Nachtabsenkung sinnvoll?

Gast #7206491
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Guten Morgen!

Jetzt da die Zeit kommt um den Heizkreis wieder zu aktivieren, wollte 
ich mal eine Frage in die Runde werfen:

Es heißt ja immer, man soll die Nachtabsenkung nutzen. Damit sinkt des 
Nachts die Temperatur, was wiederum Öl/Gas/etc spart. Soweit 
verständlich. Aber morgens geht die Raumtemperatur dann wieder hoch, und 
dazu braucht es Energie.

Macht das viel Sinn? Über Nacht das Haus abkühlen zu lassen, um es dann 
wieder aufzuheizen? Wäre es nicht sinnvoll, alle Räume einfach auf einer 
festen Temperatur zu lassen?

Hat die Nachtabsenkung nicht auch Einfluß auf den Taupunkt? Wenn ein 
warmer Raum nachts abkühlt, muß die Luftfeuchte ja irgendwo hin.
Beitrag #7206508 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #7206516
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Alles steht und fällt mit den Wärmeverlusten des Gebäudes und der 
gesamten technischen Umsetzung der Heizung. Da niemand diese Details 
kennt, da du sie nicht genannt hast, ist nichtmal eine grobe Richtung 
absehbar.

Also lautet wie immer die Antwort: Kommt drauf an.
Gast #7206517
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Hängt wohl sehr von der verwendeten Heizung ab. Klassische Heizkörper 
die mit einer hohen Vorlauftemperatur fahren, kein Brennwertkessel, 
schlecht gedämmtes Haus: Hier macht es sicher Sinn, nachts die 
Temperaturdifferenz zur Umgebung zu reduzieren. Anders sieht es aus bei 
einem gut gedämmten Haus mit Flächenheizung (Fußbodenheizung) und 
Brennwertkessel oder Wärmepumpe. Hier fährt man eine möglichst geringe 
Vorlauftemperatur (am besten mit hydraulischem Ausgleich um möglichst 
geringe Rücklauftemperaturen zu erzeugen). Hier ist das System so träge, 
dass man es am besten durchlaufen lässt. Damit entfällt die 
Notwendigkeit die Vorlauftemperatur am Morgen etwas zu steigern um das 
Haus wieder auf Temperatur zu bringen.
Niedrige Temperaturen im Heizkreislauf bringen einen besseren COP der 
Wärmepumpe bzw. mehr Brennwertgewinn (Wasser aus dem Brennstoff 
kondensiert und gibt dabei Wärme ab).
#7206522
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Nachtabsenkung folgt dem alten Modell, dass jemand am Tag zu Hause ist 
(die sprichwörtliche Hausfrau), und es am Tag schön warm haben will.

Schon dieses Modell alleine ist fragwürdig. Wenn den ganzen Tag über 
alle aus dem Haus sind, dann ist es vollkommen sinnlos die Heizung für 
volle Leistung bereit stehen zu haben. Dann lieber Tags absenken.

Frank schrieb:
> Macht das viel Sinn? Über Nacht das Haus abkühlen zu lassen, um es dann
> wieder aufzuheizen? Wäre es nicht sinnvoll, alle Räume einfach auf einer
> festen Temperatur zu lassen?

Allgemein kann man nicht sagen ob eine Absenkung für dein Haus sinnvoll 
ist. Es hängt von der thermischen Trägheit deines Hauses ab. Bei 
schlecht gedämmten Häusern soll sich eine Absenkung eher lohnen.

Auch wichtig ist die Trägheit deines Heizsystems. Fußbodenheizungen sind 
sehr träge, da lohnt es sich nicht.

> Hat die Nachtabsenkung nicht auch Einfluß auf den Taupunkt? Wenn ein
> warmer Raum nachts abkühlt, muß die Luftfeuchte ja irgendwo hin.

Daher gibt es Empfehlungen die Temperatur nicht unter 16° sinken zu 
lassen und auf Schimmel und Kondenswasser an den Fenstern zu achten.
Gast #7206545
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Grundlagen Energieerhaltungssatz.

Die vom Haus nach aussen abgebene und dann zu bezahlenden Wärme ist das 
Integral der Temperaturdifferenz innen-aussen geteilt durch den 
Wärmewiderstand über die Zeit.

Dass dann ggf. die Wände zwischenzeitlich unangenehm 'kühl' sein
können, dass ggf. Taupunkte unterschritten werden können, sollte
jedem klar sein.
Aber die generell nachgeplapperte Phrase,
wenn man die Wohnung nachts auskühlen liesse, kostete es viel mehr
Energie, diese wieder auf 20°C (aktuell halt höchstens 18°C ...)
zu bringen, als wenn man diese 18° beibehielte,
ist und bleibt Unfug.

---
Genau solchen Quatsch beinhaltet die gnadenlos wiederholte Behauptung,
die Thermostatventile von Heizungen zwecks schnellem Warmbekommen
von Zimmern anfangs auf Stellung "5", statt "3" zu stellen, würde nix 
bringen.    ;-)
Gast #7206559
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Du sparst verminderte Wärmeverluste durch die abgesenkte Temperatur.

Wenn Du den halben Tag nicht heizt, und die Temperatur in der Zeit etwa 
4K absinkt (von 21° auf 17°), dann sind es im Mittel etwa 1K weniger 
(=4K/2/2).

Alle anderen Effekte (z.B. Umwälzpumpe läuft nicht) spielen keine Rolle 
bzw. lassen sich auch so erreichen oder optimieren.
Gast #7206576
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Hui, das ging ja schnell.

Ich wohne in einem Holzfertighaus, BJ Mitte 60er. Klassisch mit 
Ölheizung, die aber laut dem Schornsteinfeger sehr gut eingestellt ist.

Um alles mal zusammenzufassen: pauschal kann man nix sagen, da müßte ein 
Energieberater o.Ä. erst mal das Haus unter die Lupe nehmen.

Danke!
#7206598
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Elektrofan schrieb:
> Aber die generell nachgeplapperte Phrase,
> wenn man die Wohnung nachts auskühlen liesse, kostete es viel mehr
> Energie, diese wieder auf 20°C (aktuell halt höchstens 18°C ...)
> zu bringen, als wenn man diese 18° beibehielte,
> ist und bleibt Unfug.
Wer seine Nachttemperatur absenkt, der senkt die 
Durchschnittstemperatur, und spart dadurch zunächst Energie. 
Berücksichtigen muss man dabei, sowohl die Gebäudehülle, als auch das 
Interieur kühlen dadurch herunter - wodurch der Wohlfühleffekt beim 
Wiederhochheizen fehlt.
Da der Mensch aber geneigt ist den gewünschten Zustand schnell zu 
erreichen kann man bei vielen moderen Heizungen eine Schnellaufheizung 
einstellen. Der Anteil der höheren zur Verfügung gestellten Energie 
lässt sich idR prozentual vorgeben.
Jeder der eine Gasheizung betreibt kann den Effekt des größeren 
Energiebedarfes idR durch einfaches Ablesen des täglichen Gasverbrauches 
feststellen. Gleiche Umbgebungsbedingungen vorraus gesetzt.

Elektrofan schrieb:
> Genau solchen Quatsch beinhaltet die gnadenlos wiederholte Behauptung,
> die Thermostatventile von Heizungen zwecks schnellem Warmbekommen
> von Zimmern anfangs auf Stellung "5", statt "3" zu stellen, würde nix
> bringen.    ;-)
Ach so? Gute Thermostatventile regeln unterhalb der eingestellten 
Temperatur bis zum max Durchfluss auf. Da spielt es überhaupt keine 
Rolle ob sie vorher auf 5 gestellt sind oder nicht.
#7206603
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Hannes J. schrieb:
> Nachtabsenkung folgt dem alten Modell, dass jemand am Tag zu Hause ist
> (die sprichwörtliche Hausfrau), und es am Tag schön warm haben will.
>
> Schon dieses Modell alleine ist fragwürdig. Wenn den ganzen Tag über
> alle aus dem Haus sind, dann ist es vollkommen sinnlos die Heizung für
> volle Leistung bereit stehen zu haben. Dann lieber Tags absenken.
>
> Frank schrieb:
>> Macht das viel Sinn? Über Nacht das Haus abkühlen zu lassen, um es dann
>> wieder aufzuheizen? Wäre es nicht sinnvoll, alle Räume einfach auf einer
>> festen Temperatur zu lassen?
>
> Allgemein kann man nicht sagen ob eine Absenkung für dein Haus sinnvoll
> ist. Es hängt von der thermischen Trägheit deines Hauses ab. Bei
> schlecht gedämmten Häusern soll sich eine Absenkung eher lohnen.

Oh, da bin ich in dem Parallelthread aber übel angegangen wegen dieser 
Philosophie...
#7206607
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Frank schrieb:
> Macht das viel Sinn?

Ja, immer, aus 3 Gründen:

Eine geringere Durchschnittstemperatur führt zu geringerem 
Heizenergiebedarf.

Die zum morgendlichen Wiederaufheizen notwendige längere Laufzeit des 
Brenners führt zur effektiverer Brennernutzung (ist schon warm..).

Da die Temperatur nachts draussen kälter ist, ist die 
Temperaturdifferenz höher, würde man nachts mehr Heizleistung benötigen 
und dafür eine höhere Vorlauftemperatur. Allerdings: morgens ist es am 
kältesten. Besser wäre, wenn du erst mittags wieder hocheizen musst.


In keinen denkbaren Fall braucht man MEHR Energie als ohne 
Nachtabsenkung.
Gast #7206614
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Also macht Deiner Meinung nach eine NAchtabsenkung keinen Sinn.

Die Pumpe vebraucht sehr wenig(die modernen)

Cyblord -. schrieb:
> Nein. Aber moderne Häuser kühlen nicht extrem ab, wenn ein paar Stunden
> die Heizung aus ist.
> Eine Abschaltung spart außerdem den Strom für die Pumpen ein. Die laufen
> sonst 24/7.
#7206616
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Rainer D. schrieb:
> Ach so? Gute Thermostatventile regeln unterhalb der eingestellten
> Temperatur bis zum max Durchfluss auf. Da spielt es überhaupt keine
> Rolle ob sie vorher auf 5 gestellt sind oder nicht.

Also die elektronischen zumindest machen nicht immer ganz auf sondern 
auch in Zwischenwerten. Auch und gerade unterhalb der Soll-Temperatur.
Was die mechanischen machen? Keine Ahnung.
Gast #7206622
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Kommt darauf an..
Bei gut eingestellter Vorlauftemperatur schaffst Du es kaum noch 
innerhalb weniger Stunden das Haus afzuheizen.
Wenn die Vorlauftemperatur also sehr niedrig eingestellt is,t macht es 
durchaus Sinn, die Therme durchlaufen zu lassen udn dann unnötige 
Hochheizen zu Sparen.
Bei hoher Vorlauftemepratur macht es serh wohl Sinn erst auf 5 und dann 
runter auf 3 zu stellen.
Hat was mit subjektiven Empfinden zu tun.
Daher überheizt man und regelt dann runter, damit es wieder schnell 
gemütlich ist
Sonst bruacht man ewig, bis einem wieder warm ist
Elektrofan schrieb:
> Aber die generell nachgeplapperte Phrase,
> wenn man die Wohnung nachts auskühlen liesse, kostete es viel mehr
> Energie, diese wieder auf 20°C (aktuell halt höchstens 18°C ...)
> zu bringen, als wenn man diese 18° beibehielte,
> ist und bleibt Unfug.
Gast #7206626
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Naja, doch, da man dafür eine um einiges höhere Vorlauftemperatur 
benötigt.
Ich selber habe meine Heizkurve im Altbau sehr niedrig.
Im Dauerlauf schafft die Heizung, wenn alle Heizkörper auf 5  stehen, 
nicht mehr als 21 Grad
Dieses Jahr etwas weniger um zu sparen:-(
Michael B. schrieb:
> In keinen denkbaren Fall braucht man MEHR Energie als ohne
> Nachtabsenkung.
Gast #7206649
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Nachtabsenkung ist nicht mehr en vogue, weil dazu doppelt soviel oder 
mehr Heizleistung verbaut werden muss um die Räume morgens innerhalb von 
1-2 Stunden wieder aufheizen zu können. Wer diese Heizleistung 
allerdings eh schon hat kann mit Nachabsenkung ein wenig sparen. Dass 
die Vorlauftemperatur bei Ende der Nachtabsenkung über die normale 
Heizkurve hinaus angehoben würde ist mit neu.

LG, Sebastian
Gast #7206786
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Peter K. schrieb:
> Ich selber habe meine Heizkurve im Altbau sehr niedrig.
> Im Dauerlauf schafft die Heizung, wenn alle Heizkörper auf 5  stehen,
> nicht mehr als 21 Grad
> Dieses Jahr etwas weniger um zu sparen:-(

Das ist keine Heizung, sondern eine GEIZ-ung!
Ich möchte nicht bei dir wohnen müssen.

Mach doch gleich ganz auf Nachtabsenkung, da sparst du noch mehr.
Oder gleich Wasser aus dem Wasserhahn mit 10°C durchlaufen lassen.
Sparst du die Heizung ganz.

Hoffentlich kriegen wir mal einen richtigen Winter mit 20°C Minus.
Damit es manchen wieder klar in der Birne wird.
Gast #7206823
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Rainer D. schrieb:
> Ach so? Gute Thermostatventile regeln unterhalb der eingestellten
> Temperatur bis zum max Durchfluss auf. Da spielt es überhaupt keine
> Rolle ob sie vorher auf 5 gestellt sind oder nicht.

Würden die Thermostate sinnvoll messen ist daran sicher nichts verkehrt.

Aber es gibt eben oft Fälle in denen Vorhänge/Sims für einen Wärmestau 
sorgen, der Thermostat misst 22°C, denkt sich dufte regel ich aber, im 
Wohnzimmer sind dann aber nur 17°. Davon bekommt der Thermostat in dem 
Zeitraum jedoch nichts mit.

Diese Widerlegung gilt somit nur für gute Messwerte des Raumes über 
einen gewissen Zeitraum.
#7206845
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Ich glaube man sollte sich viel besser Gedanken darüber machen, welches 
eine sinnvolle Normal-/Tages-/Wohntemperatur ist.

Bei den meisten Wohnungen sieht es doch folgendermaßen aus:
Mit sehr viel Energie werden unzählige Tonnen an Beton, Stahl und 
sonstiges Material auf Wunschtemperatur gebracht.
Wird nun die Heizung abgeschaltet bzw. gedrosselt so passiert 
(Trommelwirbel) erst mal nichts. – Eine sinnvolle Wärmeisolation 
vorausgesetzt. Denn bedingt durch die beteiligten Massen hält sich die 
Temperatur, oder sinkt nur sehr wenig ab.
Sollte die Temperatur tatsächlich gesunken sein und wird dann die 
Wunschtemperatur erhöht, so wird es ungemütlich. Die Wände und vor allem 
(spürbar) die Möbel können nur indirekt und sehr langsam wieder auf ihre 
Normaltemperatur gebracht werden.

Übrigens: In vielen Wohnungen sind Thermostatventile montiert. Sinkt 
jetzt die Raumtemperatur ab, warum auch immer, so machen die Teile auf 
und holen auf der jetzt geringeren Vorlauftemperatur alles raus, was 
möglich ist – oops.
Gast #7206866
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Sebastian S. schrieb:
> Übrigens: In vielen Wohnungen sind Thermostatventile montiert. Sinkt
> jetzt die Raumtemperatur ab, warum auch immer, so machen die Teile auf
> und holen auf der jetzt geringeren Vorlauftemperatur alles raus, was
> möglich ist – oops.

Wäre es dann nicht sinnvoller, die Heizung auf einer konstanten 
Temperatur laufen zu lassen und stattdessen an allen Heizkörpern die 
Thermostate gegen elektronische zu tauschen und die Nachttemperatur dann 
raumweise einzustellen? Damit wäre das ja feiner einstellbar: zB wird 
das Bad früher warm als Küche/Esszimmer, und das Wohnzimmer erst bevor 
man wieder von der Arbeit kommt.
Gast #7206872
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Hier, komplett Fußbodenheizung, monovalent über Sole/Wasser Wärmepumpe.

Bei den aktuellen Wetterverhältnissen (wir hatten letzte Woche nachts 
auch schon mal nur noch 2 °C) kühlt das Haus bis morgens um ziemlich 
genau 2*C runter.

Das weiß ich daher, weil die Heizung vorige Woche ziemlich genau 24h auf 
Störung war und keiner hats gemerkt.

Mit der Nachtabsenkung hab ich voriges Jahr mal experimentiert und auf 
der Stromrechnung hat das über das Jahr gemittelt genau garnichts 
gebracht.

Es gibt hier aber auch keine Einzelraumregelung. Die Anlage hat einen 
hydrl. Abgleich und gut is.
Gast #7206881
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Frank schrieb:
> Macht das viel Sinn? Über Nacht das Haus abkühlen zu lassen, um es dann
> wieder aufzuheizen? Wäre es nicht sinnvoll, alle Räume einfach auf einer
> festen Temperatur zu lassen?

Von der Energieeinsparung macht es immer Sinn, jederzeit die niedrigste 
Temperatur zu fahren. Die Idee, etwas warm zu lassen um es weniger 
aufheizen zu müssen ist bei Autos, bei Heizungen und bei Warmwasser 
überalle Blödsinn! Das kann nicht aufgehen.

Es gibt einen anderen Grund, ein Haus nicht auskühlen zu lassen, nämlich 
die Zeit zum Wiederaufheizen. Die ist dann oft zu lang, weil die 
Leistung nicht reicht. Eine höhere Leistung hätte auch wieder 
Ineffizienz zur Folge - hinzu kommt das Tauproblem.

Bei Zimmern gibt es aber noch ein ganz anderes Problem:

Man braucht die Heizung oft nur nachts, weil es tagsüber warm genug ist 
und man innen Verbraucher hat, oder oft gar nicht da ist. Wie will man 
da nachst absenken?

Eine pauschale Nachtabsenkung über die Vorlauftemepratur macht oft auch 
keinen Sinn, weil dann die Heizung in einen ungesteuerten Zustand geht 
und irgendein Ventil den anderen die Energie wegnimmt. Das ist noch 
größerer Blödsinn! Das einzige richtige ist, die Zimmer, die man nachts 
nicht benutzt, abzuschalten und zwar rechtzeitig und komplett.

Zudem dreht man sich das Ventil im Schlafzimmer auf seine 
Wohlfühtempereratur und überlässt es ihm, etwaige Auskühlung von aussen 
zu kompensieren - z.B. weil die Decke und die Nachbarräume abkühlen.

Nachtabsenkung mit dem Ziel des Gesundschlafens ist auch Unfug, weil das 
nur eine Frage der Relativtemperatur ist. Man hat dann meistens nur eine 
dickere Decke und in warmen Ländern schlafen sie auch gesund, selbst 
wenn die Temperatur nicht unter 20 Grad absinkt.

Heizung sparen geht nur mit dickem Pullover und generell weniger 
Heizbedarf. Nachtabsenkung ist was für Faulpelze und Vermieter.

Sie funktioniert genau so wenig wie das generelle Absenken des 
Stromverbauchs durch Reduzieren von 230 auf 180V!  Alles was 
Schaltnetzteil ist, saugt bis zum Schluss voll weiter und reagiert gar 
nicht darauf. So machen auch die Ventile nach und nach auf und saugen 
die Heizung leer, allerdings eben mit dem Effekt, dass eines zu kurz 
kommt.

Meistens ist der die arme Sau, der am Weitesten vom Einspeisepunkt weg 
ist, weil der die geringste Vorlauftemperatur hat.
Gast #7206886
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Frank schrieb:
> Damit wäre das ja feiner einstellbar: zB wird
> das Bad früher warm als Küche/Esszimmer, und das Wohnzimmer erst bevor
> man wieder von der Arbeit kommt.

Das mag bei Heizkörper-Heizung theoretisch möglich sein.
Aber nur, wenn die Auslegung der HK tendenziell überdimensioniert ist, 
denn sonst kommt die erforderliche Wärme nicht in der Zeit.

Wichtige Faktoren sind --neben der HK Größe-- der Bauzustand 
(Isolierung) des Gebäudes und natürlich die Vorlauf-/Rücklauftemperatur.

https://www.reuter.de/magazin/heizkoerper-berechnen.html
Gast #7206905
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Sebastian S. schrieb:
> Übrigens: In vielen Wohnungen sind Thermostatventile montiert. Sinkt
> jetzt die Raumtemperatur ab, warum auch immer, so machen die Teile auf
> und holen auf der jetzt geringeren Vorlauftemperatur alles raus, was
> möglich ist – oops.

Genau und da die Vorlauf-Temp für unterschiedliche Etagen und Räume die 
weiter weg sind, immer weiter sinkt,  treten da schnell enorme 
Unterschiede auf, z.B. 40 - 15 = 25 Grad Heizleistung  oder 35 - 15 = 20 
Grad Heizleistung. Eine Heizung funktioniert aber nicht, wenn alle 
Ventile auf sind. Nur wenn sie gerade so regeln, klappt das mit 
unterschiedlichen TEmps, weil die einen etwas mehr Wasser entnehmen.

Das Üble ist, dass die warmen Heizungen auch wieder wärmeres Wasser in 
den Rücklauf mischen und sich damit das kalte Rücklaufwasser aus einem 
kalten Heizkörper, der nichts abbekommt sogar wieder erwärmt.

D.h. der Kessel "sieht" 35 Grad Rücklauf, 45 Vorlauf, alles gut. In 
Wirklichkeit kommt beim letzten HK gerade noch 35 an und bei voll 
offenem Ventil nicht einmal 30 raus.

Richtig wäre, die Vorläuf-Temperatur etwas zurückzunehmen, wenn die 
Pumpen melden, dass sie massiven Gegendruck haben, ansonsten muss man 
annehmen, dass die Pumpen ins Leere laufen, weil die Ventile mehr Wasser 
haben wollen, als die Zuleitung überhaupt packen kann und der Druck 
abfällt. Dann muss erst mal genug Fließdruck aufgebaut werden, um 
sicherzustellen, dass die genug Wasser haben, um regeln zu können.

Das ist bei vielen Heizungen nicht der Fall!
#7206916
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Elektrofan schrieb:
> Die vom Haus nach aussen abgebene und dann zu bezahlenden Wärme ist das
> Integral der Temperaturdifferenz innen-aussen geteilt durch den
> Wärmewiderstand über die Zeit.

Endlich einer, der es kapiert hat! Ein kaltes Haus verliert keine Wärme 
- basta. Und wenn nicht die niedrigere Effizienz beim Hochheizen die 
Ersparnis wieder auffrisst, hat man dabei gespart. Punkt. Subjektive 
Faktoren sind hierbei nicht zahlenmäßig fassbar, das muss jeder für sich 
entscheiden. Interessant, wie oft dieser Mythos ohne zu hinterfragen 
rezitiert wird.

Elektrofan schrieb:
> Thermostatventile von Heizungen zwecks schnellem Warmbekommen
> von Zimmern anfangs auf Stellung "5", statt "3" zu stellen, würde nix
> bringen.    ;-)

Glaube, hier liegst du daneben, das sollte meines Erachtens wirklich nix 
😉 bringen.....
Der Thermostat ist auf weil es kälter ist als Soll, und aufer als auf 
geht nicht.
#7206956
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ist schon klar. Du spielst wohl auf die Verstärkung des Regelkreises an 
und die ist sicher beschränkt. Aber praktisch, wenn der Raum kalt ist 
und 22° eingestellt,  dann meine ich, ist es herzlich wurscht, ob 3 oder 
5 eingestellt ist. Gestehe aber, das ist nur Bauch.... Besser also 
meines Erachtens, die mühsam gefundene Einstellung lieber beizubehalten.
#7207015
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Anja Zoe C. schrieb:
> Alle Räume also auf gleicher Temperatur?

Nein. Behaupte ich einfach mal ;), denn bei uns ists genauso.
Abgeglichen heißt nicht, dass in allen Räumen die selbe Temperatur ist. 
Es heißt nur dass bei möglichst geringer Vorlauftemperatur die Räume 
ihre individuelle Raumtemperatur haben. Das kann man bei FBG über den 
HKV, aber auch bei Heizkörpern über voreinstellbare Ventile regeln.
Und natürlich will man es im Bad wärmer haben als im Schlafzimmer.
Gast #7207072
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Ich habe meine Ölzentralheizung im ungedämmten Altbau auf etwa 65 Grad 
Vorlauftemperatur eingestellt. Die Außentemperatur hat keinen Einfluss 
auf die Vorlauftemperatur, sie schaltet nur die Heizung insgesamt ab, 
wenn es draußen "warm" ist.

Die Nachtabsenkung realisiere ich mit digitalen Thermostaten an jedem 
Heizkörper nach Uhrzeit.

Nachtabsenkung der Vorlauftemperatur in Verbindung mit einfachen 
mechanischen Thermostaten ist absoluter Unfug. Sobald die Temperatur 
sinkt, drehen die Thermostate auf und es gibt voller Durchfluss, die 
Leistung der Pumpe geht ans Maximum und je weiter die Heizkörper weg 
sind, desto weniger Wärme kommt dort noch an. Zudem ist das 
Strömungsgeräusch in den Rohren störend.

Nachtabsenkung am Wärmeerzeuger ist ein Relikt aus der Zeit als es noch 
keine digitalen Thermostate gab - nach meiner Einschätzung.
Gast #7207090
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Wolle G. schrieb:
> Dann ist der Differenzdruck zu hoch und/oder es wurden Strohhalmrohre
> verlegt.

Dicke Eisenrohre wie vor sechzig Jahren oder so halt üblich.

In dem Moment in dem ein mechanisches Thermostat die Temperatur halten 
will, öffnet es das Ventil. Ist der Vorlauf nun aber kälter, wegen der 
Nachtabsenkung, öffnet das Thermostat noch mehr. Irgendwann ist es ganz 
geöffnet. Passiert das nun bei mehreren Ventilen, ist die Pumpe einfach 
am Ende und kann den eingestellten Druck nicht mehr erreichen, trotz 
Betrieb mit maximaler Leistung. Das hört man natürlich störend, wie soll 
es auch anders sein.

Ist doch logisch...
#7207095
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Onkel Hotte schrieb:
> Alles steht und fällt mit den Wärmeverlusten des Gebäudes und der
> gesamten technischen Umsetzung der Heizung. Da niemand diese Details
> kennt, da du sie nicht genannt hast, ist nichtmal eine grobe Richtung
> absehbar.
>
> Also lautet wie immer die Antwort: Kommt drauf an.

Nachtabsenkung ist ok, Nachabschaltung dagegen nicht. Ich habe tagsüber 
(wenn ich da bin) 21°C, Nachts und bei Abwesenheit 17°C, unter 16,3°C 
darf keine Stelle meiner Wohnung kommen, das ist der Taupunkt und dann 
gibts Schimmel.

Kurzgesagt: Absenken ist sparsamer als Abschalten. Durchheizen ohne 
Absenkung kann man freilich, wäre mir aber zu warm zum Schlafen.
Gast #7207230
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Michael schrieb:
> Nachtabsenkung der Vorlauftemperatur in Verbindung mit einfachen
> mechanischen Thermostaten ist absoluter Unfug. Sobald die Temperatur
> sinkt, drehen die Thermostate auf und es gibt voller Durchfluss, die
> Leistung der Pumpe geht ans Maximum und je weiter die Heizkörper weg
> sind, desto weniger Wärme kommt dort noch an. Zudem ist das
> Strömungsgeräusch in den Rohren störend.
>
> Nachtabsenkung am Wärmeerzeuger ist ein Relikt aus der Zeit als es noch
> keine digitalen Thermostate gab - nach meiner Einschätzung.

Du redest Blödsinn!
Was glaubst du, was meine Heizung gerade macht?
Nachtabsenkung.
Und damit schaltet sie ab. Nachtabsenkung habe ich auf 15°C eingestellt.
Bis morgen früh sackt die Temperatur auf 18°C ab. Kein Grund für eine 
Pumpe, da weiter zu laufen.
Hast wahrscheinlich noch eine antike Heizung.

E34 L. schrieb:
> Nachtabsenkung ist ok, Nachabschaltung dagegen nicht. Ich habe tagsüber
> (wenn ich da bin) 21°C, Nachts und bei Abwesenheit 17°C, unter 16,3°C
> darf keine Stelle meiner Wohnung kommen, das ist der Taupunkt und dann
> gibts Schimmel.
>
> Kurzgesagt: Absenken ist sparsamer als Abschalten. Durchheizen ohne
> Absenkung kann man freilich, wäre mir aber zu warm zum Schlafen.

Ist doch gleich, siehe oben.
Natürlich kann man auch Frostschutz einstellen.
Spart unendlich!
Bei einer Heizung muß nach 2h eine vernünftige Temperatur sein.
Und das zielgerichtet nach Zeit und Temperatur einzeln für jeden Raum.

Alles andere sind Hungerleider-Heizungen.
Gast #7207365
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michael_ schrieb:
> Du redest Blödsinn!

Haha, den redest du:

michael_ schrieb:
> Was glaubst du, was meine Heizung gerade macht?
> Nachtabsenkung.
> Und damit schaltet sie ab. [...] Kein Grund für eine
> Pumpe, da weiter zu laufen.

Das ist eher eine Nachtabschaltung!

Nachtabsenkung meint, dass einfach nur der Verlauf weniger erhitzt wird. 
Da läuft alles weiter bei einfach nur geringerem Vorlauf.

Wenn man natürlich eine Nachtabschaltung hat, dann hast du keine 
Strömungsgeräusche wenn die Heizung aus ist.

Mein Gott, überlege erst einmal, bevor du deinen Senf dazu gibst!
#7207387
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In einem ~1970 gebauten und für damalige Verhältnisse sehr gut gedämmtem 
(*) Haus wurde bald darauf eine totale Nachtabschaltung implementiert. 
In besonders kalten Zeiten wurde darauf verzichtet und die Heizung lief 
dann durch. Das war aber nur selten nötig.

Das war keine Niedertemperaturheizung und natürlich hat man dabei eine 
Phasenverschiebung. Die Heizung lief deutlich vor den morgendlichen 
Aktivitäten los, wurde dafür abends lange vor Schlafenszeit 
abgeschaltet, und die Restwärme in Kessel und Leitungen zirkulierte dann 
noch so lange, bis nichts mehr zu holen war (effektiv 0,5-1h).

Das Haus hat es gut überstanden. Dem Heizkessel weissagten die Auguren 
damals baldiges Ableben, aber der hat es bis zum Verkauf letztes Jahr 
ebenso überlebt wie die Bewohner.

*: Auf heute bei Energieberatern üblicher Energieffizienz-Skala landet 
eine solche Dämmung genauso rechts ausserhalb wie der Heizpilz vor einem 
Lokal. ;-)
#7207389
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Selbstverständlich spart jede Absenkung bis hin zur Abschaltung. Wenn 
die Heizung über aktive Luftbewegung unterstützt wird (Lüfter) können 
einem ggf. zu kühl gewordene Wände auch schnell egal sein. Auch zur 
schnellen energiesparenden Lüftung sehr zu empfehlen.
#7207392
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Frank schrieb:
> Hat die Nachtabsenkung nicht auch Einfluß auf den Taupunkt? Wenn ein
> warmer Raum nachts abkühlt, muß die Luftfeuchte ja irgendwo hin.
Wenn deine Räume so stark abkühlen, dass da etwas Kondensiert, hast du 
ein anderes Problem! Ca. 30°C warme Luft mit 50% Luftfeuchte muss auf 
18°C abkühlen, damit was kondensiert. Du wirst weder so stark heizen 
noch wird das über Nacht (bei abgeschlossenem Raum) so stark abkühlen

Stefan schrieb:
> Hier ist das System so träge, dass man es am besten durchlaufen lässt.
Widerspruch euer Ehren! Dadurch dass es so träge ist, verliert man über 
Nacht auch kaum Wärme, braucht also erst recht nicht Nachts durchlaufen 
lassen. Bei uns ist mit Wärmepumpe die Nachtabsenkung aktiv, allerdings 
nicht aus den üblichen und hier genannten Gründen: Tags kommt der Strom 
für die Wärmepumpe von eine PV-Anlage, man spart sich also die 
Heizkosten
Gast #7207487
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@ Gunnar F.:

>> Thermostatventile von Heizungen zwecks schnellem Warmbekommen
>> von Zimmern anfangs auf Stellung "5", statt "3" zu stellen, würde nix
>> bringen.    ;-)

> Glaube, hier liegst du daneben, das sollte meines Erachtens wirklich
> nix 😉 bringen.....
> Der Thermostat ist auf weil es kälter ist als Soll, und aufer
> als auf geht nicht.

Der Standard-Thermostat im Heizungsknopf ist aber nicht einfach
nur ganz "auf" oder zu, sondern ein (nichtlinearer) P-Regler.
Und so'n Ding "lebt" bekanntermassen von der Regelabweichung...
#7207544
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Frank schrieb:
> Um alles mal zusammenzufassen: pauschal kann man nix sagen,
Full ACK.

Was du ohne Energieberater machen kannst ist:
Sprungantwort aufzeichnen. Rechnen.

Wie du selbst schreibst geht die Effizienz des Heizenergieerzeugers 
runter, wenn du wieder hochheizen musst. Das kostet ein Mehr an Energie.
Dem gegenüber stehen die verminderten Transmissionsverluste bei 
geringerer Raumtemperatur.

Das Dumme ist nur: Den Primärenergiebedarf eines Heizenergieerzeugers 
typ heizlölbefeuerter Kessel (aka Heizölverbrauch in l) lässt sich oft 
mit Bordmitteln nur schwer ausgreichend genau ermitteln.
#7207553
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Musik og F. schrieb:
> Den Primärenergiebedarf eines Heizenergieerzeugers
> typ heizlölbefeuerter Kessel (aka Heizölverbrauch in l) lässt sich oft
> mit Bordmitteln nur schwer ausgreichend genau ermitteln.

Bei obigem Haus mit Ölheizung entsprach der Verbrauch in Litern 
nachweislich ziemlich genau der Brennerlaufzeit, nämlich 2 l/h. Und die 
wurde protokolliert, woraus sich beispielsweise zwanglos ein 
Tagesverbrauch ablesen liess.
#7207756
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Elektrofan schrieb:
> Der Standard-Thermostat im Heizungsknopf ist aber nicht einfach
> nur ganz "auf" oder zu, sondern ein (nichtlinearer) P-Regler.
etwas auf Klugsch....x: der Hub mittels Dehnungskörper ist linear (z.B. 
0,2mm/K), aber der Durchfluss ist abhängig von der Ventilkennlinie des 
Ventilunterteils. Und diese Kennlinie der heutigen Ventilunterteile ist 
für eine gute Regelcharakteristik nur wenig geeignet.
Gast #7208898
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Thomas U. schrieb:
> Du kochst kein Essen? Wie reagiert der Vorlauf auf die zusätzliche Wärme
> in der Küche

Deine Frage ist eigentlich: wie funktioniert eine Heizungsregelung.

Woran erkennt sie, wann sie wie lange laufen soll und mit welcher 
Brennerleistung.

Und das ist tatsächlich unterschiedlich. Bei mir ist die 
Vorlauftemperatur schneller erreicht (und die Heizung schaltet eher ab), 
wenn der Rücklauf wärmer ist
#7209248
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A. S. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> Du kochst kein Essen? Wie reagiert der Vorlauf auf die zusätzliche Wärme
>> in der Küche
>
> Deine Frage ist eigentlich: wie funktioniert eine Heizungsregelung.
>
> Woran erkennt sie, wann sie wie lange laufen soll und mit welcher
> Brennerleistung.
>
> Und das ist tatsächlich unterschiedlich. Bei mir ist die
> Vorlauftemperatur schneller erreicht (und die Heizung schaltet eher ab),
> wenn der Rücklauf wärmer ist

Nicht ganz:

"Gunnar F. schrieb:
> Ok, Ihr habt mich überzeugt! Also ist nicht egal, ob er auf 3 oder 5
> steht....
> Nur bei mir daheim geht das sowieso anders. Ich habe in der ganzen
> Wohnung die Ventile meistens auf 5 stehen und stelle die Raumtemperatur
> nur über den Vorlauf ein."

Das war der Ausgangspost.
Wenn die Ventile alle auf '5' stehen und die Temperatur in der Wohnung 
(im Idealfall) nur über die Vorlauftemp. geregelt wird, stellen sich in 
den verschiedenen Räumen unterschiedliche Temp. ein, wenn es punktuell 
einen zusätzlichen Wärmeeintrag gibt.
Meine Frage war, wie wird das in diesem Fall ausgeglichen?
Gast #7209533
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Thomas U. schrieb:
> Meine Frage war, wie wird das in diesem Fall ausgeglichen?

OK, im Haus gibt es dann ein paar ° unterschied und nur im Mittel passt 
es.

Ich bezweifle allerdings, ob das in der Praxis ein Problem ist.

In der Küche sind es letztendlich nur wenige kWh beim Essenkochen, die 
mit erhöhter Abluft / Fenster (über-)kompensiert werden.

Vermutlich dürften riesige moderne Fensterfronten mehr Unterschiede 
hervorrufen. Das ist aber auch oft mit offenen Türen ("alles groszügig") 
und Lüftungen kombiniert, so dass der Effekt wieder kleiner wird.
Gast #7209802
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Ich habe es letztes Jahr mit dem sparen versucht, da ich kaum Zuhause 
bin nur abends kurz eingeheizt.. 35% mehr verbraucht. Die 4 Jahre davor 
immer gleich und normal geheizt weil ich wusste das ich den ganzen Abend 
da bin.

Dieses Jahr früh Heizung aus sieht alles für die ersten 9 Monate 
schonmal wieder gut aus.
Gast #7210042
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Was passiert, wenn man die Heizung nachts abdreht? Dann wird die 
Heizleistung der Anlage verringert, so dass die Räume kühler werden. 
Erst am frühen Morgen fängt die Heizung wieder an zu arbeiten. Zunächst 
klingt das gut und scheint Sparpotential zu verheißen. Man darf aber 
nicht vergessen, dass am nächsten Morgen auf die gewünschte 
Tagestemperatur hochgeheizt werden muss. Wenn also die während der Nacht 
eingesparte Energie morgens wieder aufgewendet wird, wo bleibt dann die 
Einsparung?

Das Problem liegt in der Vorlauftemperatur. Mit jeder Erhöhung dieser 
Temperatur wächst der Energieverbrauch nicht linear, sondern 
exponential. Wenn ich die Nacht mit geringer Vorlauftemperatur 
durchfahre, komme ich besser, als wenn ich nachts keine Energie 
verbrauche und morgens mit hoher Vorlauftemperatur die Bude wieder 
hochheizen muss.

Für eine Gesamtbetrachtung ist es erforderlich, nicht nur den Aspekt des 
Brennstoffsparens, sondern auch das Gebäude, die Dämmung, Witterung bzw. 
Außentemperatur und die näheren Umstände beim Abkühlen und Aufheizen von 
Räumen heranzuziehen. Zwei Szenarien sind daher denkbar:

    Die benötigte Heizenergie für das abgekühlte Haus am Morgen ist 
größer als die während der Nacht eingesparte Energie. Das ist bei etwa 
80 Prozent der deutschen Gebäude so, vor allem der älteren Jahrgänge 
(vor 2004 erbaut).
    Das morgendliche Aufheizen mit nächtlicher Pause nimmt weniger 
Energie in Anspruch als das Durchheizen. Das ist bei sehr gut gedämmten 
Gebäuden der Fall (aus den letzten zehn Jahren).

Eine Bewertung der Nachtabsenkung ist also nicht pauschal möglich.
Gast #7210473
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A. S. schrieb:
> Dann hast Du vermutlich eine Wohnung in einem Haus. Evt auch
> Heizkostenverteiler? Falls ja, ist das ein ganz anderes Problem.

Wohnung ja, mit eigener Gasabrechnung vom Versorger.. 
Heizkostenverteiler nein.

Heizkostenverteiler kenn ich aber auch, dieser 50/50 70/30 Kram?

Ich brauchte einen ganzen Abend um mit den Faktoren, qm² pro Wohnung und 
Gesamtheizkosten eines 18er Blocks rechnerisch in Einklang zu kommen..

Im Prinzip kann man in der Heizkostenverteilung gut oder schlecht 
wegkommen, bzw. Kann es auch bedeuten das sparen gar nicht nötig  ist 
wenn man alles durchrechnet und man eher der sparer ist.

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