Hallo,
gibt es noch irgendwo ein gutes neues Tischmultimeter ohne diese ganzen
modernen Beigaben? Ich möchte ein True RMS Teil mit 5,5 bis 6,5 Stellen,
V DC,
V AC, I DC, I AC und Ohm. Keine Temp-, keine Frequenz- oder andere
Spielereien, kein USB, keine Updates, keine bunten Tasten möglichst auch
keine
VFD-Anzeige.
Muss ich wirklich auf solide alte Gerät zurückgreifen und damit evtl.
auch ins
Klo greifen oder gibt es Alternativen die man aktuell auch kaufen kann?
Grüße Andi
> gibt es noch irgendwo ein gutes neues Tischmultimeter ohne diese ganzen> modernen Beigaben?
sowohl Keysight (ehem. Agilent (ehem. HP)) als auch Tektronix (ehem.
Keithley) haben sehr schöne Geräte die perfekt auf deine Anforderungen
passen.
HTH
Andi Wegner schrieb:> Keine Temp-, keine Frequenz- oder andere> Spielereien, kein USB, keine Updates, keine bunten Tasten möglichst auch keine
VFD-Anzeige.
Die Architektur moderner Tischmultimeter erlaubt es, solche Funktionen
günstig zu implementieren, warum also nicht mitnehmen, wenn die Hardware
größtenteils sowieso schon vorhanden ist? Was spricht denn dagegen? Bzw.
was erhoffst du dir dadurch?
Lieber Funktionen haben und nie brauchen als anders herum.
Held der Scheine schrieb:> Nie im Leben ist das ein Fluke!
Was du nicht sagst.
Was Messtechnik Karl-Murks Stadt aka Spastitronic GmbH sich da leistet
grenzt echt an Betrug.
Aber vermutlich ist das Logo nur versehentlich in die Produktseite
geraten...
someone schrieb:> Aber vermutlich ist das Logo nur versehentlich in die Produktseite> geraten...
Wobei unten auch noch steht "Weitere Artikel von Fluke"
someone schrieb:> Aber vermutlich ist das Logo nur versehentlich in die Produktseite> geraten.
Sowas kann tatsächlich passieren, wenn der Artikel beim Einpflegen
versehentlich in der entsprechenden Kategorie landet, ja. Dann wird
automatisch auch das „Weitere Artikel [aus dieser Kategorie]“ angehängt,
wenn der Shop entsprechend konfiguriert ist – es spricht also erstmal
nichts gegen einen simplen Fehler.
Ich habe mir daher erlaubt, sie über das Kontaktformular auf diesen
Fehler aufmerksam zu machen. Wenn der Laden seriös ist, sollte das recht
zeitnah richtiggestellt werden. Wenn nicht, dann nicht …
Andi Wegner schrieb:> Muss ich wirklich auf solide alte Gerät zurückgreifen und damit evtl.> auch ins> Klo greifen
Naja, die Wahrscheinlichkeit "ins Klo zugreifen" ist IMHO bei neugeräten
höher als bei alten Schätzchen die man nach 20/30 Jahren Dienst aus
guten Händen nimmt.
> Ich möchte ein True RMS Teil mit 5,5 bis 6,5 Stellen,
Der dafuer notwendige Aufwand ist so gross das die anderen Spielerreihen
die du nicht magst heute nur noch ein Bruchteil davon kosten und deshalb
wohl immer vorhanden sind. Es gibt ausser dir ja noch andere Kunden.
Olaf
> die Wahrscheinlichkeit "ins Klo zugreifen" ist IMHO bei neugeräten> höher als bei alten Schätzchen
+++
> ein gutes 34401
sag mal bitte eine VHB...
True-RMS wird voellig ueberbewertet. Dazu wuerde naemlich auch
reichlich Banbbreite gehoehren. True-RMS bis 400 Hz ist z.B.
voellig witzlos.
Wenn nicht
> 5,5 bis 6,5 Stellen
haette ich ein Fluke 8600A(/U) empfohlen.
Solide Technik fuer die Ewigkeit gebaut.
... schrieb:> Wenn nicht>> 5,5 bis 6,5 Stellen>> haette ich ein Fluke 8600A(/U) empfohlen.> Solide Technik fuer die Ewigkeit gebaut.
Du setzt deine Prioritäten eben anders als der TO.
Mir reicht es durchaus, wenn ich weiß, dass meine Batteriespannung
aktuell bei 12.1V liegt. Dafür reicht mir ein zuverlässiges Messgerät
der 0.5%-Klasse.
Müsste ich aber am laufenden Band Referenzquellen der LM399- oder
LTZ1000-Klasse kontrollieren, würde ich nicht unbedingt zu meinem 8600A
(*) greifen. Ich glaube aber nicht, dass das die typische Anwendung des
TOs ist (sonst hätte er seine Frage anders formuliert), sondern vermute
viel eher ein „Meiner-ist-Länger“-Ding hinter seiner Frage.
Abgesehen davon, dass es ein himmelweiter (!) Unterschied ist, ob ein
Messgerät gut ist für 5,5- oder 6,5-Stellen, sollte man sich auf jeden
Fall Gedanken drüber machen, wie lange die angegebene
Kalibrier-Genauigkeit garantiert ist und wie oft man das Gerät zum
Nachkalibrieren schicken will.
(*) ja - ich besitze noch so ein Ding.
> gut ist für 5,5- oder 6,5-Stellen
Ich habe hier noch ein Eigenbau DVM mit 7 1/2 Stellen.
> Kalibrier-Genauigkeit
Dafuer habe ich ebenfalls ein Eigenbaukalibrierdingsie der
10 ppm (oder besser) Klasse.
> Batteriespannung aktuell bei 12.1V
Dafuer stehen die 8600A(/U) im Regal.
Fuer "Spielereien" wie Relativ/dB-Messung auch noch ein Philips.
Ansonsten machen sich auch die 4 1/2 stelligen Autorangemodule
aus China recht gut. Falls Mann "nur" mal bekannte Spannungen
einigermassen genau im Blick behalten will.
> Du setzt deine Prioritäten eben anders als der TO.
Naja. 5.5 oder 6.5 brauche ich im Normalfall nicht.
Da muesste ich die hinteren Stellen wegen Irrelevanz immer
im Kopf verwerfen. Ein 8600A(/U) zeigt sie gar nicht erst an.
Wenn ich wirklich mal "Fliegenbeine" vermessen will, habe ich
ja siehe oben. Das ist aber eben eher ein Labor- denn ein
Werkstattgeraet.
hallo
Marc X. schrieb:> Was spricht denn dagegen? Bzw.> was erhoffst du dir dadurch?>> Lieber Funktionen haben und nie brauchen als anders herum.
Ich kann zwar nicht für den TO sprechen, kenne aber diese Einstellung
zur Genüge:
Das ist eigentlich immer eine Mischung aus Dickköpfigkeit (darauf
deuteten auch so einige Formulierungen des Eingangsbeitrages hin) und
simplen nicht wissen wie sich die Lage -insbesondere bei Messgeräten-
verändert hat.
Mit den wirklich eher fragwürdigen Erweiterungen der "Billigmultimeter"
der späten 80er bis 90er Jahre haben die erweiterten Messmöglichkeiten
von Multimetern oberhalb der auf ganz grob geschätzt 60 Euroklasse wenig
gemein.
Diese Messmöglichkeiten stören nicht und sind sogar gut brauchbar.
Ja natürlich ersetzen dies Möglichkeiten kein LCR Meter usw.
vollständig. aber im Alltag und vielen Situationen sind diese
Erweiterungen durchaus sinnvoll und ausreichend.
Was anderes mag es sein wenn es auf Genauigkeit und gleichzeitig
Auflösung und Langzeitstabilität und ähnliches ankommt - da nutzt man
dann aber auch das 5,5 oder 6,5 Stellige Tischmultimeter oder gar
dezidierte Voltmeter und Amperemeter (dann aber meist in Bereichen von
kV bzw. nA und pA) und weis ganz genau ob es nun das 5,5 Stellige oder
doch das 6,5 stellige DMM sein muss.
Ich behaupte mal das der TO einfach nur zu den Dickköpfigen und im
Vorgestern steckenden Zeitgenossen gehört.
> Fall Gedanken drüber machen, wie lange die angegebene> Kalibrier-Genauigkeit garantiert ist und wie oft man das Gerät zum> Nachkalibrieren schicken will.
Ich hab ein Keithley 199. Bei der letzten ueberpruefung vor 2-3Jahren
war es noch innerhalb der Spec. Qualitaet rulez!
Der Grund warum man sowas als Bastler haben will:
1. Kein Akku/Batterie, einfach einschalten und viele Stunden auslesen.
2. Hohe Messrate. Die Billigkisten sind oftmal SLOOOOOOW.
3. Die hohe Eingangsimpedanz ist manchmal nett
4. Die Moeglichkeit deutlich unter 1R zu messen ist oftmals praktisch.
5. Es macht Spass die Daten digital auslesen zu koennen.
Ob mein Labornetzteil aber gerade 24.000 oder 24.001V ausgibt muss ich
privat eher selten bis gar nicht messen. BTW: Es ist erstaunlich wie
genau ein Korad Labornetzteil ist wenn man es selber kalibiert. Das ist
dann echt besser wie 10mV. Direkt nach dem kauf ist es aber nicht so.
.-)
Es ist prinzipiell okay sich ein altes Schaetzchen zu kaufen, allerdings
sollte man die Moeglichkeit haben es im Kollegenkreis oder Firma mal an
etwas frisch kalibriertem zu testen. Immerhin ist das Geraet danach dann
ja die Referenz im eigenen Labor und viele der billigen Angebote bei
Ebay sind ja vorher Jahrzehnte an einer Produktionsstrasse gelaufen. Das
wird man nicht ohne ueberpruefung nutzen wollen.
Olaf
Marc X. schrieb:> Die Architektur moderner Tischmultimeter erlaubt es, solche Funktionen> günstig zu implementieren, warum also nicht mitnehmen, wenn die Hardware> größtenteils sowieso schon vorhanden ist? Was spricht denn dagegen? Bzw.> was erhoffst du dir dadurch?
Weil der TE alt ist, und neue Dinge, die es früher auch nicht gab,
einfach nicht ertragen kann. Hört man doch deutlich raus.
Jester schrieb:> Abgesehen davon, dass es ein himmelweiter (!) Unterschied ist, ob ein> Messgerät gut ist für 5,5- oder 6,5-Stellen, sollte man sich auf jeden> Fall Gedanken drüber machen, wie lange die angegebene> Kalibrier-Genauigkeit garantiert ist und wie oft man das Gerät zum> Nachkalibrieren schicken will.
Genau. Ich habe mein Keithley 2001 mit 7,5 Stellen unlängst verkauft,
weil
ich a) diese 7,5 Stellen eigentlich nie benötigt habe b) eine
Kalibrierung um die 1000 € kostet c) eine evtl Reparatur in der Höhe des
Neupreises liegt und ich nicht warten wollte, bis der Wert wegen einer
fälligen Reparatur auf Null gefallen ist. Es hat immerhin 29 Jahre
gedient aber zwei Reparaturen gebraucht. Wird heute immer noch
gefertigt...
Der Ersatz: ein 4 3/4-stelliges Owon. Tut es auch, da ich keine
35-bit-AD-Wandler mehr abgleichen werde.
Mani W. schrieb:> 5,5 bis 6,5 Stellen?>> Was hast Du vor?
Lies das Manual, insbesondere die Fehlerangaben zu den einzelnen
Messbereichen. Dann relativiert sich die Sache mit der Anzahl der
Stellen.