Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Schutzbeschaltung für Anzeige LEDs gesucht


von Thomas R. (thomasr)


Lesenswert?

In unserem Schiff sind 60 LED Kontrollleuchten verbaut, alle einzeln 
geschaltet mit 1,5k Vorwiderstand an 12Volt. Immer mal wieder sterben 
einzelne LEDs.

Da ich die Elektrik noch nicht bis ins Letzte erforscht habe, gehe ich 
bisher davon aus dass die an Spikes sterben die von diversen Relais 
(auch Anlasser!) stammen können.

Diese sind über das ganze Schiff verteilt so dass es einfacher wäre, an 
dieser zentralen Stelle „gehärtete“ LEDs zu verbauen statt jedes Relais 
zu suchen und mit Freilaufdiode zu versehen.

Wie sähe die „optimale“ Beschaltung der einzelnen LED aus? Zenerdiode 
parallel? TVS?

Oder gibt es so etwas fertig?
von Jens G. (jensig)


Lesenswert?

Thomas R. schrieb:
> In unserem Schiff sind 60 LED Kontrollleuchten verbaut, alle
> einzeln
> geschaltet mit 1,5k Vorwiderstand an 12Volt. Immer mal wieder sterben
> einzelne LEDs.
>
> Da ich die Elektrik noch nicht bis ins Letzte erforscht habe, gehe ich
> bisher davon aus dass die an Spikes sterben die von diversen Relais
> (auch Anlasser!) stammen können.
>
> Diese sind über das ganze Schiff verteilt so dass es einfacher wäre, an
> dieser zentralen Stelle „gehärtete“ LEDs zu verbauen statt jedes Relais
> zu suchen und mit Freilaufdiode zu versehen.
>
> Wie sähe die „optimale“ Beschaltung der einzelnen LED aus? Zenerdiode
> parallel? TVS?
>
> Oder gibt es so etwas fertig?

Z-Dioden oder TVS würden nicht viel bringen, denn die Spannung über den 
LEDs wird ja trotz Spikes rel. konstant bleiben, so daß das die 
Z-Diode/TVS gar nicht triggern würde. Eher ist es entweder Überstrom 
durch die Spikes, oder es sind negative Spikes, was die LEDs dann 
ebenfalls nicht mögen würden.
Man könnte:
- einen C von ein paar µF parallel zur LED schalten, der die 
Spike-Ströme (solange die nicht zu dicke sind) abfangen könnte
- der C würde auch gegen negative Spikes helfen
- man könnte eine antiparallele Diode (1N4841) zur LED schalten, um 
negative Spikes gänzlich zu blocken
- falls die Helligkeit der LEDs genug Reserven hat, könnte man auch den 
1,5k deutlich vergrößern, um die möglichen Spikeströme zu verringern
von H. H. (Gast)


Lesenswert?

Vorwiderstand aufteilen, und dazwischen eine TVS nach GND. (Annahme, 
dass die Kathode der LED an GND ist.)
von Thomas R. (thomasr)


Lesenswert?

Warum den R aufteilen?
von Axel S. (a-za-z0-9)


Lesenswert?

Thomas R. schrieb:
> Warum den R aufteilen?

Weil die TVS nicht direkt (sprich: ohne Vorwiderstand) an der 
Bordspannung hängen darf, aber andererseits eine Überspannungsspitzen zu 
sehen bekommen muß, die sie direkt an der LED nicht zu sehen bekommt.

Ich würde aber eine stark asymmetrische Aufteilung vorsehen. Statt jetzt 
1.5kΩ würde ich 220Ω -- TVS -- 1.3kΩ -- LED empfehlen. Wobei ich ehrlich 
gesagt nicht glaube, daß die LED wegen Überspannungsspitzen sterben. 
Aber probiere es ruhig für einige (besonders oft kaputt gehende?) LED 
aus. Und sei es nur, um die These von der Überspannungsspitze zu 
widerlegen. Oder eben zu bestätigen.
von Manfred P. (pruckelfred)


Lesenswert?

Axel S. schrieb:
> Ich würde aber eine stark asymmetrische Aufteilung vorsehen. Statt jetzt
> 1.5kΩ würde ich 220Ω -- TVS -- 1.3kΩ -- LED empfehlen. Wobei ich ehrlich
> gesagt nicht glaube, daß die LED wegen Überspannungsspitzen sterben.

Anstatt einer TVS würde ich zur Z-Diode greifen. Die sind enger 
toleriert und würden negative Störungen auf einen deutlich geringeren 
Wert klemmen als eine bipolare TVS.
von Mani W. (e-doc)


Lesenswert?

Thomas R. schrieb:
> In unserem Schiff sind 60 LED Kontrollleuchten verbaut, alle einzeln
> geschaltet mit 1,5k Vorwiderstand an 12Volt. Immer mal wieder sterben
> einzelne LEDs.

Eine Diode antiparallel zu den Leds schalten verhindert Tod
durch Reversspannung...
von H. H. (Gast)


Lesenswert?

Manfred P. schrieb:
> Anstatt einer TVS würde ich zur Z-Diode greifen. Die sind enger
> toleriert

Nicht nötig.


> und würden negative Störungen auf einen deutlich geringeren
> Wert klemmen als eine bipolare TVS.

Niemand hat die Absicht eine bipolare TVS zu nehmen.
von Thomas R. (thomasr)


Lesenswert?

Danke für die Hinweise. Da die LEDs sowieso zu hell sind, werde ich 
zusätzlich 470 Ohm in Reihe schalten und die TVS dazwischen.
von Michael B. (laberkopp)


Lesenswert?

Manfred P. schrieb:
> Anstatt einer TVS würde ich zur Z-Diode greifen. Die sind enger
> toleriert und würden negative Störungen auf einen deutlich geringeren
> Wert klemmen als eine bipolare TVS.

Es gibt auch unipolare TVS, die sind so gut wie Z-Dioden.

Letzlich muss man den Nennstrom und Spitzenstrom der LED kennen, R 
zwischen TVS und LED darf  bei TVS Begrenzungsspannung gerade den 
Spitzenstrom fliessen lassen, Rest-R vor der TVS sollte bei 
Normalspannung auf Nennstrom der LEF begrenzen, die abfangbare 
Spitzenspannung wird dann durch den Spitzenstrom der TVS bestimmt.
von Thomas R. (thomasr)


Lesenswert?

Schön ist die Bastelei nicht: 60 mal eine 3mm LED mit zwei 
Vorwiderständen und TVS versehen ist ein Geduldspiel. Ich hatte gehofft 
so etwas gäbe es fertig 🫣
von H. H. (Gast)


Lesenswert?

Thomas R. schrieb:
> Ich hatte gehofft
> so etwas gäbe es fertig 🫣

https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Mann_im_wei%C3%9Fen_Anzug
von H. H. (Gast)


Lesenswert?

Thomas R. schrieb:
> Da die LEDs sowieso zu hell sind, werde ich
> zusätzlich 470 Ohm in Reihe schalten und die TVS dazwischen.

Dann eher nochmals 1,5kOhm, sonst merkst du nichts davon.
von Thomas R. (thomasr)


Lesenswert?

Würde eine Bicolor LED das nicht auch können? Damit würde doch die 
"andere" Farbe als Freilaufdiode wirken?
: Bearbeitet durch User
von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Thomas R. schrieb:
> Würde eine Bicolor LED das nicht auch können?
So eine mit 2 Pins und antiparallel geschalteten LEDs?
Im Prinzip sollte das funktionieren, aber probiers doch einfach mal 
aus...

BTW:
Nach 2 Jahren Erprobung die Frage: hat die Beschaltung mit der TVS-Diode 
geholfen?
: Bearbeitet durch Moderator
von Karl B. (gustav)


Lesenswert?

Besser eine Diode in Durchlassrichtung in Reihe zur Erhöhung der 
Sperrspannung.
Zum Beispiel 1N4007.
"...Eine normale Leuchtdiode (LED) verträgt in Sperrrichtung [...] meist 
nur sehr geringe Spannungen. Oft liegt die maximale Sperrspannung bei 
nur etwa 5V. Wird dieser Wert überschritten, kann die LED dauerhaft 
beschädigt werden..."

ciao
gustav
von Thomas R. (thomasr)


Lesenswert?

Lothar M. schrieb:
>
> BTW:
> Nach 2 Jahren Erprobung die Frage: hat die Beschaltung mit der TVS-Diode
> geholfen?

Zu meiner Schande muß ich gestehen das nicht gemacht zu haben; war mir 
zu viel "wenn" und "aber", also immer nur ersetzt. Allerdings geht so 
langsam der Vorrat an fertigen LEDs (mit Vorwiderständen) zur Neige.....
von Thomas R. (thomasr)


Lesenswert?

Karl B. schrieb:
> Besser eine Diode in Durchlassrichtung in Reihe zur Erhöhung der
> Sperrspannung.
> Zum Beispiel 1N4007.
> "...Eine normale Leuchtdiode (LED) verträgt in Sperrrichtung [...] meist
> nur sehr geringe Spannungen. Oft liegt die maximale Sperrspannung bei
> nur etwa 5V. Wird dieser Wert überschritten, kann die LED dauerhaft
> beschädigt werden..."
>
> ciao
> gustav

Bei zwei antiparallel geschalteten LEDs kann die Spannung doch nicht 
über die Flußspannung der jeweils anderen Diode ansteigen?
von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Thomas R. schrieb:
> Bei zwei antiparallel geschalteten LEDs kann die Spannung doch nicht
> über die Flußspannung der jeweils anderen Diode ansteigen?

Aber der Strom in Flussrichtung kann durch eine Transiente höher als 
erlaubt sein.

Wenn es was mechanisch passendes gibt, dann probiers doch einfach aus.
von Marek N. (db1bmn)


Lesenswert?

Thomas R. schrieb:
> jedes Relais
> zu suchen und mit Freilaufdiode zu versehen

This!
von Thomas R. (thomasr)


Lesenswert?

H. H. schrieb:
> Thomas R. schrieb:
>> Bei zwei antiparallel geschalteten LEDs kann die Spannung doch nicht
>> über die Flußspannung der jeweils anderen Diode ansteigen?
>
> Aber der Strom in Flussrichtung kann durch eine Transiente höher als
> erlaubt sein.
>
> Wenn es was mechanisch passendes gibt, dann probiers doch einfach aus.

Werde ich machen, danke.

Rückstrom wird doch durch den sowieso vorhandenen Vorwiderstand 
begrenzt? Dann nicht mehr auf die 10mA aber bestimmt nicht tödlich für 
die LED....
von Stefan R. (stefan_r_bs)


Lesenswert?

Wie lang und energiereich sind denn wohl solche "Surges"?

Wenn der Vorrat an Ersatz-LEDs eh gerade zur Neige geht:

Stoße gerade auf das Datenblatt dieser 3mm-LEDs von Vishay, die angeben, 
dass sie "Surge forward current I_FSM = 1 A" bis 10 μs aushalten:

https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A500/YCVISHAY_TELF_LEDS_3_MM_LED_TLH_4605_E.pdf

Weiß nicht ob das ungewöhnlich robust ist (?) - zumindest machen die 
anderen 2 LED-Datenblätter, die ich hier herumliegen habe, überhaupt 
keine Angabe zu "surge current". (Meine "Everlight 204-10SURD" haben gar 
einen Warntext, dass sie ESD-empfindlich seien :) - sofern das nicht nur 
Standard-Blabla ist, dass sie ans Ende jedes Datenblatts kopieren...)

Dazu dann noch die antiparallele Diode.
von Thomas R. (thomasr)


Lesenswert?

Stefan R. schrieb:
>
> Weiß nicht ob das ungewöhnlich robust ist (?) - zumindest machen die
> anderen 2 LED-Datenblätter, die ich hier herumliegen habe, überhaupt
> keine Angabe zu "surge current". (Meine "Everlight 204-10SURD" haben gar
> einen Warntext, dass sie ESD-empfindlich seien :) - sofern das nicht nur
> Standard-Blabla ist, dass sie ans Ende jedes Datenblatts kopieren...)
>
Stefan, danke für deine Mühe! Ich suche nach einer "faulen" Möglichkeit 
ohne daß die Löterei zuviel wird (60 Stück!). Einen Widerstand in Reihe 
zu einer Bicolor LED ist einfacher als da noch ein Bauteil dranfummeln 
zu müssen.

Bicolor ist bestellt und wird getestet.
von Stefan R. (stefan_r_bs)


Lesenswert?

Thomas R. schrieb:
> Ich suche nach einer "faulen" Möglichkeit
> ohne daß die Löterei zuviel wird

alles klar :)

Aber falls die Experten es wissen: mich würde interessieren, ob meine 
Interpretation, dass diese Vishays etwas mehr als gewöhnlich aushalten, 
also richtige Wahl für widrige Umgebungen wären, zutrifft. (Habe wild 
noch etwas herumgelesen, aber so weit bleibt es das einzige Datenblatt 
mit einer "surge forward current"-Angabe.)
von Rainer W. (rawi)


Lesenswert?

Stefan R. schrieb:
> Wie lang und energiereich sind denn wohl solche "Surges"?

Die Bordnetzbedingungen dürften weitgehend denen im Kfz entsprechen. Die 
Prüfanforderungen stehen in der LV124, z.B. transiente Überspannung im 
Test E-02. Die Google KI nennt auf die Frage "LV124 E-02 Pulsdauer" 
einen Peakwert von 70V bei einer Gesamtdauer des simulierten Pulses von 
400 ms.
von Holger R. (holgerr)


Lesenswert?

Thomas R. schrieb:
> In unserem Schiff sind 60 LED Kontrollleuchten verbaut, alle einzeln
> geschaltet mit 1,5k Vorwiderstand an 12Volt. Immer mal wieder sterben
> einzelne LEDs.

Bei den Werten dürfte keine LED sterben.
Für eine 30 mA LED wären 390 Ohn bis 680 Ohm normal.

Ich unterstelle, daß das ein Motorboot ist.
Die Bootshersteller sind im crimpen von Kabeln nicht git.

Ich vermute Du hast in Deinem Boot irgendwo ein schlechtes Kabel, 
schlechte Masse zwischen Licht-Maschine und Akku oder defekte
Batterie ( AKKU ) oder zu kleinem AKKU sowie defekte Lichtschmachine
HolgerR
: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


Lesenswert?

Thomas R. schrieb:
> Rückstrom wird doch durch den sowieso vorhandenen Vorwiderstand
> begrenzt? Dann nicht mehr auf die 10mA aber bestimmt nicht tödlich für
> die LED....

Doch.

Vorwärts z.B. 2.1V bei 20mA = 0.042W, rückwärts 7V bei 20mA = 0.14W.

Die Transil blockt jedoch nicht nur Überspannung ab, sondern auch 
Verpolung auf unter 0.7V.
1
12V--1k5--+--1k5--+
2
         _|_      |
3
Transil  /_\     \_/ LED
4
          |       |
5
Masse ----+-------+
von Holger R. (holgerr)


Lesenswert?

Michael B. schrieb:
> Die Transil blockt jedoch nicht nur Überspannung ab, sondern auch
> Verpolung auf unter 0.7V.

Natürlich hift das.
Aber es nütz ihm nichts, wenn auf See die Motorelektonik und das 
UKW-Gerät versagt. Ich würde lieber den Fehler suchen.
Wieso hat hier noch niemand nach defekten Elko´s gefragt.
HolgerR
: Bearbeitet durch User
von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Thomas R. schrieb:
> Einen Widerstand in Reihe zu einer Bicolor LED ist einfacher als da noch
> ein Bauteil dranfummeln zu müssen.
Eine kleine SMD-Diode passt locker zwischen die Beine einer LED.
von Thomas R. (thomasr)


Lesenswert?

Holger R. schrieb:
> Michael B. schrieb:
>> Die Transil blockt jedoch nicht nur Überspannung ab, sondern auch
>> Verpolung auf unter 0.7V.
>
> Natürlich hift das.
> Aber es nütz ihm nichts, wenn auf See die Motorelektonik und das
> UKW-Gerät versagt. Ich würde lieber den Fehler suchen.
> Wieso hat hier noch niemand nach defekten Elko´s gefragt.
> HolgerR

Da versagt gar nichts. Es geht lediglich um die Rückspannung aus den 
Relais die von einfachen Schaltern betätigt werden, NICHTS anderes. Beim 
Schalten kann man sogar sehen wie einzelne LEDs kurz aufblitzen. Das hat 
rein gar nichts mit dem restlichen System zu tun und Elkos sind da weit 
und breit nicht beteiligt.
von Thomas R. (thomasr)


Lesenswert?

Lothar M. schrieb:
> Thomas R. schrieb:
>> Einen Widerstand in Reihe zu einer Bicolor LED ist einfacher als da noch
>> ein Bauteil dranfummeln zu müssen.
> Eine kleine SMD-Diode passt locker zwischen die Beine einer LED.

Das kann schon sein aber LEDs mit Vorwiderstand sind fertig gelötet zu 
haben, alles andere ist Eigenarbeit.....60 mal
von Axel R. (axlr)


Lesenswert?

Machste n kleines Platinchen mit ner SMD-LED und allem, was da drauf 
soll und lässt 100 Stück fertigen. Die Form der Leiterplatte gestaltest 
Du so, dass dis da rein passt, wo es hin muss. Oder fummelst eben an 
jeder gekauften "SIGNAL-LED" ( 12V+Widerstand ) drann rum.
Stell doch mal n Foto von solch einer Signal-LED rein. Vielleicht 
erbarmt sich ein User hier und entwirft Dir in der Mittagspause ein PCB 
( klein, schmal und lang) als Drop-in? Selber an 60 LEDs rumfummeln, 
wäre mir auch zu stressig.
Ich hab mal son größeren 16 x 10 LED Rahmen gebastelt. Ich kann Da schon 
mitfühlen, wie es ist (hier in dem Fall auch "nur") 160 LEDs zu belöten 
und "zu tun".
von Thomas R. (thomasr)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Hier mal ein Bild der "Instrumententafel" (älteres Bild). Das sind jetzt 
alles 3mm LEDs in einer 4mm starken Aluplatte. Dafür mußten die 
Bohrungen von hinten aufgeweitet werden weil die üblichen LED Clipse nur 
für dünnere Frontplatten geeignet sind. Schweinearbeit.
von Karl B. (gustav)


Lesenswert?

Man kann alles schön einschrumpfen in Schrumpfschlauch.
Diode 1N4007 auf die eine Seite, Widerstand von 1,8 kOhm auf die andere.
Was sind das überhaupt für LEDs.
Solche mit 10 mA oder solche mit 2 mA ?
Dementsprechend muss sogar der Widerstand neu berechnet werden.
Helligkeit ist nämlich nicht direkt korreliert zum Durchlass-Strom.

https://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/1109111.htm

ciao
gustav
von Thomas R. (thomasr)


Lesenswert?

Karl B. schrieb:
> Man kann alles schön einschrumpfen in Schrumpfschlauch.
> Diode 1N4007 auf die eine Seite, Widerstand von 1,8 kOhm auf die andere.
> Was sind das überhaupt für LEDs.
> Solche mit 10 mA oder solche mit 2 mA ?
> Dementsprechend muss sogar der Widerstand neu berechnet werden.
> Helligkeit ist nämlich nicht direkt korreliert zum Durchlass-Strom.
>
> https://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/1109111.htm
>
> ciao
> gustav

Fertig gelötet bezogene LEDs mit unbekanntem Strom. Die Masse aller LEDs 
geht zusammen über einen Dimmer und kann (einmalig hinter der Tafel) 
eingestellt werden. War auch notwendig weil sonst VIEL zu hell. Der 
Dimmer stirbt übrigens NICHT.
von Udo S. (urschmitt)


Lesenswert?

Thomas R. schrieb:
> Stefan, danke für deine Mühe! Ich suche nach einer "faulen" Möglichkeit
> ohne daß die Löterei zuviel wird (60 Stück!).

Also mal ganz ehrlich: Das wäre in den zwei Jahren etwa eine Led alle 2 
Wochen gewesen.
Du hättest ja mal wenigstens eine "Kontrollgruppe" von 10 Stck mit einer 
antiparallelen Diode ausrüsten können um herauszufinden ob nicht einfach 
nagtive Spikes die Ursache sind.
von Ralf H. (ralf_h939)


Lesenswert?

Stefan R. schrieb:
> (Meine "Everlight 204-10SURD" haben gar
> einen Warntext, dass sie ESD-empfindlich seien :) - sofern das nicht nur
> Standard-Blabla ist, dass sie ans Ende jedes Datenblatts kopieren...)

Weise Hochleistungs-LEDs haben oft eine antiparallele rote LED 
eingebaut, die genau das verhindern soll. ESD schädigt die LED wenn die 
Spannung in Sperr-Richtung anliegt. Die sind dann quasi sofort tot.
Dies würde ich auch als das Problem auf dem Schiff ansehen, negative 
Spitzen, die die LEDs zerstören.
von Karl B. (gustav)


Lesenswert?

So schnell gehen auch billige China-Leds nicht kaputt.
Das von der Hausverwaltung beauftragte Klingeltableau hatte ich damals 
(hatte schon berichtet) zusätzlich mit LEDs ausgestattet. Die 
überbrücken die jeweiligen Klingeltaster. Dann sieht man, ob die Anlage 
in Betrieb ist bzw. die jeweilige Wohnung die Klingel nicht abgeschaltet 
hat. Auch erlischt die LED, sobald ausreichender Kontakt vorhanden. Es 
kam schon einmal vor bei der alten Anlage, dass Leute meinten, sie 
hätten geklingelt, in Wirklichkeit war aber der wacklige Knopf nicht 
tief genug gedrückt worden, garkein Kontakt gegeben, und es klingelte 
nicht.
Anhand der LEDs kann der Klingelnde das jetzt nachprüfen.

Seit etwa 2 Jahren Minustemperaturen und +40° C im Sommer und 
Feuchtigkeit ausgesetzt. Sie leuchten immer noch.
Allerdings an Wechselspanung 12V. Dazu in Reihe zu den Dioden jeweils 
eine 1N4007 und so verschaltet, dass ein über die andere immer die 
andere Halbwelle ausgenutzt wird, so dass am Klingeltrafo kein noch so 
kleiner DC-Offset entstehen kann. Und die Klingeln produzieren mit ihrer 
Induktivität schon merkbare Abschaltspitzen, die dann über dem Taster 
messbar sind.
Und da sind die LEDs. Denen macht das nichts aus. Wäre die 1N4007 nicht 
in Reihe, sähe das bestimmt anders aus.

Aber der TO weiß ja alles besser und schlägt die durchaus ernst 
gemeinten Vorschläge in den Wind. Sein Problem. Nicht meins.

ciao
gustav
von Thorsten O. (Firma: mechapro GmbH) (ostermann) Benutzerseite


Lesenswert?

Mach dir doch einfach ein kleines Platinchen mit Vorwiderständen und 
Diode in SMD drauf, an die die bedarahtete LED angelötet werden kann. 
Dazu das Kabel, entweder direkt aufgeklötet, oder mit einem kleinen 
Wire-to-board Stecker. Dann hält sich der Lötaufwand in Grenzen. Die 
Platine kannst du bei Bedarf in Schrumpfschlauch einschrumpfen.

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Thomas R. schrieb:
> alles andere ist Eigenarbeit.....60 mal
Ja nun, von nix kommt nix. Du hast die Wahl: den Umbau durchziehen und 
du hast Ruhe.

Oder eben wie bisher laufend immer wieder mal ein paar "fertig gelötete 
LEDs mit unbekanntem Strom" austauschen. Und dabei immer im Hinterkopf 
behalten, dass "dunkel" nicht gleich "aus" sein muss.

Thomas R. schrieb:
> Schweinearbeit.
Da bin ich grade echt froh, dass ich kein Boot besitze.
: Bearbeitet durch Moderator
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


Lesenswert?

Thomas R. schrieb:
> Allerdings geht so langsam der Vorrat an fertigen LEDs (mit
> Vorwiderständen) zur Neige.....

Steht auch nirgends, was fuer LED das waren. Die kleinen 5mm oder die 
grossen 8mm und welche Farben.

Meist reicht eine Freilaufdiode zwischen die Pins geloetet aus, weil 
eine negative Spitze die LED kaputt macht.

So eine BAS/BAV/BAW laesst sich ganz gut dazwischen klemmen und 
anloeten.
von Thomas R. (thomasr)


Lesenswert?

Danke für die netten Hinweise, die anderen habe ich schon vergessen ;-)

Die Bicolor sind bestellt und werden dann die erste "Kontrollgruppe".

Tatsächlich wären lange schmale Platinchen mit der LED "vorne dran" eine 
gute Lösung. Ich bin in meinem Leben aber noch nie über Lochraster oder 
gedruckte Vorlage, Photolack und UV Lampe hinaus gekommen geschweige 
denn Platinenlayout gemacht oder in CN bestellt.
von Thomas R. (thomasr)


Lesenswert?

Dieter D. schrieb:
> Thomas R. schrieb:
>> Allerdings geht so langsam der Vorrat an fertigen LEDs (mit
>> Vorwiderständen) zur Neige.....
>
> Steht auch nirgends, was fuer LED das waren. Die kleinen 5mm oder die
> grossen 8mm und welche Farben.
>
> Meist reicht eine Freilaufdiode zwischen die Pins geloetet aus, weil
> eine negative Spitze die LED kaputt macht.
>
> So eine BAS/BAV/BAW laesst sich ganz gut dazwischen klemmen und
> anloeten.

Doch, das stand da schon: grün, 3mm

Und ich schneide nicht die fertigen Schrumpfschläuche auf um eine Diode 
zwischen die Anschlüsse zu löten.....
von Udo S. (urschmitt)


Lesenswert?

Thomas R. schrieb:
> Die Masse aller LEDs
> geht zusammen über einen Dimmer und kann (einmalig hinter der Tafel)
> eingestellt werden. War auch notwendig weil sonst VIEL zu hell. Der
> Dimmer stirbt übrigens NICHT.

Sicher dass der Dimmer nicht ggf. Teil des Problems ist?
von Thomas R. (thomasr)


Lesenswert?

Udo S. schrieb:
> Thomas R. schrieb:
>> Die Masse aller LEDs
>> geht zusammen über einen Dimmer und kann (einmalig hinter der Tafel)
>> eingestellt werden. War auch notwendig weil sonst VIEL zu hell. Der
>> Dimmer stirbt übrigens NICHT.
>
> Sicher dass der Dimmer nicht ggf. Teil des Problems ist?

War auch ohne Dimmer schon so....
von Hans W. (hanswieland)


Lesenswert?

Thomas R. schrieb:
> Es geht lediglich um die Rückspannung aus den Relais die von einfachen
> Schaltern betätigt werden, NICHTS anderes.

Dagegen müsste ein zentraler Kondensator auf der Versorgungsspannung 
genügen.
von Carsten-Peter C. (carsten-p)


Lesenswert?

Moin,
wenn der Dimmer mit PWM dimmt, wird zwar die Leistung reduziert, aber 
der „Spitzenstrom“ bleibt. Vielleicht kannst du die Spannung für die 
LEDs runter regeln.
Gruß
 Carsten
von Thomas S. (Firma: Chipwerkstatt) (tom_63)


Lesenswert?

Thomas R. schrieb:
> statt jedes Relais
> zu suchen und mit Freilaufdiode zu versehen.

und genau das ist der Weg.
von Manfred P. (pruckelfred)


Lesenswert?

Thomas R. schrieb:
>> Eine kleine SMD-Diode passt locker zwischen die Beine einer LED.
> Das kann schon sein aber LEDs mit Vorwiderstand sind fertig gelötet zu
> haben, alles andere ist Eigenarbeit.....60 mal

Lothar M. schrieb:
> Thomas R. schrieb:
>> alles andere ist Eigenarbeit.....60 mal
> Ja nun, von nix kommt nix. Du hast die Wahl: den Umbau durchziehen und
> du hast Ruhe.

Kopfschütteln und Unverständnis. Er hat angeblich ein Problem, fragt 
hier nach Lösungen und ist dann zu faul , diese umzusetzen. Was soll 
das denn?

Lothar M. schrieb:
> Thomas R. schrieb:
>> Schweinearbeit.
> Da bin ich grade echt froh, dass ich kein Boot besitze.

Ich glaube, dass Du schon längst den Lötkolben aktiv gehabt hättest.
von Holger R. (holgerr)


Lesenswert?

Holger R. schrieb:
> Wieso hat hier noch niemand nach defekten Elko´s gefragt.
Das war Ironie.

Thomas R. schrieb:
> Es geht lediglich um die Rückspannung aus den
> Relais die von einfachen Schaltern betätigt werden,
Das war für mich nicht ersichtlich
Also anti-parallel Dioden rein und gut ist.
HolgerR
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.