Ich habe eine kleine, 3D-gedruckte Kreiselpumpe entwickelt, die einen
Standard Igarashi DC Motor (27 mm Durchmesser) mit 2,3 mm Schaft
enthält.
Das Teil funktioniert wirklich hervorragend, aber ich habe noch keine
richtige Lösung für die Wellendichtung hin zum Motor gefunden.
Idealerweise sollte sich kein Wasser aus der Pumpe bis zum Motor
vorarbeiten. Aktuell habe ich einfach etwas flexibles Druckharz um den
Schaft gehärtet und diesen mit Silikonfett benetzt. So eine wirklich
gute Langzeitlösung ist das aber nicht. Hat jemand eine Idee, wie man
das Problem besser löst?
Habe bisher leider nix unter 3 mm gefunden... Wäre auch cool, wenn es
etwas allgemein erhältliches wäre, da ich die Pumpe auf Thingiverse
stellen möchte, so dass andere auch was davon haben.
Wenn es schon keine 2,3mm-Wellendichtringe gibt, würde ich lieber eine
Buchse auf die Welle aufziehen, zu deren Außendurchmesser es einen
passenden Wellendichtring gibt.
MfG, Arno
Das ist eine sehr interessante Idee! Bin mir nur nicht sicher, dass das
so kompatibel mit dem 3D-Druck ist. Dann braucht man schon zwei
exotische Teile. Wie machen das denn die tausenden chinesischen
Aquarienwasserpumpen?
Herr Brotbaum schrieb:
> Wie machen das denn die tausenden chinesischen> Aquarienwasserpumpen?
Bei denen läuft der Rotor (mit Permanentmagneten) in Gleitlagern aus
Kunststoff oder Keramik komplett im Wasser und die Wicklung ist isoliert
im Kunststoffgehäuse vollständig vergossen. Ist nicht nur bei den
chinesischen Aquariumpumpen so, auch bei Eheim, JBL ...
Mario P.
WF88 schrieb:> Sind 4mm. Hättest genauer lesen müssen....
Ja falscher link. Für Welle 3 mm gibts noch aber kleiner hab ich nicht
auf die Schnelle gefunden.
>Rotor (mit Permanentmagneten) in Gleitlagern aus>Kunststoff oder Keramik komplett im Wasser und die Wicklung ist isoliert>im Kunststoffgehäuse vollständig vergossen.
Solch eine Pumpe ist auch in jeder Spülmschine eingebaut.
Chris K. schrieb:> Solch eine Pumpe ist auch in jeder Spülmschine eingebaut.
Aber ganz sicher nicht! Meine Spülmaschine hat eine normale
Wellendichtung, die sich auch wechseln lässt. Und was die
Google-Bildersuche so sagt, ist das auch die Regel. Rotor isolieren und
ins Medium tauchen ist wirklich der letzte Schritt für schwierige
Medien, aber ganz sicher nicht für 5 Euro Pumpen aus China!
Herr Brotbaum schrieb:
> Rotor isolieren und ins Medium tauchen ist wirklich der letzte Schritt für> schwierige Medien, aber ganz sicher nicht für 5 Euro Pumpen aus China!
Es ist für einfachste Aquariumpumpen das billigste was möglich ist und
der Rotor kann auf einfachste weise entnommen, gereinigt und ersetzt
werden - (auch von technisch nahezu unbedarften Personen). Der
Wirkungsgrad dieser Pumpen ist (nicht nur) wegen des großen Spaltes in
der Führung des Magnetfeldes allerdings unterirdisch im Bereich von
unter 25%.
Suche im Netz einfach nach den Bedienungsanleitungen der Produkte von
Eheim oder JBL. Dort ist fas immer die Prozedur zum Reinigen der Pumpe
beschrieben und auch eine Explosionszeichnung des Aufbaus.
Will man Industriepumpen mit langer Lebensdauer und hohen Leistungen
hermetisch dicht bauen, bedient man sich hochentwickelten
Topfspaltmotoren oder Magnetkupplungen. Da steckt sehr viel
Ingenieursarbeit drin und auch die verwendeten Werkstoffe spielen in
einer anderen Liega als bei den Aquarienpumpen. Zudem ist bei diesen
Pumpenantrieben/Motoren der Mindestwirkungsgrad gesetzlich
vorgeschrieben, und der ist nicht ohne. Diese Pumpen taugen dann auch
für andere Medien als nahezu sauberes Wasser. Dann haben Sie natürlich
recht, das diese deutlich teurer sind.
Mario P.
Mario P. schrieb:> Herr Brotbaum schrieb:>> Wie machen das denn die tausenden chinesischen>> Aquarienwasserpumpen?>> Bei denen läuft der Rotor (mit Permanentmagneten) in Gleitlagern aus> Kunststoff oder Keramik komplett im Wasser und die Wicklung ist isoliert> im Kunststoffgehäuse vollständig vergossen. Ist nicht nur bei den> chinesischen Aquariumpumpen so, auch bei Eheim, JBL ...
Gleitlager ;)
Vielleicht bei der Luxusklasse.
Bei den billigen ist das ein Metallstift der in der Mitte steckt. Auf
den lässt man den Rotor mit den Magnetkern einfach fallen. Der Stift
verhindert nur das das Teil verkanntet. Der Rest der Technik ist in
einen Kunststoffblock "verschweißt". Und logoweis ist da ein Schutz vor
der verhindert das der Rotor abhebt. Gut sichtbar bei den
Außen-Filtern´die KEIN Kopf im Sinne der großen Filter haben.
Die Teile sind 1000% Wasserdicht. Da die mit 230 Volt arbeiten wäre es
sonst auch tödlich wenn die undicht wären. Ich habe jedenfalls mich
damals öfters bei Füttern schmussen lassen von meinen Fischen. Besonders
den Goldfischen.
Wenn man das Wasser eines Aquariums auf Phase legt, dann isoliert das
Glas.
Wenn man nun rein fasst, schließt man den Stromkreis und man bekommt
eine gewischt.
Bekommen die Fische dann auch eine?
Wf88 schrieb:> Bekommen die Fische dann auch eine?
Klar, oder glaubst Du, das der Strom nur in einer dünnen Linie, von
einem Kontakt zum Anderen fliest?! Zur falscher Zeit, am falschem
Ort......
Teo D. schrieb:> Wf88 schrieb:>> Bekommen die Fische dann auch eine?>> Klar, oder glaubst Du, das der Strom nur in einer dünnen Linie, von> einem Kontakt zum Anderen fliest?! Zur falscher Zeit, am falschem> Ort......
War mir da nicht ganz sicher. Das Gefühl sagte ja. Danke.
Herr Brotbaum schrieb:> Chris K. schrieb:>> Solch eine Pumpe ist auch in jeder Spülmschine eingebaut.>> Aber ganz sicher nicht! Meine Spülmaschine hat eine normale> Wellendichtung, die sich auch wechseln lässt. Und was die> Google-Bildersuche so sagt, ist das auch die Regel. Rotor isolieren und> ins Medium tauchen ist wirklich der letzte Schritt für schwierige> Medien, aber ganz sicher nicht für 5 Euro Pumpen aus China!
Habe selbst mehrere "800l/h" Pumpen in 12 und 24 Volt für je € 10 aus CN
in Benutzung. Da die dauernd durchlaufen war schon mehr als eine kaputt.
Die Dinger haben taschlich nur einen rotierenden Permanentmagneten mit
Laufrad, der Antrieb ist im Trockenen und vermutlich EC.
So, die Chinapumpen wurden geliefert. Die Abdichtung erfolgt durch eine
Art Stopfbuchse, wobei ein O-Ring axial zum Schaft komprimiert wird,
natürlich mit entsprechendem Silikonfett. Der Rest vom Gehäuse ist
wasserdicht verklebt.