Wurde in Modelldampfmaschinen Asbest verwendet? Meine Dampfmaschine
stammt wohl aus den 1920-1950er Jahren, an den Seitenwänden der
Brennkammer befindet sich an den Wänden eine Art Pappe, isolieren tut
sie nicht wirklich.
werfragt schrieb:> Meine Dampfmaschine stammt wohl aus den 1920-1950er Jahren
Falls es eine Wilesco ist, einfach mal beim Hersteller anfragen.
Sauron schrieb:> aus der Wikipedia
Da sind aber ziemlich sicher ausgewachsene Dampfmaschinen gemeint.
Hmmm schrieb:> werfragt schrieb:>> Meine Dampfmaschine stammt wohl aus den 1920-1950er Jahren>> Falls es eine Wilesco ist, einfach mal beim Hersteller anfragen.>
Hersteller sowie Baujahr unbekannt, stammt vermutlich aus den 60er. Dort
hat man ja fast überall Asbest verbaut, ob sinnvoll oder nicht.
Es ist zwar eine Prägung auf einer Maschine, aber ich vermute, dass das
eine Nachbildung einer echten Maschine ist und der aufgedruckte
Hersteller vermutlich große Dampfmaschinen gebaut hat. Wilesco könnte
ich ja trotzdem mal Fragen, denn falls die Asbest verbaut haben, werden
es die anderen vermutlich auch getan haben.
werfragt schrieb:> denn falls die Asbest verbaut haben, werden> es die anderen vermutlich auch getan haben.
Das Asbest-Ersatzstoffe selbst heute noch sauteuer sind, ist es sehr
wahrscheinlich das da Asbest drin ist.
Aber du kannst ja Wilesco fragen, was sie als Ersatzstoff benutzen.
Falls du die Dampfmaschine restaurieren willst. Vielleicht verkaufen sie
dir sogar das Zeug. Die sind für guten Kundenservice eigentlich bekannt.
Was ich auf einigen Modellbauveranstaltungen damals (vor Corona) gehört
habe.
Schlaumaier schrieb:> werfragt schrieb:>> denn falls die Asbest verbaut haben, werden>> es die anderen vermutlich auch getan haben.>> Das Asbest-Ersatzstoffe selbst heute noch sauteuer sind, ist es sehr> wahrscheinlich das da Asbest drin ist.>> Aber du kannst ja Wilesco fragen, was sie als Ersatzstoff benutzen.> Falls du die Dampfmaschine restaurieren willst. Vielleicht verkaufen sie> dir sogar das Zeug. Die sind für guten Kundenservice eigentlich bekannt.> Was ich auf einigen Modellbauveranstaltungen damals (vor Corona) gehört> habe.
Braucht man den Asbest überhaupt?
Volldampf schrieb:> Ja, zwingend. Seit der verboten ist gibt es auch keine Dampfmaschinen> mehr.
Quatsch.
Das wäre Wilesco längst pleite.
https://www.wilesco.de/dampfmaschinen
Und in der gesamte Industrie werden Asbest-Ersatzstoffe eingesetzt. Sie
sind nur wie gesagt teurer.
Einer der bekannteren Hersteller ist z.b. Rockwool.
Worin liegt jetzt das Problem? Auch wenn es denn Asbest ist, dann kann
es doch da bleiben?
Asbest ist kein Zyankali: man braucht schon eine längere Exposition mit
hohem Feinanteil, damit das eine Wirkung hat. Selbstverständlich müssen
bei (sich wiederholenden) gewerbsmäßigen Handhabungen die Handwerker
geschützt werden. Eine gelegentliche Exposition als Bastler ist nach
überwiegender Auffassung unkritisch. (Es gibt aber keinen „unteren
Grenzwert“)
Als Lehrling mußte ich mit der Flex massenhaft Asbestzementplatten
zuschneiden. Vor ca. 10 Jahren haben wir die Nachtspeicheröfen aus der
Wohnung von Schwiegermutter selbst fachgerecht entsorgt.
Man kann alles übertreiben….
Schlaumaier schrieb:> Volldampf schrieb:>> Ja, zwingend. Seit der verboten ist gibt es auch keine Dampfmaschinen>> mehr.>> Quatsch.>> Das wäre Wilesco längst pleite.>> https://www.wilesco.de/dampfmaschinen>> Und in der gesamte Industrie werden Asbest-Ersatzstoffe eingesetzt. Sie> sind nur wie gesagt teurer.>> Einer der bekannteren Hersteller ist z.b. Rockwool.
Wofür wird der Asbest in der Dampfmaschine denn benötigt, die müsste
doch auch ohne laufen?
Thomas R. schrieb:> Worin liegt jetzt das Problem? Auch wenn es denn Asbest ist, dann> kann> […]> Man kann alles übertreiben….
Ja klar bleibt der Asbest drin, ich baue den sowieso nicht aus. Traue
ich mich nicht. Asbest kann auch nur mit einer Faser Lungenkrebs
auslösen, du meinst Asbesthose. Mag sein das bei einer Faser Lungenkrebs
unwahrscheinlich ist, aber ich muss mein Lungenkrebsrisiko ja nicht
unnötig in die höhe treiben. Ich bin mir bewusst das ich dauerhaft
Asbest einatme, allein schon da es immer in der Luft ist, z.B. durch
alte Bremsscheiben. Außerdem löst Asbest bei mir ein Unbehagen aus, ich
möchte eine Dampfmaschine mit Asbest nicht im Raum haben.
Ist auch echte keine besondere Dampfmaschine, kein Hersteller, kein
Baujahr, Teile fehlen, lässt sich nicht nutzen, sehr angelaufen
Lauron schrieb:> Kannste mal aufhören standing irgendwelche Screenshots zu posten? Nervt> echt auf Mobilgeräten.
Kannst mal aufhören dein Handy zu benutzen ? Nervt echt auf meinem PC
werfragt schrieb:> z.B. durch alte Bremsscheiben
Die sind aus Metall. Du meinst alte Bremsbeläge, aber wie alt bitte
müssten die sein, um asbesthaltig zu sein?
Du kannst natürlich aus Angst die Dampfmaschine wegwerfen, aber dann
solltest Du konsequenterweise auch Dein Haus wegwerfen, denn da war die
Maschine ja drinnen. Innen drinnen!
Ja mei, da ist in der Dampfmaschine wohl Asbest verbaut...
Da das eigentlich nicht berührt wird sollte sich das Risiko in Grenzen
halten.
Aber sei es drum... Asbest ist gefährlich!!!!
Du weist das, ich weis das, aber mein Nachbar schnappt sich die Flex und
macht in seinen schönen Welleternitplatten einen Ausschnitt um sein
neues Kantholz vom Carport dort durchzuführen. Die Staubfahne ging durch
das halbe Dorf...
werfragt schrieb:> Asbest kann auch nur mit einer Faser Lungenkrebs> auslösen, du meinst Asbesthose.
Man kann auch von einem Meteoriten erschlagen werden. Das Risiko ist
wahrscheinlich ähnlich hoch.
> Ich bin mir bewusst das ich dauerhaft Asbest einatme, allein schon da es immer >
in der Luft ist, z.B. durch alte Bremsscheiben.
Wie alt denn? Bremsscheiben sind seit 1930 aus Stahl oder Grauguss.
Falls du Bremsbeläge meinst: Die sind seit den 1970er Jahren asbestfrei.
Hast du schon an das Formaldehyd in den alten Sperrholzplatten deiner
Wohnung gedacht? Und die Weichmacher im PVC-Boden? Und die Milben im
Teppichboden? Und ....
Vergiss das bisschen Asbest solange zu es nicht in der Kaffeemühle
zermalst und dann schnupfst.
Und Erternit Platten kann man auch nass bearbeiten...
Man kann aber auch ein Schnitzel vom Asbestteller essen.
Mach dir also wegen der Dampfmaschine keinen Kopf.
Solange du die Isolierung nicht trocken im Mixer ohne Deckel
zerkleinerst, wird nichts passieren.
Viel Spass mit der Dampfmschine...
Thomas F. schrieb:> Hast du schon an das Formaldehyd in den alten Sperrholzplatten deiner> Wohnung gedacht?
Sperrholz? Du meinst Presspan. Eternit wurde bis 1989 mit Asbest
produziert, danach nicht mehr. Je nach Alter des Carports also kein
Anlass zur Hysterie, sonst halt nicht gerade in der Staubfahne
aufhalten.
Das Mineral Asbest ist an sich ungefährlich, nur der lungengängige STAUB
kann toxisch wirken. muß aber nicht. Staub entsteht beim
Schleifen/Flexen oder bei Dächern durch Wetter und WIND. Hier hilft
Anstreichen, um die Fasern einzubetten (es gibt aber keine gesetzliche
Verpflichtung dazu).
Bei Feuerungen kann man keine Farbe verwenden, wohl aber "Wasserglas"
(Natron- oder Kali-) aus dem Baumarkt. Das ist verflüssigte Kieselsäure,
die vom CO2 in der Luft in wenigen Wochen in eine Glasur umgewandelt
wird, die alle Fasern sicher einbettet. Die Glasur widersteht sogar
Glühhitze.
Wenn Du die Asbestteile Deiner Dampfmaschine mit Wasserglas einpinselst,
bist Du auf der sicheren Seite und kannst sie wieder befeuern.
Nebenbei: Beim Verlegen von Aufputz-Schaltern und -Steckdosen auf Holz
war es früher zwingend vorgeschrieben, Asbestpappe (ca. 4mm stark) gegen
Brandgefahr unter die Dosen und Schalter zu montieren. Die konnte man
mit Messer oder Blechschere gut zuschneiden. In Uraltbauten manchmal
noch zu finden.
Es gab sogar feuerfeste Kleidung und Handschuhe aus Asbestgewebe für die
armen Schwerarbeiter an den Schmelzöfen.
Dirk L. schrieb:> Ja mei, da ist in der Dampfmaschine wohl Asbest verbaut...> Da das eigentlich nicht berührt wird sollte sich das Risiko in Grenzen> halten.> Aber sei es drum... Asbest ist gefährlich!!!!
Stimmt. Solange Asbest nicht bearbeitet wird, ist die Gefahr sehr
gering. Da sollte man keine Angst vor haben.
Die Leute, die solche Angst davor haben, werden sich auch nicht komplett
biologisch ernähren. Ich persönlich würde die Gefahren durch Carragen
oder sonsten Mist in "modernen" Lebensmitteln höher einstufen, also eine
fest verbaute Platte Asbest.
Thomas R. schrieb:> Als Lehrling mußte ich mit der Flex massenhaft Asbestzementplatten> zuschneiden.
Und rauchen ist gesund, siehe Helmut Schmidt ;)
werfragt schrieb:> Asbest kann auch nur mit einer Faser Lungenkrebs> auslösen, du meinst Asbesthose
Ja, aber man kann sich auch in die Asbest*hose* machen ;)
Weiß du, wie viel Welleternit noch auf den alten Industriehallen liegt?
Hektarweise je Industtriegebiet... Was glaubst du, wie viele Millionen
Fasern da so durch die Lüfte wehen. Interessiert keine Sau. Wenn Asbest
wirklich soooo tödlich wäre wie alle behaupten, dürfte es die Dächer
nicht mehr geben.
Ja, Respekt und sicherer Umgang, aber keine Angst. So sehe ICH das.
Monday Sanscheihne schrieb:> Wenn Asbest> wirklich soooo tödlich wäre wie alle behaupten, dürfte es die Dächer> nicht mehr geben.
Auf den Dächern ist es auch ungefährlich.
1. Es wird nicht bearbeitet und wird vermutlich durch Siffe zusätzlich
gebunden.
2. Es geht nicht darum das du mal ne Asbestfaser einatmest. Damit wird
der Körper mehr o. weniger fertig.
Es geht darum das mit Mio. von Partikel einatmest wenn du dich in
trockenen Häusern mit Asbest DAUERND aufhältst, oder noch schlimmer es
ein Werkstoff ist, mit den du arbeiten musst.
Frei nach den Motto. DIE MASSE MACHT ES AUS
Überleg mal was die Abkürzung ppm bedeutet.
Antwort (übersetzt) : Teile Per Mio. Und wie bei jeden anderen Chemie
gilt auch, zu viel ist ungesund. Wenn es anders wäre wären wir alle TOT.
Immerhin wir jede Menge Säure etc. zu Zubereitung unseres
"Lebens"-Mittel benutzt.
werfragt schrieb:> du meinst Asbesthose
Nur wer zu viel von dem Asbest bekommen konnte, dem quillt die
Asbesthose aus allen Ritzen über bei der Flucht.
mfg
Schlaumaier schrieb:> 2. Es geht nicht darum das du mal ne Asbestfaser einatmest. Damit wird> der Körper mehr o. weniger fertig.>> Es geht darum das mit Mio. von Partikel einatmest wenn du dich in> trockenen Häusern mit Asbest DAUERND aufhältst, oder noch schlimmer es> ein Werkstoff ist, mit den du arbeiten musst.>> Frei nach den Motto. DIE MASSE MACHT ES AUS
Hinsichtlich Asbestose hast du recht...
Das ist eine Berufskrankheit an der praktisch nur diejenigen erkranken
die lange und Intensiv mit Asbeststaub ohne hinreichend Schutz zu tun
hatten.
Die Ursache für die Asbestose ist das ein Teil der Asbestfasern in so
kleine Stückchen zerfallen das diese Lungengängig sind. Gleichzeitig
aber von der Struktur so das diese sich dort festsetzen und sogar
teilweise ins Gewebe eindringen. (Scharfe Bruchkanten?Weiß es nicht
mehr, müsste jetzt nachschlagen warum)
Nicht jede einzelne Faser ist Lungengängig und selbst von den
Lungengängigen die eingeatmet werden setzt sich lange nicht jede Faser
fest.
Wenn sich eine Faser aber festsetzt führt das zu einer kleinen lokalen
Entzündungsreaktion die ein winzigstes Stückchen Lungengewebe vernarbt.
Ein paar Stellen haben natürlich keinen Einfluss auf die Lungenfunktion,
aber wenn es dann mit der ZEit immer mehr stellen werden bedeutet dies
das auch viele winzige Stellen plötzlich zusammen eine große Fläche
ergeben. Und das ist dann ein Problem.
Aber Asbestose ist nicht das einzige Risiko! Das andere Risiko ist halt
Lungenkrebs der durch Asbeststaub hervorgerufen werden kann. Da gilt das
was bei allen CMR-Stoffen gilt: Es gibt keine Sichere Dosis, es gibt nur
Wahrscheinlichkeiten!
Im Prinzip hat durch Asbest ausgelöster Lungenkrebs dieselbe Ursache wie
bei der Asbestose. Es ist ja schon lange bekannt das, je nach
Körperorgan und Entzündungsart, mit unterschiedlicher Häufigkeit,
Entzündungsherde zur Entartung von Körperzellen Führen können uns so
dann Krebs entstehen kann.
Damit bedeutet jeder einzelne winzige Entzündungsherd ein, wenn auch
ganz ganz winzig kleines, Krebsrisiko.
Bei einer einzelnen eingeatmeten Faser ist die Wahrscheinlichkeit das
diese über die Kette "Lungengängig, festsitzen, Entzündung, Krebs" zum
Tode oder Schwerbehinderung führt vielleicht in der Größenordnung von
dem oben geschrieben "Tod durch Meteoritentreffer". Unwahrscheinlich,
kommt aber vor. Alle paar Jahrzehnte mal einer auf der Welt...
Bei einigen hundert bis tausend Fasern (Was schon bei einem ungeschützen
Arbeitsnachmittag mit der bearbeitung alter Eternitplatten locker
überschritten werden kann) Ist man dann beim sechser im Lotto.
Einen Sechser haben mehrere zehn Leute alleine in Deutschland jedes
jahr. Trotzdem ist die Chance selbser dazuzugehören extrems klein.
MAcht man so etwas öfter, dann kommt man in Bereiche wo man wirklich
ernsthaft damit rechnen muss das man wirklich krank wird.
Generell muss man aber sagen das im Bezug auf "Gefahrstoffe"
mittlerweile bei einigen (auch und gerade Politiker, Reichlich auch in
der Normalbevölkerung) wohl aufgrund fehlender NAturwissenschaftlicher
Grundlagen der Verstand aussetzt und statt gesunder vorsicht und
sachkundiger Umgang einfach nur Panikmache aufkommt.
Sieht man selbst hier im Forum schon manchmal bei so profanen Themen wie
Bleilot. Was da einige für Horromärchen (Bleidampf...) verbreiten.
Wo "beim Arbeiten nicht essen und anschließend Händewaschen" völlig
ausreichend ist das für normale Hobbyhandwerker sowieso geringe Risiko
auf sicher NULL zu reduzieren.
(In den Händen von Kindern die dann möglicherweise daran lutschen und
kauen ist natürlich etwas VÖLLIG anderes. Aber selbst da würde ein
einmaliges Versehen noch folgenlos bleiben. Bei mehrfacher Wiederholung
allerdings könnten die Folgen ernsthaft sein)
Gesunde Vorsicht wenn ich da z.b. eine erhaltenswerte historische
Modelldampfmaschine hätte wo ich den Verdacht hätte das da Asbest drin
wäre würde bedeuten das ich die verdächtige Substanz entweder
untersuchen lasse und die Maschine so lange gut einpacke. Oder wenn ich
die Untersuchung nicht machen will bzw. wenn die entfernung zwingend
notwendig ist, das ich diese keinesfalls ungeschützt im Haus/der Wohnung
bearbeite.
Statt dessen mit etwas Schutz, am besten zusätzlich zumindest die
kritischen Stellen angefeuchtet, das Ding im Garten auf Erde soweit
demontieren das man das Zeug restlos entfernen kann (das entfernte gut
Staubdicht einpacken und bei Gelegenheit zur Problemstoffsammlung, dann
mit viel Wasser alles an Rückständen von der Maschine waschen (und die
Fasern gut in die Erde einspülen, mit dreck dran ist da nichts mehr mit
Lungengängig...), danach kann man das entfernte durch aktuelle
unproblematische Stoffe ersetzen und alles wieder zusammenbauen. (Die
letzten Schritte können dann auch wieder in der Bastelstube erfolgen)
Die andere Frage ist natürlich ob das an seinem jeweiligen Wohnort
(Staat, Bundesland/Stadt) so erlaubt ist. Aber das muss jeder für sich
selbst recherchieren und mit dem Wissen dann für sich die Konsequenzen
ziehen.
Und vor allem EINES nicht vergessen: Asbestfasern kommen so oder so
schon natürlich in der Natur vor. Nicht überall, aber je nach Geologie
an den verschiedensten Orten. Schon vor dem Menschen.
Und spätestens seit der Massennutzung sowieso überall.
Praktisch die gesamte vor 1980 geborene Bevölkerung wird in der einen
oder anderen Form sicher schon mit Asbeststaub in Kontakt gekommen sein.
(Die Handwerklich arbeitenden vor 1970 geborenen sicher sogar
reichlich). Und auch viele nach 1980 geborene noch. Die sind nicht alle
krank und werden es deshalb auch nicht.
Daher KEINESFALLS LEICHTSINNiG sein, das ist und bleibt potentiell ein
Gefährliches Zeug.
In der schwach gebundenen Form ohne Versiegelung sollte man innerhalb
von Wohn., Arbeits, aber selbst Lager und Technikräumen keinesfalls mehr
akzeptieren.
(Versiegelt oder stark gebunden ist OK so lange nicht mechanisch
bearbeitet)
Aber mit wachem Verstand und einigen Vorsichtsmaßnahmen bei vernünftig
überlegtem Umgang besteht keinerlei Grund zur Panik.
Und Gefährlich ist nur der reine saubere feinste Staub. Nicht der
Feststoff und nicht einige zehn Fasern als Bestandteil von
Mutter/Lehmboden...
Zumal ja auch bei den noch erlaubten verbauten alten Eternitplatten
immer mal die eine oder andere Faser freigesetzt wird und dann im Kanal
oder auf der Erde landet...
Gruß
Carsten
Schlaumaier schrieb:> Auf den Dächern ist es auch ungefährlich.> 1. Es wird nicht bearbeitet und wird vermutlich durch Siffe zusätzlich> gebunden.
Das ist einfach falsch!
Es wird bearbeitet, und zwar vom Wetter.
Steige mal auf eine Garage mit Well-Eternit und schau Dir die Oberfläche
an:
Jede Menge schön von der Oberfläche abstehende Nadeln, die werden vom
Sturm abgebrochen und durch die Luft transportiert, im Schlammbelag der
Dachrinne sind auch Massen. Da Asbest doppelbrechend ist, kann man ihn
in einem Polarisations-Mikroskop gut erkennen. Das funktioniert auch ein
einem einfachen Mikroskop und improvisierter Polarisationseinrichtung
mit Pola-Sonnenbrillen.
Trotzdem, wenn Asbest wirklich so gefährlich wäre, wie es behauptet
wird, gäbe es garantiert die gesetzliche Verpflichtung, ALLE
Eternitdächer regelmäßig mit einem Anstrich zu versehen. Gibt es aber
nicht.
Die Asbest-Sanierung von Gebäuden scheint mir eine
Arbeits-Beschaffungs-Maßnahme für die angeblich notleidende Baubranche
zu sein.
Werner H. schrieb:> Trotzdem, wenn Asbest wirklich so gefährlich wäre, wie es behauptet> wird, gäbe es garantiert die gesetzliche Verpflichtung, ALLE> Eternitdächer regelmäßig mit einem Anstrich zu versehen.
Asbest ist gefährlich.
Corona auch. Aber an der frischen Luft war nie eine Maskenpflicht.
Grund ist der selben wie Asbest. Das bisschen was wir an der frischen
Luft abbekommen ist nur ein Milo. Teil von den was wir sonst an Dreck
jeden Tag schlucken müssen.
Risikominimierung halt.
Ist wie beim Auto. Das bisschen Dieselabgase überleben wir bis heute.
Aber am Auspuff schnüffeln ist nicht so der Bringer ;)
1972 kam das Verbot Asbest in thermischer Isolierung zu verwenden.
Alles davor: Asbest kann im Isoliermaterial vorkommen. Asbest war billig
und hat phantastische Eigenschaften. Asbestpappe verbaute z.B. jeder
Elektrikker. Gewissheit gibt leider nur die Laboranlyse.
(Schluss mit Asbest in Faserzement war erst 1995)
Nun ist es aber nicht so dass man nicht mit Asbest arbeiten darf.
Immerhin stehen die Asbestbauten ja. Also ASI. In deinem Fall ist die
ASI einfacher als eine Laborfreimeldung:
Tyvek Anzug mit Kaputze, Gummistiefel, Gummihandschuhe und Atemschutz.
Am Besten arbeitest du in einem Müllsack, draussen.
Dann waschen, das Tyvek und den Rest mit in den Müllsack, zukleben und
auf den "Wertstoffhof" damit.
Als Ersatz bietet sich eine Steinwollenlamellmatte (Rockwool oder
anderer Hersteller) an. Schmelzpunkt ist > 1000 C.