Gast
#436234
So, hier kommt jetzt mal was aus dem täglichen Leben: Eine große bekannte Firma für Medizin, Diagnostik und Pharma schickte sich an, eine Reihe von neuen Projekten anzustossen, merkte aber, daß sie dazu zu wenige Entwickler hat. Hauptgrund: Man hatte zuvor den Entwicklungsstandort in St.Wendel abgebaut und um etliche Entwickler reduziert. Einige Entiwckler gingen zwar mit, diffundierten aber nach und nach aus der Firma weg. Dies war ein Problem, da die Software in uralt-Programmiertechnik keine mehr lesen konnte. Also schnappte man sich schnell einige Selbständige um das Nötigste zu tun, lagerte Software an Drittfirmen aus und machte sich auf die Suche nach neuen Ingenieuren. Dazu wurde eine große Personaloffensive gestartet und Software- wie Hardwareentwickler aus Konkurrenzfirmen rausgekauft. Die Angebote waren derart hoch, daß dies auch einige gemacht haben. Leider bezahlten das viele davon teuer: Die Konzernspitze hatte kurz darauf entschieden, daß alle Software an einem Standort konzentriert werden solle und da man in Grossfirmen die IT-Landschaft gerne mit der Logistik verknüpft und die Logistik und IT-Dienstleistungszentrale in Norddeutschland sitzt, wurde die Softwareentwicklung und sogar die embedded SW-Entwicklung ebenfalls dorthin beordert. Dort hatte man aber wieder keine Ingenieure - gleichzeitig aber am Hauptstandort zuviele. Also wurden die allesamt Stück für Stück wieder entlassen, da der Konzern ja börsenwirksam verschalnkt werden sollte. Dies betraf selbst die, welche extra ihren Job aufgegeben hatten und nun z.T. in der Probezeit entlassen wurden!! Da sassen sie nun die Entwickler! Dorch auch die Firma bezahlt das mittlerweile teuer: In der Branche hat sich die Sache rumgesprochen und nun will da keiner mehr hin, ausser den Arbeitslosen, die nichts können und den Selbständigen, die zuviel kosten! Ja, so ist das mit den Folgen verfehlter Personalpolitik!