Hi.
Ich wollte einen Puffer-Elko kaufen, und musste feststellen, dass dieser nur eine Lebensdauer von 2000h haben soll.
Das sind ja noch nicht mal 3 Monate Lebensdauer. Das kann ich mir eigentlich gar nicht vorstellen.
Man sollte nicht immer alles glauben, was der Laberkopp so schreibt,
sondern besser selber nachrechnen.
Unter der Annahme, dass
die Arrhenius-Gleichung auf die temperaturabhängige Alterung von Elkos
anwendbar ist,
die Temperaturabhängigkeit des Frequenzfaktors A vernachlässigbar ist
und
der Elko bei 20°C doppelt so lange hält wie bei 30°C,
beträgt die Lebensdauer des Elkos, der bei 150°C 1000h hält, bei 40°C
etwa 19 Jahre.
PS: Ich sehe gerade, dass in dem vom Laberkopp verlinkten Datenblatt
eine "useful life at 40°C" von 300.000h bis 400.000h angegeben ist, was
34 bis 45 Jahren entspricht. Geht man bei der Berechnung mit der
Arrhenius-Gleichung vom maximalen "useful life at 150°C" von 2000h aus,
kommt man auf 38 Jahre. Somit stimmt zumindest die Größenordnung des
Rechenergebnisses. Die 233 Jahre sind aber definitiv viel zu viel und
widersprechen zudem auch jeglicher praktischer Erfahrung.
Die ersten Kondensatoren aus dem Jahre 1745, als fast gleichzeitig von dem Camminer Domherrn Ewald Jürgen Georg von Kleist und von Peter van Musschenbroeck in Leiden der elektrische Kondensator entdeckt wurden, stehen zum Testen leider nicht (mehr) zur Verfügung,
Die ersten Kondensatoren aus dem Jahre 1745, als fast gleichzeitig von
dem Camminer Domherrn Ewald Jürgen Georg von Kleist und von Peter van
Musschenbroeck in Leiden der elektrische Kondensator entdeckt wurden,
stehen zum Testen leider nicht (mehr) zur Verfügung,
Sie würden beim konkreten Thema sowieso nicht weiterhelfen, da es sich
dabei um keine Elkos handelte.
Die Leidener Flaschen aus dem Museum, gebaut um 1780, funktionieren
noch. Die 250J Feier wäre in wenigen Jahren.
Ist hale in Unterschied zwischen Leidener Flaschen und leistungsfähigen Kapazitäten.
Sieht man bei Entwicklern, da gibt nur wenige leistungsfähige Kapazitäten -- aber viel Flaschen
Nicht nötig, die 233 Jahre sind völlig utopisch.
Man sollte nicht immer alles glauben, was der Laberkopp so schreibt,
sondern besser selber nachrechnen.
der Elko bei 20°C doppelt so lange hält wie bei 30°C,
beträgt die Lebensdauer des Elkos, der bei 150°C 1000h hält, bei 40°C
etwa 19 Jahre.
Vor allem sollte man den Stuss, den ein Moderator hier präsentiert, mal nachrechnen. Verdopplung alle 10 GradC:
Ich sehe gerade, dass in dem vom Laberkopp verlinkten Datenblatt
eine "useful life at 40°C" von 300.000h bis 400.000h angegeben ist, was
34 bis 45 Jahren entspricht.
Warum lügst du die Leute an, in dem du
"Useful life at 40 °C
1.8 x lR applied"
den erhöhten Ripplestrom verschweigst ??
Ich hab nicht ohne Grund die Zahl nicht einfach aus dem Datenblatt übernommen, sondern ausgerechnet.
Ist hale in Unterschied zwischen Leidener Flaschen und leistungsfähigen
Kapazitäten.
Sieht man bei Entwicklern, da gibt nur wenige leistungsfähige
Kapazitäten -- aber viel Flaschen
Die ersten Kondensatoren aus dem Jahre 1745, als fast gleichzeitig von
dem Camminer Domherrn Ewald Jürgen Georg von Kleist und von Peter van
Musschenbroeck in Leiden der elektrische Kondensator entdeckt wurden,
stehen zum Testen leider nicht (mehr) zur Verfügung,
Sie würden beim konkreten Thema sowieso nicht weiterhelfen, da es sich
dabei um keine Elkos handelte.
Vor allem sollte man den Stuss, den ein Moderator hier präsentiert, mal
nachrechnen.
Ja, tu das, aber bitte richtig.
Verdopplung alle 10 GradC:
Hier liegt dein Denkfehler. Diese grobe Faustregel (auch als RGT-Regel
bekannt), impliziert, dass die rechte Seite der Arrhenius-Gleichung eine
Exponentialfunktion von T ist. Das ist sie aber nicht, denn im Exponent
steht nicht T, sondern -1/T.
Die RGT-Regel gilt nur in einem relativ schmalen Temperaturbereich (d.h.
etwa Zimmertemperatur ±10K), in dem -1/T einen näherungsweise linearen
Verlauf hat. Der Bereich von 40°C bis 150°C ist aber alles andere als
schmal. Deswegen muss muss man hier mit der Arrhenius-Gleichung rechnen,
auch wenn das ein klein wenig komplizierter ist. Spätestens bei dem
Ergebnis von 233 Jahren hättest du eigentlich merken müssen, dass mit
deiner Rechnung irgendetwas nicht stimmen kann.
Hier liegt dein Denkfehler. Diese grobe Faustregel (auch als RGT-Regel
bekannt), impliziert, dass die rechte Seite der Arrhenius-Gleichung eine
Exponentialfunktion von T ist. Das ist sie aber nicht, denn im Exponent
steht nicht T, sondern -1/T.
Unsinniger Versuch dich rauszureden.
Selbst Elkohersteller gehen von Verdopplung pro 10 GradC über einen grossen Temperaturbereich aus.
Und dem Diagramm zum Ripplestrom kann man entnehmen, dass 1.8-facher Ripplestrom zu 1/8 der Lebensdauer führt, wie eine Temperaturerhöhung um 30 GradC.
Rechnet man die von mir für 1-fachen Ripplestrom ausgerechneten 2048000 Stunden mit 1/8 kommt man auf auf 256000, nicht ganz die 300000-400000 von Vishay behaupteten aber nah genug um zu wissen: richtig gerechnet.
Also versuch nicht mit deinen behaupteten Stuss davon abzulenken, dass du Unsinn erzählt hast mit dem einzigen Ziel 'dem Laberkopp' an den Karren zu fahren. Statt rausreden wäre eine Entschuldigung angemessener.
Das sind alles nur Naeherungen. Im unteren Temperaturbereich schlagen dann noch andere Alterungsfaktoren zu, so dass die errechneten hunderte von Jahren nicht erreicht werden.
Daher sind die Elkos auch schon mal nicht geeignet fuer die Elektronik der LiBatteriespeicher fuer die saisonale Pufferung, die 500...1000 Zyklen (=Jahre) halten muss um sich energetisch zu amortisieren.
Also nix mit kaltes Plaetzchen suche und die Elkos hoechstens 4x tauschen, sondern doppelt so oft nach Yalu. Wieder mal wurde eine Hoffnung zerschlagen.
"The relationship of temperature to the diffusion of electrolyte follows
the Arrhenius’ Law (Equations (4) and (5)):
[…]
Practical estimation of the lifetime has been using Equation (8) as an
approximation:
[…]
Where, the temperature acceleration factor (Bt) is approximately 2 over
an ambient temperature range from 60°C to 95°C, which means that the
lifetime is approximately halved for every 10°C rise in ambient
temperature.
[…]
Especially for capacitors whose maximum operating temperature is a 105°C
or higher, the temperature acceleration factor (Bt) needs to be modified
depending on temperature ranges of the lifetime estimation."
Zusammengefasst: Die Näherung mit dem Faktor 2 pro 10K ist in einem
Temperaturbereich von 60°C bis 95°C anwendbar, außerhalb dieses Bereichs
wird das Ergebnis ungenau.
Hier wird die Näherung auf den Bereich von 60°C bis 110°C angewandt, was
nach dem obigen Artikel schon mehr als grenzwertig, aber für eine grobe
Schätzung vielleicht gerade noch akzeptabel ist.
Du missbrauchst die Näherung aber für einen Bereich von 40°C bis 150°C.
Vor allem der obere Wert liegt so weit außerhalb, dass kein brauchbares
Ergebnis zu erwarten ist.
Ganz abgesehen ist es völlig unsinnig, sich bei der Berechnung einer
Lebensdauer von 233 Jahren ausschließlich auf die Arrhenius-Gleichung
bzw. deren Näherung zu stützen. In einem so langen Zeitraum müssen neben
der Diffusion noch weitere Faktoren berücksichtigt werden, insbesondere
die Degradation des Dichtungsmaterials.
Aber du kannst ja gerne mal bei Vishay nachfragen, ob der Kondensator in
dem von dir verlinkten Datenblatt bei 40°C tatsächlich 233 Jahre halten
wird. Wenn du Glück hast, hat die Ansprechperson gerade viel Zeit und
etwas Mitleid mit dir und erklärt dir noch einmal ganz genau, warum du
auf dem Holzweg bist.
Aber du kannst ja gerne mal bei Vishay nachfragen, ob der Kondensator in
dem von dir verlinkten Datenblatt bei 40°C tatsächlich 233 Jahre halten
wird.
Das brauche ich nicht, denn deine ganzen Ausflüchte ignorieren eins:
Vishay selbst liefert plausible Zahlen (300000-400000h bei 1.8-fachen Ripple) die zu der simplen "10 GradC weniger verdoppelt Lebensdauer" Rechnung passen.
Deine ganzen Elaborate sind überflüssiges Rausreden, weil du nicht akzeptieren kannst, daß du beleidigend Stuss erzählt hast.
Du kannst mich in 233 Jahren ja mit dem Ergebnis konfrontieren.
Vishay selbst liefert plausible Zahlen (300000-400000h bei 1.8-fachen
Ripple) die zu der simplen "10 GradC weniger verdoppelt Lebensdauer"
Rechnung passen.
Häh, wie kommst du denn darauf?
Ich wage jetzt noch einen letzten Versuch, dich zu erleuchten:
Da die Physik nicht so dein Ding zu sein scheint, schicken wir den Herrn
Arrhenius erst mal weg und schauen uns stattdessen das von dir verlinkte
Datenblatt genauer an. Da gibt es ein Diagramm (Seite 8, Fig. 14), das
genau dafür gemacht ist, für verschiedene Temperaturen und Ripple-Ströme
den zugehörigen Lifetime Multiplier abzulesen.
Ein Beispiel:
Bei I_A / I_R = 1 und T_amb = 78,5°C ist der Lifetime Multiplier 30
(rote Linie in der angehängten Diagrammausschnitt).
Nach der von dir auf Biegen und Brechen verteidigten Faustregel wäre der
Multiplier 2^((150-78,5)/10) = 142, was um den Faktor 4,7 zu viel ist.
Während die Arrhenius-Gleichung physikalisch herleitbar ist, ist die
Formel 2^(ΔT/10) nichts weiter als eine daraus abgeleitete Näherung für
einem eingeschränkten Temperaturbereich, der die 150°C des betrachteten
Kondensators definitiv nicht umfasst.
Ich glaube, du hast das auch längst eingesehen, dir fällt es nur etwas
schwer, deinen Fehler einzugestehen :)
Aha, die frühen Ausfälle der Elkos liegen am Klima. Es gibt immer wieder was neues zum Lernen in diesem Forum. Das sollte Christian in seinen Argumentkatalog aufnehmen.
für verschiedene Temperaturen und Ripple-Ströme
den zugehörigen Lifetime Multiplier abzulesen.
Von Seiten der Näherungsformel passt die hohe Zahl. In dem Diagramm sind andere Faktoren bereits implizit enthalten. Wenn die Faustformel von zehn Grad ausgeht, aber es nur 8 oder 12 sind, wäre über die gesamte Differenz bereits ein Faktor 3 als Abweichung.
Trotzdem gehen die Elkos im Gerät meist früher ins elektronische Jenseits. Das haben die Hersteller gut im Griff. Die Garantiezeit (Gewährleistung) wird relativ zuverlässig überstanden, aber danach geht es los.
Theoretisch könnten Elkos mit etwas mehr Elektrolyt länger halten. Angeblich soll wegen einer Gefahrstoffnorm nicht mehr davon drin sein. Vielleicht weiß jemand mehr.
Und dem Diagramm zum Ripplestrom kann man entnehmen, dass 1.8-facher
Ripplestrom zu 1/8 der Lebensdauer führt, wie eine Temperaturerhöhung um
30 GradC.
...
Sorry, aber an der Stelle habe ich gar nicht weitergelesen, weil du
schon den Faktor von 1/8 völlig falsch abgelesen hast, so dass die
darauf basierenden Berechnungen nicht richtiger sein können.
Vielleicht schaffst du es mit deinem schrägen Blick ja auch, bei meinem
obigen Beispiel mit I_A / I_R = 1 und T_amb = 78,5° für den Multiplier
142 statt 30 abzulesen, was deine Behauptung (zumindest für dich selbst)
bestätigen würde. Falls nicht, kannst du ja auch einfach behaupten, dass
Vishay lügt ;-)
Aber egal, ich habe gerade keine Lust und Zeit mehr, lernresistenten
Leuten wie dir Nachhilfeunterricht zu erteilen. Von mir aus und wenn
dich das glücklich macht, darfst du gerne glauben, dass ein in einen
Hochofen geschmissener Elko noch ein paar Jahrtausende weiterlebt.
beträgt die Lebensdauer des Elkos, der bei 150°C 1000h hält, bei 40°C
etwa 19 Jahre.
ist schlicht komplett falsch. Also so was von falsch, dass keiner deiner ich-will-mich-rausreden-und-keinesfalls-zugeben-dass-ich-Stuss-erzählt-habe Beiträge irgendwas daran beschönigen kann.
wie du selbst entdeckst, aber für 1.8-fachen Ripplestrom, was du übersehen hast (ohne je diesen weiteren Fehler von dir zuzugeben) so dass meine Berechnung für 1-fachen Ripplestrom von 233 Jahren ganz einfach richtig war, wie damit vom Hetsteller bestätigt ist.
Der Elko des TO ist qualitativ gut.
Egal ob er 20,40 oder (auch nicht) 200 Jahre hält.
Wenn man den Datenblätten nicht mehr vertrauen kann, kann man das
Hobby einsacken.
Dann gehe ich lieber gärtnern.
Auf der Saattüte steht meistens die Wahrheit.
die Arrhenius-Gleichung auf die temperaturabhängige Alterung von Elkos
anwendbar ist,
die Temperaturabhängigkeit des Frequenzfaktors A vernachlässigbar ist
und
der Elko bei 20°C doppelt so lange hält wie bei 30°C,
Allerdings ist die letzte Annahme falsch, was ich allerdings zu dem
Zeitpunkt, als ich das schrieb, noch nicht wusste. Da ich für den
Parameter E_A (Aktivierungsenergie) in der Arrhenius-Gleichung keinen
Wert finden konnte, musste ich irgend eine sinnvoll erscheinende Annahme
treffen, um diesen zu bestimmen.
Die Aussage im Artikel von Chemi-Con
"Where, the temperature acceleration factor (Bt) is approximately 2 over
an ambient temperature range from 60°C to 95°C"
legt aber nahe, dass der Faktor 2 für eine Temperaturdifferenz von 10K
nicht nicht bei Zimmertemperatur, sondern ungefähr in der Mitte des
Bereichs von 60°C bis 95°C, also bei etwa 77°C anzusetzen ist. Für
20-30°C (was ja deutlich unterhalb davon liegt) ist der Faktor deswegen
deutlich größer als 2, nämlich 2,6.
Also:
Ja, ich habe mich diesbezüglich geirrt
Zufrieden?
Dieser Irrtum ändert aber überhaupt nichts an der Tatsache, dass die
2^(ΔT/10)-Regel nicht auf den 150°C-Elko anwendbar ist, was bereits
mehrfach bestätigt wurde:
durch die Berechnung mit dem korrigierten Wert für die
Aktivierungsenergie
durch die entsprechende Aussage im Chemi-Con-Artikel
durch das Diagramm im Vishay-Datenblatt, das für das oben von mir
genannte Beispiel einen um den Faktor 4,7 kleineren Wert als die
Faustregel liefert
Ok, bei (1) könntest du einwenden, dass ich mich erneut geirrt habe.
Bei (2) könntest du einwenden, dass der Autor des Artikels seine Aussage
nicht stichhaltig begründet hat.
Aber was ist dein Einwand gegen (3)?
Woher kommt deiner Meinung nach die Diskrepanz beim Lifetime Multiplier,
der lt. Faustregel 142, lt. Diagramm aber nur 30 beträgt?
Habe ich den Wert falsch aus dem Diagramm abgelesen?
Ist das Diagramm fehlerhaft?
Ist die Faustregel in diesem Temperaturbereich ungenau?
Dieser Irrtum ändert aber überhaupt nichts an der Tatsache, dass die
2^(ΔT/10)-Regel nicht auf den 150°C-Elko anwendbar ist, was bereits
mehrfach bestätigt wurde:
3. durch das Diagramm im Vishay-Datenblatt, das für das oben von mir
genannte Beispiel einen um den Faktor 4,7 kleineren Wert als die
Faustregel liefert
Hmm, ich habe nicht das Diagramm im Vishay-Datenblatt als Basis benutzt, sondern das was ich in dem Kontext verlinkt hatte:
die ein Äquivalent von 1.8-fachem Strom und 25 GradC sehen, siehe Bild, also eine deutlich stärkere Reduktion als Vishay. Hängt vermutlich mit der Grösse des Elkos, dem ESR und der damit verbundenen Temperaturerhöhung im inneren ab.
Aus beiden Datenblättern geht klar hervor, daß die Lebensdauer des Elkos deutlich SINKT, wenn man sie mit dem 1.8-fachen Ripplestrom beaufschlagt, so daß dein Wert
useful life at 40°C" von 300.000h bis 400.000h, was 34 bis 45 Jahren entspricht
und damit in die völlig falsche Himmelsrichtung abweicht, er muss wegen Ripplestrom 1 statt 1.8 GRÖSSER werden, und ob das dann 25 GradC ~ knapp 8-fach oder 12 GradC ~ 2.2-fache ist mag je nach Hersteller verschieden sein, aber die Himmelsrichtung ist bei allen Herstellern gleich.
Übrigens wollte Sven wissen, ob sei Elko nur 3 Monate hält. Da ist es reichlich kontraproduktion
Man sollte nicht immer alles glauben, was der Laberkopp so schreibt,
sondern besser selber nachrechnen.
zu beantworten und dann noch völlig falsch ermittelte Zahlen zu nennen.
Man hätte schreiben können "nicht immer verdoppeln, das wird bei höheren Temperaturen weniger", oder "nicht jeder Hersteller nennt die gleichen Werte".
Unabhängig davon ob ihr euch letztlich einig werdet: Mal einen herzlichen Dank für die kleine Nachhilfestunde. Ich werde Datenblätter in Zukunft noch etwas gründlicher lesen.
Und dem Diagramm zum Ripplestrom kann man entnehmen, dass 1.8-facher
Ripplestrom zu 1/8 der Lebensdauer führt, wie eine Temperaturerhöhung um
30 GradC.
Rechnet man die von mir für 1-fachen Ripplestrom ausgerechneten 2048000
Stunden mit 1/8 kommt man auf auf 256000, nicht ganz die 300000-400000
von Vishay behaupteten aber nah genug um zu wissen: richtig gerechnet.
Jetzt muss ich doch noch mal nachfragen, das ist mir etwas zu wirr.
Das geht so leider nicht. Man kann es auch andersrum betrachten. Der Ripplestrom erzeugt eine Erwärmung. Deswegen steigt ja auch die zulässige Temperatur von 105°C auf 100°C wenn der Ripplestrom zu Null wird.(Datenblatt 1060CLA). Das heist letztendlich der Ripplestromfaktor lässt sich nicht auf einen anderen Elko übertragen der ist Bauformabhängig.
Und im Datenblatt des 160CLA (Fig4 (ganz vorne, unten) Änderts ich der Faktor von 600x zu 200x wenn ich den Ripple von 1x I_R zu 1,8xI_R erhöhe.
Da sind dann aus den 2Mio ca. 700k geworden. Hmm, passt nur mäßig zu den 400k. Das die RGT-Regel "Faktor 2 je 10K" nur bedingt stimmen war mir so aber auch nicht bewusst. Ich dachte immer RGT ist die vereinfachte Schulvariante und Arrhenius dann für das Studium. Wieder was gelernt
Nachtrag an "laberkopp":
Ah, ich sehe gerade du hast es auch gesehen und den Fehler korrigiert. Das finde ich sehr schön.
Ich find ja immer, Fehler macht jeder, wie man damit umgeht ist das interssante.
zulässige Temperatur von 105°C auf 100°C wenn der Ripplestrom zu Null
wird.(Datenblatt 1060CLA).
Ach Mist, so was dummes, ein Schreibfehler:
zulässige Temperatur von 105°C auf 110°C wenn der Ripplestrom zu Null wird
Ich hatte vor vielen Jahren eine SChulung zu dem Thema von einem Elko Hersteller. Das ergibt auch eine interessante Erkentniss in umgekehrter Richtung. Ein Elko kann auch deutlich mehr Ripplesstrom als die I_R ohne kaputt zu gehen. Das erzeugt "nur" Wärme. Bei guter Kühlung oder kurzen Lastspielen ist das kein großes Problem. Hat natürlich auch seine Grenzen.
Da sind dann aus den 2Mio ca. 700k geworden. Hmm, passt nur mäßig zu den
400k. Das die RGT-Regel "Faktor 2 je 10K" nur bedingt stimmen war mir so
aber auch nicht bewusst.
Ja. Die meisten vergessen, dass ja in der Arrhenius-Gleichung noch "Fehlermoden"-spezifische Konstanten wie die Aktivierungsenergie stecken. Die beeinflussen das ganz schön.
Eigentlich kann man aus der Angabe "bei 150°C 2000h" nicht zurückrechnen, wenn man die genauen Fehlermechanismen und ihre Aktivierungsenergien nicht kennt und ist auf zusätzliche Daten angewiesen. Wenn man die nicht hat, muss man halt mit der 10K/Faktor2 Regel leben in dem Wissen, dass das teilweise grob falsch ist.
Wir bauen auf der Arbeit Halbleiter und wir haben teilweise eine ganze Spanne von Aktivierungsenergien für verschiedene Fehler. Da kann es schon sein, dass bei 10K Temperatursenkung sich die Lebensdauer für den einen Fehler ver-zwanzig-facht. Und für den anderen nur um Faktor 1.5 ansteigt.
Für die Abschätzung der Lebensdauer werden von den Elko-Herstellern Rechenblätter zur Verfügung gestellt (meist unter NDA). Da trägt man sein Mission Profile ein, also wieviele Stunden bei welcher Temperatur und welchem Ripplestrom, und das Ding spuckt dann hochgerechnet Stunden bei Maximaltemperatur aus.
Auffällig ist, dass Temperaturen unter +40°C quasi nicht betrachtet werden. Für alles unter 40°C ist 40°C anzusetzen.
"10°C weniger hält doppelt so lange" liefert andere Werte als die offizielle Rechnung, und diese unterscheidet sich auch für verschiedene Lieferanten. Für eine Abschätzung "nehme ich diesen Elko oder brauche ich einen besseren" reicht es aber allemal. Zumal man bei Kleinserie oder Einzelstück von der Statistik der Gro0serie ohnehin nicht viel hat. Im Zweifel bekommt man den einen Frühausfall, obwohl die Fehlerrate ja eigentlich nur bei 2 ppm liegt.