ich würde gerne eine Abschaltverzögerung von etwa zwei Stunden umsetzen. Bereich so 90-250min wären ok.
Gegeben: Steckernetzteil 12VDC, Last ca. 1A
Die Schaltung soll von Lötanfängern nachgebaut werden, daher sollten nur wenige, günstige und THT Teile mit Rastermass >=2.54mm verwendet werden.
Annahme:
Schalten würde ein P-Mosfet, Leckstrom vom Gate so 0.1uA
Über Taster dann EIN / AUS oder eben nach 2h automatisch aus
Ein Elko mit zB 1000uF an 7.2Mohm hätte rechnerisch die 2h Zeitkonstante (bei rund 1.4uA Entladung)
Probleme:
Leckstrom der ersten zwei Elkos gemäss Datenblatt grösser 10uA (Zeitkonstante daher im *****)
Bei langsam sinkender Gatespannung durchläuft der Mosfet den "halb-leitendenden" Zustand
Frage:
Gibt es eine Lösung in für diese Anforderung?
Gerne noch mehr Infos, wenn ich was vergessen habe.
der zählt max 2^24 bei 3Mhz also rund 5Sek, für mehr müssten also
nochmal externe FlipFlops ran?
Oszillator/Zähler 4060
Find ich bei meinem Distri grad nicht, gibt es eine genauere Bezeichnung
Schalten würde ein P-Mosfet
Musst du unbedingt die Highside schalten?
Die Schwesterschaltung macht das so, muss aber nicht sein, wenn es
deutlich hilft. (RDSon und Preis ist mir egal)
Übrigens: Mehr als 8 Pins (CD4536) ist für Lötanfänger so ne Sache, bei
Fehlern schwer zu entlöten
Soo schwer ist das doch nicht! Die Pins werden mit einem spitzen Seitenschneider einzeln am Gehäuse abgetrennt und einzeln entlötet...
Ansonsten mit einer breiten LK-Spitze mit viel Zinn einschwemmen und rausziehen. Reihe für Reihe und wechselseitig. Das geht mit L-Sn60PbCu2 richtig gut...
Gerne noch mehr Infos, wenn ich was vergessen habe.
Von welcher Schwester in welcher Schaltung redest du da? Brauchst du da überhaupt einen Schalttransistor? Was wird geschaltet? Wieviele mA werden an Laststrom benötigt?
..und Oszillatoren die dort hineinpassen. Zusammen mit 2x 4060 kann man dem Nachwuchs sogar noch einfache Mathematik mitgeben sowie über Steckbrücken / Codierschalter den Zeitrahmen von Sekunden bis hin zu mehreren Stunden variieren.
Gruß, DerSchmied
Edit: CD4040be paßt auch, nur die Teiler sind anders gestaffelt.
Ein Elko mit zB 1000uF an 7.2Mohm hätte rechnerisch die 2h Zeitkonstante
Nur, wenn du die üblichen Toleranzen von Elkos, die durchaus bei 40% (±10 .. ±20) liegen können, und den Leckstrom (z.T. einige hundert µA) ignorierst.
Genaue Angaben dazu im Datenblatt.
analog über Kondensator + Widerstand, Zeitkonstante = murks
CD4536, HEF4060 oder CD4060
Frequenz mit externen Bauteilen vorwählen,
Entsprechende Bits so setzen, dass sich die gewünschte Zeit einstellt
(alternativ, wie immer Microprozessor)
analog über Kondensator + Widerstand, Zeitkonstante = murks
CD4536, HEF4060 oder CD4060
Frequenz mit externen Bauteilen vorwählen,
Entsprechende Bits so setzen, dass sich die gewünschte Zeit einstellt
(alternativ, wie immer Microprozessor)
Richtig zusammengefasst.
Dazu sagen möchte ich noch: Die µC-Lösung baut jedenfalls kleiner als jede andere Variante und mit weniger Komponenten.
Ich habe vor Ewigkeiten mal eine "Eieruhr" mit NE555 gebaut.
1 min - 1 Std über Drehschalter mit verschiedenen Widerständen und 2200µ-Elko.
Die Widerstandswerte hatte ich mittels Widerstandsdekade ermittelt.
Noch Jahre später ging das Ding im Stundenbereich <1 min falsch.
Weil es Murks ist, wurde mehrfach erklärt. Es werden zu große Elkos mit zu großen, bisweilen arg temperaturabhängigen Leckströmen und zu großen Widerständen benötigt. Die digitale Variante ist DEUTLICH kleiner, zuverlässiger und genauer.
Ich habe vor Ewigkeiten mal eine "Eieruhr" mit NE555 gebaut.
1 min - 1 Std über Drehschalter mit verschiedenen Widerständen und
2200µ-Elko.
Die Widerstandswerte hatte ich mittels Widerstandsdekade ermittelt.
Noch Jahre später ging das Ding im Stundenbereich <1 min falsch.
Sorry, dass ich mich zu dem Ausdruck habe hinreisen lassen - ist sonst nicht meine Art 🙄. Übrigens: Eieruhr mit einer Stunde?? Steinhart! 😉
Falk B. hat dir zum Thema auch mit meinen Argumenten schon geantwortet.
Lange Zeiten sind zumindest eine Pfriemelei - auch du hast mit der Widerstandsdekade die Werte bestimmt. Und solltest du den NE555 oder den Elko mal austauschen müssen, dann geht das wieder von vorne los. Zudem: mich stört immer der Platzbedarf; mit einem Tiny13 oder 25 reichen mit Poti 5cm².
Nur, wenn es mit dem µC ganz einfach sein soll (interner oder Watchdog Oszillator), dann ist die Genauigkeit über Temperatur und Alterung auch nicht besser. War, soweit ich das verstanden habe, hier auch nicht gefordert. Sonst muss man doch noch einen Quarz bemühen ...
Die Schaltung soll von Lötanfängern nachgebaut werden
Dann würde ich ein paar ATtiny im DIL8 Gehäuse vorprogrammieren und die von den Lötanfängern einlöten lassen. Die Versorgung der µC aus den 12V kann locker mit einem Shuntregler (Vorwiderstand und Z-Diode) erledigt werden. Noch den obligatorischen Blockkondensator dazu und ich habe für den eigentlichen Zeitgeber grade mal 4 Bauteile mit insgesamt 14 Pins gebraucht.
Dahinter dann ein LL-Mosfet und ein Pulldown von G nach S. Fertig.
Die Aufgabe wurde mit nur 19 Lötstellen gelöst (na gut, die Versorgung und die Last muss auch noch irgendwie dran, aber das ist bei jeder anderen Lösung auch der Fall).
Über Taster dann EIN / AUS oder eben nach 2h automatisch aus
Habe ich etwas überlesen? Daß der selbe Taster auch wieder vorzeitig Ausschalten können soll, wurde von keiner der vorgeschlagenen Schaltungen umgesetzt.
Wenn es sowieso ein fertiges IC sein darf, dann wäre wie erwähnt auch ein kleiner 8-pol. µC sinnvoll. EIN/AUS über einen Eingangspin und Zeiteinstellung von 60 - 180 Minuten mit linearem Poti per ADC. Bei Mittelstellung wären es dann die geforderten 2 Stunden.
Macht jeder Toaster. Daher wurde der übliche Toaster-IC mehrfach empfohlen. Scheint hier aber keinen zu interessieren. Achso, stimmt, uugh zu viele Pins, da wird ihm ja ganz schwindelig. Stattdessen wird irgendwas zusammenfabuliert von Leuten, die nur den NE555 kennen.