Drehstrommotor einphasig betreiben?

OP (Firma: Brainit GmbH) #7189804
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Hallo Leute,

immer wieder lese ich in diversen Foren, dass Leute sich eine 
"Blackout-Notstromversorgung" selber bauen, indem sie das Haus per 
Umschalter vom Netz trennen, und dann den Ausgang eines einphasigen 
Generators auf alle drei Phasen des Hauses aufschalten. Solange ich dann 
vorsichtig mit meinen Verbrauchern bin (nur Kleinverbraucher wie Licht, 
Raffstores etc) mag das ja gut gehen...

Ich frage mich aber, was passiert, wenn dann versehentlich eine 
Drehstrom-Maschine anläuft (zB der Verdichter einer Wärmepumpe, ohne 
Inverter!)

In Dreiecks-Schaltung sollte gar nichts passieren, weil die Spannung 
zwischen den Außenleitern Null ist, und damit auch kein Strom fließt.

In Sternschaltung mit nicht angeschlossenem Sternpunkt sollte auch nicht 
passieren, weil ebenfalls keine Spannung und daher kein Strom.

Ist der Sternpunkt allerdings mit N verbunden, dann dürfte es "Magic 
Smoke" geben, oder?

Sind meine Überlegungen soweit richtig?

Wie werden üblicherweise Drehstrommotoren betrieben (wie zB der oben 
angesprochene Verdichter): Stern oder Dreieck?

Wenn Stern: kann/soll/muss der Sternpunkt mit N verbunden werden? Wie 
wird das üblicherweise gemacht?

Danke!
#7189819
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Ähhh … mit dem mit dem N verbundenen Sternpunkt erzwinge ich ja 
sozusagen bei plötzlich auftretender unsymmetrischer Belastung ( z.B. 
weil im Motor eine Wicklung gerade abraucht) den Stern bzw. sorge ich 
dafür, dass keine sich aufaddierenden Spannungen entstehen.
Deshalb wäre es nicht gut, wenn Du nun  an allen Drehstrommaschinen den 
N abklemmst;-)

Einfacher wäre doch bei Deiner geplanten „phasengleichen“ 
„Drehstromversorgung“ dafür Sorge zu tragen, dass sich diese Maschinen 
nicht einschalten … zumal dann ohnehin Dein einphasiger Generator bei 
den Anlaufströmen schon kollabieren würde.
OP (Firma: Brainit GmbH) #7189823
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Walter K. schrieb:
> wenn Du nun  an allen Drehstrommaschinen den
> N abklemmst;-)

Ich will ihn ja nicht abklemmen! meine Frage war: a) ist eine (kleine) 
Drehstrom-Maschine üblicherweise in Stern oder Dreieck angeschlossen? 
Wenn Dreieck erübrigt sich die Frage nach N. Wenn Stern: Ist dann der 
Sternpunkt an N angeschlossen oder nicht? bzw. muss der Sternpunkt mit N 
verbunden sein?

Walter K. schrieb:
> bei Deiner geplanten „phasengleichen“
> „Drehstromversorgung“

Ich will das eh nicht machen (meine PV hat dreiphasigen 
Notstrombetrieb). Es interessiert mich nur was in so einem Fall 
passieren würde, valls versehentlich so eine Maschine doch eingeschaltet 
wird.
Gast #7189982
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von Michael R. schrieb:
>ist eine (kleine)
>Drehstrom-Maschine üblicherweise in Stern oder Dreieck angeschlossen?

In Stern oder Dreieck sind die Betriebsspannungen unterschiedlich.
In Stern ist die Betriebsspannung höher. Mit welcher Betriebsspannung
die Maschine betrieben werden soll steht auf dem Typenschild.
Es gab Motore die bei Dreieck für 220V gedacht waren, die
Konnte man, wenn sie auf Stern umgeklemmt wurden, auch für
380V benutzen. Ein Motor der bei Dreieck für 400V gedacht ist,
läuft auch bei Stern, bringt dann aber nicht mehr die Nennleistung,
oder man muß die Spannung auf 690V erhöhen. Es gibt auch
Zweistufen Stern-Dreieck Motorschalter, damit konnte man
dann bei Motore mit sehr hoher Leistung einen Sanftanlauf
realisieren. Zuerst Stern (geringere Leistung) dann auf
Dreieck volle Leistung.
Gast #7190012
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von A-Freak schrieb:
>Der Sternpunkt wird prinzipiell nie mit dem "N" vom Netz verbunden,
>sonst würden jede winzige Unsymetrie im Netz zu Ausgleichströmen üder
>den N führen

Das was von der Trafostation kommt, ist ein Drehstromtrafo
sekundärseitig in Sternschaltung. Da ist der Sternpunkt
und N, ein und das selbe. Also N ist der Sternpunkt.

Also ist die Aussage "Der Sternpunkt wird prinzipiell nie
mit dem "N" vom Netz verbunden" Unsinn.
Gast #7190045
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Günter Lenz schrieb:
> von A-Freak schrieb:
>>Der Sternpunkt wird prinzipiell nie mit dem "N" vom Netz verbunden,
>>sonst würden jede winzige Unsymetrie im Netz zu Ausgleichströmen üder
>>den N führen
>
> Das was von der Trafostation kommt, ist ein Drehstromtrafo
> sekundärseitig in Sternschaltung. Da ist der Sternpunkt
> und N, ein und das selbe. Also N ist der Sternpunkt.
>
> Also ist die Aussage "Der Sternpunkt wird prinzipiell nie
> mit dem "N" vom Netz verbunden" Unsinn.

Lies mal das Anfangsposting. Dem TE ging es nur um Motoren.

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