mobiles Arbeiten und Steuererklärung

Gast #7131467
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Mahlzeit,

weiß hier zufällig jemand ob man als angestellter Ingenieur den 
elektrisch höhenverstellbaren Schreibtisch fürs mobile Arbeiten zu Hause 
als Werbungskosten ansetzen kann? Wird so was genehmigt? Hat es bei euch 
geklappt? Habe kein Arbeitszimmer oder Ähnliches. Habe während der 
Pandemie viel von zu Hause gearbeitet.

Besten Dank
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Beitrag #7132506 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #7132527
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Das ist dann wohl eher ein Arbeitsmittel und sollte doch von der Fa. dem 
AG gestellt werden!?
Der FA-Mensch wird das sicher streichen, weil du damit zu Hause ja wohl 
auch privat daran sitzt, also private Nutzung ist dann der 
Ausschlußgrund.
Und nun, hattest wohl zu viel Kohle über, denn im Home-Office sind so 
viel mehr Sachen die mit aufgeführt werden müssten, macht das jemand?
Oder was sich der AG alles so spart: Strom , NW- u. Tel.-Kosten, 
WC-Benutzung und und und , dagegen der Peanuts mit den Fahrkosten .. 
lächerlich ..
Beitrag #7137979 wurde von einem Moderator gelöscht.
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Gast #7143165
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rabatz schrieb:
> Mahlzeit,
> weiß hier zufällig jemand ob man als angestellter Ingenieur den
> elektrisch höhenverstellbaren Schreibtisch fürs mobile Arbeiten zu Hause
> als Werbungskosten ansetzen kann? Wird so was genehmigt? Hat es bei euch
> geklappt? Habe kein Arbeitszimmer oder Ähnliches. Habe während der
> Pandemie viel von zu Hause gearbeitet.
> Besten Dank

Mach keine Steuerklärung. Wer keine Steuern zahlt bekommt auch keine 
zurück. Es sei denn man beteiligt sich an den noch immer möglichen 
Cum-ex Geschäften.
Beitrag #7145349 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7145515 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7145974 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7145979 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7147783
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Tag schrieb:
> Ich konnte einen Bürostuhl und Tisch von der Steuer absetzen. Am besten
> Einspruch gegen den Bescheid einlegen.

Wenn er nur während der Pandemie zu Hause gearbeitet hat, aber jetzt 
nicht mehr, warum soll ich dann als Steuerzahler seinen 
höhenverstellbaren Schreibtisch finanzieren, den er jetzt nur noch 
privat nutzen kann? Er bekommt doch schon seine Fahrtkostenerstattung 
bezahlt.

Anders würde es aussehen, wenn er so wie ich unabhängig von Corona 5/5 
Homeoffice arbeiten würde. Bei mir wurde übrigens auch ein Arbeitszimmer 
anerkannt. Lag aber auch aufgrund meiner günstigen Miete unterhalb der 
Pauschale. Allerdings muss das FA das dann gut begründen können, wenn es 
das Arbeitszimmer beim nächsten Mal nicht mehr anerkennt, falls ich über 
der Pauschale liegen sollte.

Ansonsten wird natürlich alles abgesetzt: Anteilige Internetnutzung, 
Rechner usw. usw. Wasser und Strom sind schon im Arbeitszimmer 
enthalten.
#7147809
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F. B. schrieb:
> Allerdings muss das FA das dann gut begründen können, wenn es das
> Arbeitszimmer beim nächsten Mal nicht mehr anerkennt, falls ich über der
> Pauschale liegen sollte.

Das Finanzamt muss dir gegenüber gar nichts großartig begründen, warum 
es etwas nicht anerkennt. Im Gegenteil bist du stets in der 
Erklärungspflicht.

Wenn du etwas absetzt, wo du eh noch innerhalb einer Pauschale liegst, 
wird das, was du zum Absetzen angibst, schlicht ignoriert und nicht 
geprüft.
#7148039
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F. B. schrieb:
> So weit kommt es noch, dass jeder meint, er könnte sich wegen Corona auf
> meine Kosten eine neue Wohnungseinrichtung anschaffen, die er dann nur
> noch privat nutzen kann, weil sein Arbeitgeber kein Homeoffice erlaubt.

Ich verrate dir mal wie weit es schon gekommen ist. Hergelaufene Typen 
aus dem Internet, die sich als Finanzberater bezeichnen, aber sich durch 
Ahnungslosigkeit auszeichnen, reden was von "auf meine Kosten". So weit 
ist es schon gekommen.
#7148043
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F. B. schrieb:
> So weit kommt es noch, dass jeder meint, er könnte sich wegen Corona auf
> meine Kosten eine neue Wohnungseinrichtung anschaffen, die er dann nur
> noch privat nutzen kann, weil sein Arbeitgeber kein Homeoffice erlaubt.

Auf deine Kosten? Ich lach mich schlapp.

Ich habe für letztes Jahr in der Steuererklärung erfolgreich Home Office 
Einrichtung für zusammen einen vierstelligen Beitrag als Werbungskosten 
abgesetzt, und zwar zu 100 Prozent.
#7148215
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Senf D. schrieb:
> F. B. schrieb:
>> So weit kommt es noch, dass jeder meint, er könnte sich wegen Corona auf
>> meine Kosten eine neue Wohnungseinrichtung anschaffen, die er dann nur
>> noch privat nutzen kann, weil sein Arbeitgeber kein Homeoffice erlaubt.
> Auf deine Kosten? Ich lach mich schlapp.
> Ich habe für letztes Jahr in der Steuererklärung erfolgreich Home Office
> Einrichtung für zusammen einen vierstelligen Beitrag als Werbungskosten
> abgesetzt, und zwar zu 100 Prozent.
Für 2020 habe ich nen neuen PC mit dicker CPU und GPU, 2 Monitore, einen 
neuen Schreibtisch, Bürostuhl, Regale und nen 2m x 1m Whiteboard 
abgesetzt. Das Finanzamt hat das mit einer ehrlichen <20 Wort Erklärung 
akzeptiert.
#7148255
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F. B. schrieb:
> So weit kommt es noch, dass jeder meint, er könnte sich wegen Corona auf
> meine Kosten eine neue Wohnungseinrichtung anschaffen

Man kann mit der eigenen Steuererklärung doch nur seine eigenen 
gezahlten Steuern beeinflussen, das hat mit den Steuern anderer Menschen 
gar nichts zu tun? Man bekommt ja nur maximal die Steuern zurück die man 
eben selbst vorher gewuppt hat und nichts mehr.

@ TO: konnte problemlos und ohne Erklärung oder Nachfrage für 2021 einen 
elektrisch höhenverstellbaren Tisch + ergonomischen Swopper-Stuhl 
absetzen, würde es daher auch an deiner Stelle mit einem Einspruch 
probieren.
Gast #7148324
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(prx) A. K. schrieb:
> P. S. schrieb:
>> Man bekommt ja nur maximal die Steuern zurück die man
>> eben selbst vorher gewuppt hat und nichts mehr.
>
> Experten gehen andere Wege. Bei CumEx bekam man auch Steuern zurück, die
> man nicht gezahlt hatte. ;-)

Details können im Bundeskanzleramt erfragt werden. ;)
Beitrag #7148527 wurde von einem Moderator gelöscht.
Persönliche Seite #7148687
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P. S. schrieb:
> Man kann mit der eigenen Steuererklärung doch nur seine eigenen
> gezahlten Steuern beeinflussen, das hat mit den Steuern anderer Menschen
> gar nichts zu tun?

Das hat aber etwas mit dem allgemeinen Steuertopf zu tun. Wenn jeder 
Dasselbe absetzt, müssen am Ende wieder "Umlagen" erfunden werden, um 
die Kassen aufzufüllen und es ist wieder Dasselbe.
Gast #7148710
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Jürgen S. schrieb:
> Das hat aber etwas mit dem allgemeinen Steuertopf zu tun. Wenn jeder
> Dasselbe absetzt, müssen am Ende wieder "Umlagen" erfunden werden, um
> die Kassen aufzufüllen und es ist wieder Dasselbe.

Naja, wenn du für 1000€ einen professionellen Bürostuhl + 
höhenverstellbaren Schreibtisch kaufst, kannst du deine Steuerlast dafür 
um bis zu 42% drücken (Soli und Reichensteuer mal außen vor).

Beim Kauf kassiert der Staat trotz allem 19% Märchensteuer, das 
Unternehmen darf ebenfalls Gewinn versteuern und dem Staat gehen 
obendrein noch weitere Steuern in Säckl, wie z.B. die Lohnsteuer der 
Angestellter des Büroausstatters....

In Summe schätze ich, dass der Staat da in dem Fall mehr Steuern 
einnimmt, als er durch Absetzbarkeit "verliert".

Aber ich höre schon den ersten Sozialisten schreien: Der Staat könnte ja 
noch mehr einnehmen, wenn die Absetzbarkeit nicht gegeben wäre.
Gast #7148815
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Man sollte generell einfach mal aufhören Lohnarbeit überhaupt zu 
besteuern. Das ist eigentlich der ganz falsche Ansatz. Wir leben in 
einem Land mit den höchsten Steuern und dem niedrigsten Sozialleistungen 
und er schlimmsten Infrastruktur. Das muss man sich mal auf der Zunge 
zergehen lassen.
Persönliche Seite #7149682
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Shorty schrieb:
> Naja, wenn du für 1000€ einen professionellen Bürostuhl +
> höhenverstellbaren Schreibtisch kaufst,
Die haben mit dem Computer-Aufsatz zusammen fast 1200,- gekostet und die 
MWST zahle ich als Unternehmer nicht. Damit wertet das mit rund 550,- 
abzgl. 3% Skonto bei Barzahlung und 10% Nachlass für Gewerbetreibende 
(keine Garantie) sind es 480,-.

Solche Sachen bringen es aber nicht. Was es wirklich bringt, ist ein 30% 
Abschlag auf das Auto beim Kauf zur Jahreswende, weil der Hersteller 
gerne noch ein paar Fahrzeuge auf Geschäftsleute zulassen möchte und die 
Serie ausläuft.

Dann gibt es die 5% Händlerrabatt + 5% Hybridrabatt und 30% 
Gewerberabatt, statt dem sonst üblichen 25% Händlerrabatt.

Das wären dann bei 32.500 Liste 21.800, statt der 25.800, die der 
Normalo zahlen muss. Man traut sich gar nicht, es im dortigen Forum zu 
posten, wenn alle damit prahlen, dass sie ihren für 28.500 beim 
Importeur bekommen haben. Abzüglich MWST habe ich so 18400,- im Buch 
stehen und schreibe jährlich 3000,- ab. Inklusive Teuerung kostet mich 
die Karre ohne Steuer und Eigenanteil so 13.000. Wenn er mal für 
mindestens 4000,- weggeht, habe ich 10.000 nach Steuern bezahlt. Nach 
Schwacke ist er derzeit noch 16.000 wert, also bei rund 10k verkaufen 
und noch Gewinn machen.

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