Doener schrieb:
> Ok so weit verstanden.
> DAs heißt bei einem PSK32 Signal habe ich 32 verschiedene Phasenlagen?
Du meinst 32PSK? dann ist die Annahme richtig.
> Oder habe ich da 16 Träger mit jeweils 180° Sprünge?
Das wäre dann ein Mehrträgerverfahren. OFDM wie es heute u.A. bei DSL
und bei
DVBT bzw. DAB verwendet wird ist auch ein Mehrträgerverfahren.
Bei 32PSK werden die jeweiligen Phasenzustände kreisförmig um den
Mittelpunkt verteilt, dadurch hat jeder Vektor die gleiche Amplitude,
somit ist kein Amplitudenmodulationsanteil vorhanden, sondern nur ein
Phasenmodulationsanteil. Somit besteht keine besondere Anforderungen an
Amplitudenlinearität der Übertragungsstrecke, dafür aber an der
Phasenlinearität sprich Gruppenlaufzeit. Endstufen können bis zur
maximale Leistungsgrenze betrieben werden.
Anders sieht das bei QAM aus. Da sind die Phasenzustände in einen
viereckigen Raster angeordnet. Ein 4QAM entspricht noch einen 4PSK
Signal.
Sie unterscheiden sich nicht und man kann sie wie ein 4PSK Signal
behandeln.
Aber wenn 16QAM vorliegt, dann ist gleichzeitig zur Phasenmodulation
auch eine Amplitudenmodulation vorhanden, da die Vektoren der einzelnen
Zustände unterschiedlich lang sind.
Die Übertragungstrecke muss demnach amplitudenlinear übertragen.
Die Anforderungen an Amplituden, sowohl auch Phasenlinearität werden um
so höher, je mehr Phasenzustände es gibt. So gibt es auch 1024QAM z.B.
digitale Fernsehkanäle im Kabelnetz.
Bei Mehrträgerverfahren ist das anders.
Weil keine Intermodulationen zwischen den einzelnen Trägern entstehen
dürfen, muss die Übertragungsstrecke hochlinear sein.
wobwie die einzelnen Träger hier auch 4PSK oder sogar QAM moduliert
werden.
Ralph Berres