Hi
Ich versuche gerade, eine SSD die in einem Synology NAS verbaut war,
unter Ubuntu zu lesen. Soweit ich mich erinnern kann, war die Partition
als btrfs formatiert.
Irgendwie schaff ich es aber nicht, die Partition zu mounten...
Wie man sieht war sda3 Teil eines MD Raid1. Wenn noch kein md-Device
existiert, musst du es mit mdadm erst zusammenstellen. Da du nur einen
Teil des Spiegels hast wirst du es im degraded Status erstellen müssen.
Flo schrieb:> Irgendwie schaff ich es aber nicht, die Partition zu mounten
Die Fehlermeldung schaut danach aus, als würde dir irgenein Paket für
die btrfs-Unterstützung fehlen.
Oder als wäre das btrfs auf der Disk in einer inkompatiblen (zu neuen)
Version formatiert.
Für ersters: Installier mal btrfs-progs etc nach.
Für zweiteres: Was sagt "dmesg" nach dem mount-versuch?
Εrnst B. schrieb:> Die Fehlermeldung schaut danach aus, als würde dir irgenein Paket für> die btrfs-Unterstützung fehlen.
/dev/md3 gehört zu einem RAID, nutzbar mit mdadm – mit btrfs hat das an
dieser Stelle nix zu tun. Im Log steht in diesem Fall auch nix anderes,
als in der im Bild gezeigten Ausgabe: „wrong fstype, […] on /dev/md3“
Was zu tun ist, hat seere geschrieben.
seere schrieb:> Wie man sieht war sda3 Teil eines MD Raid1. Wenn noch kein> md-Device> existiert, musst du es mit mdadm erst zusammenstellen. Da du nur einen> Teil des Spiegels hast wirst du es im degraded Status erstellen müssen.
das hat mich auch etwas verwundert, da die SSD immer allein verwendet
wurde, d.h. nie Teil eines Raid Verbunds war...
Jack V. schrieb:> /dev/md3 gehört zu einem RAID, nutzbar mit mdadm – mit btrfs hat das an> dieser Stelle nix zu tun.
Ja, aber das Raid ist ja schon aufgebaut und zugreifbar.
Sonst hätte "btrfs filesystem show" nicht auf md3 zugreifen können um
dort die Dateisystem-Header incl. UUID auszulesen.
Das Problem muss also dahinter liegen.
Ein "cat /proc/mdstat" oder "lsblk" kann Klarheit bringen.
Flo schrieb:> das hat mich auch etwas verwundert, da die SSD immer allein verwendet> wurde, d.h. nie Teil eines Raid Verbunds war...
Könnte mir denken, dass das NAS die Platten immer erst einmal durch ein
md-Device schickt. Macht die verwaltung einfacher, weil's immer der
gleiche Aufbau ist, und spätere Erweiterungen (zweite Platte als
Spiegel, Hot-Replace, erweiterung zu echtem Raid usw) sind nachher
unterbrechungsfrei möglich.
Auch hier: "cat /proc/mdstat" erzählt die Geschichte.
Flo schrieb:> das hat mich auch etwas verwundert, da die SSD immer allein verwendet> wurde, d.h. nie Teil eines Raid Verbunds war...
Möglicherweise verwendet Synology des Schemas wegen unabhängig von der
Anzahl Disks immer mdraid.
Εrnst B. schrieb:> Sonst hätte "btrfs filesystem show" nicht auf md3 zugreifen können um> dort die Dateisystem-Header incl. UUID auszulesen.
Habe ich in der Tat überlesen – ist halt schade, dass die Meldungen als
Bild gepostet worden sind. Dazu passt allerdings weder die Ausgabe von
lsblk, noch das Verhalten von mount.
Die btrfs-progs hingegen müssen ja bereits installiert sein, denn
›btrfs‹ ist offensichtlich vorhanden und funktionsfähig.
Vielleicht ist das btrfs Modul nicht geladen und wird nicht gefunden?
Mach mal "cat /proc/filesystems", ist btrfs da aufgelisted? Funktioniert
ein "modprobe btrfs"? Falls nicht, wenn du mit "lsmod" nachsiehst, kann
es sein, dass eventuell gar keine Module geladen sind? Dann mal
nachsehen, mit "uname -a", welche Kernelversion das ist, und mit "ls
/lib/modules/" (oder war es /use/lib/modules/? weiss nicht mehr
auswendig). Falls die nicht zusammenpassen, wird wohl beim Installieren
des Kernels was schief gelaufen sein. Vermutlich wurde dann der Kernel
nicht dort abgelegt, von wo das System ihn ladet, wodurch ein alter
Kernel geladen wird. Und falls die Module davon auch noch schön
weggeräumt wurden, weil man ja einen neuen kernel hat, dann kann sowas
passieren.
Ist alles nur eine Vermutung, aber das würd ich mal nachprüfen.
Ohje. Schaut so aus als würde Synology ein eigenen, inkompatibel
gepatchten Branch von btrfs verwenden.
Hier siehst du die unter Linux gültigen Feature-Flags:
https://github.com/torvalds/linux/blob/master/include/uapi/linux/btrfs.h#L280
0x400000000 ist da nicht dabei.
d.H. Synology hat btrfs wohl um eigene Features (& Flags) erweitert.