Dann hoffe ich, dass er auch gelernt haben wird, dass die Welt
vielschichtig ist und oft nicht immer derjenige Recht hat, der die
einfachen Antworten hat. Um wirklich was zu lernen, muss man sich selbst
auch die schwierigen oder unangenehmen Fragen stellen und tatsächlich
mal darüber nachdenken. Das will ich gerne anregen, da unterstütze ich
nach Kräften.
Es gibt / gab hier so viele negative und abwertende Meinungen zu dem Projekt, dass mancher keine Lust mehr hätte, es überhaupt noch weiterzuführen. Das ist bei uns nicht so.
Aus was lernen wir im Leben? Nicht daraus, dass wir uns andauernd einreden, dass etwas nicht funktionieren wird, was wir uns im Kopf vorstellen. Zu dieser Erkenntnis können wir kommen, wenn das Projekt beim Test von alleine bewiesen hat, nicht zu funktionieren. Der Weg, auf Planung und Projekt verzichtet zu haben, wird zu dieser Erkenntnis nicht führen.
Wie ich bereits sagte, auch ein erfolgloses Projekt ist sowohl ein Projekt wie eine Erfahrung, dass man Fehler eingebaut hat, oder es insgesamt nicht stimmt und man es nicht mehr wiederholen würde.
Ich kann Dir aber dazu sagen, dass es Projekte dieser Art schon seit Jahren gibt. Wer nicht bei Youtube unterwegs ist und die Beiträge dazu schaut, wird darüber allerdings auch keine Kenntnis haben.
Den haben die "Ossis" auch gezahlt, schon vergessen?
Das stimmt natürlich. Dennoch gibt es einen kleinen Unterschied: Der Soli, der im Osten erwirtschaftet wurde, blieb auch dort. Der Soli, der im Westen erwirtschaftet wurde, floss in den Osten. Ich finde, das ist schon ein kleiner Unterschied.
Ich kann Dir aber dazu sagen, dass es Projekte dieser Art schon seit
Jahren gibt. Wer nicht bei Youtube unterwegs ist und die Beiträge dazu
schaut, wird darüber allerdings auch keine Kenntnis haben.
Nochmal: Es ist offensichtlich, dass die Nachnutzung funktioniert, d.h. das, was DU mit diesem Projekt haben willst, nämlich einen tragbaren Generator, wird klappen.
Nur ist das dadurch noch kein gutes Projekt für die Schule. Da zählen andere Sachen, nämlich didaktische Aspekte. Ich habe oben Anregungen für Fragen gegeben, die du dir stellen kannst, um das zu erkunden.
Stell dir vor, dein Patenkind Bernd muss ein Mathematik-Projekt machen und du hast Lust auf Schokolade. Klar, Bernd kann einfach in den Laden gehen und dort mit Geld eine Tafel Schokolade kaufen, Projekt für dich erfolgreich, passt alles. Dem ist aber keineswegs so, als Mathematikprojekt ist das höchst problematisch, es fehlen didaktische Zielsetzungen. Man kann das aber, wenn man sich die richtigen Fragen stellt, schnell abändern und beispielsweise mathematische Probleme mit aufnehmen, die deine Zielsetzung (eine Tafel Schokolade) nicht verändern. Zum Beispiel die Frage, welche Geldscheine und Münzen man in welcher Anzahl mitnehmen muss, um nachher mit möglichst viel Gewicht in Form von Schokolade und möglichst wenig in Form von Wechselgeld aus dem Geschäft zu gehen.
Ich hoffe, du verstehst nun, dass das Projekt insbesondere eine didaktische Komponente hat, die du bisher völlig unterschätzt und deinem Patenkind leider auch nicht vermittelst. Das ist schade, weil sich dadurch Enttäuschung ergeben wird, da man zwar was Tolles gebaut haben wird, aber das im Physikunterricht nicht entsprechend gewürdigt wird (weil es eben nicht darum geht!). Wenn du es nicht verstehst, wird es hoffentlich dein Patenkind verstehen.
Also ist es Dir zu hoch.
Nicht nur der Dreisatz, sondern sogar die einfache Multiplikation.
Sicher nicht, denn:
0,048/(3,6*3)*420 = 1,867 kg
3x13Zellen: 421,2Wh
3x13x0,048 = 1,872 kg
Ohne Kabel (30gr), ohne BMS (Dali 50...120gr), ohne (Abstands)halter (25gr), ohne Gehäuse;
Ich hoffe, du verstehst nun, dass das Projekt insbesondere eine
didaktische Komponente hat, die du bisher völlig unterschätzt und deinem
Patenkind leider auch nicht vermittelst. Das ist schade, weil sich
dadurch Enttäuschung ergeben wird, da man zwar was Tolles gebaut haben
wird, aber das im Physikunterricht nicht entsprechend gewürdigt wird
(weil es eben nicht darum geht!). Wenn du es nicht verstehst, wird es
hoffentlich dein Patenkind verstehen.
Nein, das ist nicht selbstverständlich. Schon gar nicht in dem Alter, wo man in die 9. Klasse geht. Man kann auch nicht von jedem erwarten, in dem Alter schon die Grundlagen zu haben, morgen Ingenieur zu sein. Und die Grundlagen kann sich auch nicht jeder erarbeiten.
Respect is earned, not given - mein liebstes Zitat.
Und damit gehe ich jetzt, weil ich gerade erfahren habe, dass mein eigener Patenonkel heute Abend verstorben ist. Er war derjenige, der mir immer viel mehr als meine eigenen Eltern gegeben hat: Wissen, Empathie, Neugierde, Begeisterung.
Wer gerne hören möchte, welche Musik ich gerade im Dauerlauf habe, schaut bei Youtube mal nach "SCHANDMAUL - Euch zum Geleit". Würde mich sehr freuen. Gute Nacht.
Den haben die "Ossis" auch gezahlt, schon vergessen?
Das stimmt natürlich. Dennoch gibt es einen kleinen Unterschied: Der
Soli, der im Osten erwirtschaftet wurde, blieb auch dort. Der Soli, der
im Westen erwirtschaftet wurde, floss in den Osten. Ich finde, das ist
schon ein kleiner Unterschied.
Man kann auch nicht von jedem erwarten, in
dem Alter schon die Grundlagen zu haben, morgen Ingenieur zu sein. Und
die Grundlagen kann sich auch nicht jeder erarbeiten.
Was kann man denn dann als Schüler von deinem Projekt lernen?
Wie ein Verbrennungsmotor funktioniert? Nein.
Wie eine mechanische Über-/Untersetzung funktioniert? Nein.
Wie ein Generator funktioniert? Nein.
Wie eine Regelung funktioniert? Nein.
Dass man mit einem komischen Gerät, das viel Lärm macht und stinkt sehr unpraktisch sein Handy irgendwie laden kann? Vielleicht.
Man kann auch nicht von jedem erwarten, in
dem Alter schon die Grundlagen zu haben, morgen Ingenieur zu sein. Und
die Grundlagen kann sich auch nicht jeder erarbeiten.
Was man aber in dem Alter erwarten kann ist, dass der Schüler seine Fähigkeiten korrekt einschätzt und Schnapsideen verwirft, die er nicht umsetzen kann.
Wie ich bereits sagte, auch ein erfolgloses Projekt ist sowohl ein
Projekt wie eine Erfahrung, dass man Fehler eingebaut hat, oder es
insgesamt nicht stimmt und man es nicht mehr wiederholen würde.
Genau, man erkennt dann auch, das man viel Geid ohne Nutzen verbrannt
hat. Bei meinen "Projekten" habe ich mich lieber eine Stunde lang zum
"Denken" hingesetzt, anstatt tagelang erfolglos herumzuprobieren.
Genau, man erkennt dann auch, das man viel Geid ohne Nutzen verbrannt
hat. Bei meinen "Projekten" habe ich mich lieber eine Stunde lang zum
"Denken" hingesetzt, anstatt tagelang erfolglos herumzuprobieren.