Ersa Lötspitze verrost - reanimieren?

Gast #7190887
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Hallo zusammen,

ich wollte bei meinem 3D Drucker die Leitungen für das Heizbett 
tauschen. Leider komme ich mit meiner 40 Watt Lötstation irgendwie nicht 
weiter. Ich konnte schon etwas Lötzinn bei einer Lötstelle entfernen, 
jedoch geht es nicht wirklich weiter. Testweise hatte ich auch das 
Heizbett vorher auf 100°C aufgeheizt und auch mit einem Fön versucht, 
die Ausgangstemperatur zu erhöhen. Es wollte alles nicht klappen (ja, 
auch Flussmittel habe ich hinzugegeben).

In der Umgebung könnte ich einen alten 80 W Ersa Lötkolben bekommen. 
Allerdings sieht die Lötspitze nicht mehr gut aus: 
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(ich hoffe, der Link funktioniert)
(Falls der Link nicht funktioniert: Die Spitze ist rostbraun mit einigen 
schwarzen Flecken dran)
Kann man die Lötspitze mit etwas Sandpapier, optional einem 
Salmiak-Stein, Flussmittel und Lötzinn wieder reanimieren? Oder bräuchte 
ich zwangsweise eine neue Spitze. Prinzipiell muss sie nur für 2x 
ablöten reichen und eventuell wieder anlöten.

Ich hoffe, dass 80 W für die Lötstellen ausreichen.

Danke für eure Hilfe!
#7190967
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Brater schrieb:
> (Falls der Link nicht funktioniert: Die Spitze ist rostbraun mit einigen
> schwarzen Flecken dran)
Das Rostbraune wird die Kupferlegierung sein aus der die Lötspitze ist.
Lötzspitzen dieser (vermutlichen) Ära und Leistungsklasse sind 
normalerweise keine Eisenbeschichteten Dauerlötspitzen (wie unsere 
Elektronikspitzen) sondern bestehen Komplett aus Kupfervollmaterial 
(ggf. mit ein paar anderen Legierungszusätzen)

> Kann man die Lötspitze mit etwas Sandpapier, optional einem
> Salmiak-Stein, Flussmittel und Lötzinn wieder reanimieren? Oder bräuchte
> ich zwangsweise eine neue Spitze. Prinzipiell muss sie nur für 2x
> ablöten reichen und eventuell wieder anlöten.

Vermutlich muss da gar nichts  reanimiert werden.
Flussmittel dürfte reichen. Mein 100w "Brateisen" für solche 
Spezialfälle sieht viel schlimmer aus und geht auch noch.

Salmiakstein, Sandpapier, Feile oder Flex sind aber auch problemlos 
mögich so lange nachher noch genug Material da ist. Das ist der 
"Vorteil" an Spitzen aus Vollmaterial. Man kann sich die jeweils 
benötigte Spitzenform selbst Produzieren. Schmutz mechanisch entfernen 
sowieso.
Nachteil ist halt das die Spitze nicht lange so bleibt wie sie ist und 
deshalb regelmäßig nachgearbeitet werden muss wenn die Form wichtig ist 
(und nicht nur kurz viel Hitze, wie für Dinge wie z.b. das Auflöten 
eines Metallgehäuses, gebraucht wird. Da reicht es wenn keine 
Verkrustungen im Bereich der Kontaktstelle da sind)

Gruß
Carsten

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