Ich sehe hier Beitrag "[V] 2x AVM FritzCard ISDN 3x Realtek LAN mit PXE Chip" auf den Bildern, dass auf den Karten AVM-Chips sind. Welche Chips hat AVM selbst entwickelt? Bei welchem Halbleiterhersteller wurden diese Chips produziert? Entwickelt AVM auch heute noch selber Chips?
Rolf R. schrieb: > Entwickelt AVM auch heute noch selber Chips? Eher nicht, das die Schnittstellen nach außen inzwischen international ähnlich sind und damit auch ein gewisser Markt dafür vorhanden sind. ISDN war ja damals schon eine gewisse Sonderlocke, die sich niemand groß angetan hat.
Wenn auf dem einen IC 0214 steht und auf dem anderen 0218 und eines davon mit Siemens beschriftet ist, na dann rate mal.
Bei ISDN war Cologne Chip ganz gut im Rennen. Rafi am Bodensee hat viel AVM Zeug gebaut, ob das heute noch so ist?
Abdul K. schrieb: > Wenn auf dem einen IC 0214 steht und auf dem anderen 0218 und eines > davon mit Siemens beschriftet ist, na dann rate mal. Kannst du das erläutern? Für mich sind das erstmal zufällige Zahlen. Auf den anderen Chips sieht man was von "9914" (Siemens) vs. "T9912" (AVM).
Abdul K. schrieb: > Wenn auf dem einen IC 0214 steht und auf dem anderen 0218 und > eines > davon mit Siemens beschriftet ist, na dann rate mal. ... das ist der Datecode. Eher unverdächtig, dass zwei Chips auf einer Platine einen ähnlichen haben...
Der T9912 sieht wie Custom von SMSC aus. Siemens/Infineon war DER Anbieter von ISDN-Chips in DE und wohl auch ziemlich weltweit.
Nur weil "AVM" auf dem IC-Gehäuse steht, heißt das nicht, daß AVM den gebaut hat. Wahrscheinlich ist das einfach nur ein kundenspezifisches IC und kundenspezifisch gelabelt. Manchmal sind das Standard-Teile (siehe HP). Manchmal mit custom Pinout (Bondversion). Und manchmal mit ganz eigenem Innenleben.
Reinhard S. schrieb: > ISDN war ja damals schon eine gewisse Sonderlocke, die sich niemand groß > angetan hat. Du musst sehr jung sein oder kennst nur Heimanwender. ISDN war viele Jahre die beste Möglichkeit, im Telefonnetz Daten zu übertragen. Außer den AVM-Karten gab es für professionelle Anwender ISDN-Router, mit denen z.B. eine international tätige Spedition ihre Außenstellen zur hiesigen Zentrale angebunden hat. Ich selbst hatte eine aktive ISDN-Karte im Firmenlaptop und mehr als einmal unterwegs ans Kundennetz geklemmt, um Logdaten in die heimische Entwicklung zu schaffen. Zuvor war sogar noch ein Analogmodem in der Kiste, das ist keine 30 Jahre her. Privat habe ich lange Zeit mit einer ISDN-Karte Internet_by_Call gemacht, mit einem isolierten PC. Danach kam ein ISDN-Router "Zyxel Prestige" und später ein Bintec. Für ISDN-Karten gab es auch andere Hersteller, wir haben gewerblich Diehl / Dialogic eingesetzt, im Gegensatz zu AVM war deren CAPI stabil. Deren Diva-Karten gab es sogar mit S2M-Schnittstelle, zu horrenden Preisen. Für den Privatanwender hatte DeTeWe ein DECT-Telefon mit eingebautem ISDN, war aber kein Marktrenner. Fand ich interessant, den PC an das DECT-Mobilteil zu stöpseln. Oliver S. schrieb: > Bei ISDN war Cologne Chip ganz gut im Rennen. Der Cologne-Chip war sehr interessant, weil er sowohl TE als auch NT konnte. Generell kam aber kein großer Hersteller an Siemens vorbei. Ich habe keine Telefonanlage gesehen, deren digitale Schnittstellen nicht von denen waren, danach eben Infineon. AVM hat(te) große Stückzahlen, wo ich denke, dass die sich kundenspezifische ICs fertigen lassen.
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