Pulver fördern - statische Ladung

Gast #7146652
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Hallo zusammen

Ich habe mir einen Pulverdispenser 3D gedruckt. Dieser besteht 
hauptsächlich aus einer Auger-Schraube und einem entsprechendem 
Umgehäuse.

Nun ist es leider so, dass sich die Partikel des Pulvers offenbar 
statisch aufladen und mit der Zeit beginnen aus dem Behälter zu springen 
und auch beim Ausgang „kleben“
Bleiben.

Nach etwas googlen hab ich gesehen, dass es wohl mit einem
Ionisator gelöst werden kann. Hab mir mal bei Ali für 1.50 einen 6kV 
ionisator bestellt.

Hat jemand Erfahrung mit sowas? Wie bzw wo schliesst man denn den 
Ionisator an? Gibt es alternativen?

Danke schonmal
#7146697
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1,50€ ? Ob das funktionieren kann?

Normalerweise ist so ein Teil an einer Stelle geerdet und lädt die 
durchströmende Luft, die von einem kleinen Gebläse stammt, gegenüber 
diesem Punkt auf, sodass diese in geringem Maße leitfähig wird. Somit 
kann es zwischen dem zu entladenden Material und der Erde zu einem 
Stromfluss und damit Ladungsausgleich kommen.

Ich habe bereits ein hochpreisiges Produkt im Einsatz gesehen. Dabei 
ging es darum das Aufladen von Kunststoffolien zu verhindern und das hat 
sehr gut funktioniert. Auch eine bereits aufgeladene Folie die über Kopf 
an einer Oberfläche haftet fällt bei Kontakt mit der Ionisierten Luft 
sofort zu Boden.
#7146773
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Den Dispenser aus einem leitfähigen oder antistatischen Material 
herstellen und erden.
Es gibt auch hochohmig leitfähige (=antistatische) Kunststoffe. 
Inwieweit es da welche zum Drucken gibt ist mir unbekannt, wäre aber 
durchaus interessant.

Das ähnliche Problem hat man bei Staubabsaugungen mit brennbaren 
Stäuben. Bessere Staubsauger haben geerdete und antistatische Schläuche.
#7147036
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Vielen Dank für eure Antworten.

Der Anwendungsfall ist jedoch im Lebensmittelbereich.
Daher weiss ich nicht, ob ESD-Kunststoff hier geeignet ist.

Habe mal ein Bild angehängt.
Die relevanten Teile habe ich transparent gemacht.
Oben kommt Milchpulver rein.

Derzeit ist das ganze aus PLA gedruckt.
Ich könnte evtl. an der Innenseite ein Kupferband/Folie (Selbstklebend) 
einziehen und dieses mit den HV-Generator vebinden?
Angehängte Dateien:
Gast #7147061
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Warum so kompliziert?
Rohr abschrägen und so eng machen, dass das Pulver gerade so nicht 
durchfließt. Dann einen Lautsprecher mit Verstärker dran machen.

Über die Wahl des Musikstückes kann dann die Fließgeschwindigkeit 
gesteuert werden.
Klassik: Langsam
Pop: Mittel
Hardstyle: Schnell
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #7147603
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C.H. schrieb:
> ●DesIntegrator ●. schrieb:
>> C. H. schrieb:
>>
>>> Der Anwendungsfall ist jedoch im Lebensmittelbereich
>>
>> Geht das schon wieder in den Bereich,
>> wo man einen Beratervertag anbieten sollte?
>
> Nein wie kommst du darauf?
>

weil ich mir für den Privat+Heimbereich kaum vorstellen kann,
dass man sich zum Applizieren von Pulvern im Lebensmittelbereich
eine derartige Förderanlage 3D-druckt.

Das riecht für mich nach Gewerbe.
Und dafür gibts zumindest von mir keine kostenlose Hilfe
Gast #7147690
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●DesIntegrator ●. schrieb:
> C.H. schrieb:
>
>> ●DesIntegrator ●. schrieb:
>>
>>> C. H. schrieb:
>>>> Der Anwendungsfall ist jedoch im Lebensmittelbereich
>>>
>>> Geht das schon wieder in den Bereich,
>>> wo man einen Beratervertag anbieten sollte?
>>
>> Nein wie kommst du darauf?
>
> weil ich mir für den Privat+Heimbereich kaum vorstellen kann,
> dass man sich zum Applizieren von Pulvern im Lebensmittelbereich
> eine derartige Förderanlage 3D-druckt.

> Das riecht für mich nach Gewerbe.
> Und dafür gibts zumindest von mir keine kostenlose Hilfe

Doch, das tut man, wenn man kinder hat, einen 3D-Drucker und eine Frau 
welche sich wünscht, dass die Babyfläachchen schneller gemacht sind :)
#7147699
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C.H. schrieb:
> Doch, das tut man, wenn man kinder hat, einen 3D-Drucker und eine Frau
> welche sich wünscht, dass die Babyfläachchen schneller gemacht sind :)

Dann druck Ihr doch nen passenden Dosierlöffel aus. Damit gehts genauso 
schnell, wenn auch nich so "Hip". Probleme mit statischer Aufladung oder 
mechanische gibt auch nich. Der Microplasteabrieb dürfte sich auch auf 
fast null verbessern.
Gast #7147838
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●DesIntegrator ●. schrieb:
> ist nur die Frage, wieviel Zeit man für die Entwicklung aufbringt
> und wie schnell das Kind aus dem "Pulveralter" entwachsen ist.
> Bringt das echt DIE Zeitersparnis?

Bis zum Stand wie oben hats rund 7h gedauert. Also denke es lohnt sich. 
Zudem ists immernoch ein hobby :)

●DesIntegrator ●. schrieb:
> dann rechne mal die Zeit zusammen bis Du 7Stunden Pulver "am
> Stück"
> manuell abgemessen hast.

Darum gehts hier nicht. Du investierst Zeit Kommentare zu schreiben 
welche am Thema vorbei sind, und ich in ein Projekt welches viel Freude 
berritet.
Gast #7147961
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Hab gelesen, dass PLA grundsätzlich Lebensmitteltauglich ist. Zudem 
könnte ich es mit Polyurethanspray überziehen für eine glattere 
Oberfläche. PU ist auch Lebensmitteltauglich.

Bleibt noch das Problem der Ladung
Gast #7148468
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Uli S. schrieb:
> Statt ner Plasteschnecke einen Schlangenbohrer zu nehmen geht
> nicht?
> Dann wär schon mal das Teil, das die meiste Aufladung erzeugt weg.

Wäre eine Idee. Ich könnte ja auch nur die Auger-aschraube sintern 
lassen oder mit Kupfer ummanteln.

Teo D. schrieb:
> Ein geerdetes Metall-Sieb an der Öffnung.
> Nur ohne kräftig daran rum zu rütteln, wird das wohl nicht
> funktionieren. Wie laut is das Ding den schon jetzt? :}

Ist bisher nicht sehr laut. Halt ein kleiner Getriebemotor. Habe mir 
aber schon überlegt ein, zwei kleine vibramotoren einzubauen zwecks 
hängendes Pulver im Zulauf.

Die Frage ist halt, lädt sich das ganze gegen Erde auf? Oder lädt es 
sich gegen ein anderes Plastikteil auf. Falls gegen ein anderes 
Plastikteil denke ich, wird Erden ja nicht so viel nützen oder?
Gast #7148588
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C.H. schrieb:

> Doch, das tut man, wenn man kinder hat, einen 3D-Drucker und eine Frau
> welche sich wünscht, dass die Babyfläachchen schneller gemacht sind :)

Also ich würde ja eher Muttermilch verfüttern. Dazu ist die da, und 
sicher auch das beste was die Biester bekommen können.
#7148942
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Danke für eure Antworten.

Ich habe inzwischen mal einen Teil des Innenraums mit Kupferband 
ausgekleidet um zu testen, ob dies einen Unterschied macht. Die 
Förderschraube ist aber nach wie vor aus Kunststoff.

Es machte keinen signifikanten Unterschied. Auch wenn ich das Kupferband 
berühre und somit ja Erde hat es keinen nennenswerten Unterschied 
gemacht.

Zuerst habe ich gedacht, dass die Ladung durch die Reibung der Schraube 
am äusseren Kunststoff entsteht. Vermutlich handelt es sich jedoch um 
triboelektrische Effekte bei welchen sich das Pulver selbst auflädt beim 
Reiben am Kunststoff.

In der Industrie scheint bei solchen Problemen tatsächlich ein Ionisator 
zum Einsatz zu kommen.

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