Wiederholt tauchen hier Fragen auf, wie man per Taster eine Schaltung
Ein/Aus schalten kann. Wie muß der Taster entprellt werden, und nimmt
man ein Flip-Flop, zwei NAND-Gatter, welche RC-Kombination oder
nicht doch besser einen µC?
Das Programm 'on_off_25.c' verwendet fürs Ein/Ausschalten einen
Attiny25, der im ausgeschalteten Zustand im Power-Down mit weniger als
1µA Stromaufnahme auskommt. In der einfachsten Variante schaltet er eine
LED an oder aktiviert mit dem selben Signal einen Schaltregler.
Braucht man höhere Schaltströme oder –spannungen kann man einen externen
N-Kanal MOSFET über ein PWM-Signal mit Ladungspumpe aktivieren. Damit
ist es einfach möglich, auch 24V bei 5A zu schalten. Die Anstiegszeit
bei 5V Ausgangsspannung beträgt rund 10ms. Damit werden auch größere,
nachfolgende Cs (>1mF) geladen, ohne als Kurzschluß auf den Eingang
rückzuwirken.
Eine weitere Diskussion, die immer wieder auftaucht: darf man einen
Taster/Schalter per Interrupt-Routine auswerten? Die 'Hauptmeinung'
dabei ist: das ist schwer verboten!
Hier wird es dennoch gemacht und zwar eine Kombination aus RC-Filterung
und Interruptauslösung und ein wenig Software, die dafür sorgt, dass die
Eingangshysterese des verwendeten µC-Eingangs auf nahezu Vcc erweitert
wird.
Dies ist recht einfach und erlaubt ein schnelles, zuverlässiges
Einschalten des µC in ca. 2-3ms.
Im Anhang ist der C-Quellcode (AVR-Studio 4.18), die .hex-Datei, ein
Schaltbild sowie der Kurvenverlauf beim Ein- und Ausschalten des µC.
Blaue Kurve: PB3, gelbe Kurve: PB4
Mit ein paar Erweiterungen kann man auch größere µCs
aktivieren/deaktivieren, auf denen die komplette Applikation läuft.
Wichtig dabei ist, dass das gesetzte Flag 'abschalten' in allen
Funktionen berücksichtigt wird und eine Rückkehr zu main() erfolgt.
Falls man nur die Ein-Aus-Funktion benötigt und mit niedrigem
Versorgungsstrom arbeiten möchte, bietet sich die gezeigte
Minimalschaltung nebst Programm 'toggle_25.c' an.
Bei jedem Tastendruck wird lediglich PB3 umgeschaltet. Solange der
Taster aktiv ist, fließt abhängig von der Versorgungsspannung über R3
(2M2) zusätzlich ein geringer (Leck-)Strom. Im Ruhezustand benötigt der
schlafende µC < 1µA. Es ist sinnvoll, die nachfolgende Schaltung mit
einem '0' Pegel des EIN-AUS-SIGNAL anzusteueren, damit vom Tiny25 kein
Ausgangsstrom geliefert werden muß. (P-Kanal MOSFET zum Beispiel)
C1 ist mit 10nF angegeben. 1nF erhöht die Schaltgeschwindigkeit, sodass
man damit ein 50Hz Sinussignal 'entprellen' kann. Deutlich sieht man,
wie bei fallendem Eingangspegel (blaue Kurve) die Schaltschwelle von PB4
unterschritten wird und C1 aktiv für rund 2,5ms entladen wird.
Anschließend läd sich C1 wieder auf und wird beim Erreichen der oberen
Schaltschwelle von PB4 aktiv auf VCC gezogen. Neben der Vergrößerung der
Hysterese entstehen auch erwünschte Totzeiten, die die Störsicherheit
erhöhen.
Das Spiel wiederholt sich periodisch und liefert zu dem 50Hz Signal ein
2:1 geteiltes 25Hz Rechtecksignal. Bedingt durch die 2 x 2M2 Widerstände
und den 10M Eingangswiderstand des Oszilloskopes liegt der Ruhepegel der
blauen Kurve bei etwa 2/3 VCC.
M. N. schrieb:> Hier wird es dennoch gemacht und zwar eine Kombination aus RC-Filterung> und Interruptauslösung und ein wenig Software, die dafür sorgt, dass die> Eingangshysterese des verwendeten µC-Eingangs auf nahezu Vcc erweitert> wird.
RC ist überflüssig.
Ich benutze den PCINT nur zum Aufwachen, dann kommt die übliche
Entprellroutine. Und wenns nur ne Störung war, gehts eben nach 40ms
wieder schlafen.
M. N. schrieb:> Dies ist recht einfach und erlaubt ein schnelles, zuverlässiges> Einschalten des µC in ca. 2-3ms.
Ja, das ist der "große" Nachteil meiner Schaltungen. Man drückt ne Taste
und die LED leuchtet nicht nach 3ms sondern erst nach 40ms. Das muß
wirklich tierisch nerven, in der Zeit kann man ja ne Zigarette rauchen.
Ist in den 3ms die Hochlaufzeit des Bootstrap schon mit drin?
Ich finde P-FETs jetzt nicht so teuer, daß sich Trickschaltungen lohnen.
Bei hohen Strömen muß man auch beachten, das der N-FET ne Weile linear
arbeitet und Leistung umsetzt. Ebenso beim Ausschalten.
M. N. schrieb:> Blaue Kurve: PB3, gelbe Kurve: PB4
Die Lastspannung bei 24V/5A wäre mal interessant gewesen.
Daß der MC ne LED fix schalten kann, ist klar.
Peter Dannegger schrieb:> Ich benutze den PCINT nur zum Aufwachen, dann kommt die übliche> Entprellroutine.
Doppelter Aufwand, völlig unnötig, Technik von gestern.
> Und wenns nur ne Störung war, gehts eben nach 40ms> wieder schlafen.
Das verkürzt die Lebendsdauer der Batterie.
> Ist in den 3ms die Hochlaufzeit des Bootstrap schon mit drin?
Das geht aus der Beschreibung hervor.
> Die Lastspannung bei 24V/5A wäre mal interessant gewesen.
Versuch macht kluch.
M. N. schrieb:> Doppelter Aufwand, völlig unnötig, Technik von gestern.
Es ist erheblich weniger Aufwand, eine zuverlässige und erprobte Lib
einzubinden, als für jedes Projekt alles neu zu schreiben.
M. N. schrieb:> Das verkürzt die Lebendsdauer der Batterie.
Wow, Du kannst also die Lebensdauer auf unter 1ppm genau messen.
Z.B. ATtiny13 mit 128kHz, idle = 25µA @5V.
40ms * 25µA = 0,000000000028Ah
M. N. schrieb:> Versuch macht kluch.
Eine Versuchsschaltung kostet aber Zeit. Da nehme ich dann doch einfach
nen P-FET.
Peter Dannegger schrieb:> Es ist erheblich weniger Aufwand, eine zuverlässige und erprobte Lib> einzubinden, als für jedes Projekt alles neu zu schreiben.
Wenn es sinnvoll ist, nehme ich auch meine zuverlässigen und erprobten
LIBs. Die gezeigte Schaltung mit RC am Eingang ist ebenfalls zuverlässig
und erprobt.
> Wow, Du kannst also die Lebensdauer auf unter 1ppm genau messen.> Z.B. ATtiny13 mit 128kHz, idle = 25µA @5V.> 40ms * 25µA = 0,000000000028Ah
Komische Rechnung: wenn die Schaltung nur einmal im ganzen Leben
eingeschaltet werden soll, kann man den Taster doch ganz weglassen.
Was bei der Berechnung ganz unterschlagen wird, dass im gestörten Umfeld
der µC permanent getriggert wird, ohne dass eine Tasterbetätigung
vorliegt.
> Eine Versuchsschaltung kostet aber Zeit. Da nehme ich dann doch einfach> nen P-FET.
Aus dem Grunde habe ich ganz oben eine Schaltung gezeigt, die sich auch
zum Schalten höherer Spannungen/Ströme eignet.
Um die Rampe beim Einschalten kommt man auch bei einem P-MOSFET nicht
umhin, wenn eine kapazitive Last zu schalten ist.
Michi schrieb:> Müsste es für GIMSK nicht PCIE (auch Bit5) heißen?
Stimmt, danke!
Ursprünglich hatte ich überall 0x20 stehen, was ich hier nur
unvollständig geändert hatte.
M. N. schrieb:> Die gezeigte Schaltung mit RC am Eingang ist ebenfalls zuverlässig> und erprobt.
Die Zuverlässigkeit möchte ich doch arg bezweifeln. Taster brauchen
nämlich auch einen Mindeststrom, wenn sie dauerhaft funktionieren
sollen. Die Hochohmigkeit der Schaltung ist auch überhaupt nicht nötig.
Der Strom durch den Schalter fließt ja nur für den kurzen Augenblick, in
dem er gedrückt wird. Und dann sind die zwei (1x Einschalten, 1x
Ausschalten) Augenblicke ja auch noch in Relation zu setzen zu
Einschaltdauer und Stromverbrauch der geschalteten Last.
Wenn wir mal mit 50µA rechnen (typischer Pullup-Strom eines AVR) und mit
einer Sekunde Betätigung, dann braucht der Taster 2s*50µA = 100µAs pro
Einschaltvorgang. Wenn die Last nur 10mA zieht und 10 Sekunden
angeschaltet bleibt, dann gehen 99.9% der Energie in die Last.
Einsparpotential sehe ich da keins mehr.
> Was bei der Berechnung ganz unterschlagen wird, dass im gestörten Umfeld> der µC permanent getriggert wird, ohne dass eine Tasterbetätigung> vorliegt.
Ein weiterer Grund, den Taster nicht zu hochohmig zu beschalten. Es
besteht IMHO keine Notwendigkeit mit Störungen zu rechnen, die kein
Prellen sind.
XL
Axel Schwenke schrieb:> Die Zuverlässigkeit möchte ich doch arg bezweifeln. Taster brauchen> nämlich auch einen Mindeststrom, wenn sie dauerhaft funktionieren> sollen. Die Hochohmigkeit der Schaltung ist auch überhaupt nicht nötig.
Du würfelst die Eigenschaften beider Schaltungen durcheinander.
Bei der 1. Schaltung ging es mir darum, zu zeigen, dass man sehrwohl
einen Taster per Interrupt verarbeiten kann. Dass dies für einige Leute
ein Tabu darstellt, ist mir schon klar :-)
Die 2. Schaltung sollte besonders stromsparend arbeiten. Wenn Du Dir das
Programm dazu ansehen würdest, könntest Du feststellen, dass es kurz,
übersichtlich und einfach nachzuvollziehen ist. Was ist daran schlecht?
Stell Dir vor, der gezeichnete Taster ist ein Reedkontakt, der von einem
Magneten kurzzeitig aktiviert wird. Der Controller soll dabei die Anzahl
der Ereignisse zählen, ggf. zur Anzeige bringen und ansonsten gleich
wieder im Schlaf versinken - batteriebetrieben. Weiterhin stell Dir vor,
dass das Relais nicht direkt am µC angeordnet ist, sondern noch ein
Zuleitungskabel existiert.
Da ist es dann sinnvoll, den Schaltvorgang störsicher, stromsparend und
kurz zu gestalten.
Wie und ob das jemand für sich auch so machen will?
Das kann doch jeder selbst entscheiden.
M. N. schrieb:> Axel Schwenke schrieb:>> Die Zuverlässigkeit möchte ich doch arg bezweifeln. Taster brauchen>> nämlich auch einen Mindeststrom, wenn sie dauerhaft funktionieren>> sollen. Die Hochohmigkeit der Schaltung ist auch überhaupt nicht nötig.>> Du würfelst die Eigenschaften beider Schaltungen durcheinander.
Keineswegs. Ich beziehe mich ausschließlich auf die zweite Schaltung.
> Bei der 1. Schaltung ging es mir darum, zu zeigen, dass man sehrwohl> einen Taster per Interrupt verarbeiten kann. Dass dies für einige Leute> ein Tabu darstellt, ist mir schon klar :-)
Eine (bewußte?) Fehlinterpretation deinerseits. Es ist mitnichten ein
Tabu, den Interrupt z.B. zum Aufwecken des µC zu verwenden. Es geht
darum, die Entprellung in Software zu machen. Und da ist
(timergestütztes) Polling nun mal das Mittel der Wahl.
> Die 2. Schaltung sollte besonders stromsparend arbeiten. Wenn Du Dir das> Programm dazu ansehen würdest, könntest Du feststellen, dass es kurz,> übersichtlich und einfach nachzuvollziehen ist. Was ist daran schlecht?
Deine Behauptung, das wäre einfach und unaufwendig. Das Gegenteil ist
der Fall. Wenn man mal unterstellt, der Widerstand am Reset-Pin wäre
notwendig (ist er nicht), dann brauchst du 6 Bauelemente, wo 3 reichen
würden. Also doppelte Anzahl Bauelemente. Wenn man den externen Pullup
an Reset auch noch wegläßt, gar 6:2, also dreifachen Aufwand. Und das
alles nur, um ein paar Bytes im Flash einzusparen, an denen ziemlich
sicher überhaupt keine Knappheit herrscht.
> Stell Dir vor, der gezeichnete Taster ist ein Reedkontakt, der von einem> Magneten kurzzeitig aktiviert wird. Der Controller soll dabei die Anzahl> der Ereignisse zählen, ggf. zur Anzeige bringen und ansonsten gleich> wieder im Schlaf versinken
Dann stelle ich zuerst mal fest, daß diese Aufgabenstellung genau garnichts mit dem Titel dieses Threads zu tun hat. Wenn du schon ein
Strohmann-Argument bringen willst, dann mußt du dich schon etwas
geschickter anstellen. Keine Punkte für dich, tut mir leid[1].
XL
[1] tut mir natürlich kein bisschen leid. So weit kommts noch!
Anbei ein Programm zur eingangs gezeigten Schaltung, bei der an PB0
PWM-Signale aus einer Tabelle ausgegeben werden. Jeder neue Tastendruck
nimmt den nächsten Wert aus der Tabelle.
Am Ende der Tabelle legt sich der µC wieder schlafen, um mit einem
erneuten Tastendruck die Tabelle wieder von Vorne auszugeben.
Die gezeigte Ladungspumpe entfällt und wird durch einen passenden MOSFET
zur Ansteuerung von Lampen/Motoren oder sonstigen Schaltungen ersetzt.
M. N. schrieb:> Du würfelst die Eigenschaften beider Schaltungen durcheinander.> Bei der 1. Schaltung ging es mir darum, zu zeigen, dass man sehrwohl> einen Taster per Interrupt verarbeiten kann. Dass dies für einige Leute> ein Tabu darstellt, ist mir schon klar :-)
Ich glaube du solltest die Beiträge die die These aufstellen, dass für
normale Tasterabfragen keine GPIO-Interrupts verwendet werden sollen mal
genauer lesen.
Das Aufwachen aus dem Tiefschlaf ist eigentlich die einzige sinnvolle
Anwendung von GPIO-Interrupts auf normale mechanische Taster. Auch bei
einer Fernbedienung sorgt ein Tastendruck auf eine beliebige Taste für
einen Interrupt auf einer einzigen Leitung oder an den Sammelleitungen
in einer Tastenmatrix. Alles weiter macht dann die Software.
Wie oben schon angedeutet sollten mechanische Tasten nicht zu hochohmig
beschaltet werden. Normalerweise haben Taster auch einen minimalen Strom
in den Datenblättern stehen. Wenn die Taster relativ niederohmig
angebunden sind, kann man das Entprellen wirklich sehr gut im Code
machen da normale Störungen über die Luft ja erst mal eine gewisse
Energie haben müssen. Je niederohmiger desto mehr. Bei langen Leitungen
ist ein C am Eingang aber auch nicht verkehrt. Also wie immer. Es gibt
nicht nur die eine Wahrheit.
obscurity schrieb:> Es gibt nicht nur die eine Wahrheit.
Da stimme ich Dir voll zu, obwohl Dein Text das Gegenteil andeutet,
nämlich die EINE Wahrheit zu bekräftigen.
Es ist ja nicht so, dass ich alles per Interrupt erledige, sondern eine
Auswahl treffe, die für die jeweilige Anwendung sinnvoll erscheint.
Wie man mehrere Tasten per Software entprellt ist mir ja nichts Neues
und hatte es hier schon gezeigt:
Beitrag "Entprellung von Tastern"
Der Beitrag ist vom 29.12.2002. Zeig mir einen Beitrag zu dem Thema, der
älter ist.
Im Nachhinein tauchten dann Platzhirsche auf, die alles niederschreien
und davon so taub sind, dass sie für andere Lösungsansätze kein Gehör
mehr haben bzw. diese zulassen.
Tastenentprellung mache ich nunmehr seit 40 Jahren und hatte
verschiedenste Ansätze und Lösungen verwendet. Da lass ich mir von
niemanden mehr sagen, nur so und nicht anders.
Es gibt ja noch mehr Themen, wo alles niedergeschrien wird, was von der
einzigen Wahrheit abweicht. Zum Beispiel ist die Auswertung von
Drehgebern per Interrupt ein Tabu. Oder die Verwendung von
'float'-Variablen ist Teufelswerk. Einzig Festkommaberechnungen sind
zulässig, wenn es nicht mehr mit 'int'-Variablen geht.
Immer wieder tauchen die selben Schreihälse auf, mit den gleichen
Vorurteilen, die sie sich vor langer Zeit angeeignet haben.
So ist das eben mit den Religionen.
m.n. schrieb:> Zum Beispiel ist die Auswertung von> Drehgebern per Interrupt ein Tabu.
Mechanische, prellende, wackelnde Drehencoder per GPIO-Interrupt
auszuwerten ist meines Erachtens nach ein Tabu. Und wenn es mal ein paar
mehr werden dann reichen die Irq-Leitungen nicht mehr und man macht doch
wieder was anderes. Wenn du das seit 40 Jahren so machst, dann hoffe ich
nur, daß nicht du es warst der den Code bei den alten Veissmann
Zeitschaltuhren verbochen hat. Das ist ein Paradebeispiel für schlechte
Programmierung. (Ist nur als Spaß gemeint). Wackelnde Zahlen bei
Drehencodern sieht man aber leider häufig.
Häufig werden auch GPIO-Interrups verwendet um Funkempfänger zu
dekodieren. Das ist genauso ein Müll. Ohne Signal erzeugen die Rauschen
mit der vollen Amplitude und damit eine unberechenbare Interruptlast des
ganzen Systems. Da ist selbst ein Polling was definiert! die Hälfte der
CPU-Zeit verbrät die bessere Lösung. Aber lassen wir das. Argumente und
Erfahrung werden bei dir eh mit Schreien gleich gesetzt.
Es ist auch im allgemeinen angebracht float nur da zu benutzen wo es
sinnvoll ist. Da viele Anfänger in dieser Hinsicht Fehler machen ist es
berechtigt den Finger in die Wunde zu legen. Wenn man float benutzt und
weiss was man tut und warum, ist die Welt doch in Ordnung. Manche tun es
aber nicht und dann kommen die Fragen warum x*0.9 nicht in 1k Flash
passen.
obscurity schrieb:> Argumente und Erfahrung werden bei dir eh mit Schreien gleich gesetzt.
Das ist eine Unterstellung und durch nichts zu belegen!
Lies Dir nochmal in Ruhe, oder vielleicht besser morgen, durch, was Du
vorhin geschrieben hast. Es ist die Suche nach Argumenten, was gerade
NICHT geht. Ein bekanntes Spiel, um Alles ad absurdum zu führen.
Auf einmal reichen die Interruptleitungen nicht mehr oder der Speicher
ist zu klein. Sieh Dir das obige Programm an, nur eine Interruptleitung
wird gebraucht und Speicher gibt es in Hülle und Fülle!
Wenn nichts mehr hilft wird argumentiert: ich brauche das nicht!
Damit ist man dann auf der ganz sicheren Seite, denn milliarden von
Menschen brauchen es auch nicht :-)
Die 'float'-Geschichte war in den letzten 24h ja noch ein Thema, weshalb
ich das überhaupt erwähnt habe:
Beitrag "Re: STM32F4 Gleitkommazahl berechnet nicht"
Aber Vorurteile sterben halt nicht aus.
@cybmorg: danke Dir!
Komm mal bitte wieder runter. Ich habe weder deinen Code noch deine
Schaltung kommentiert. Ich habe mich an deinem "Tabu"-Lästern gestoßen.
Und da in den Beiträgen die ich hier kenne auch immer hervorgeht, dass
der Interrupt (neben Reset oder Strom weg) der einzige sinnvolle Weg ist
um den µC aus dem Tiefschlaf zu kriegen, steht das nicht im Widerspruch
zu deiner Schaltung/Code. Du behauptest aber das Gegenteil und damit die
Unwahrheit!
Es ist auch nicht die Suche nach Argumenten warum etwas nicht gehen
kann. Klar kannst du alles machen und es wird wohl auch gehen. Klar kann
ich mit meinem Auto 50 stundenlang im ersten Gang fahren. Es gibt immer
Menschen die müssen mit dem Kopf durch die Wand nur damit sie etwas
anders machen als sich an Bewährtem zu orientieren.
Neue Wege zu betreten ist sicher nicht verkehrt. Deine Beispiele mit
Tasteninterrupts (ohne das es um's Aufwachen geht) und die Verwendung
von float gehören aber nicht in diese Rubrik. Das ist weder ein neuer
Weg noch eine Innovation.
Das hat alles aber nichts mit der oben gezeigten Schaltung und dem Code
zu tun. Dazu will ich mich weder äußern noch es kritisieren. Jeder der
davon Partizipieren kann hat Arbeit gespart. Danke im Namen derer die es
brauchen können.
> denn milliarden von Menschen brauchen es auch nicht :-)
Ja,ja Millionen Fliegen können nicht irren...
Und die wenigen Fliegen die nicht glauben wollen dass Scheiße gut ist
kleben am Ende am Fliegenfänger....
Anbei eine Schaltung, die nach oben beschriebenem Verfahren von zwei
Tastern aufgeweckt werden kann. Abhängig vom gedrückten Taster, wird der
zugehörige Ausgang invertiert ('getoggled') und der jeweils andere
Ausgang dabei gelöscht. Ansonsten schläft der µC mit minimaler
Stromaufnahme.
Schaltung und Programm sind einfach und sollten die Funktion hinreichend
beschreiben.
Wer es braucht und begriffen hat, worum es geht, kann sich Schaltung und
Programm auch nach Belieben anpassen.
chris schrieb:> so was in einer ISR...> da muss man wohl nicht mehr dazu sagen, dass dein Code scheiße ist
Es freut mich, dass Du Dir meinen Code angesehen hast.
Konstruktive Verbesserungsvorschläge sind mir immer willkommen.
Vielen Dank!
M. N. schrieb:> Konstruktive Verbesserungsvorschläge sind mir immer willkommen.
In einer ISR darf man einfach nicht warten, dadurch werden andere ISR
blockiert.
Also schnell abarbeiten und sofort wieder frei geben.
Mike J. schrieb:> In einer ISR darf man einfach nicht warten,
Das gilt nur für Angsthasen; ich darf das!
> dadurch werden andere ISR blockiert.
Beim Einschalten kann keine andere ISR aktiv sein und beim Ausschalten
sind sie nicht mehr von Bedeutung. Wo ist das Problem?
Unreflektierte Vorurteile zu wiederholen, empfinde ich nicht als
konstruktiv.
Unabhängig vom Umschalten der Zustände EIN/AUS durch den µC, kann man
die Tasterentprellung auch per Hardware aufbauen. Daran wird die
Funktion des RC-Gliedes vielleicht etwas deutlicher:
Beitrag "Taster per Hardware entprellen – alternative Schaltung"
Man muß daher nicht zwangsläufig auf einen µC zurückgreifen.
Was ist nur aus der guten alten Zeit geworden, als ein P- und ein
N-Kanal-MOSFET samt zweier Widerstände und einem Kondensator reichten,
ein bistabiles Flip-Flop herzustellen? Achso, das ist seit den 3-4€ für
einen 1-Kanal-Entprellchip von Texas Instruments eine wirklich
konstengünstige Alternative. Für alle Nostalgiker:
http://www.mosaic-industries.com/embedded-systems/microcontroller-projects/electronic-circuits/push-button-switch-turn-on/latching-toggle-power-switch
ohne Programmiergerät, ohne C-IDE, ohne Debugger…und mit MOSFETs aus dem
aktuellen Sortiment bis hinunter nach 0.5V Schwellspannung schaltstabil.
Ich finde den Bauvorschlag gut und habe ihn in eagle gezeichnet. Bei der
nächsten Platinenbestellung werde ich das mit ordern.
Aber auch den Vorschlag von Boris finde ich interessant, weil er baulich
gesehen kleiner ist. Mich würde die Schaltung auf Fig. 7 interessieren.
Dazu habe ich aber Fragen. Welche Kombination von SMD Mosfets mit
ähnlichen Stromwerten (bis rund 4A) müsste man nehmen, um einen weiteren
Spannungsbereich von z. B. 3 - 18 (oder mehr) Volt abzudecken? Die
zweite Sache, die ich nicht verstehe ist die BAV99. Die sitzt, wenn ich
sie bei reichelt bestelle, in einem SOT23 Gehäuse, in dem schematisch
zwei Dioden eingezeichnet sind. Im Schaltplan ist aber nur eine Diode
eingezeichnet. Wie muss ich die BAV99 denn nun einbauen? Wird nur ein
der beiden Dioden genutzt, also nur zwei Pins verbunden?
Frank