V2A-Rohr innen zuverlässig elektrisch kontaktieren

OP (Firma: Q3) #7143941
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Bei einem Projekt werden "Spieße" aus V2A als Messsonden verwendet. Das 
sind Rohre mit 29mm/21mm Außen/Innendurchmesser. Ein praktisches Problem 
besteht nun darin, wie man Kabel "professionell" im Inneren (bei Bedarf 
auch zerstörungsfrei ablösbar) kontaktiert.

Für Tests haben wir einfach die Adern einer aufgespleissten Litze mit in 
das Gewinde zu den Kunststoff-Distanzstücken (grau in Skizze) 
hineingewürgt ... profssionell ist das nat. nicht.

Eine Lasche/Kontaktzunge durch Punktschweissen zu befestigen war noch 
eine Idee, klappt aber mit der uns zur Verfügung stehenden Technik im 
Inneren eines 21-mm-Rohres nicht.

Narürlich kann ich mir auch eine Art Einschub/Pfropfen vorstelen, der 
z.B. durch das Eindrehen einer Schraube (oder rein durch Federkraft) 
sich im Inneren des Rohres verkeilt und dabei Kontakte andrückt. Aber 
bevor ich das im 3D-Drucker mache, wollte ich fragen, ob es sowas evtl. 
auch fertig gibt?

Wie heisst das?
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Gast #7143947
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Macht zusätzlich zu den Plastikpropfen mit Gewinde auch noch 
Messingringe mit Gewinde, an die die Kabel angelötet sind, und die beim 
Zusammenbau zwischen den Plastikpropfen reingeschraubt werden.

Wenn das Gewinde ins Edelstahl gerade erst geschnitten wurde, und das 
Messingteil halbwegs stramm geschraubt wird, hatte sich noch keine 
Oxidschicht gebildet.
OP (Firma: Q3) #7143977
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Danke für die Tips.
Wie man sowas notfalls selber macht, da fehlt es eigentlich nicht an 
Ideen.

Meine Frage ging eher in die Richtung, ob es sowas vlt. fertig gibt und 
ich nur nicht den richtigen Suchbegriff verwendet habe ... man muss ja 
nicht immer alles neu erfinden. Sieht aber nicht so aus, ist wohl zu 
selten ...
OP (Firma: Q3) #7143993
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MaWin schrieb:
> Macht zusätzlich zu den Plastikpropfen mit Gewinde auch noch
> Messingringe mit Gewinde, an die die Kabel angelötet sind, und die beim
> Zusammenbau zwischen den Plastikpropfen reingeschraubt werden.
>
> Wenn das Gewinde ins Edelstahl gerade erst geschnitten wurde, und das
> Messingteil halbwegs stramm geschraubt wird, hatte sich noch keine
> Oxidschicht gebildet.

Das klingt solide. Ich muss nur mal checken, ob die CNC-Firma, die die 
Spieße gemacht hat, sowas hinbekommt ...
#7144012
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Frank E. schrieb:
> in praktisches Problem
> besteht nun darin, wie man Kabel "professionell" im Inneren (bei Bedarf
> auch zerstörungsfrei ablösbar)

Statt aufwändig ein passendes Stück mit Gewinde herzustellen, kann man 
auch eine Sternfeder ans Kabel anlöten und beim Zusammenbau 
reinschieben, die krallt sich im Gewinde fest.

https://ddr-motorrad.de/epages/es177658.mobile/de_DE/?ObjectPath=/Shops/es177658/Products/310743-AWO

Welche Grösse passend wäre, weiss man nicht, da du wohl nur den 
Aussendurchmesser angegeben hast. Kann jedenfalls sein, daß kleinere 
nicht Sternfeder heissen, aber gesehen habe ich solche schon zur 
elektrischen Kontaktierung.
Gast #7144033
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Falls es keine passende Sternfeder fertig gibt, selber eine entwerfen 
und aus Edelstahl- oder Bronzeblech lasern oder ätzen lassen. Da kann 
dann auch gleich die passende Lasche zum Anlöten dran sein.
Gast #7144132
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Frank E. schrieb:
> Eine Lasche/Kontaktzunge durch Punktschweissen zu befestigen war noch
> eine Idee, klappt aber mit der uns zur Verfügung stehenden Technik im
> Inneren eines 21-mm-Rohres nicht.

Wieso nicht? Wenn die Rohre innen 21mm sind und das Gewinde 10mm tief, 
dann kommt man mit einem Schweissdraht doch noch gut hinein un eine 
Lasche anzupunkten ...

LG, Sebastian
OP (Firma: Q3) #7144147
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Drei schrieb:
> Falls es keine passende Sternfeder fertig gibt, selber eine
> entwerfen
> und aus Edelstahl- oder Bronzeblech lasern oder ätzen lassen. Da kann
> dann auch gleich die passende Lasche zum Anlöten dran sein.

An eine Sternfeder habe ich auch schon gedacht. Wirft bei mir aber zwei 
Fragen auf (die ein Laser-Dienstleister möglicherweise nicht beantworten 
kann):

1: Wie groß muss/sollte der Brutto-Durchmesser für ein Netto von 21mm 
sein?

2: Ist Federstahl lötbar? Aber Bronze sicher ...

Notfall mache ich ein kl. Loch für eine Lötöse, die mit Schraube/Mutter 
gehalten wird ...

Es gibt auch reichlich fertige Sternfedern, meist für den 
KFZ/Bike-Bereich zu kaufen, glaube aber kaum, dass da eine passt. 
Oftmals steht nur dabei, für welches Fahrzeug sie ist und keine Größe. 
Das Kabel für die Spitze muss ja auch noch durch ...
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Beitrag #7144814 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7144877
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Bei der Rohrdicke geht es sicher auch so. Langlochförmige Ausarbeitung, 
Loch gebohrt, Draht durchgeführt, in der Ausarbeitung verschraubt.
Muß keine Schraube sein, kann auch in der Ausarbeitung geklemmt oder 
verlötet werden, ggf. kann man dort auch ein lötfähiges Kontaktstück 
anpunkten, etc.
Die Meßzuleitung kann so jederzeit ausgewechselt werden.
Ggf, ist die Ausarbeitung zu vergießen, um Eindringen von Flüssigkeit zu 
vermeiden.
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OP (Firma: Q3) #7145112
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Edi M. schrieb:
> Bei der Rohrdicke geht es sicher auch so. Langlochförmige
> Ausarbeitung,
> Loch gebohrt, Draht durchgeführt, in der Ausarbeitung verschraubt.
> Muß keine Schraube sein, kann auch in der Ausarbeitung geklemmt oder
> verlötet werden, ggf. kann man dort auch ein lötfähiges Kontaktstück
> anpunkten, etc.
> Die Meßzuleitung kann so jederzeit ausgewechselt werden.
> Ggf, ist die Ausarbeitung zu vergießen, um Eindringen von Flüssigkeit zu
> vermeiden.

Klingt rein mechanisch schon sehr solide, allein das Loch gefält mir 
nicht wirklich. Und die Notwendigkeit, die Spieße nochmal rel. aufwändig 
nachzubearbeiten ...

Ich würde gerne bei etwas bleiben, das im Inneren funktioniert. 
Sternfeder oder der Versuch zu Löten (passiert am Montag) sind meine 
derzeitigen Favoriten.
Gast #7145200
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Frank E. schrieb:
> Klingt rein mechanisch schon sehr solide, allein das Loch gefält mir
> nicht wirklich

Mit etwas Geschick kann man das Kabel sicher auch von innen anschrauben, 
und das Gewindeloch für die Schraube kann man auch gut abdichten, z.B. 
mit zweckentfremdeter Schraubensicherung. Aber hübsche Zeichnung.

Georg
#7145245
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Frank E. schrieb:
> Klingt rein mechanisch schon sehr solide, allein das Loch gefält mir
> nicht wirklich. Und die Notwendigkeit, die Spieße nochmal rel. aufwändig
> nachzubearbeiten ...
>
> Ich würde gerne bei etwas bleiben, das im Inneren funktioniert.
> Sternfeder oder der Versuch zu Löten (passiert am Montag) sind meine
> derzeitigen Favoriten.

Dann machen Sie es, wie man z. B. BNC- Buchsen und Stecker kontaktiert.
Die Metallteile des "Spießes" sind offensichtlich mit isolierendem 
Rundmaterial verschraubt. An der Verschraubungsstelle wird eine passende 
Unterlegscheibe (orange) plaziert, und die klemmt den Anschlußdraht.
Wenn der Anschlußdraht fein genug ist (geschirmte Leitung) wickelt man 
einige Windungen um die U- Scheibe, legt die auf das V2A- Rohr, und 
dreht das Iso- Rundmaterial drauf.
Keine weiteren Arbeiten, nur eine passende U- Scheibe ist nötig.
Voilá !
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#7145262
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21 mm Innendurchmesser. Nehmen wir mal an, um das Kabel für 5mA 
Strombelastung durchzufädeln, braucht man eine Bohrung mit 3 mm 
Durchmesser. Bleiben 18 mm konstruktiver Freiraum. Hälfte davon ist 9 
mm. Eine M3-Schraube hat einen Kopfdurchmesser von 6 mm. Es ist also 
massenhaft Platz, innen einen Flansch stehen zu lassen mit einer 
M3-Gewindebohrung, wo man das Kabel solide anschrauben kann. M4 würde 
auch noch passen. Oder Durchführungsbohrung außermittig, dann passt auch 
noch M6, mindestens.

Für die Spitze braucht man innen keinen Flansch, da reicht eine 
stehengebliebene Fläche mit Gewindebohrung in der Mitte.

Einziger Nachteil: zwei der drei Edelstahlteile müssen noch mal neu 
angefertigt werden.
OP (Firma: Q3) #7145792
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Uli S. schrieb:
> Was spricht gegen eine Scheibe die zwischen Metall und
> Plastikisolator
> geklemmt wird? Man müsste allerdings noch an einer Stelle einen Schlitz
> ins Plastik machen, damit das Kabel Platz findet.

Es gibt innen keinen Anschlag oder Absatz, an dem die Scheibe Halt 
finden könnte. Die Innengewinde sind ja "subtraktiv" aus der Innenwand 
gefräst oder gedreht. Die Isoliermuffen sind einfach 3mm kürzer als das 
Innengewinde lang ist, meine Skizze ist diesbezüglich vereinfacht.
Gast #7145795
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Vieleicht wäre es eine Idee, von aussen, an der richtigen Stelle ein 
Loch zu bohren, Gewinde reinzuscheiden, Schweißpunkt über den Bolzen, 
und dem Material, und von außen wieder 'sauber' verschleifen'.

Dann hat man einen Gewindebolzen nach innen mit 100% Kontakt. 
Ringkabelschuh mit Beilagscheibe und Mutter. FERTISCH.

Ob das mit M3, oder M4, .... M8 geschieht, bleibt Dir überlassen.
#7146230
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Eine einfache Lösung:

Spiralfeder quer. Also etwa 10 mm Durchmesser und die Länge
so wählen, dass sie innen gut klemmt.

An der Feder den Draht anlöten. (Vorher!).

Kleiner Tip vom Praktiker: Die Messsonde wird nie 100% wasserdicht.
Je nach Benutzungsdauer sollte man das Teil innen ölen.

Kurzfristig mit dem Pinsel, langfristig fluten.
Motoröl (vom Auto), oder Silikonöl ist erst mal egal.
(Bio- Olivenöl ginge auch) :-)

Grüße Bernd
#7146368
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Was soll das eigentlich werden (oder messen)?
Mehr als den ohmsche n Widerstand
oder die Kapazität  kann das Ding zwischen den Messspitzen
 ja nicht messen.
Mit was wird das bestromt , AC oder DC ?

Wenn man sich in das Projekt reinfühlen kann,
macht das bestimmt mehr Spaß  hier zu antworten.

Ist jetzt meine persönliche Meinung.
Warum macht man nicht eine Verbindung am Schaft?

 Verbindung hin oder her.
Sorry, für mich sind das alles zu wenig Infos.

Gruß
Thomas
Beitrag #7146370 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7146413 wurde von einem Moderator gelöscht.
OP (Firma: Q3) #7147002
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Thomas B. schrieb:
> Was soll das eigentlich werden (oder messen)?
> Mehr als den ohmsche n Widerstand
> oder die Kapazität  kann das Ding zwischen den Messspitzen

Es dient der Messung des Feuchtegehaltes über den Widerstand in großen 
Strohballen (Quader von 2m x 1m x 1m, 500kg) während des Verladens mit 
einem Radlader. Gemessen wird zwischen dem vorletzten Segment und der 
Spitze, nicht zwischen den Spießen. "Messung" ist sicher übertieben, 
Grob-Klassifikation trifft es besser. Die Ballen sind übrigens so fest 
gepresst, dass es nicht möglich ist, z.B. einfach den Finger 
reinzustecken, deshalb die recht massive Bauweise. Die eigentliche Last 
bis ca. 1,5t wird allerdings nicht von den Sensorspießen getragen, dazu 
befinden sich unten an der Ballengabel noch 6 deutlich massivere und 
längere Zinken.

Verwendung findet eine in der Polarität alternierende Rechteckspannung 
von ca. 5V/5Hz. Funzt im Vergleich mit einem Handmessgerät (Agreto HFM2, 
wurde vom Auftraggeber als Maßstab angesetzt) recht zuverlässig. An der 
Ballengabel befinden sich 6 solcher Spieße für bis zu 3 gleichzeitig 
übereinander transportierte Strohballen (je Ballen 2 Spieße) ...

Richtig nass werden die Spieße nur, falls der Radlader mal im Regen auf 
dem Hof steht, die Strohballen haben selten mehr als 30% Feuchtegehalt.
Beitrag #7147124 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7147188
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Sieht filigran aus.

Mach doch eine durchgehende Welle mit Absatz, dann darauf ein 
segmentiertes Kunststoff Rohr und darauf dann zwei Messeinge. Den 
messring kannst du von außen anbohren und ein Gewinde schneiden. Da dann 
einfach Kabelschuhe, federschraube usw. Das gegenüber liegende loch für 
den inbusschlüssel geht dann eh nur bis zum Kunststoff. Dann liegen die 
kabel geschützt im inneren, du hast keine großen gewinde zu schneiden 
und keine Kunststoff Teile die brechen können.

Sg
Beitrag #7148394 wurde von einem Moderator gelöscht.

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