Funktionsweise Platine für Fallblattanzeige

OP #7691020

Hallo,

versuche eine alte Fallblattanzeige (frühe 80er) wieder ans Laufen zu bekommen. Was ich bisher herausgefunden habe:

-der Motor ist ein Lavet-Schrittmotor (Polaritätsumkehr) -die Spannungsversorgung ist vermutlich > 40V -der Reedschalter gibt Impulse pro Blattwechsel -der Elektromagnet gibt die Nullstellung der Blätter frei -mit einer Gleichspannung von 40V (sekündlicher Polaritätswechsel) läuft der Motor direkt angeschlossen einwandfrei.

Beigefügt habe ich einen Schaltplan (bitte nicht steinigen, sehr grob).

Dachte, wenn ich die wechselnde Gleichspannung an (1) und (2) gebe und +10V an (4), daß das Gate zündet und der Motor läuft. Er zuckelt aber nur schwach. Liegt dies an den Widerständen und sind ggf. höhere Spannungen am Gate nötig? Oder muß am Gate auch die Polarität wechseln?

Hat sonst jemand Ideen zur Funktionsweise der Schaltung?

Viele Grüße und vielen Dank Martin

Angehängte Dateien:
Gast #7691032

Martin schrieb:

Ein Elektromagnet. Die Fallblätter werden an definierter Stelle angehalten, bis der Elektromagnet sie ggf. freigibt. So wird die "Nullstellung" ermittelt.

Ah, in deinem Foto ganz unten.

Aber dein Schaltplan scheint noch fehlerhaft zu sein, von der ungünstigen Darstellung mal abgesehen. Zeig doch mal die Lötseite der Platine.

#7691121

Martin schrieb:

Hier gibt es keinen absoluten Positionssensor wie bei späteren Modellen.

Meine Frage war: Wozu überhaupt einen Positionssensor? Meine Fallblatt brauchte das nicht, meine Zifferblätter Uhren auch nicht. Zentral gesteuerte, Funk-Uhren etc. OK aber da wo ich die Uhr mit Hand-Augen-Koordination auf "Nullstelle" bringe, doch nicht!

#7691131

Danke, jetzt wir auch für mich ein Schuh draus... Was'n dämlicher Spruch.

"Sync. ruckelt nur noch" kenn ich. Waren immer die Gleitlager durch (trocken/ausgerieben). Rep. Erfolg eher unwahrscheinlich, Ersatz unter Umständen sehr teuer.

OP #7691140

Nein, das ist auch nicht das Problem: schließe ich den Motor direkt an, läuft er einwandfrei.

Es ist kein mechanisches Problem, sondern ein elektrisches. Verstehe die Platine halt nicht vollständig. Daher meine Fragen oben!

#7691160

Martin schrieb:

Dachte, wenn ich die wechselnde Gleichspannung an (1) und (2) gebe und +10V an (4), daß das Gate zündet und der Motor läuft. Er zuckelt aber nur schwach. Liegt dies an den Widerständen und sind ggf. höhere Spannungen am Gate nötig? Oder muß am Gate auch die Polarität wechseln?

Das ist ne Blinker/Tackt-Schaltung. Sobald die Spannung am Kondensator am Gate, hoch genug ist, zündet dieser und der Kondi entlädt sich darüber, das Spiel geht von vorne los. Die Polarisationsumkehr, erfolgt dann mittels dem anderem Kondensator. Wahrscheinlich hat der Triac ne Macke, da der Rest einfach zu robust (Lötstellen evtl. noch ne Fehlerquelle).

OP #7691207

Die Polarisationsumkehr, erfolgt dann mittels dem anderem Kondensator. Wahrscheinlich hat der Triac ne Macke, da der Rest einfach zu robust (Lötstellen evtl. noch ne Fehlerquelle).

Das sind gute Tips, danke. Bisher dachte ich, es muß schon eine wechselnde Spannung angelegt werden. Aber dank dem Hinweis vermute ich nun, das die Schaltung das selbst macht. Was für eine Spannung mal am Gate angelegt werden müssen?

#7691214

Martin schrieb:

Aber dank dem Hinweis vermute ich nun, das die Schaltung das selbst macht. Was für eine Spannung mal am Gate angelegt werden müssen?

Und ich bin mir sicher... Da geht nur Gleichspannung drauf, die Triac-Schaltung taktet dann den Motor. Etwas schneller als nötig, die Uhr stoppt sich dann selbst (mechanisch?) über das Reed-Relais und wartet auf die Freigabe der Hautuhr.

OP #7691226

Es gibt 4 Eingangspins:

schwarz und rot (was in der Tat auf Gleichspannung hindeutet)

blau (Gate Trigger)

gelb (Elektromagnet und Reed-Schalter)

Der Elektromagnet liegt am gelben Input-Pin und dem roten, siehe meine Skizze ganz oben.

OP #7691252

Da liegt ein Mißverständnis vor, beides ist richtig ;-) Die Adern sind mehrfach am Input-Stecker angeschlossen um die Leitungswege zu vereinfachen.

Der von mir gezeichnete Schaltplan ist in diesem Punkt korrekt!

OP #7691283

Der von mir gezeichnete Schaltplan ist in diesem Punkt korrekt! Eben nicht.

Im Schaltplan wollte ich keine doppelten Wege zeichnen, das macht keinen Sinn. Dann schreit der nächste, was ich da für einen Unsinn zeichne. Neben der vielen Hilfe ist das hier leider so ;-)

OP #7691521

Und ich bin mir sicher... Da geht nur Gleichspannung drauf, die Triac-Schaltung taktet dann den Motor.

Schwarz = GND Rot = Dauer Plus Gelb = Rückmeldung (uninteressant) Blau = Freigebe.

Leider nein: Habe es gerade ausprobiert.

Nach kurzem Nachdenken: das kann auch nicht funktionieren.

Siehe den Schaltplan ganz oben: Der eine Motor-Pin ist direkt mit dem schwarzen Eingangs-Pin verbunden. Liegt an dem schwarzen Eingangs-Pin dauerhaft GND an, dann kann der Motor ja nie seine nötigen Polaritäts-Umkehr-Impulse bekommen!

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