ich suche aktuell nach einer Software zur Verwaltung meiner elektronischen Bauteile/Breakout Boards/sonstigen Kleinteile.
Entsprechende Threads dazu sind schon alle recht alt - ich erlaube mir daher, hier einen neuen Thread zu starten.
Folgende Features/non-functional Features sollte die Software möglichst gut abdecken:
Freeware oder <100€ Anschaffungskosten mit jährlichen Kosten <20€
Hat gute Perspektiven, auch langfristig noch weiterentwickelt
zu werden
Läuft unter Docker, MacOS oder Linux
Lieber nicht Cloud-basiert
gute Auswahl an vordefinierten Bauteilen
(gerne auch mit Zugriff auf API's von Distributoren)
optimalerweise mit Zugriff auf die Datenblätter der Bauteile
erlaubt das Hinzufügen von selbstdefinierten Feldern
erlaubt das Hinterlegen von Dokumenten
erlaubt clevere Suche
erlaubt Kategorisierung
erlaubt Sortierung der Bauteile in der Anzeige nach Attributen/Feldern
(Teil-)Export Möglichkeit wäre schön
Backup MUSS möglich sein
[optional] erlaubt parametrische Suche
[optional] erlaubt das Hinterlegen von Bildern
[optional] läuft auf Raspi
Ansonsten lautet meine Frage: was verwendet Ihr und seid Ihr damit zufrieden? (Bitte keine Excel-Lösungen - mir ist klar, dass es durchaus auch damit geht, aber ich möchte gerne eine non-Excel-Lösung).
Software, die mir bei meinen bisherigen Recherchen über den Weg lief:
Hmmm - könnte ein netter @Moderator diesen Thread evtl. ins richtige Unterforum verschieben, damit ich noch ein bisschen mehr Feedback von Forenteilnehmern erhalte?
Habe ich mir angeschaut - klingt definitiv interessant!
Nutzt Du die Software selber aktiv? Wie sind Deine Erfahrungen?
Aber ist die User- und Entwicklerbasis groß genug,
um darauf die nächsten 20 Jahre zu bauen?
Ging zwar nicht an mich, aber ich nutze Inventree aktiv und bin sehr zufrieden damit.
Hat sich mittlerweile zu einem "ERP light" entwickelt, ich mache aktuell Lagerverwaltung inklusive Einkaufsprozess und Bauteilverwertung mit Bauaufträgen bis hin zum Versand an Kunden damit.
Beliebige Dokumente hinterlegen ist problemlos möglich.
Bild wird nur eines direkt angezeigt, weitere können in den zusätzlichen Dokumenten angehängt werden.
Deine anderen Kriterien werden auch erfüllt, mit der einen Ausnahme von selbstdefinierten Feldern. Das geht "nur" als Parameter, aber müsste für die meisten Anwendungsfälle ausreichen.
Der Support durch die Entwickler ist super.
Die update-Frequenz mit vielen neuen Features ist recht hoch, aber auch die etwas älteren Versionen laufen stabil.
Setup unter docker ist schnell erledigt, Backup mit docker ebenfalls schnell möglich.
KiCAD hat seit v8 eine quasi-native Schnittstelle integriert, falls das ein Argument ist.
Bauteile anlegen geht mit Ki-n-Tree recht komfortabel: Artikelnummer von mouser, digikey, lcsc (oder ein paar anderen) reinkopieren, auf "start" drücken, dann wird ein neuer Artikel angelegt inklusive Bild und Parametern.
Also keine integrierten/vordefinierten Bauteile, aber einfacher Import von vielen Distris.
Also keine integrierten/vordefinierten Bauteile, aber einfacher Import
von vielen Distris.
Klingt gut. Problem bei jeder SW ist, dass jeder andere Wünsche hat und selbst am besten weiß, was er braucht und abfragen möchte. Das fing meist mit kleinem .xls an und wuchs mit unaufhörlichen Wünschen zur DB.
Ich nutze EleLa und bin damit sehr zufrieden. Es ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig zu bedienen, aber wenn man das Konzept verstanden hat ist es super.
erlaubt Sortierung der Bauteile in der Anzeige nach Attributen/Feldern
(Teil-)Export Möglichkeit
Backup durch externen Dienstleister
und das Beste: ist gut gepflegt und immer aktuell, ich muss mich um nichts kümmern.
Dieser erste Teil wird von https://www.digikey.de abgedeckt. Lokal bleiben noch diese Punkte, dafür brauche ich nicht einmal Excel, dafür reicht mir ein Editor (vim)
erlaubt das Hinzufügen von selbstdefinierten Feldern
erlaubt das Hinterlegen von Dokumenten
erlaubt das Hinterlegen von Bildern
? erlaubt Kategorisierung
Ging zwar nicht an mich, aber ich nutze Inventree aktiv und bin sehr
zufrieden damit.
[...]
Für weitere Fragen oder eine Demo gerne melden...
Ein gaaanz großes Dankeschön an Markus E.: Du hast Dir wirklich viel Zeit und Mühe genommen/gemacht mit Deiner Inventree Tool-Rezension und hast dabei sogar meine Anforderungen genau im Auge behalten. Toll!
Das war echt nett von Dir und ich weiß das sehr zu schätzen!
Auf Dein Angebot einer Live-Demo werde ich vielleicht zurückkommen, wenn ich ein wenig mehr Luft habe, melde mich dann ggf. bei Dir - Danke in jedem Fall für die Offerte!
Ich nutze EleLa und bin damit sehr zufrieden. Es ist anfangs etwas
gewöhnungsbedürftig zu bedienen, aber wenn man das Konzept verstanden
hat ist es super.
Hi Ben,
EleLa gehört aktuell ebenfalls zu meinen Favoriten im Rennen.
Ich hadere dabei etwas mit der wirklich archaisch anmutenden Oberfläche, aber Funktionalität geht bei mir über hübsches Aussehen und da soll EleLa nun mal wirklich punkten.
Außerdem bin ich unsicher, wie gut das Tool hier bei mir auf dem Mac läuft (vermutlich muss ich dafür eine Linux - VM aufsetzen oder läuft es auch in Docker?)
Ansonsten hört man nur Gutes von EleLa - vor allem soll der Support super sein. Und die 50€ für die Pro-Version sind bei einer Software, die man die nächsten 20 Jahre einsetzen möchte mehr als fair.
Ist nur die Frage, ob der Entwickler (es ist ja eher eine 1-Mann-Show auch noch 20 Jahre Lust auf sein Baby hat ...)
Wenn Du Lust und Zeit hast, so würden mich ein paar Stichpunkte zu Deinen Erfahrungen mit EleLa interessieren: Was ist besonders gut? Was fehlt Dir? Was ist schlecht/umständlich gelöst?
kann Dir bei EleLa nicht weiterhelfen, wollte mich aber mal für Deine Frage bedanken, da ich grad auch an dem Punkt stehe.
Inventree werde ich mir mal genauer anschauen.
Hallo,
ich nutze EleLa seit ein paar Jahren und bin an sich sehr zufrieden.
Mit den integrierten Mouser/Digikey/Farnell/Nexar Api lassen sich Bauteile relativ schnell einfügen und mit Preisen versehen. (Bis jetzt habe ich allerdings nur die Mouser API getestet)
Die ganze UI ist durchaus gewöhnungsbedürftig & eher "altmodisch" und bedarf einiges an Zeit bis man einen sinnvollen Workflow gefunden hat.
Die Oberfläche ist aber dennoch sehr sinnvoll strukturiert und dadurch in meinen Augen schöner gestaltet als bei Inventree oder Partdb. (wobei das reine Gewöhnung ist :)
Ich würde jedem der mit einer Bauteildatenbank hantiert auf jeden Fall einen kleinen Barcode Scanner empfehlen (z.B Inateck BCST-42). Damit lassen sich super schnell Bestellungen ins Lager hinzufügen oder auch für den schnellen Zugriff auf Bauteile die Lagermengen ändern. Dies unterstützen alle drei Lösungen.
Nachteil an EleLa ist natürlich die Softwareinstallation, wo Inventree und Partdb einfach webbasiert laufen.
Heute würde ich wahrscheinlich eher zu Inventree greifen. Einfach aus dem Grund, dass ich OpenSource-Projekte sehr stark finde und diese gerne unterstütze. Bei EleLa muss ich einfach hoffen, dass der Support noch lange so toll weitergeht. Da kann ich aber bisher nur positives berichten:)
Danke, Florian, für Deine Einschätzung - sie ist auch 1 Jahr nach meinem Eingangsthread noch relevant, denn ich habe mich noch immer nicht für eine Software entschieden (was mir selber schon etwas peinlich ist, denn es wird allerhöchste Zeit - den Überblick über meine Bauteile habe ich nämlich schon seit einem Weilchen verloren)
Nachteil an EleLa ist natürlich die Softwareinstallation, wo Inventree
und Partdb einfach webbasiert laufen.
Interessante Ansicht. Worin genau siehst du denn Nachteile bei einem "herkömmlichen" Anwendungsprogramm (seriöse Quelle, also Virenfreiheit mal vorausgesetzt) gegenüber einer im Browser laufenden "Web-App"?
EleLa wird bei Windows standardmäßig nicht als sicher eingestuft. (zB.
Kein Herausgeber hinterlegt)
Naja. Daß ein von Windows akzeptiertes Zertifikat dabei ist, heißt AFAIK lediglich, daß irgendwer ziemlich viel Geld an irgendeine Certificate Authority bezahlt hat. Inwieweit das für einen relevant ist, darüber kann man sicherlich unterschiedlicher Ansicht sein.
Web-basierte Lösungen müssen nur auf einem Gerät installiert werden und
sind dann von einer Vielzahl von Geräten erreichbar.
Oder auch auf gar keinem Gerät (i.S.v. Client), wenn es im Browser läuft. Auf der anderen Seite impliziert das Abhängigkeiten vom Cloud-Anbieter hinsichtlich Verfügbarkeit, ggf. Lizenz bzw. Kosten, Datenschutz- und -sicherheitsfragen.
Auf der anderen Seite impliziert das Abhängigkeiten vom Cloud-Anbieter
hinsichtlich Verfügbarkeit, ggf. Lizenz bzw. Kosten, Datenschutz- und
-sicherheitsfragen.
Webbasiert heißt nicht, dass es irgendwo in Internet auf anderer Leute Maschinen laufen muss. Eine Kiste mit entsprechend konfiguriertem Webserver im Heimnetz, notfalls ein billiger Pi, tut den Job problemlos. Vorteil, den ich bei der webbasierten Lösung sehe: Ich habe mein Lager nicht dort, wo mein Rechner steht (tatsächlich gibt es nicht einmal ein zentrales Lager an einer Stelle). Ein Telefon oder ein Tablet hab ich aber eigentlich immer zur Hand.
ja, das ist durchaus richtig. Man kann ein webbasiertes System auch auf einem eigenen Webserver im Heimnetz betreiben. Das habe ich zum Testen von „PartDB“auf einer Proxmox VM gemacht und dann später auf meinen Webhoster verschoben.
Ich muss hier mal für “PartDB” unbedingt eine Lanze brechen. Siehe:
PartDB läuft nun schon seit Jahren stabil auf meinem Webhoster „all-inkl“ ohne Probleme. Ich komme von überall auf meine Datenbank ran, mache regelmäßige Backus der Datenbank und das Programm wird regelmäßig von Jan Böhmer gepflegt. Großes Lob an ihn.