.

Für mich als Fazit:  Laß die Finger von Ersatz'wäge'zellen .
Kauf dir eine neue Waage und gut is .

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