Hallo
Ich habe folgendes Problem. Ich verwende einen Linearverstärker Servowatt DCP 520 HSR. HSR steht für High Slew Rate. Ich betreibe diesen Verstärker als invertierenden Verstärken, die ganz klassissche invertierende Verstärkerschaltung. Die beiden Widerstände sind 10k und 100k. Somit ergibt sich ein Verstärkungsfaktor von -10.
Am Ausgang des Verstärkers hänge ich eine kleine Spule an. Die Windungszahl beträgt 24 -> Induktivität so im Bereich von 20 µH. Der Spule hab ich noch einen 2,2 Ohm Leistungswiderstand vorgeschalten.
Ich will auf den Strom durch die Spule ausregeln, über einen iterativen Regler. Gehe ich z.b. auf einen Strom von 0.3 A und erhöhe dann die Frequenz schrittweise, passiert bei ca. 180 kHz ein Phasensprung um 180 Grad - > ab jetzt arbeitet der Verstärker als nichtinvertierenden Verstärker. Das heißt es ist irgendwie eine Resonanz aufgetreten.
Geht man von der Näherung: omega = 1/sqrt(LC) aus so würde man eine parasitäre Kapazität von ca. 55nF erhalten. Das ist meiner Meinung nach eine sehr sehr große parasitäre Kapazität. Ich denke mir von der Spule kann eine so große Kapazität nicht kommen oder?
Verhält sich da der Ausgang des Verstärkers so stark kapazitiv? Oder woher kann das kommen?
Vielen Dank!