Warum erde eigentlich so Dick?

Gast #7157309
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Nur so ein Gedanke und aus Interesse.
Bei einem Normalen Kabel zb 3x1,5 oder 2,5 ist die Erde ja auch so dick 
wie die Anderen Leiter. Warum eigentlich? Wenn es zu einem Fehler über 
Erde kommt schaltet der Fi bei 0,03A ab. Und das innerhalb von 
Millisekunden.
Da müsste eine deutlich dünnere Erdung doch den gleichen Effekt haben?
#7157314
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Der RCD ist nur eine weitere Sicherheit. Die Erdung muss den im 
Fehlerfall auftretenden Kurzschlussstrom sicher tragen können. Die LSS 
müssen sicher auslösen können und selbst wenn die versagen muss der 
Strom abgeleitet werden und zwar nicht über den Menschen, der da dummer 
Weise anpackt.
Gast #7157342
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Haaainz schrieb:
> Lukas T. schrieb:
>> Die LSS müssen sicher auslösen können und selbst wenn die versagen muss
>> der Strom abgeleitet werden und zwar nicht über den Menschen, der da
>> dummer Weise anpackt.
>
> Das klingt wie “mit 16A eine gewischt bekommen"- Stammtisch;)

Noch schlimmer: mit 400Volt!
Gast #7157361
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Lukas T. schrieb:
> Haaainz schrieb:
>> Lukas T. schrieb:
> [..]
>> Das klingt wie “mit 16A eine gewischt bekommen"- Stammtisch;)
>
> Wie meinen?
>
> Es geht darum, dass alles, was an der Erdung hängt - auch im blödesten
> Falle - halbwegs sicher zu berühren sein muss. Und das heißt im Zweifel,
> dass bitte Phase und Erde höchstens gleichzeitig durchschmoren. Phase
> vorzugsweise etwas früher.

Dein Detektor braucht eine neue Batterie!
#7157376
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Wenn Phase und Erde gleich dick sind ist in der Mitte die Halbe 
Spannung, also 115Volt. Wenn die Erde dünn wäre fällt noch mehr spannung 
ab und die Fehlerspannung wird höher. Zum sicheren und schnellen 
auslösen von FI und LS bei niedriger Berührungsspannung brauchst du 
dicke Kabel.
Ein Grund das Campingkabel 2,5qmm haben müssen.
#7157441
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Unter Umständen löst ein FI auch ohne Schutzleiter aus, da der Strom 
(z.B >30mA) durch den Körper gegen Erde fließt.

Je dicker der Erdungsdraht, um so mechanisch stabiler ist dieser.

Als Schutzmassnahem ohne FI wurde früher die Nullung durchgeführt. Hier 
waren (siehe letzer Absatz) große Erdungsquerschnitte vorgesehen um das 
Auslösen der Sicherungen zu garantieren:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Nullung#Nullung_ohne_besonderen_Schutzleiter
#7157465
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nicht vergessen nicht nur der Kabelquerschnitt ist wichtig ,sondern auch 
die Verquetschung und Verschraubung des Kabels. Bei meiner Tätigkeit bei 
einen großen Schaltschrankbauers, wurde besondere Sorgfalt auf richtigen 
Drehmoment gelegt und auch die Quetschwerkzeuge wurden regelmäßig auf 
Druck geprüft.
Gast #7157492
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Je höher der Innenwiderstand der am Kurzschluss beteiligten Leitungen 
ist, umso langsamer löst der Sicherungsautomat aus. Deswegen hängt die 
maximal zulässige Leitungslänge auch vom Querschnitt ab.
Gast #7157604
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Was sich in alten Gebäuden noch so alles findet - Leiter, die mit 
gewebten Textilummantelungen isoliert sind, gerne auch in Teer (?? - 
kann auch etwas anderes sein) getränkt.

2-adrige Verkabelung, Nullungen in Verteilerdosen oder Steckdosen.

Auch Aluminiumleiter wird man wahrscheinlich hier und dort noch finden.

Wenn es schon etwas neuer sein darf - Kunststoffisolierungen, die vom 
Leiter einfach abbröseln, ...

Hier und dort wird es im Keller vielleicht auch noch freiliegende auf 
Holzbrettern mit Abstandshaltern montierte Leiter geben.

Und auf so etwas ist noch Strom drauf.

Einen FI - kriegt man da nicht nachträglich eingebaut, die Leckströme 
sind viel zu hoch.
#7157693
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Εrnst B. schrieb:
> Schonmal probiert? Bei Kurzschluss Phase->Erde kommt so ein B16
> Sicherungsautomat schneller als der FI.

Wenn "Erde" = "N- Leiter ist: Immer.
Der FI darf da gar nicht kommen.
Es fließt ja kein "Fehlerstrom", auch wenn es ein durch einen Fehler 
bedingter Strom ist. Kann ja sein, daß ein sehr hoher Strom erwünscht 
ist, den wird ein FI also durchlassen, auch wenn der "Verbraucher" dann 
klein, schwarz und häßlich wird.
Ein FI ist keine (Überstrom-) Sicherung.
#7158212
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Auch die mechanischen Gesichtspunkte spielen da eine Rolle:

Ein dünner Draht mit 0,5 Quadrat  ist empfindlicher als einer mit 
2,5-quadrat.

Zum Beipiel muss m-W. der Erderdraht bei Hausinstallation mindestens 4- 
quadrat haben.

Warum sollte man an einem Anschlusspunkt verschiedene Klemmen verwenden? 
also für 2,5 dicke, für 0,5 dann eine etwas andre?
Oder in Leitungen eine dritte dünnere Ader?

Möglicherweise macht eine dritte dünnere Ader auch Probleme bei der 
Herstellung eines Kabels: Es wird sich sicher ganz anders verdrillen 
lassen als die zwei dickeren Adern.
Oder sich im Gebrauch als bewegliche Leitung aus einem Dreierbündel 
herausarbeiten.
Gast #7158231
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Dieter schrieb:
> Bei 8Mrd Menschen muss die Erde so dick sein. Als Scheibe waere
> diese schon laengst durchgebrochen.
> Freitag war gestern, aber ... ;o))

Trotzdem bescheuert. Was meinst du, wo die Masse der Menschen herkommt ? 
Alles ehemals Ausserirdische die hier gelandet sind ? Energie hat sich 
in Masse EMC2 verwandelt ?

Grober Blödsinn, die Masse der Menschen war schon vorher da, als 
Pflanzen, Tiere, und andere Lebensmittel, oder noch rudimentärer als 
Mineralien, Dünger, Sauerstoff.
Die Erde bzw. das was auf ihr rumkreucht ist in Summe nicht schwerer 
geworden, es hat nur sein Aussehen verändert.

Die Erdscheibe hat also gar keine grössere Last zu tragen, nur mehr 
Dummheit zu ertragen (an der man auch zerbrechen kann).
Gast #7158240
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MaWin schrieb:
> Die Erde bzw. das was auf ihr rumkreucht ist in Summe nicht schwerer
> geworden

Die Erde ist kein geschlossenes System, es fallen täglich etwa 5000 
Tonnen Meteorite auf die Erde und dazu die Energie von der Sonne. Die 
Erde wird also sehr wohl schwerer.
Gast #7158261
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MaWin schrieb:
> Alf schrieb:
>> Die Erde ist kein geschlossenes System, es fallen täglich etwa 5000
>> Tonnen Meteorite auf die Erde und dazu die Energie von der Sonne. Die
>> Erde wird also sehr wohl schwerer.
>
> Leichter
>
> https://www.futura-sciences.com/de/veraendert-sich-die-masse-der-erde_8155/

Die Erde wiegt etwa 5.970 Quadrillionen kg, das sind 624 kg. Die 
Berechnung der Masse ist dank Isaac Newton und dem von ihm beschriebenen 
Gravitationsgesetz möglich

Quelle: obiger Link
Gast #7158266
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Meine Meinung nach hat die Erde gar kein Gewicht, denn wir messen 
Gewicht immer relativ zur Erde. Die Erde ist per Definition unser 
Bezugspunkt.

Auf welche Waage würde man die Erde wohl legen müssen, um sie zu wiegen?
Gast #7158292
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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Meine Meinung nach hat die Erde gar kein Gewicht, denn wir messen
> Gewicht immer relativ zur Erde. Die Erde ist per Definition unser
> Bezugspunkt.

Obacht, dünnes Eis! "Gewicht" gibt es ja gar nicht, sondern Masse oder 
die Gewichtskraft. Masse ist ortsunabhänig und konstant (wenn man mal 
von der Massezunahme gemäß der spez. Relativitätstheorie absieht). Die 
Gewichtskraft ist ortsabhängig.
Gast #7158410
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MaWin schrieb:
> Die Erdscheibe hat also gar keine grössere Last zu tragen, ...

Dein Ironiedetektor hat versagt. Glaube Dir muss der Witz erst erklärt 
werden. Text aus einer Karrikatur zu "Wie die Erde rund wurde", 
Fernsehserie 2014 in einem Fernsehprogrammmagazin.
Gast #7158489
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MaWin schrieb:
> Dieter schrieb:
>> Bei 8Mrd Menschen muss die Erde so dick sein. Als Scheibe waere
>> diese schon laengst durchgebrochen.
>> Freitag war gestern, aber ... ;o))
>
> Trotzdem bescheuert. Was meinst du, wo die Masse der Menschen herkommt ?
> Alles ehemals Ausserirdische die hier gelandet sind ?

Wenn auf beiden Seiten der Erdscheibe gleichviele Ausserirdische 
gelandet sind, ergibt das MutMASSElich eine Nullsumme, nicht? <:-)

---

Zu den Kabeln.

Als Kabelfabrikant würde ich lieber 3 (oder gleich 5?) IDENTISCHE 
"Adernproduktionslinien" hinstellen und nur die Kunstoffisolationsfarbe 
anders befüllen (hellblau, braun, gelbgrünzebra, schwarz, grau).

Fällt eine aus (Wartung, Reinigung, Reparatur...), kann durch simples 
"andere Farbe befüllen" trotzdem weiter gearbeitet werden auf den 
verbleibenden.

So werden Produktverfügbarkeit besser und Massenproduktion günstiger.

Die tatsächliche Realität in der Kabelproduktion sieht natürlich anders 
aus, aber ihr versteht ganz bestimmt mein Gedankenmodell: nicht 
ausschliesslich der Einsatzzweck eines Halbzeugs (hier: Netzkabel am 
Laufmeter) bestimmt wie gewisse (massenproduzierte) Ware rauskommt.

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