Filterschaltung nach FM-Empfangsteil

OP #7134847
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Hallo,
ich recycle spasseshalber diverse Funklautsprechersysteme (FM 863-865 
MHz),
beglücke meine Enkel damit und bitte an dieser Stelle um Nachhilfe. Der 
Schaltplan verdeutlicht den NF-Signalweg nach dem Empfangsbaustein. 
Mittels Lötbrücke wird der jeweilige Stereokanal festgelegt. Vor dem 
Transistor gibt es einen Hochpass (?) und danach noch ein LC-Glied, 
bevor das Signal über einen "Bass-Boost" Schalter an den 
Lautstärkeregler gelangt.
Meine Fragen nun, was und warum wird da signalmäßig gefiltert. 
Vielleicht hat ja auch jemand noch eine Ahnung davon, welche Werte die 
(SMD)-Kondensatoren im Hochpass haben könnten.
Ich möchte diesen Schaltungszweig stereomäßig auf Platine bringen. Die 
Auskoppplung beider Kanäle zur Weiterverarbeitung funktioniert zwar 
auch. Aber mangels geeigneter Meßinstrumente kann ich das Ausgangssignal 
nicht analysieren und dank altersbedingter Hörschwäche auch keinen 
Unterschied hören.
Ich danke Euch im Voraus,
Gruß Sloopy
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Gast #7134898
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Matthias S. schrieb:
> Man möchte den 19kHz Pilotton sperren und baut deswegen den
> Parallelschwingkreis in den NF Weg. Für das 38kHz Multiplexsignal reicht
> der Tiefpass vor dem Transistor. Dabei ist C30 gross im Vergleich zu den
> beiden C gegen Masse.
Also ich fürchte, dass es nicht so einfach ist. Der Designer mag es zwar 
so gemeint haben, aber wenn die Schaltung korrekt herausgezeichnet ist, 
ist das Verhalten "nicht im Sinne des Erfinders".

Selbst wenn ich eine Quellimpedanz von 30 Ohm am Emitter des Transistors 
annehme (rot), gibt es immer noch einen erheblichen Peak bei ~11 kHz, 
bei der typischen Ausgangsimpedanz von 10 Ohm (grün) wird es extrem, und 
Frequenzen über 19 kHz werden z. T. nur 10 dB gedämpft. R1 (15 kOhm) 
ändern daran nichts.
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(Firma: matzetronics) #7134961
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Der Zahn der Zeit (🦷⏳) schrieb:
> Also ich fürchte, dass es nicht so einfach ist.

Ich habe da auch nichts simuliert, sondern einfach aus der Schaltung 
gefolgert. Eine andere Erklärung für den Schwingkreis habe ich nicht und 
ich weiss, das diese Funklautsprecher auf normalen Stereobausteinen 
beruhen. Wobei es ja sogar sein kann, das die Höhenanhebung zum Teil 
gewollt ist.

Der Zahn der Zeit (🦷⏳) schrieb:
> und
> Frequenzen über 19 kHz werden z. T. nur 10 dB gedämpft

Wir haben ja noch den Tiefpass am Eingang. Der wird wohl zum Teil für 
die Deemphasis vernatwortlich sein, aber geht sicher auch auf die über 
19kHz. Wobei die beim klassischen Stereo Multiplex ja abgeschnitten 
werden.
Gast #7135030
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Matthias S. schrieb:
> Wobei es ja sogar sein kann, das die Höhenanhebung zum Teil
> gewollt ist.
Das hatte ich auch spontan gedacht. Preemphasis - aber nein, wenn schon, 
muss es ja Deemphasis sein.

> Wir haben ja noch den Tiefpass am Eingang. Der wird wohl zum Teil für
> die Deemphasis verantwortlich sein
... und der erforderliche R ist nur nicht gezeichnet. Dafür gleich 2 Cs. 
Ja, plausibel. Aber die Höhenanhebung ist dann entweder ein ganz dummer 
Fehler im Design, oder die Schaltung ist falsch gezeichnet bzw. falsch 
dimensioniert.
(Firma: matzetronics) #7135066
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Dergute W. schrieb:
> Hmm - und ist's irgendwie sicher, dass diese Funklautsprechersysteme
> auch genauso arbeiten wie "amtliches" UKW-Stereo?

Sind jedenfalls die gleichen Chips drin. Ich habe hier insgesamt 2 Paare 
dieser 865Mhz Lautsprecher und in allen sind die gleichen Stereodekoder 
drin, alle von Rohm. (BAxxxx). Im Sender ist auch so ein Koder drin, 
auch von Rohm, aber ich habe die Bezeichnung nicht im Kopf. Sah alles 
sehr nach Standard aus.
#7135085
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Moin,

Hm - ich frug deshalb, weil ich eben den Schaltungsauszug, wenn denn 
fuer "UKW-Stereo" gedacht, so rein von der Schaltungstechnik her, eher 
aus den ~1970er Jahren stammend verortet haette, so ganz kurz nach 
flaechendeckender Einfuehrung von npn-Transistoren ;-)
Da waere es wohl leichter gewesen, evtl. irgend eine eigene 
pre/deemphase oder gar Stereo-Multiplex in sowas einzubauen, wie wenn 
man wie heute irgendwelche fertigen ICs fuer FM-Radios hernimmt.
Aber dass irgendwer beim Schaltungsdesign es nicht so genau mit den 
Abschlussimpedanzen eines Filters nimmt, kann schon mal vorkommen. 
Sollte halt bei Tests im Labor auffallen...

Gruss
WK
(Firma: matzetronics) #7135272
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Dergute W. schrieb:
> Da waere es wohl leichter gewesen, evtl. irgend eine eigene
> pre/deemphase oder gar Stereo-Multiplex in sowas einzubauen, wie wenn
> man wie heute irgendwelche fertigen ICs fuer FM-Radios hernimmt.

Das ist wahr, ich wundere mich auch über die 'alte' Technik, die der TE 
in so einer Box gefunden hat. So eine Schaltung ist, wimre, nicht in 
einer der hiesigen Exemplare zu finden, da gibt den FM Chip, einen 
Stereodekoder und dann eine integrierte Endstufe.
Gast #7135553
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Soweit ich erkennen kann, sind Schaltplan und die Dimensionierung 
korrekt. C52, hat größerer Kapazität (X7R?) und ist für niedrigere 
Frequenzen (Audio) zuständig und könnte für die Deemphasis sein, C31, 
ein NP0(= C0G) mit kleiner Kapazität zum Abblocken der ganz hohen 
Trägerfrequenzen. Den Sinn von C32 sehe ich nicht - egal. Die 
bedrahteten C34 und C35, offensichtlich Folie, sind für das 
Resonanzverhalten zuständig und deren Werte sind sicherlich richtig 
abgelesen.

Ja dann... Was hat sich der Designer dabei gedacht? Oder was nicht???
Beitrag #7136221 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7136373
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Vivanco nutzt zum Teil einen anderen Pilotton als den Standard 19kHz!
Ich meine, der liegt sogar höher.

Ich hab selber früher mal mit der 863MHz FM Technik herumgebastelt.
Da ist mir oft aufgefallen, dass viele Fremdsignale in Mono empfangen 
wurden.
Erst nachdem ich im Empfänger am MPX Poti gedreht hatte, waren auch die 
Fremdsignale in Stereo.
Darauf hin hab ich einen Umschalter eingebaut, sodass ich zwischen 
beiden MPX Frequenzen umschalten kann.

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