Unterschied Funkwelle und Strahlung

Gast #7137812
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Günter Lenz schrieb:
> Es sei denn, es sind Teilchenstrahlen, Wasserstrahl, Sandstrahl,
> Elektronenstrahl, das sind keine elektromagnetischen Wellen.

Der TO fragte doch nach 'Strahlung' und nicht nach "Strahl" ?!

Also gehört wohl der Sandstrahl, der Wasserstrahl wie der Pissstrahl 
nicht in die Diskussion weil es eben keine "Wasserstrahlung", 
"Sandstrahlung" oder "Harnstrahlung" gibt.
Gast #7137912
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BlueAvians schrieb:
> ich würde gerne den Unterschied zwischen Funkwelle und Strahlung
> verstehen,
> kann das jemand in einer kurzen Antwort beschreiben ?

Eine kurze Antwort darauf gibt es nicht.
Es kommt darauf an in welchem Umfeld das gesehen wir.

Ich habe mal in der Medizintechnik gelernt, daß der Unterschied darin 
besteht, daß elektromagnetische Wellen in einem biologischen Umfeld, 
Wassermoleküle anregen und somit erwärmen, jedoch biologischen Zellen, 
außer der Wärmeerzeugung, keinen weiteren Schaden zufügen.

Strahlung dagegen ist so kurzwellig, daß sie in Zellen eindringen und 
deren Strukturen zerstören kann.

Wie gesagt, das bezieht sich auf das biologische Umfeld.
Gast #7137975
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Phasenschieber S. schrieb:
> Ich habe mal in der Medizintechnik gelernt, daß der Unterschied darin
> besteht, daß elektromagnetische Wellen in einem biologischen Umfeld,
> Wassermoleküle anregen und somit erwärmen, jedoch biologischen Zellen,
> außer der Wärmeerzeugung, keinen weiteren Schaden zufügen.

Was aber auch nicht so genau stimmt. Es gibt thermische (Erwärmung) und 
athermische (Einfluss auf den Stoffwechsel der Zelle) Wirkungen von 
elektromagnetischen Wellen auf lebende Zellen. Allerdings wurden nur die 
thermischen Wirkungen zur Festlegung von gesetzlichen Grenzwerten 
berücksichtigt. Weil die athermischen Wirkungen wenig erforscht sind. 
Daher ja auch der ewige Streit von Mobilfunkgegnern. Ob die athermischen 
Wirkungen wie sie durch Mobilfunk entstehen nun schädlich sind oder gar 
positiv oder irrelevant da zu gering, konnte noch nicht nachgewiesen 
werden.
Gast #7138006
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Alex schrieb:
> Allerdings wurden nur die
> thermischen Wirkungen zur Festlegung von gesetzlichen Grenzwerten
> berücksichtigt. Weil die athermischen Wirkungen wenig erforscht sind.

Du sagst es ja selbst, andere als von mir genannte Effekte sind nicht 
nachgewiesen und somit halte ich mich lieber an das was nachgewiesen 
werden konnte.

Siehe:
Alex schrieb:
> Ob die athermischen
> Wirkungen wie sie durch Mobilfunk entstehen nun schädlich sind oder gar
> positiv oder irrelevant da zu gering, konnte noch nicht nachgewiesen
> werden.

Also bleibt es bei dem was ich schrieb.
Beitrag #7138016 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #7138042
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Phasenschieber S. schrieb:
> Wassermoleküle anregen und somit erwärmen, jedoch biologischen Zellen,
> außer der Wärmeerzeugung, keinen weiteren Schaden zufügen.
Kommt darauf an wie hoch das Wasser dabei erwärmt wird. Ab 42°C beginnt 
Eiweiß, aus dem die Zellen neben Wasser hauptsächlich bestehen, zu 
gerinnen, womit die Zelle abstirbt - das ist eigentlich der 
größtmögliche Schaden. Überlege mal warum 42° Fieber für den 
menschlichen Organismus auf Dauer nicht so pralle ist.
Gast #7138044
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Ich denke mal, der Übergang von der "harmlosen" elektromagnetischen 
Welle zur "malignen" Strahlung ist nicht hart, sondern weich. In diesem 
Übergang kann alles Mögliche passieren, das ist noch wenig erforscht; in 
Bezug auf die Biologie.
Wo genau dieser Übergang liegt, weiß ich nicht.

Es ist jedoch bekannt, daß Zellen welche sich gerade in der Teilung 
befinden, besonders vulnerabel sind. aus diesem Grund sollen Patienten 
während dem Röntgen eine Bleischürze tragen. Die Keimzellen (Ei und 
Sperma) befinden sich  auch bei Erwachsenen meist in einer 
Zellteilungsphase.

Auch die Bestrahlung von Tumoren basiert auf dieser Theorie, da Tumore 
schnellwachsende Zellsysteme sind.

Eigentlich wollte ich nur ganz rudimentär auf den Unterschied der 
Wellenlängen hinweisen, da gibt es ganz sicher mittlerweile schon 
weitere Erkenntnisse von denen ich nichts weiß.

Ist halt schon eine Weile her :-)
Gast #7138052
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Zeno schrieb:
> Kommt darauf an wie hoch das Wasser dabei erwärmt wird. Ab 42°C beginnt
> Eiweiß, aus dem die Zellen neben Wasser hauptsächlich bestehen, zu
> gerinnen, womit die Zelle abstirbt

Ja klar, deshalb schrieb ich ja:

Phasenschieber S. schrieb:
> außer der Wärmeerzeugung, keinen weiteren Schaden zufügen

und da kommt es eben auf den Grad der Erwärmung an :-)

Nicht jede elektromagnetische Welle hat das Potential biologische Zellen 
so zu erhitzen, daß sie sterben.
Natürlich gibt es das auch, das nennt man dann Verbrennung.
.... und glaube mir, ich habe mir schon unzählige Male die Finger an 
meiner Antenne verbrannt.
#7138076
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Phasenschieber S. schrieb:

> Ich denke mal, der Übergang von der "harmlosen" elektromagnetischen
> Welle zur "malignen" Strahlung ist nicht hart, sondern weich.

Immerhin gibt es den harten Übergang zwischen "nichtionisierender"
und "ionisierender" Strahlung im UV-Bereich. Zur Frage des TEs:
"Funkwellen" ist ein eher von Laien benutzter Begriff, der nicht
eindeutig definiert ist. Drundsätzlich gibt es den Unterschied
zwischen Wellen und Strahlung, der hier bereits angesprochen wurde.
Den Unterschied dieser beiden Begiffe kann man aber m.E. nicht
"in einer kurzen Antwort beschreiben". Es gibt im allwissenden INet aber
genug Seiten, wo näher darauf eingegangen wird.
#7138105
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Hallo,

die vorhergehenden Ausführungen haben schon angedeutet, wie schwierig es 
ist, darauf direkt zu antworten.

Mit Strahlung ist im umgangssprachlichen und halbwissenschaftlichen 
Bereich oft eine unsichtbare Einwirkung gemeint, die schädlich, tödlich 
oder in irgend einer Form "böhöööse!" ist. Denken wir z.B. an die mit 
starkem Schall wirkenden Waffen, die Menschenansammlungen auseinander 
treiben sollen. Mit Mikrowellenwaffen, die nicht lethal sein sollen, ist 
es ähnlich. Gut, die Mikrowellenwaffen nutzen "Funkwellen" im weitesten 
Sinne.
Oder so ein altes Radio sollte immer Störstrahlungssicher sein. Was 
machte es nur? Es sendet entweder elektromagnetische Funkwellen vom 
Lokal-Oszillator zu stark aus oder als Audion die Empfangsfrequenz 
wieder als Sendesignal aus. Und schon sendet es Strahlung aus, nicht 
Funkwellen.

Funkwellen können moduliert oder unmoduliert sein. In den meisten Fällen 
dienen sie der Übertragung von Information und sind deshalb 
notwendigerweise moduliert, wie auch immer. Im Mikrowellenherd genügen 
unmodulierte elektromagnetische Wellen, bei denen nur deren 
Wärmeleistung ausgenutzt wird. Man könnte die Welllen da drin auch als 
Mikrowellenstrahlung bezeichen, wenn man sich damit die Augen kaputt 
macht oder schädliche Experimente damit anstellt.

Der Sprachgebrauch ist da mit entscheidend.

Licht sind auch elektromagnetische Wellen, obwohl da auch von Photonen 
die Rede ist. Was macht die Sonne daraus? Nichtsahnend schickt sie uns 
Sonnenstrahlen, die wir benennen oder uns zu Nutze machen können, wie es 
uns beliebt. Sie könnte uns auch Lichtwellen schicken, aber das kostet 
extra :-)

mfg
Gast #7138121
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Ja, Strahlung ist umgangssprachlich eben ein Universalbegriff.

Wie weit strahlt ein Scheinwerfer,
Wie weit strahlt mein Gartenschlauch,
wie weit strahlt meine Antenne,
Mikrowellenherde strahlen, die LEDs strahlen, alles mögliche strahlt und 
letztendlich ich, wenn ich eine Rentenerhöhung bekomme :-)

Meine Einlassungen bezogen sich jetztmal nur auf die Medizintechnik.
In anderen Bereichen sieht es sicher anders aus.
#7138124
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Hier im Wiki ist ein guter Überblick:
https://de.wikipedia.org/wiki/Strahlung
https://de.wikipedia.org/wiki/Radiowelle
https://www.chemie.de/lexikon/Funkwelle.html

Wenn man diesen Informationsquellen Glauben schenken darf, bezeichnet 
man dann nur Funkwellen als technisch erzeugte Strahlung wo eine 
bestimmte Wellenlänge absichtlich schmalbandig produziert wird.

Ein Funkeninduktorsender war zwar auch nur eine technische Einrichtung, 
erzeugte aber ein extrem breitbandiges Energiespektrum, daß nur durch 
Selektionsmittel wie abgestimmte Schwingkreise etwas "gebändigt" werden 
konnte und es heute undenkbar wäre damit zu "Funken".

Ein Sender erzeugt Funkwellen
Eine (Glüh) Lampe erzeugt eine Lichtstrahlung mit breitem Spektrum
Eine Natriumdampflampe erzeugt schmalbandige einzelne Wellenlängen
Eine Röntgenröhre erzeugt aufgrund der Wellenlänge nur noch eine 
entsprechende Strahlung und der Begriff Funkwellen trifft da nicht zu
Ein radioaktives Präparat emittiert eine charakteristische Strahlung wie 
Alpha, Beta, Gamma Strahlung

Die Sonne erzeugt ein extrem breitbandiges Spektrum an Strahlung und 
Teilchen. Ist aber kein Funkwellenerzeuger weil es prinzipbedingt anders 
funktioniert.

Eine Atombombe erzeugt ein extrem breites Spektrum an Strahlung, 
einschließlich im Funkwellenbereich. Technisch gesehen ist das also auch 
ein Funkwellenerzeuger weil die AB ja ein technisches Erzeugnis ist auch 
wenn daß nur ein unbeabsichtigtes Nebenprodukt ist. Trotzdem spricht jan 
hier nicht von einem "Funksender".

Die Frage ist, wäre ein modulierter Laserstrahl eine Lichtstrahlung oder 
eine Funkwelle mit extrem hoher Frequenz im Lichtwellenbereich? Für mich 
eher nur ein Lichstrahl.

Die Definition scheint oft stark vom Kontext abhängig zu sein.

Naja, die Experten werden es bestimmt besser wissen...
#7138171
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Funkwellen sind ein kleiner Teil des großen Gebiets der 
elektromagnetischen Wellen und sie dienen zur Kommunikation zwischen 
Menschen oder Maschinen.
Damit ist der Begriff ziemlich eng definiert.

Strahlung dagegen ist mehr wie ein "Dingsbums" und kann alles mögliche 
sein.
Hauptsächlich wird damit ein (nicht an ein Übertragungsmedium 
gebundener) Energietransport verstanden, der auch im Vakuum (z.B. im 
Weltall) funktioniert. Das sind eben z.B. alle elektromagnetischen 
Wellen, aber auch alle frei herumfliegenden Elementarteilchen.

Wieso man aber einen Wasserstrahl nicht Strahlung nennt, wohl aber die 
ganz ähnlich aufgebauten Alphateilchen, kann ich auch nur dadurch 
erklären, das Menschen auf Genauigkeit keinen großen Wert legen (außer 
beim Geld).
Der Geburtstag ist ja auch nicht der Tag der Geburt, sondern die 
Wiederholung  des Tages der Geburt.
Gast #7144535
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Filmer schrieb:
> Plenk = das Leerzeichen am Satzende weglassen. In Frankreich ist das OK
> - mais tu ne parles pas francais !
Ein ganzes Leerzeichen ist auch in Frankreich nicht ok. Wenn es kein 
schmales (und möglichst geschütztes) Leerzeichen gibt, werden ! und ? 
geklempt. Auf keinen Fall darf dort auch noch umgebrochen werden. Der 
kleine Abstand dient nur der Ästhetik des Schriftsatzes.
Sorry, völlig off-topic, aber sollte doch erwähnt sein.
Gast #7144545
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Phasenschieber S. schrieb:
> wenn ich eine Rentenerhöhung bekomme

Müsste doch spätestens heute gekommen sein, oder etwa nicht? Ich habe 
meine gestern bekommen!

Ansonsten pflichte ich völlig der Aussage bei, dass "Strahlung" im 
Gegensatz zu "Wellen" in der Bevölkerung eher als "gefährlich" 
wahrgenommen wird (Sonnenbrand, Radioaktivität, postulierte 
[nichtexistente] Erdstrahlen), während "Wellen" eher etwas Angenehmes 
oder Schönes sind (Wellen am Strand, La Ola,...)
Gast #7144561
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Josef L. schrieb:
> Müsste doch spätestens heute gekommen sein, oder etwa nicht? Ich habe
> meine gestern bekommen!

Ja, gestern, der letzte Arbeitstag im Monat der Banken 😎
Wir bekommen zwar alles im Nachhinein (auf den letzten Drücker), müssen 
aber alles im Voraus bezahlen. So wegen dem sozialverträglichen Ablebens 
....oder so ähnlich ;-)
Naja, nicht ganz, die Betriebsrente wird im Voraus bezahlt.

Josef L. schrieb:
> Ansonsten pflichte ich völlig der Aussage bei, dass "Strahlung" im
> Gegensatz zu "Wellen" in der Bevölkerung eher als "gefährlich"
> wahrgenommen wird (Sonnenbrand, Radioaktivität, postulierte
> [nichtexistente] Erdstrahlen), während "Wellen" eher etwas Angenehmes
> oder Schönes sind (Wellen am Strand, La Ola,...)

Yep, aber die Unwissenheit der Bevölkerung wird von bestimmten Gruppen 
total ausgenutzt, indem auch bei bekanntermaßen harmlosen Wellen von 
Strahlung gesprochen wird, z.B. strahlende Handies.

Da es dazu keine eindeutige Definition gibt, kann man es anwenden wie es 
eben gerade in den Kram passt.
Gast #7144777
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Wolfgang schrieb:
> Bestes Beispiel: Wärmestrahlung ;-)

Tja, nun sind auch wir Franken in den Sommerferien, mit dem Rest-Bayern 
zusammen. Das wäre noch eine schöne letzte Deutschklausuraufgabe 
gewesen: "Erörterung: Was ist gefährlicher - Wellen oder Strahlung? 
Begründen Sie Ihre Meinung!" - Und das in einer Klasse, die in Physik 
noch nichts dergleichen dran hatte, um die Meinung der Eltern plus das 
aus den (a)sozialen Medien aufgesogene abschöpfen zu können.

Wie würde Ludwig sagen? "Man fasst es nicht!"
(Firma: Golden Delicious Computers) #7146280
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https://de.wikipedia.org/wiki/Strahlung

Nach der dort wiedergegebenen allgemein anerkannten Darstellung gibt es 
Teilchenstrahlung und Wellenstrahlung.

insofern ist die Frage "Unterschied Funkwelle und Strahlung" in etwa so 
wie "Unterschied Bier und Getränk", also

a) "Strahlung" ist ein Sammelbegriff für bestimmte physikalische Effekte
b) "(Funk)Wellen(strahlung)" (präziser: "elektromagnetische Wellen") ist 
eine bestimmte Beschreibungsform von Strahlung (im Gegensatz zu 
Teilchenstrahlung)

Von "Radiowellen" spricht man vor allem dann, wenn der Teilchencharakter 
keine (erkennbare) Rolle spielt und die Energie der Photonen nicht hoch 
ist.

Letztendlich sind es aber immer Teilchen und Wellen.

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