Hallo
Folgendes Projekt beschäftigt mich gerade. Ich bin Hobby rauer und will
wie jeder Anfänger mit einem Einkocher die Maische und das Rohbier
erhitzen. Ich habe da so ein Modell mit Digitalanzeige bei dem man die
Temperatur und die Dauer einstellen kann. So weit so gut. Richtig
funktionieren tut das für Bier nicht. Die Temperaturen werden nur nach
China Standard gemessen und eine richtige Kochtemperatur wird nicht
erreicht da das Gerät einfach zu früh abschaltet. Es gibt externe
Temperatur Steuergeräte. Z. B. Den inkbird 310. Der schaltet dann das
Gerät an und aus nach Bedarf. Bei meinem digitalen Gerät wird aber nach
dem ausschalten alles resettet. Ich habe habe mir die Elektronik mal
angesehen. Man kann auf der Platine einfach das Relais überbrücken und
die Steuerung totlegen. Damit läuft der Heizstab auf "Dauerfeuer". Jetzt
ist nur das Problem dass mir das ganze dann ja durchbrennen würde wenn
da keine Steuerung das heizelement schützt. Am Boden des Kessel sind
zwei Schmelelemente und ein Temperatursensor. Jetzt die Frage.... Wie
heisst muss bzw. Darf dass heizelement werden. Gibt es eine besondere
steuerungsart für solche externen heizelement?
Gruß Uli
Ohne Angaben, um welche konkreten Produkte es handelt, kann man nur "it
depends" antworten. Versetze dich mal in unsere Lage, wir wissen nicht
einmal ansatzweise, was du da vor dir stehen hast.
Konkrete Angaben zur thermischen Belastbarkeit einzelner Bauteile findet
man normalerweise in deren Datenblättern. Welches von den Millionen
verfügbaren soll ich dir vorlesen?
Natürlich kann mir keiner genaue Angaben zu meinem speziellen Produkt
machen. Das ist mir klar. Ich wollte nur wissen ob jemand weiß ob man
zum erhitzen von Wasser auf Kochtemperatur ca 110C oder eher 200C
braucht. Das Heizelement kann bestimmt viel mehr bevor dann der
Kunststoff vom Kocher schmilzt.
Ulrich Wallis schrieb:> Wie heisst muss bzw. Darf dass heizelement werden
Es muss so heiss werden, daß deine Maische warm genug wird, und es darf
so heiss werden, wie der Hersteller in Bezug auf die Lebensdauer
erlaubt. Je heisser, je kürzer das Leben.
Ulrich Wallis schrieb:> Ich habe da so ein Modell mit Digitalanzeige bei dem man die> Temperatur und die Dauer einstellen kann. So weit so gut. Richtig> funktionieren tut das für Bier nicht. Die Temperaturen werden nur nach> China Standard gemessen und eine richtige Kochtemperatur wird nicht> erreicht da das Gerät einfach zu früh abschaltet.
Wie wäre es, das Ding dann einfach nach Erfahrung etwas höher
einzustellen ? Wenn es also 10 GradC zu früh abschaltet, einfach auf 10
GradC mehr zu stellen ?
Ulrich Wallis schrieb:> Ich wollte nur wissen ob jemand weiß ob man> zum erhitzen von Wasser auf Kochtemperatur ca 110C oder eher 200C> braucht.
Willst du uns verarschen? Weist du wirklich nicht, bei welcher
Temperatur Wasser kocht?
Ulrich Wallis schrieb:> Gibt es eine besondere> steuerungsart für solche externen heizelement?
Vielleicht mal ein Bild vom Aufbau?
Wenn das Heizelement 200° werden kann bevor das Wasser kocht,
hat das einen schlechten Wärmeübergang.
Dann sollte der Fühler irgendwie die Wassertemperatur erfassen,
nicht die des Heizelementes.
hmm, wasser kochen ist unproblematisch, da ja nichts anbrennen kann. man
kennt ja auch von der herdplatte die wassertropfen, die entweder
schweben auf dampffilm >200°c oder aber schnell zerstieben, zerkochen in
kleinere tropfen <200°c. es kommt natürlich auch darauf an, ob das
heizteil die hohe temperatur halten kann.
braun werden passiert bei trockenen sachen bei 110-120°c. wenn das
wasser unten am boden ausgetrieben ist, geht das los (bei brei). wenn
nichts ansetzt kann man auch heißer gehen, aber der
temperaturschutzschalter(121°c) am wasserkocher(2000W) springt auch erst
an wenn das wasser verdampft ist. so heiß wird es also gar nicht, durch
die verdampfungskälte, aufsteigende wasserdampfblasen.
beim essenkochen ist mir aufgefallen, daß eine temperaturbegrenzte
heizplatte (110°c) unten die speise oben im topf nicht einmal handwarm
bekommt. die wärmeleitung und deren verluste sind hier entscheidend,
also rühren !
bei mir reicht eine 700 watt heizplatte gut aus um 10l wasser am kochen
zu halten, bei 2000w sprudelt es natürlich heftig. 300 watt müßten auch
noch reichen aber es dauert halt länger bis das wasser dann endlich
kocht.
aber wieviel maische soll bis wann kochen ? und den temperatursensor
hält man am besten oben in den topf.
bei dir ist wohl ein rührgerät nötig und die überlegung welche
einstelltemperatur du benötigst um auf deine eigentliche
wunschtemperatur nach den wärmeverlustraten überall zu kommen.
deine heizplatte löscht im erreichen des solltemperatur die eingestellte
temperatur ? dann kappt wohl das stellrelais die versorgungsspannung ?
oder ist es der brandschutz-schalter der die apparatur stilllegt ?
Ulrich Wallis schrieb:> ch wollte nur wissen ob jemand weiß ob man> zum erhitzen von Wasser auf Kochtemperatur ca 110C oder eher 200C> braucht.
Kommt auf den Luftdruck an ... und beim bier brauen geht man doch nicht
über 80°C ??
Da denkt man man hat das Vorhaben gut beschrieben und dann stößt man
doch wieder auf Unverständnis. Schade. Natürlich Weiss ich wann Wasser
kocht... Beim Bier brauen braucht man verschiedene Temperaturen und am
Schluss wird bei 100C wallend gekocht. Den Einkochtopf kann man bis
maximal 100C einstellen. Das reicht aber bei dem Topf nicht um "wallend"
zu kochen. Er schaltet vorher ab weil er denkt er hätte 100C. Höher
stellen geht nicht. Ein Rührwerk habe ich natürlich auch damit die ganze
Pampe gleichmäßig erwärmt wird und nicht anbrennt. Und natürlich kann
ein heizelement dass unter dem Topf sitzt deutlich heißer als 100C
werden ohne dass das Wasser schon kocht. Und mein inkbird 310 hat einen
Temperaturfühler der in der Maische hängt.
Ulrich Wallis schrieb:> Ein Rührwerk habe ich natürlich auch damit die ganze> Pampe gleichmäßig erwärmt wird und nicht anbrennt. Und natürlich kann> ein heizelement dass unter dem Topf sitzt deutlich heißer als 100C> werden ohne dass das Wasser schon kocht. Und mein inkbird 310 hat einen> Temperaturfühler der in der Maische hängt.
Dann überbrücke das Relais und überlasse es Deinem externen
Temperaturregler. Du kannst mal schauen, vermutlich hat der Einkochtopf
noch einen Übertemperaturschutz, könnte sein, dass der Dein Gebilde
totlegt.
Um den Heizkörper selbst würde ich mir weniger Sorgen machen, simple
Tauchsieder ohne Schutz kamen bis zur Rotglut, ohne direkt zu
versterben.
Ulrich Wallis schrieb:> Und natürlich kann> ein heizelement dass unter dem Topf sitzt deutlich heißer als 100C> werden ohne dass das Wasser schon kocht.
Nicht natürlich, nur wenns schlecht konstruiert ist. Es ist thermisch
mit dem Boden verbunden? Die Thermosicherung brennt bei 120/150°? durch?
Manchmal gibt es noch ein Übertemperaturbegrenzer den man Rücksetzen
kann damit das ganze nicht bei der ersten Überhitzung verschrottet
werden muß. Es wäre schon gut zu wissen wie Dein Topf aussieht.
Elektronikmist oder ein Drehthermostat?
Bei letzteren kann die Scala nachgestellt werden, den elektronischen
könnte "angepasste" Sensorwerte gegeben werden. Dann gibts noch
Energieregler, die sind für Dein Vorhaben total ungeeignet, dann muß
wirklich eine andere Steuerung dran.
Manfred schrieb:> Um den Heizkörper selbst würde ich mir weniger Sorgen machen, simple> Tauchsieder ohne Schutz kamen bis zur Rotglut, ohne direkt zu> versterben.
Ich habe immer Heizungen freiglühen lassen damit sie schön sauber
werden.
Nachdem das zwei neue nicht überlebt haben bin ich auf 300° runter
gegangen.
Die Müllproduktion hat wohl auch die Heizelemente erreicht :-(
also ist das problem daß der temperatursensor schneller als die maische
auf temperatur ist, weil er an einer schnelleren heizzuleitung dran ist.
man könnte die maische besser isolieren, damit sie weniger auskühlt.
oder den sensor an eine andere position bringen (gefählich) oder dessen
werte manipulieren. ist der geringe luftdruck schuld, daß das gerät
vortemperaturig ausgeht ? wohl kaum.
naja, man kann sich ja denken, daß wenn man beide steuerungen
gleichzeitig aktiv lassen will, man die stromkreise auftrennen und
anders verschalten muß.
die digitale abschaltung darf nie stromfrei werden, sonst verlust der
einstellung. und der inkbird sowie das relais müssen die heizwendeln
ansteuern. der heizpot müsste also zwei stromanschlüsse haben, einmal
für digital und einmal für die heizleitung hinter dem relais sodaß diese
an den inkbird können. das muß man aber unfall-sicher ausführen.
sind die beiden heizelemente parallel oder seriell geschaltet ? seriell
könnte die heizleistung drosseln, und eventuell vorzeitiges ausgehen
verhindern. nur so eine idee
es gibt auch noch andere steuerungen für heizanlagen, die
pid-steuerungen, die mit fuzzy-logic dem schwingverhalten von
regelkreisen entgegenwirken können. ist aber schwierig zu verstehen, und
hier wohl nicht nötig. "rex-c-1000"
Ich will nicht glauben, dass die Temperatur nicht einstellbar ist. Denn
kein Sensor liefert exakte Temperaturwerte und außerdem kocht Wasser
nicht an jedem Ort bei exakt 100°C. Das kann nur sinnvoll funktionieren,
wenn es einstellbar ist.
Unser (ganz gewöhnlicher) Wasserkocher in der Küche hat das Problem
nicht, weil er auf den Druck des Wasserdampfes reagiert und Wasser halt
erst dann kräftig dampft, wenn es kocht.
Aber alle Geräte, die mit einem Temperaturfühler kochen, müssen meiner
Meinung nach irgendwo einstellbar sein. Sonst sind sie meine Meinung
nach eine Fehlkonstruktion.
Oft kann man Temperaturfühler manipulieren, um sie doch zu justieren.
Dazu braucht man dann aber Zugang zum Gerät oder entsprechend
detaillierte Infos. Denn es gibt unzählige Varianten von
Temperaturfühlern und nochmal so viele Auswerte-Schaltungen.
Hallo
Nach all den Antworten ist mir noch eine Idee gekommen. Ich habe mir mal
die Schmelsicherungen angesehen die unter dem Topf sitzen. Die sind mit
172°C beschriftet. Das ist mal ein guter Ausgangspunkt für mich. Damit
muss ich mich mit meiner Heizelement Temperatur zwischen 100°C und 172°C
bewegen. Je weiter ich über 100C bin desto schneller wird die
Maische/Bier heiß aber ich sollte nicht zu nah an die 172C der
Schmelsicherungen kommen wegen toleranz. Da schnappt ich mir doch mal
einen Arduino, einen Esp32 oder einen STM32 und ein 40A SSR und
programmier mir einen Pid Regler. Ich denke ich werde mal mit 120C
anfangen und gucken was passiert.
Stefan F. schrieb:> Unser (ganz gewöhnlicher) Wasserkocher in der Küche hat das Problem> nicht, weil er auf den Druck des Wasserdampfes reagiert und Wasser halt> erst dann kräftig dampft, wenn es kocht.Dein Wasserkocher. Meiner hat einen einteiligen Edelstahltopf, die
Heizung liegt verdeckt darunter. Der macht die Abschaltung rein nach
Temperatur, was dazu führt, dass er unnötig spät abschaltet.
Mein anderer, Plastikgehäuse, hat am obern Rand eine Öffnung, wo der
Dampf reinströmt und die Abschaltung veranlasst. Stopft man den zu, hört
er nicht auf.
Ulrich Wallis schrieb:> Je weiter ich über 100C bin desto schneller wird die> Maische/Bier heiß aber ich sollte nicht zu nah an die 172C der> Schmelsicherungen kommen wegen toleranz. Da schnappt ich mir doch mal> einen Arduino, einen Esp32 oder einen STM32 und ein 40A SSR und> programmier mir einen Pid Regler.
Reicht es nicht, mit Deinem externen Regler und Fühler in der Maische zu
arbeiten? Interessant ist doch eher, was Du machen willst, wenn die
Suppe kocht und das noch eine Weile lang weiter soll, bevor abgeschaltet
wird.
Manfred schrieb:> Mein anderer, Plastikgehäuse, hat am obern Rand eine Öffnung, wo der> Dampf reinströmt und die Abschaltung veranlasst.
Das ist die von mir gemeinte Variante mit Dampfdruck.
also ich würde dem uli mal raten da keinen gefährlichen scheiß zu
veranstalten , und vielleicht mal details zu dem gerät zu nennen,
hersteller, bild, name, watt, liter, fotos von schmelzelementen,
heizelementen. ich weiß immer noch nicht wieso es vorzeitig ausgeht. und
solange das ding sicher ist würde ich es so belassen. wenn man etwas
vernünftiges haben will muß es auch sicher aufgebaut sein.
Hier mal ein Bild von der Elektronik. Der Kessel hat 30 Liter und das
heizelement hat 1800W. Man sieht gut die beiden schmelzsicherungen. In
der Mitte der Temperatur Sensor für die Wassertemperatur und im
Vordergrund der Temperatur Sensor für die Kessel Temperatur.
Ulrich Wallis schrieb:> Damit> muss ich mich mit meiner Heizelement Temperatur zwischen 100°C und 172°C> bewegen.
Das ist Unfug. Du musst keinerlei Heizelement Temperaturen messen.
Die Übertemperatursicherung ist rein dafür, dass im Topf keine
Flüssigkeit ist und der Topf samt Heizelement zu heiss wird.
Das Heizelement ist so mit dm Topf gekoppelt dass es seine gesamte
Heizleistung in die Flüssigkeit abgeben kann, oder dein Topf ist eine
Fehlkonstruktion.
Wenn die tolle Elektronik zu früh abschaltet, dann musst du sie
überbrücken und eine eigenene Regelung einbauen. Da das Wasser (oder
Bier/Maische) eine hohe thermische Trägheit aufweisst reicht ein
Zweipunktregler.
Wenn du wirklich "wallend" kochen willst dann könne eine
Leistungsreduktion über eine Schwingungspaketsteuerung sinnvoll sein
Da ein Einkochtopf eigentlich nicht dafür gemacht ist bei kochendem
Inhalt noch mit voller Last weiterzuheizen, schaltet die Steuerung ab.
Fakt ist der Topfboden wird nur knapp über 100°C heiss solange da
irgendeine wässrige Flüssigkeit im Topf ist. Die Übertemperatursicherung
wird erst dann auslösen wenn du den trockenen Topf heizt.
Ulrich Wallis schrieb:> Damit> muss ich mich mit meiner Heizelement Temperatur zwischen 100°C und 172°C> bewegen. Je weiter ich über 100C bin desto schneller wird die> Maische/Bier heiß
Richtig, eher noch 2-400° je nachdem wie gut die thermische Verbindung
zum Boden ist. Die Fühler/Sicherungen messen den Boden, solange noch
Wasser drin ist werden die nicht auslösen. Der Fühler für die elektronik
könnte etwas "justiert" werden so das die dann erst bei 110° abschaltet.
Ist eine Regelung nötig? Oder soll sie möglichst schnell und dann für
eine bestimmte Zeit wallend kochen? 2000W sind ziemlich wenig für die
30Liter, wenn da nicht eine bestimmte Temperatur angefahren werden soll
ist eine Zeitschaltuhr eher sinnvoll?
mir scheint als wenn da 2 sensoren, mit insgesamt 4 dünnen schwarzen
leitungen mit dem steuergerät verbunden(1 stecker nicht verbunden ?),
verbaut sind. sowie 2 übertemperatur-sicherungen mit roten und weißen
kabeln. aber nur eine heizwendel, an beiden enden dieser sitzen die
sicherungen in stromkreis.
2 sensoren ? innen und aussen-temperatur ? verstehe ich nicht, oder
alles mit doppelter sicherheit.
Carypt C. schrieb:> oder alles mit doppelter sicherheit.
So sollte das sein. Einer zum messen der andere als
Übertemperaturbegrenzer (Klixon). Dieser sollte vor den Sicherungen
auslösen.
Nur etwas unschön das der auch auf die Elektronik geht und damit nicht
gegen festgebackene Relaiskontakte hilft :-(
Zwei Sicherungen weil die Heizelemente gerne einen Erdschluß bekommen
und dann hilft es nicht wenn die Sicherung in der N-Leitung auslöst.
ah ja, wenn kein FI auslöst und der erdschluß die heizwendel verkürzt,
hat diese einen viel geringeren widerstandswert und verbräte somit
gleich mehr leistung. ok, danke