Bei uns hier ist hier gerade eine Frage aufgekommen bzgl. Trenntrafos.
Wir haben hier 2 Trenntrafos welche Primärseitig je einen Schukostecker haben und auf der Sekundärseite auf einen kleinen Verteiler gehen.
In dem Verteiler sind die beiden "Neutral" Leiter zusammengefasst und ich habe L1 und L2 Sekundär und einen N
Primärseitig sollen die beiden Trafos über 2 verschiedene Phasen an L1 bzw. L2 über einen Schukostecker angeschlossen werden.
Nun dazu eine Frage wenn ich nun von dem "L1" Trafo den Schukostecker drehe, dann tausche ich ja auch L und N. Ergibt das dann ein Problem für die sekundäre Seite?
Etwas genauer:
Wenn Du jetzt bei einem Trafo die Phasen auf der Prmaerseite vertauscht, musst Du das auch bei einem der beiden Trafos auf der Sekundaerseite tun.
Primärseitig sollen die beiden Trafos über 2 verschiedene Phasen an L1
bzw. L2 über einen Schukostecker angeschlossen werden.
Nun dazu eine Frage wenn ich nun von dem "L1" Trafo den Schukostecker
drehe, dann tausche ich ja auch L und N. Ergibt das dann ein Problem für
die sekundäre Seite?
Und wenn du sekundär eine Last über L1sek und L2sek anschliesst und nur ein Schuko Stecker eingesteckt ist, steht am anderen eine gefährliche Spannung an!
Etwas genauer:
Wenn Du jetzt bei einem Trafo die Phasen auf der Prmaerseite vertauscht,
musst Du das auch bei einem der beiden Trafos auf der Sekundaerseite
tun.
Ergibt das dann ein Problem für die sekundäre Seite?
Das ergibt nur andere Phasenlagen. => Zeigerdiagramm.
Und Rauchsignale!
Ist das so? In den anderen Beträgen da drüber sollte ja erstmal nichts passieren wenn ich das richtig verstehe dann definiere ich doch auf der Sekundär Seite mein "L" und "N" erst einmal neu.
Blödsinn, offenbar Schaltung nicht verstanden.
Er darf natürlich nie L1 und L2 auf Sekundärseite verbinden.
Ja, genau. Das wäre natürlich ein Problem. Aber wenn ich "NUR" die Primärseite drehe, dann ändert sich auf der Sekundär Seite ja nicht die, ich sag mal, "Polarität". Wenn ich das richtig verstanden habe.
Ja, genau. Das wäre natürlich ein Problem. Aber wenn ich "NUR" die
Primärseite drehe, dann ändert sich auf der Sekundär Seite ja nicht die,
ich sag mal, "Polarität". Wenn ich das richtig verstanden habe.
Wir haben hier 2 Trenntrafos welche Primärseitig je einen Schukostecker
haben
Die Frage ist, wo schließt du sie an, L1 und L2 echter Drehstrom,
oder stecken die zum Beispiel in einer Verteilersteckdosenleiste?
Bei ersteres ist die Spannung auf der Sekundärseite zwischen
L1 und L2 immer gleich, egal wierum gesteckt wird.
Bei zweiteres hast du sekundärseitig einmal zwischen
L1 und L2 eine Spannungsverdopplung oder 0V, je nachdem
wierum der Stecker gesteckt ist.
Ergibt das dann ein Problem für
die sekundäre Seite?
Nein, die Phasenverschiebung bleibt 120°,
und es gibt auch keine Rauchzeichen.
Man könnte auch L3 noch mit einen Trafo übertragen,
und die Stecker drehen wie man will, es bleibt 120°.
Das einzige was passiert, wenn man da dann einen
Drehstrommotor anschließt, daß der dann seine
Drehrichtung ändert.
Die Zwölfpulsschaltung wird über einen Phasenschwenktrafo mit sechs Sekundärwicklungen gespeist, wobei zur Erzeugung der Phasenverschiebung zwischen den beiden Brücken die (primär- oder sekundärseitigen) Windungen der einen Brücke nach dem Stern-Stern-, und die der anderen Brücke nach dem Stern-Dreieck-Prinzip geschaltet sind. Die Spannungen zwischen den Außenleitern eines Dreiphasensystems bzw. die Dreiecksspannungen sind dabei grundsätzlich um 30° gegenüber den Strangspannungen phasenversetzt. Die Windungsverhältnisse des Transformators müssen dabei so ausgelegt sein, dass die verschiedenen Spannungen der Stern- bzw. Dreieckschaltung ausgeglichen werden.
OK, ich habe noch mal nachgedacht, umpolen heißt ja
180°, dann hätten wir auf einmal zwischen zwei Phasen
60°, ich war auf den Holzweg. Man lernt nie aus.
Hat man die Schaltung von ganz oben, beträgt die
(sekundäre Leerlauf-) Spannung
zwischen L1_sek bzw. L2_sek und N_sek jeweils 230 V und
zwischen L1_sek und L2_sek 400 V.
Dreht man die Polarität EINES Transformators um, bleiben
die Beträge der Spannungen gegen N_sek gleich (NICHT die Phasen),
zwischen L1_sek und L2_sek liegen dann 230 V an;
von daher gibt es keine Rauchzeichen.
Hat man die Schaltung von ganz oben, beträgt die
(sekundäre Leerlauf-) Spannung
zwischen L1_sek bzw. L2_sek und N_sek jeweils 230 V und
zwischen L1_sek und L2_sek 400 V.
Dreht man die Polarität EINES Transformators um, bleiben
die Beträge der Spannungen gegen N_sek gleich (NICHT die Phasen),
zwischen L1_sek und L2_sek liegen dann 230 V an;
von daher gibt es keine Rauchzeichen.
Das liest sich schonmal sehr gut - Vielen Dank nochmal für dieses Ausführung.
Und wow an das Forum, ich hätte nicht mit so einer großen Resonanz gerechnet. Aber diese doch recht "einfache" Problemstellung ist auf den ersten Blick doch gar nicht so einfach.
Vielen Dank für das Rege diskutieren =)
Man könnte das "vertauschen" L1 und N natürlich umgehen wenn man einen CEE Stecker nimm. Diese sind ja verdrehsicher. Aber bei einem Schukostecker hat man da leider das nachsehen. Man weiß ja auch nie WO in der Steckdose L1 angeschlossen ist.
Danach hatte ich zwar auch schon gesucht gehabt, aber darüber schein es tatsächlich keine Norm zu geben.
Upps, ist quatsch, war von einer Parallelschaltung ausgegangen.
Danke für die Richtigstellung. Nein Parallel sind die nicht ich würde schon gerne auf der Sekundärseite 2 verschiedene Phasen haben, aber halt nur einen N.
Und das auch egal wie der Schukostecker von der Primär Seite eingesteckt ist.
Danke für die Richtigstellung. Nein Parallel sind die nicht ich würde
schon gerne auf der Sekundärseite 2 verschiedene Phasen haben, aber halt
nur einen N.
Das hast Du in Deinem Eingangspost auch graphisch sehr gut und verständlich dargestellt.
Was ich mich - als Laie - die ganze Zeit frage: Für welchen Anwendungszweck? Ein Drehfeld mit drei Phasen ergäbe noch Sinn, aber warum Netztrennung für zwei Phasen?
By the way: Ich habe erst vor kurzem einen Regeltrenntrafo erstanden. Habe ich einen zu wenig? :))
Blödsinn, offenbar Schaltung nicht verstanden.
Er darf natürlich nie L1 und L2 auf Sekundärseite verbinden.
Wozu aber werden dann die beiden Kreise verknüpft? Doch nur, um die Spannungen zu addieren. Und was heißt hier "gefährliche Spannung"? Sie addieren sich gemäß Phase zu 380V/400V.
Wozu soll das gut sein?
Ein Trenntrafo entfaltet nur dann seine Schutzwirkung, wenn je
Sekundärwicklung nur eine einzige Last angeschlossen ist.
Meiner Auffassung besteht die Schutzwirkung auch darin, dass man keine Erde mehr hat, die einen 2. Kontakt macht, wenn man unvorsichtigerweise den 1. an einer Spannung macht. Das scheint nach wie vor gewährleistet, oder?