Hallo zusammen,
wenn ich mir bspw. Datenblätter zu verschiedenen Zener-Dioden anschaue,
enthalten die Datenblätter größtenteils die Daten zu den gleichen
Kennwerten der einzelnen Dioden, also bspw. Bereich der Zenerspannung,
für welchen Rückwärtsstrom die Angabe gilt, Temperaturkoeffizienten,
erlaubte Verlustleistung usw.
Ich suche nun ein Buch, bevorzugt auf Englisch, das für möglichst viele
Bauteiltypen die wichtigsten Kennwerte in den Datenblättern beschreibt
bzw. kurz erklärt. Es muss keine Erklärung von Grund auf sein und darf
ruhig etwas Vorwissen voraussetzen. Kann auch etwas sein was man nur
noch gebraucht bekommt, das wäre kein Problem.
Kennt jemand ein solches Buch?
Gerald K. schrieb:> Höchst wahrscheinlich auch gebraucht verfügbar.
Ältere Ausgaben vom Tietze Schenk gibt es auch antiquarisch. Die 6.
Auflage habe ich für €15,- bekommen. Ist zwar von 1983, aber die
Grundlagen über Z-Dioden, Transistoren usw. sind ja unverändert.
Dazu noch den Horowitz Hill, ist leider auch antiquarisch sehr teuer.
Die deutsche Ausgabe ist preiswert zu bekommen, glänzt aber durch viele,
teils skurrile Übersetzungsfehler (lohnt trotzdem).
Beide Bücher sollten in keiner Bibliothek fehlen! Der Tietze Schenk mit
seiner sehr trockenen Art aber auch systematischer Herangehensweise. Und
Horowitz Hill mit seiner lebendigen Sprache, in dem es Spaß macht darin
zu lesen.
Schonmal Danke für Eure Antworten!
Sowohl Tietze Schenk als auch Art of Electronics hab ich hier stehen.
Ohne Zweifel sind das wirklich tolle Bücher, aber eben auch ziemliche
Wälzer.
Ich hatte mich deshalb gefragt ob es evtl. ein Buch mit Fokus auf
Datenblätter gibt, ohne allzu viel Drumrum. Im Software-Bereich gibt's
ja häufig "Cheat Sheets", sowas in der Art suche ich fürs Lesen von
Datenblättern.
Will heißen:
- Pro Bauteilart nur wenige Seiten
- Auflistung der wichtigsten Kenndaten (Bezeichnung, gängigste
Abkürzungen, kurze Beschreibung und was zu beachten ist (z.B. variiert
mit Temperatur, nicht verwechseln mit xy, wird manchmal statt xy
angegeben, übliche Größenordnungen, hat Einfluss auf andere
Eigenschaften, etc.))
- idealerweise eine Beschreibung der gängigsten Diagramme und was sie
angeben
Ihr habt natürlich recht dass sich das allermeiste davon im Tietze
Schenk oder sonst im Internet findet, aber ich fänds praktisch sowas
gesammelt in einem kleinen Buch zu haben. Manchmal stolper ich bspw.
über Abkürzungen für Kennwerte, die als bekannt vorausgesetzt werden,
mit denen ich aber nichts anfangen kann. Ich finds dann sehr mühselig
ganze Buchkapitel überfliegen zu müssen in der Hoffnung, dort die
gleiche Bezeichnung zu finden. Auch ne Internetsuche hilft nicht immer
weiter, zumal sich da leider auch viel falsches findet.
Es gab von "Siemens Bauteile Service" (SBS) Bücher, in denen Bauteile
vorgestellt wurden und Kenndaten sowie Beispiele vorkamen. Die wurden
seinerzeit an E-Technik-Studenten in Unis verschenkt. Eventuell gibt es
das mittlerweile abgescannt per Netz, oder jemand hat noch eines
herumliegen, was nicht mehr benötigt wird. Das Buch war sehr gut
gemacht!
Mohandes H. schrieb:> Ältere Ausgaben vom Tietze Schenk gibt es auch antiquarisch. Die 6.> Auflage habe ich für €15,- bekommen. Ist zwar von 1983, aber die> Grundlagen über Z-Dioden, Transistoren usw. sind ja unverändert.
Zz gibt es bei EBKA die achte für 5 Euro , die dritte für 5.
Das große Werkbuch Elektronik von Nührmann wäre vielleicht etwas für
Dich. Es ist eine riesige Sammlung von Grundlagen-Informationen, die man
sich ohne dieses Buch vor der Verfügbarkeit vom Internet mühsam
zusammensuchen mußte. Darin sind beispielhafte Auszüge aus Datenblättern
enthalten.
Ok, das liest sich für mich so als ob es das, was ich suche, vielleicht
gar nicht gibt. Allerdings sind sowohl
Jochen F. schrieb:> Es gab von "Siemens Bauteile Service" (SBS) Bücher, in denen Bauteile> vorgestellt wurden und Kenndaten sowie Beispiele vorkamen. Die wurden> seinerzeit an E-Technik-Studenten in Unis verschenkt. Eventuell gibt es> das mittlerweile abgescannt per Netz, oder jemand hat noch eines> herumliegen, was nicht mehr benötigt wird. Das Buch war sehr gut> gemacht!
als auch
Stefan schrieb:> Das große Werkbuch Elektronik von Nührmann wäre vielleicht etwas für> Dich. Es ist eine riesige Sammlung von Grundlagen-Informationen, die man> sich ohne dieses Buch vor der Verfügbarkeit vom Internet mühsam> zusammensuchen mußte. Darin sind beispielhafte Auszüge aus Datenblättern> enthalten.
und
Arno H. schrieb:> Früher hatten Datenbücher einen erklärenden Grundlagenteil.> http://bitsavers.trailing-edge.com/components/> wäre eine Anlaufstelle. Manche sind auch zweisprachig aufgebaut
super Hinweise! Schaue ich mir alles mal an. Danke Euch bis hierhin.
Gibt es auch nicht wirklich. Am besten liest du alle greifbaren
Application Notes der Chiphersteller und bastelst dir alles im Kopf
zusammen. Ja genau, dauert Jahrzehnte.
Ergänzend ein paar Standardwerke vorzugsweise als DL.
Man stößt auf einige Widersprüche und lernt mit denen zu leben.
Also alles kostenlos. Immerhin etwas.
Hier noch ein relativ unbekanntes Buch für Studenten: Otmar Kilgenstein,
Grundlagen aktiver Bauelemente 1 Elektronik in Beispielen. Gibt's
antiquarisch für 3.99.
DJR schrieb:> Sowohl Tietze Schenk als auch Art of Electronics hab ich hier stehen.> Ohne Zweifel sind das wirklich tolle Bücher, aber eben auch ziemliche> Wälzer.
Deshalb haben beide Bücher ein Inhaltsverzeichnis. Der Abschnitt über
Zener-Dioden ist überschaubar ;-)
Hallo
Abdul K. schrieb:> Am besten liest du alle greifbaren> Application Notes der Chiphersteller und bastelst dir alles im Kopf> zusammen
Den kann ich nur zustimmen - vor allem sind diese Application Notes oft
sehr nah an der Praxis und die Autoren haben keine Angst auch mal Adam
und Eva hervorzukramen bzw. Erklärungen kommen ohne viel Mathematik
(wenn doch wird diese dann doch notwendig sind werden diese oft Erklärt
und die passende so dargestellt wie sie benötigt wird) aus.
Auch haben die Autoren dort selten das Bedürfnisse gegenüber ihren "Dr.
Ing. Prof. H.c Cäser" Kollegen einen auf Klug (möglichst unverständlich,
akademisch, abgehoben) zu machen bzw. sind nicht vom Lehrbetrieb und den
Wahn irgendwelche Universitären und Wissenschaftlichen "Normen" zu
erfüllen verdorben worden.
Das Hauptproblem ist es aber diese Applictions Notes zu finden - am
besten bei für bestimmte Bauteile bekannte Hersteller (auch gerne leicht
Historisch - besonders bei Operationsverstärker und Bipolar
Transistoren) schauen - deren Autoren haben oft hervorragende
Praxisorientierte und (!) verständliche dabei aber trotzdem tiefgehende
und nicht verfälschende Artikel (fast schon Bücher) geschrieben, wovon
sich so manch ein "Hochschul Standard Literatur" Autor mit 5 Titeln eine
sehr große Scheibe abschneiden könnte...
Praktiker