Aktiver Lautsprecher Gleichrichter Diode

OP #7143354
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Guten Tag zusammen,

wollte meine Behringer B812 Neo reparieren also einfach mal 
aufgeschraubt und ne Sichtprüfung gemacht. Die Diode siehe Bild ist 
geplatzt und die Feinsicherung war durch.
Habe beides ausgetauscht aber sobald ich den Netzschalter betätigte BUMM 
Diode wieder hinüber.
Nun meine Frage weiß jemand wie es dazu kommen kann?

Danke und Gruß
Josh
Beitrag #7143407 wurde von einem Moderator gelöscht.
OP #7143523
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Sam W. schrieb:
> Joscha B. schrieb:
>> Habe beides ausgetauscht aber sobald ich den Netzschalter betätigte BUMM
>> Diode wieder hinüber.
>
> Hast du die zweite TVS auch getauscht oder wenigstens durchgemessen?
>
> So wie sich deine Schaltung verhält, ist in einer Hälfte der
> aufgeteilten Versorgung noch ein Kurzschluss.

Natürlich nicht... Sah okay aus.. War sie aber nicht grad ausgebaut und 
gemessen hat Durchgang in beide Richtungen. Einer der Elkos ist auch 
hinüber. Ich würde nun beide Elkos und beide Dioden tauschen. Was wäre 
an X11 nach Schaltplan für eine Spannung zu messen wenn das "Netzteil? " 
also der Teilim oberen Schaltplan  i.o. ist? Wechselspannung, 
Gleichspannung? Und round about wieviel?
Gast #7143534
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Joscha B. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Joscha B. schrieb:
>>> Was wäre
>>> an X11 nach Schaltplan für eine Spannung zu messen
>>
>> Das ist der 230VAC Eingang!
>
> Ist das nicht X16?

Das ist die Kaltgerätebuchse, davon gehts über Netzschalter und 
EMI-Filter zu X11, dem Eingang des eigentlichen Netzteils.
Gast #7143538
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Sam W. schrieb:
> So wie sich deine Schaltung verhält, ist in einer Hälfte der
> aufgeteilten Versorgung noch ein Kurzschluss.

Die Schaltung (Leistungsstufe des Wandlers) schießt sich auch ab, wenn 
C19 defekt geht.

Bastlertrick wäre eine 230V Glühlampe zwischen Netz und Schaltwandler zu 
hängen.
OP #7143703
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Dieter schrieb:
> Hast Du schon geprüft, ob nicht etwas verstellt wurde, das nicht der
> Schalter oder Jumper des Netzteils auf 120V statt 240V gesetzt wurde

An X11 liegen 236V an.
Der Gleichrichter ist I.o.
C19 ist auch I.o.

Ich warte nun auf die Elkos und tausche beide Elkos und Dioden. Danach 
mal gucken ob es wieder knallt? oder gibt's einen zerstörungssicheren 
weg? Einzelne Bauteile ausbauen oder so um messen zu können ob es 
knallen wird oder nicht?
#7143706
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Georg B. schrieb:
> Leider ja. Die Elkos werden mit einem Pufferraum gebaut, damit die
> Expansion bei Defekt nicht zu einer Explosion führt. Manche haben auch
> Sollbruchstellen.

Habe schon mehrer B815neo, B912neo repariert, die sind baugleich.
Die Elkos haben ein eingeschrumpftes Isolierplättchen oben, sind im 
Normalfall jedoch plan.
Also möglich, dass einer defekt ist.
Dennoch mal prüfen, ob sich nur der Kunststoff verzogen hat und sich das 
Isolierplättchen plan drücken lässt.

Joscha B. schrieb:
> War sie aber nicht grad ausgebaut und
> gemessen hat Durchgang in beide Richtungen.

Das erklärt das erneute Durchbrennen beim Einschalten.

Joscha B. schrieb:
> Okay wie macht man das am schlausten?

Multimeter in den Diodentestmodus und dann jeweils von ~ nach + und ~ 
nach - messen, ob du die ca. 0,5V einer Diodenstrecke hast. Bei Defekt 
ist meist eine oder mehrere Strecken durchlegiert, d.h. zeigt < 0,1 V 
an.
Das Schaltbild eines Brückengleichrichters zeigt, welche vier Dioden man 
nachmessen kann.

Dieter schrieb:
> Die Schaltung (Leistungsstufe des Wandlers) schießt sich auch ab, wenn
> C19 defekt geht.

Möglich, aber C19 verliert eher deutlich an Kapazität, als mit 
Kurzschluss defekt zu gehen. Ist der große runder PP-Kondensator mit 
blauer Außenhülle.

Dieter schrieb:
> Bastlertrick wäre eine 230V Glühlampe zwischen Netz und Schaltwandler zu
> hängen.

Das kann man beim Wiedereinschalten tun. Empfiehlt sich vor allem dann, 
wenn man die Leistungs-MOSFETs tauschen musste.

Dieter schrieb:
> Hast Du schon geprüft, ob nicht etwas verstellt wurde, das nicht der
> Schalter oder Jumper des Netzteils auf 120V statt 240V gesetzt wurde.

Das ist bei dieser Platine nur ein eingelöteter Drahtjumper. Wäre nur 
bei Importware relevant, wenn er hier schonmal funktioniert hat, eher 
nicht.

Joscha B. schrieb:
> Wechselspannung,
> Gleichspannung? Und round about wieviel?

X11 führt wie beschrieben die gefilterten und gesicherten 230V 
Wechselspannung aus dem Netz.
Nach dem Gleichrichter liegen ca. 325V Gleichspannung an.
Diese teilen sich je hälftig auf die beiden großen Elkos (C2, C10) auf, 
wenn alles ok ist.

Noch zwei Tips von mir:
- Wenn du eine AC-Quelle, z.B. einen Modelleisenbahntrafo, parat hast: 
Einfach mal 10-30V einspeisen und schauen, ob sich die Spannung hälftig 
über die Kondensatoren aufteilt.
- Wenn du prüfen möchtest, ob die Leistungs-MOSFETs T1 und T5 noch ok 
sein sollten, dann kannst du wieder im Diodentestmodus die Body-Diode 
messen. Im schaltbild ist sie mit im Symbol verzeichnet, da stehen auch 
die Pinnummern dran. Bei <0,1V und stabiler Anzeige liegt ein Problem 
vor.
OP #7143722
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Sam W. schrieb:mlkl
> Noch zwei Tips von mir:
> - Wenn du eine AC-Quelle, z.B. einen Modelleisenbahntrafo, parat hast:
> Einfach mal 10-30V einspeisen und schauen, ob sich die Spannung hälftig
> über die Kondensatoren aufteilt.
> - Wenn du prüfen möchtest, ob die Leistungs-MOSFETs T1 und T5 noch ok
> sein sollten, dann kannst du wieder im Diodentestmodus die Body-Diode
> messen. Im schaltbild ist sie mit im Symbol verzeichnet, da stehen auch
> die Pinnummern dran. Bei <0,1V und stabiler Anzeige liegt ein Problem
> vor.

Ah das mit Trafo werd ich machen sobald die Elkos da sind. Mosfet T1 und 
T5 Body Diode 0,5V scheint okay.
Gast #7143743
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Sam W. schrieb:
> Möglich, aber C19 verliert eher deutlich an Kapazität,

Das führt zu höheren Überschwinungungspeaks an den 
Leistungshalblleitern. Die gehen dann scneller kaputt.

Wenn ein Mosfet durch wäre, dann wäre immer noch C19 im Weg um große 
Ströeme zu vermeiden.

Man kann auch eine 9V-Batterie nehmen unterschidlich gepolt am 
Netzeingang anschliessen und vergleichen  sowie messen welche Spannung 
an den Elkos anliegt und welcher Strom fliest messen.
#7143786
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Dieter schrieb:
> Das führt zu höheren Überschwinungungspeaks an den
> Leistungshalblleitern. Die gehen dann scneller kaputt.

Kann ich nicht ganz nachvollziehen. Wenn in diesem LLC-Konverter der 
Kondensator an Kapazität verliert, dann verschiebt sich die 
Resonanzfrequenz und der KA3525A liefert dann keine passende 
PWM-Frequenz mehr, die ist fest.
Also funktioniert das ganze Konzept nicht mehr richtig. Ein falsch 
dimensionierter Serienkondensator kann aufgrund der durch ihn fließenden 
Ströme überlastet werden.

Dieter schrieb:
> Wenn ein Mosfet durch wäre, dann wäre immer noch C19 im Weg um große
> Ströeme zu vermeiden.

Das stimmt, wenn lediglich ein Transistor aufgibt. Allerdings wird es 
einen Kurzschluss der DC-Link Spannung (325V) geben, sobald die PWM an 
geht und der zweite Transistor angesteuert wird.
Habe in einer B912neo ein komplett weggeschmolzenes Beinchen gesehen, 
und das ist ein großes TO-247 Gehäuse :-)
Dieser Pfad ist nicht stromüberwacht. Überwacht wird der Strom durch den 
Trafo, über den Übertrager L7. Also mehr eine Art Überlasterkennung.

Dieter schrieb:
> Man kann auch eine 9V-Batterie nehmen unterschidlich gepolt am
> Netzeingang anschliessen und vergleichen  sowie messen welche Spannung
> an den Elkos anliegt und welcher Strom fliest messen.

Gleichspannung reicht auch, nur die Erkennung eines defekten 
Gleichrichters ist schwieriger. Aber der ist ja hier ok.
#7143788
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Joscha B. schrieb:
> Mosfet T1 und
> T5 Body Diode 0,5V scheint okay.

Sehr gut, dann könnte es mit neuen Dioden und Elkos getan sein.
Würde zwei gleiche Elkotypen verbauen, damit sich die Schaltung auch 
unter Belastung symmetrisch verhält.

Bleibt bislang nur spekulation, aber ein defekter Elko könnte zu einer 
defekten TVS-Diode und somit Sicherung führen. Kann mir nur schwer 
vorstellen, dass die TVS allein aufgibt.
Beitrag #7144358 wurde von einem Moderator gelöscht.
OP #7162876
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Moin,
heute kamen nun die Elkos an. Hab sowohl beide Elkos als auch beide 
Dioden getauscht. Und siehe da keine Explosion und die Leuchte vorn 
leuchtet brav. Ich möchte euch allen herzlichen Dank für die 
Unterstützung bis hier her sagen. Hab noch ne Frage bevor die Box 
komplett den Geist aufgab hat sie immer mal einfach abgeschaltet wenn 
ich den Gain Regler auf halb hatte. Drehte ich Gain auf ein viertel 
passierte dies nicht mehr und irgendwann naja ihr kennt die Geschichte 
BUMM. Liegt möglicherweise noch ein weiterer Fehler vor, der die Elkos 
und die Dioden in Zukunft wieder zerstört oder waren die Elkos einfach 
"angeknackst".
#7165508
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Joscha B. schrieb:
> Hab noch ne Frage bevor die Box
> komplett den Geist aufgab hat sie immer mal einfach abgeschaltet wenn
> ich den Gain Regler auf halb hatte.

Die B815neo hat ein paar Schutzschaltungen an Board: Überstromerkennung 
im Primärtrafo, AC-Erkennung und Unter-/Überspannungsabschaltung für die 
gleichgerichtete Netzspannung.

Wenn der Elko wirklich schlecht war, könnte bei einem kuzen intensiven 
Energiebedarf die Spannung leicht zusammenbrechen, was zu einem kurzen 
Ausschalten führen würde.

Tritt der Fehler überhaupt noch auf? Falls nein würde ich mir deswegen 
keine Gedanken mehr machen.

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