Hi.
Angenommen, ich habe eine Solaranlage mit 600 W Modulwechselrichter
(Bagatellgrenze) aber 1200 WP Solarpanels. Dann habe ich eine bessere
Schlechtwetter Reserve, abernich verschenke auch viel Leistung.
Was würde nun passieren, wenn ich auf der DC Seite, also parallel zum
Modulwechselrichter mit MPPT, Leistung abzwacke? Also einen normalen
Weitbereichs DCDC Wandler auf 13,8 V einbaue (ohne MPPT) und damit eine
Insel speise? Also 12V Bleiakku und handelsüblichen KFZ Wechselrichter
für den Gartenstrom+Pool im Sommer?
Der Modulwechselrichter sollte im Idealfall nur den noch nicht
angenommenen Rest einspeisen. Würde das klappen?
Finn schrieb:> Also einen normalen> Weitbereichs DCDC Wandler auf 13,8 V einbaue (ohne MPPT)
das "ohne MPPT" ist problematisch, wenn dir der DCDC das Modul
"abwürgt". Dann kriegt keiner noch Leistung raus, weder dein
Insel-Akkulader noch der Wechselrichter.
Beide mit MPPT kann aber auch Probleme machen, wenn die sich gegenseitig
bei der Suche nach dem MPP aufschaukeln.
Helfen könnte es eine, dem Insel-DCDC eine Abschaltung für
"Solarspannung zu niedrig" zu verpassen, mit deutlich Hysterese.
Ach ja, und Vorsicht: Je nachdem wie dein Wechselrichter aufgebaut ist,
sind die Solarmodule nicht galvanisch vom Stromnetz getrennt. Diese
Trennung sollte dein "DCDC" dann mitbringen, wenn der Akku nicht
irgendwie auf Netzpotential liegen soll.
Am Besten schaust Du Dir nochmals an, wie MPP funktioniert und wie MPP
den Arbeitspunkt findet. Dann wirst Du merken, das Dein Vorhaben so
nicht funktionieren wird.
Ich habe einen step-up laufen, der abhängig von der Spannung die
Leistung begrenzt. Das funktioniert, ist aber einiges an Bastelei. Man
muß eine Beeinflussung von der Quellspannung auf die Regelung dazubauen.
In diesem Fall (Akku aus 30V laden) natürlich einen step-down nehmen.
Finn schrieb:> Was würde nun passieren, wenn ich auf der DC Seite, also parallel zum> Modulwechselrichter mit MPPT, Leistung abzwacke?
Theoretisch nicht mehr, als daß sich der WR den neuen MPP sucht.
Praktisch kann es Probleme geben, wenn deine zusätzliche Last nicht
konstant ist, Pulsströme zieht, usw..
Und falls die Zusatzlast elektronischer Natur ist, wäre ich auch
vorsichtig mit eventuellen Eingangskondensatoren. Der WR erwartet eine
"hochohmige" Solarzelle an seinem Eingang, keine Kondensatoren.
Möglicherweise schließt er zu Messzwecken, oder aber auch bei
Netzausfall, die Solarmodule kurz. Das war zumindest bei früheren
Ladereglern üblich. Ist ggf. nun ein fetter, aufgeladener Kondi im
Spiel, kann das das sofortige Ende der WR-internen Leistungshalbleiter
sein.
Hi.
Das Problem ist, dass die Bagatellgrenze keinen stärkeren WR erlaubt,
sonst könnte man sie Poolpumpe einfach an 230V hinternden WR hängen und
diese ab 500W Einspeiseleistung einschalten.
Der MPPT versucht doch den Punkt zu finden, in dem die Spannung und der
Strom vom Panel gemessen wird? Wenn 1200 Wp dran hängen aber der WR nur
600W kann, müsste das MPPT irgendwann doch einfach aufhören?
Wenn man den Zusatz DCDC Wandler nun erst ab einer bestimmten Spannung
einschaltet könnte das doch irgendwie hinhauen?
Oder man lässt erst mal alles in die Insel, und schließt daran einen
Wechselrichter an, der dann die Überschüsse mit maximal 600 W ins 230V
Netz einspeisst?
Z.B bei Erreichen der Ladeschluss Spannung des Akkus Einspeisung
beginnen.
Dann bräuchte man am Wechselrichter aber kein MPPT, sondern eine
Regelung, die je nach Spannung in der Insel einspeisst.
PS. Eine "richtige" PV Anlage kommt nicht in Frage, ich will auf jeden
Fall offiziell unterhalb der Bagatellgrenze bleiben und nur eine SelfPV
Anlage an einer Wiegand Einspeise-Steckdose anmelden.
Ich würde dann ehr noch den Weg gehen und so viel wie möglich vom Netz
auf eine Insel Umklemmen und im Winter per Netzteil die Insel zusätzlich
versorgen.
Router, NAS, Ubiquiti WLAN System, SAT Anlage, Homeserver, CCU3, usw. ab
auf die Insel. USV Funktion inklusive :)