Mehrere Leitungsabschlüsse

OP #7232403
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Hi alle zusammen,

ich frage mich was das schlimmste ist was passieren könnte, wenn (z.B. 
bei einem RS485-Bus) mehr als nur die Terminierungswiderstände am Anfang 
und Ende des Bus vorhanden sind.

Angenommen man hätte 5 Teilnehmer und jeder einzelne Terminiert die 
Leitung. Dadurch hat man einen nicht zu verachtenden Strom über die 
Terminierungen, was den Bus in der Teilnehmerzahl reduzieren würde. 
Sonst jedoch passiert dort nichts weiter schlimmes oder?

Gruß
Gast #7232408
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Aabeku K. schrieb:
> Sonst jedoch passiert dort nichts weiter schlimmes oder?

Mit einiger Wahrscheinlichkeit werden die Treiberbausteine überlastet - 
sie sollten zwar kurzschlussfest sein, aber gerade das hat zur Folge 
dass die korrekten Pegel nicht mehr erreicht werden.

Auch wenn das ein eher unerwünschter Tip ist, näheres verraten die 
Datenblätter.

Georg
Gast #7232409
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Wenn Du viele solcher Teilnehmer hast, überlastest Du die Ausgänge der 
Treiber, was sie Dir (durch Abschaltung oder Defekt) übelnehmen könnten.

Zudem hast Du je nach verwendeten Bias-Widerständen recht schnell keinen 
standardkonformen Ruhepegel mehr.
OP #7232412
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Das ist mir alles bewusst. Trotzdem vielen Dank für die Beiträge.

Der Witz an diesen Abschlüssen ist ja das "vorgaugeln" das Kein 
Mediumswechsel (50R-Leitung auf 1M-Eingangswiderstand) vorhanden sein. 
Wenn  (übertreieben gesagt) alle 10cm die Leitung terminiert wird, so 
werden die Pegel geringer und die Logikpegel werden nicht mehr 
erkannt/eingehalten. Aber das eigentliche Signal ist (bis auf das es 
deutlich heruntersakliert wird) trotzdem noch intakt oder gibt es dann 
irgendwelche anderen Welleneffekte die das übriggebliebene Signal 
zerhacken?
#7232419
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Aabeku K. schrieb:
> Der Witz an diesen Abschlüssen ist ja das "vorgaugeln" das Kein
> Mediumswechsel (50R-Leitung auf 1M-Eingangswiderstand) vorhanden sein.
Richtig.

Aabeku K. schrieb:
> Wenn  (übertreieben gesagt) alle 10cm die Leitung terminiert wird, ... Aber das 
eigentliche Signal ist (bis auf das es
> deutlich heruntersakliert wird) trotzdem noch intakt oder gibt es dann
> irgendwelche anderen Welleneffekte die das übriggebliebene Signal
> zerhacken?
Nun, Du schreibst oben selbst, dass die laufende Leitung einen 
Wellenwiderstand hat, dessen Vorhandensein man am Leitungsende 
'vorgaukelt'.

Tut man das auch mittendrin, so hat man an dieser Stelle ja andere 
Verhältnisse, was eine Störstelle bedeutet.

Übrigens kann man sowas mit LT-Spice simulieren (Transmission-Line...).
Gast #7233116
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Aabeku K. schrieb:
> Der Witz an diesen Abschlüssen ist ja das "vorgaugeln" das Kein
> Mediumswechsel (50R-Leitung auf 1M-Eingangswiderstand) vorhanden sein.

Das führt in die Irre: Die Abschlüsse sind dafür da, die 50R, die den 
Stromfluss bis hierher bestimmt haben, weiter anstehen zu lassen. Der 
Strom ist damit durch und konstant und gut ist.

Wenn Deine Leitung mit 100R Impedanz weitergeht, oder die Schaltung 100R 
Eingangsimpedanz hat, sollte Dein Abschluss-Widerstand nur 100R 
(100||100 = 50).

Der Gesamtstrom muss also in Summe 50R sehen, überall.

Wenn Du einen Stern hast (z.B. Signal von einer Seite rein, an 4 Seiten 
raus), dann bricht dann Signal zumindest für die Kabellaufzeit auch auf 
1/4 Deines Wellenwiderstandes zusammen. Statt 50 also 12R.

In der Praxis lässt man daher Stern-Leitungen (Abzweigungen) kurz. 
Auswirken tut es sich ja immer nur für einige Signallaufzeiten dieser 
Strecken. Lange Sterne brauchen dementsprechend sorgfältigere 
Betrachtungen.

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